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Augmentan Kindersaft – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
400 mg / 57 mg

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Augmentan Kindersaft

1. Was ist Augmentan und wofür wird es angewendet?

Augmentan ist ein Antibiotikum und wirkt durch das Abtöten von Bakterien, die Infektionen verursachen. Es enthält zwei verschiedene Wirkstoffe, Amoxicillin und Clavulansäure. Amoxicillin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Penicilline” genannt werden und die manchmal unwirksam (inaktiv) werden können. Der zweite Wirkstoff (Clavulansäure) verhindert dies.

Augmentan wird bei Erwachsenen und Kindern bei der Behandlung folgender Infektionen angewendet:

  • Mittelohrentzündungen und Infektionen der Nasennebenhöhlen
  • Atemwegsinfektionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Haut- und Weichteilinfektionen einschließlich Infektionen im Zahnbereich
  • Knochen- und Gelenkinfektionen.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Augmentan beachten?

Augmentan darf bei Ihrem Kind nicht angewendet werden,

  • wenn Ihr Kind allergisch gegen Amoxicillin, Clavulansäure, Penicillin oder einen der sonstigen

    Bestandteile von Augmentan ist (siehe Auflistung in Abschnitt 6).

  • wenn Ihr Kind schon einmal eine schwere allergische Reaktion gegen irgendein anderes

    Antibiotikum hatte. Dabei kann es sich um einen Hautausschlag oder Schwellungen von Gesicht oder Rachen gehandelt haben.

  • wenn Ihr Kind während der Einnahme eines Antibiotikums schon einmal Probleme mit der

    Leber oder Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) hatte.

➔ Wenden Sie Augmentan nicht bei Ihrem Kind an, wenn eine dieser Aussagen auf Ihr Kind zutrifft. Sprechen Sie vor der Anwendung von Augmentan mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Augmentan bei Ihrem Kind anwenden, wenn Ihr Kind:

  • Pfeiffer´sches Drüsenfieber hat
  • wegen Leber- oder Nierenproblemen behandelt wird
  • nur unregelmäßig Wasser lässt.

Sprechen Sie vor der Anwendung von Augmentan mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine dieser Aussagen auf Ihr Kind zutrifft.

In bestimmten Fällen kann Ihr Arzt den Bakterientyp bestimmen, der die Infektion Ihres Kindes verursacht. In Abhängigkeit von den Ergebnissen kann Ihrem Kind eine andere Stärke von Augmentan oder ein anderes Arzneimittel verabreicht werden.

Zustände, auf die Sie achten müssen

Augmentan kann bestehende Zustände verschlechtern oder zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Diese schließen allergische Reaktionen, Krampfanfälle und Entzündung des Dickdarms ein. Während Ihr Kind Augmentan einnimmt, müssen Sie auf bestimmte Symptome achten, um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Siehe „Nebenwirkungen, auf die Sie achten müssen“ in Abschnitt 4.

Blut- und Urin-Untersuchungen

Wenn bei Ihrem Kind Blutuntersuchungen (solche wie ein Test zur Untersuchung der roten Blutzellen oder die Bestimmung der Leberwerte), oder eine Untersuchung des Urins (auf Glucose) vorgenommen werden, müssen Sie Ihren Arzt oder das Pflegepersonal darüber informieren, dass Ihr Kind Augmentan einnimmt. Dies ist notwendig, weil Augmentan die Ergebnisse dieser Untersuchungen beeinflussen kann.

Einnahme von Augmentan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind andere Arzneimittel einnimmt/anwendet, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet hat oder beabsichtigt andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Ihr Kind Allopurinol (zur Behandlung der Gicht) mit Augmentan einnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es eine allergische Hautreaktion haben wird.

Wenn Ihr Kind Probenecid (zur Behandlung der Gicht) einnimmt, kann Ihr Arzt entscheiden, die Dosis von Augmentan anzupassen.

Wenn Ihr Kind ein Arzneimittel zur Vermeidung von Blutgerinnseln (wie Warfarin) gemeinsam mit Augmentan einnimmt, sind möglicherweise zusätzliche Blutuntersuchungen erforderlich.

Augmentan kann die Wirksamkeit von Methotrexat (einem Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder rheumatischen Erkrankungen) beeinflussen.

Augmentan kann die Wirksamkeit von Mycophenolatmofetil (einem Arzneimittel zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen) beeinflussen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Ihr Kind, bei dem dieses Arzneimittel angewendet werden soll, schwanger ist oder stillt oder vermutet, schwanger zu sein oder beabsichtigt, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Augmentan kann Nebenwirkungen verursachen und diese Beschwerden können Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen, wenn Sie sich nicht wohl fühlen.

Augmentan enthält Aspartam, Benzylalkohol und Maltodextrin:

  • Dieses Arzneimittel enthält 2,5 mg Aspartam pro ml. Aspartam ist eine Quelle für Phenylalanin.

    Es kann schädlich sein, wenn Ihr Kind eine angeborene Phenylketonurie (PKU) hat, eine seltene angeborene Erkrankung, bei der sich Phenylalanin anreichert, weil der Körper es nicht ausreichend abbauen kann.

  • Dieses Arzneimittel enthält 0,003 mg Benzylalkohol pro ml. Benzylalkohol kann allergische

    Reaktionen hervorrufen.

  • Benzylalkohol wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen, einschließlich

    Atemproblemen (so genanntes "Gasping-Syndrom") bei Kleinkindern in Verbindung gebracht.

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel bei Kleinkindern (unter 3 Jahren) nicht länger als eine Woche an, außer auf Anraten Ihres Arztes oder Apothekers.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da sich in Ihrem Körper große Mengen Benzylalkohol anreichern und Nebenwirkungen verursachen können (so genannte "metabolische Azidose").
  • Augmentan enthält Maltodextrin (Glucose). Wenn Ihnen von Ihrem Arzt mitgeteilt wurde, dass

    Ihr Kind eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern besitzt, kontaktieren Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt.

3. Wie ist Augmentan anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene und Kinder mit einem Körpergewicht von 40 kg und darüber

  • Diese Suspension wird gewöhnlich nicht für Erwachsene und Kinder mit einem Körpergewicht von 40 kg und darüber empfohlen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg

Alle Dosen werden auf Grundlage des Körpergewichtes des Kindes in Kilogramm berechnet.

  • Ihr Arzt wird Ihnen Anweisung geben, wieviel Augmentan Sie Ihrem Kind verabreichen sollen.
  • Sie können einen Plastik-Messlöffel oder eine Dosierspritze erhalten. Hinweise, wie die

    Dosierspritze anzuwenden ist, finden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation. Sie sollten diese verwenden, um Ihrem Kind die korrekte Dosis zu verabreichen.

  • Übliche Dosis – 25 mg/3,6 mg/kg/Tag (0,4 ml Suspension/kg/Tag) bis 45 mg/6,4 mg/kg/Tag

    (0,6 ml Suspension/kg/Tag) pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, aufgeteilt auf zwei Gaben anzuwenden.

  • Erhöhte Dosis – bis zu 70 mg/10 mg/kg/Tag (1,0 ml Suspension/kg/Tag), aufgeteilt auf zwei

    Gaben anzuwenden.

Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen

  • Wenn Ihr Kind Nierenprobleme hat, kann die Dosis möglicherweise reduziert werden. Eine andere Stärke oder ein anderes Arzneimittel kann von Ihrem Arzt gewählt werden.
  • Wenn Ihr Kind Leberprobleme hat, kann es sein, dass häufiger Blutuntersuchungen vorgenommen werden, um die Funktion der Leber zu überwachen.

Art der Anwendung

  • Die Flasche vor jeder Anwendung immer gut schütteln.
  • Anwendung zu Beginn oder kurz vor einer Mahlzeit.

  • Wenden Sie die Dosen gleichmäßig über den Tag verteilt mit einem Abstand von mindestens 4

    Stunden an. Nicht 2 Dosen innerhalb von 1 Stunde anwenden.

  • Wenden Sie Augmentan nicht länger als 2 Wochen bei Ihrem Kind an. Suchen Sie noch einmal

    Ihren Arzt auf, wenn Ihr Kind sich noch nicht besser fühlt.

Wenn Sie eine größere Menge von Augmentan angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Augmentan bei Ihrem Kind angewendet haben, kann es zu Magenproblemen (Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall) oder Krampfanfällen kommen. Kontaktieren Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt. Nehmen Sie die Flasche des Arzneimittels mit und zeigen Sie diese dem Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Augmentan vergessen haben

Wenn Sie eine Anwendung bei Ihrem Kind vergessen haben, wenden Sie eine Dosis an, sobald Sie daran denken. Sie dürfen die nächste Dosis dann nicht zu früh anwenden, sondern sollten anschließend etwa 4 Stunden mit der Anwendung der nächsten Dosis warten. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Ihr Kind die Einnahme von Augmentan abbricht

Wenden Sie Augmentan so lange bei Ihrem Kind an, bis die Behandlung abgeschlossen ist, auch wenn es sich sich bereits besser fühlt. Ihr Kind benötigt für die Bekämpfung der Infektion alle verordneten Dosen. Wenn einige Bakterien überleben, können diese dazu führen, dass die Infektion erneut auftritt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen.

Nebenwirkungen, auf die Sie achten müssen

Allergische Reaktionen:

  • Hautausschlag
  • Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), die sich in roten oder violetten erhabenen Flecken auf der Haut äußern kann, aber auch andere Körperbereiche betreffen kann
  • Fieber, Gelenkschmerzen, vergrößerte Lymphknoten im Bereich von Hals, Achselhöhle oder

    Leistengegend

  • Schwellungen, manchmal im Gesicht oder Rachen (Angioödem), die Atemprobleme verursachen
  • Kollaps
  • Brustschmerzen im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen, die ein Symptom eines allergisch bedingten Herzinfarktes sein können (Kounis-Syndrom).

➔ Kontaktieren Sie unverzüglich einen Arzt, wenn eines dieser Anzeichen bei Ihrem Kind auftritt. Wenden Sie Augmentan nicht mehr an.

Entzündung des Dickdarms

Eine Entzündung des Dickdarms, die wässrigen Durchfall in der Regel mit Blut und Schleim verursacht, Magenschmerzen und/oder Fieber.

Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (DIES)

DIES wurde hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin/Clavulansäure erhalten haben. Es handelt sich um eine bestimmte Art von allergischer Reaktion mit dem Leitsymptom anhaltenden

Erbrechens (1-4 Stunden nach der Verabreichung des Arzneimittels). Weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Durchfall und niedriger Blutdruck sein.

Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis)

Wenn Sie starke und anhaltende Schmerzen im Bauchraum haben, könnten diese ein Anzeichen für eine akute Pankreatitis sein.

➔ Fragen Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich um Rat, wenn diese Beschwerden bei Ihrem

Kind auftreten.

Häufige Nebenwirkungen

(können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Pilzinfektion (Candida – Hefepilz-Infektion im Bereich von Scheide, Mund oder Hautfalten)
  • Übelkeit, insbesondere bei Einnahme hoher Dosen

    → Nehmen Sie Augmentan vor einer Mahlzeit ein, wenn Sie hiervon betroffen sind

  • Erbrechen
  • Durchfall (bei Kindern).

Gelegentliche Nebenwirkungen

(können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag, Juckreiz
  • Erhabener juckender Hautausschlag (Quaddeln)
  • Magenverstimmung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen, die sich in Untersuchungen des Blutes zeigen können:

  • Zunahme einiger von der Leber gebildeter Substanzen (Enzyme) als Hinweis auf eine

    Leberschädigung.

Seltene Nebenwirkungen

(können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag, möglicherweise mit Blasen, der wie kleine Zielscheiben aussieht (zentraler dunkler Fleck mit umgebendem blasseren Bereich und einem dunklen Ring außen herum – Erythema multiforme)

➔ Kontaktieren Sie dringend einen Arzt, wenn diese Nebenwirkung bei Ihrem Kind auftritt.

Seltene Nebenwirkungen, die sich in Untersuchungen des Blutes zeigen können:

  • Niedrige Anzahl der an der Blutgerinnung beteiligten Zellen
  • Niedrige Anzahl der weißen Blutkörperchen.

Häufigkeit nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

  • Allergische Reaktionen (siehe oben)
  • Entzündung des Dickdarms (siehe oben)
  • Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben (aseptische Meningitis)
  • Schwerwiegende Hautreaktionen:

    • Ausgedehnter Hautausschlag mit Blasen und Abschälen der Haut, insbesondere um Mund,

      Nase, Augen und Geschlechtsorgane herum (Stevens-Johnson-Syndrom) sowie eine schwerwiegendere Form, die ein ausgedehntes Abschälen der Haut (mehr als 30 % der Körperoberfläche) verursacht (toxische epidermale Nekrolyse)

    • Ausgedehnter roter Hautausschlag mit kleinen eiterhaltigen Blasen (bullöse exfoliative Dermatitis)
    • Roter, schuppender Hautausschlag mit Beulen unter der Haut und Blasen (pustulöses

      Exanthem)

    • Grippeähnliche Symptome mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen und anomalen

      Blutwerten (einschließlich erhöhter Spiegel der weißen Blutzellen [Eosinophilie] und der Leberenzyme) (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS])

    • ein roter Ausschlag, der häufig auf beiden Seiten des Gesäßes, der inneren Oberschenkel, der

      Achselhöhlen und des Halses auftritt (symmetrisches arzneimittelbedingtes intertriginöses und flexurales Exanthem [SDRIFE]).

➔ Kontaktieren Sie unverzüglich einen Arzt, wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihrem

Kind auftritt.

  • Ausschlag mit kreisförmig angeordneten Bläschen mit zentraler Verkrustung oder ähnlich einer

    Perlenkette (lineare IgA-Krankheit)

  • Entzündung der Leber (Hepatitis)
  • Gelbsucht, verursacht durch eine Zunahme des Bilirubins (einer von der Leber gebildeten

    Substanz) im Blut, was eine Gelbfärbung der Haut und der weißen Augenabschnitte Ihres Kindes verursachen kann

  • Entzündung von Nierenkanälchen
  • Verzögerung der Blutgerinnung
  • Überaktivität
  • Krampfanfälle (bei Personen, die hohe Dosen von Augmentan einnehmen oder Nierenprobleme haben)
  • schwarze, behaart aussehende Zunge
  • Verfärbung von Zähnen (bei Kindern), in der Regel durch Zähneputzen entfernbar.

Nebenwirkungen, die sich in Untersuchungen des Blutes oder Urins zeigen können:

  • Starke Verringerung der Anzahl der weißen Blutkörperchen
  • Niedrige Anzahl der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie)
  • Kristalle im Urin, die zu einer akuten Nierenschädigung führen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn bei Ihrem Kind Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Augmentan aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Trockenpulver

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Nicht über 25°C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Zubereitete Suspension

Die zubereitete Suspension ist im Kühlschrank (2°C bis 8°C) aufzubewahren und innerhalb von sieben Tagen zu verbrauchen. Nicht einfrieren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Augmentan enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Amoxicillin-Trihydrat/Kaliumclavulanat

    1 Messlöffel (= 5 ml) gebrauchsfertige Suspension enthält 459,1 mg Amoxicillin-Trihydrat, entsprechend 400 mg Amoxicillin und 67,9 mg Kaliumclavulanat, entsprechend 57 mg Clavulansäure.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

    Aspartam (E 951), Xanthangummi, Siliciumdioxid-Hydrat, hochdisperses Siliciumdioxid, Bernsteinsäure, Hypromellose, Orangen-Aroma 1*(enthält Benzylalkohol), Orangen-Aroma 2*, Himbeer-Aroma* und Golden Syrup Aroma* (*enthält auch Maltodextrin).

  • Siehe Abschnitt 2 für weitere Informationen zu Aspartam, Benzylalkohol und Maltodextrin im

    Augmentan.

Wie Augmentan aussieht und Inhalt der Packung

Augmentan Kindersaft ist ein weißes bis cremefarbenes Pulver, das sich in einer Klarglasflasche befindet.

Nach Zubereitung enthält die Flasche 35 ml, 70 ml oder 140 ml einer weißen bis bräunlichen Flüssigkeit, und zwar einer Suspension.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, 80700 München; Tel.: +49 (0)89 36044 8701; E-Mail: produkt.info@gsk.com

Hersteller:

Glaxo Wellcome Production, ZI de la Peyenniere, 53100 Mayenne Cedex, Frankreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich – Augmentin 400 mg/57 mg/5 ml Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Multifruchtgeschmack

Bulgarien – Аугментин 400 mg/57 mg/5 ml прах за перорална суспензия Kroatien – Augmentin 400 mg + 57 mg/5 ml prašak za oralnu suspenziju s okusom voća Zypern – Augmentin Mixed Fruit

Tschechische Republik – Augmentin

Estland – Augmentin

Finnland – Augmentin Fruit

Frankreich – Augmentin 80 mg - 11.4 mg par ml Poudre pour suspension buvable Deutschland – Augmentan Kindersaft

Griechenland – Augmentin MF

Ungarn – Augmentin Duo

Irland – Augmentin Duo Mixed Fruit

Italien – Augmentin

Lettland – Augmentin Fruit 400 mg/57 mg/5 ml pulveris iekšķīgi lietojamas suspensijas pagatavošanai Litauen – Augmentin

Malta – Augmentin Duo Mixed Fruit

Norwegen – Augmentin

Polen – Augmentin MFF

Portugal – Augmentin Duo

Rumänien – Augmentin FP

Slowakei – Augmentin DUO s príchuťou miešaného ovocia Vereinigtes Königreich (Nordirland)– Augmentin Duo

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2026.

Ein Originalprodukt der GlaxoSmithKline Forschung

[GSK-Logo]

Hinweis/medizinische Aufklärung

Antibiotika werden zur Behandlung bakterieller Infektionen verwendet. Sie sind gegen virale Infektionen unwirksam.

Manchmal spricht eine bakterielle Infektion nicht auf eine Antibiotikabehandlung an. Einer der häufigsten Gründe dafür ist, dass die Bakterien, welche die Infektionskrankheit auslösen, resistent gegenüber dem verwendeten Antibiotikum sind. Dies bedeutet, dass sie überleben können und sich sogar trotz des Antibiotikums vermehren.

Bakterien können aus verschiedenen Gründen gegenüber Antibiotika resistent werden. Der vorsichtige Einsatz von Antibiotika kann helfen, das Risiko zu verringern, dass Bakterien resistent werden.

Wenn Ihr Arzt Ihnen eine Antibiotikabehandlung verschreibt, ist diese nur dazu gedacht, Ihre derzeitige Erkrankung zu behandeln. Die Beachtung folgender Hinweise wird helfen, das Auftreten resistenter Bakterien, welche die Wirkung des Antibiotikums unterbinden können, zu verhindern.

  1. 1. Es ist sehr wichtig, dass Sie das Antibiotikum in der richtigen Dosis, zu den richtigen Zeiten und für die richtige Dauer einnehmen. Lesen Sie die Anweisungen auf dem Etikett und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie irgendetwas nicht verstehen.
  2. 2. Sie sollten kein Antibiotikum einnehmen, wenn es nicht speziell für Sie verschrieben wurde und Sie sollten es nur für die Behandlung der Infektion verwenden, für die es verschrieben wurde.
  3. 3. Sie sollten keine Antibiotika einnehmen, die für andere Personen verschrieben wurden, selbst wenn diese eine ähnliche Infektion hatten.
  4. 4. Sie sollten Antibiotika, die Ihnen verschrieben wurden, nicht an andere Personen weitergeben.
  5. 5.

    Wenn Sie etwas von dem Antibiotikum übrig haben, nachdem Sie die Behandlung, wie von

    Ihrem Arzt angegeben, beendet haben, sollten Sie das nicht verwendete Antibiotikum zur ordnungsgemäßen Entsorgung in eine Apotheke bringen.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hinweise für die Zubereitung

Den Flaschenverschluss abnehmen. Vor der Anwendung prüfen, ob die folienbeschichtete Versiegelung intakt ist. Flaschenverschluss wieder aufsetzen.

  1. 1. Die Flasche schütteln, um das Pulver zu lockern.
  1. 2. Flaschenverschluss abnehmen.
  2. 3. Die folienbeschichtete Versiegelung abziehen.
  3. 4. Die angegebene Menge Wasser hinzufügen (wie unten dargestellt). Den Flaschenverschluss wieder aufsetzen, die Flasche umdrehen und gut schütteln.
Packungsgröße (ml)Bei der Zubereitung hinzuzufügende Menge Wasser (ml)
3531
7062
140124
Zusätzlicher Text für Märkte mit Fülllinie auf der Flasche oder dem Etikett:
Alternativ die Flasche bis knapp unterhalb der Markierung auf der Flasche oder dem Etikett mit
Wasser auffüllen. Flaschenverschluss aufsetzen, umdrehen und gut schütteln. Anschließend bis genau
zu dieser Markierung mit Wasser auffüllen, Flaschenverschluss wieder aufsetzen, umdrehen und noch
einmal gut schütteln.
  1. 5.

    Bewahren Sie die Flasche im Kühlschrank auf und schütteln Sie sie immer vor Gebrauch.

    Die zubereitete Suspension ist innerhalb von 7 Tagen zu verbrauchen.

Zusätzlicher Text für Märkte, die mit einer Dosierspritze beliefert werden:

Hinweise für die Anwendung der Dosierspritze

Der Packung liegt eine Dosierspritze für die Anwendung von Augmentan Kindersaft bei.

Die Dosierspritze ist nur zur Anwendung von Augmentan Kindersaft vorgesehen und darf nicht mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, weil die Markierungen ausschließlich auf dieses Arzneimittel abgestimmt sind. Die Dosierspritze wird mit einem passenden Adapter geliefert, der es ermöglicht, die Dosierspritze auf die Flasche zu setzen.

Die Dosis wird auf der Dosierspritze (Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen) in Milliliter (ml) angezeigt. Sie sollten Ihrem Kind die vom Arzt empfohlene Dosis verabreichen.

Prüfen Sie vor Anwendung die Dosierspritze und den Adapter auf Sauberkeit, wenn notwendig, spülen Sie diese/n mit sauberem Wasser.

  1. 1. Die Suspension in der Flasche vor jeder Dosierung gut schütteln.
  2. 2.

    Entfernen Sie den Adapter von der Dosierspritze. Halten Sie die Flasche fest und setzen Sie den

    Adapter in den Flaschenhals (der Adapter sollte fest sitzen).

  1. 3. Stecken Sie die Dosierspritze fest in die Öffnung des Adapters.
  2. 4. Drehen Sie die Flasche um, wobei Sie die Dosierspritze festhalten, und entnehmen Sie die erforderliche Dosis, wie von Ihrem Arzt vorgeschrieben.
  3. 5. Drehen Sie die Flasche wieder um und ziehen Sie die Dosierspritze heraus.
  1. 6.

    Um die Dosis zu geben, führen Sie vorsichtig die Spitze der Dosierspritze in den Mund (des

    Patienten) und drücken Sie den Spritzenkolben langsam herunter (Stecken Sie die Dosierspritze in die Öffnung des Adapters und wiederholen Sie die Schritte 3, 4, 5 und 6, wenn mehr als eine Dosierspritze notwendig ist, um die Dosis zu verabreichen).

  2. 7. Spülen Sie die Dosierspritze sorgfältig mit sauberem Wasser. Die Dosierspritze sollte vor der nächsten Anwendung komplett trocken sein.
  3. 8. Setzen Sie die Verschlusskappe wieder auf.
  4. 9. Bewahren Sie die Flasche im Kühlschrank auf und schütteln Sie sie immer vor Gebrauch. Die zubereitete Suspension ist innerhalb von 7 Tagen zu verbrauchen.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 35944.00.00 · ENR 2135944

Stand der Information laut Text: 05/2026

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Augmentan Kindersaft

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoffe Amoxicillin 400 mg, Clavulansäure 57 mg
Darreichungsform Trockensaft
Art der Anwendung Zum Einnehmen nach Herstellung einer Suspension
Sonstige Bestandteile
Siliciumdioxid-Hydrat, Orangen-Aroma, trocken, 9/027108, Dragoco, Goldsirup-Aroma, 052927/AP, Firmenich, Hypromellose und 6 weitere+

Siliciumdioxid-Hydrat, Orangen-Aroma, trocken, 9/027108, Dragoco, Goldsirup-Aroma, 052927/AP, Firmenich, Hypromellose, Bernsteinsäure, Xanthangummi, Orangensaft-Aroma, Flav-o-lok, 610271/E, Tastemaker, Hochdisperses Siliciumdioxid, Aspartam, Himbeer-Aroma, Pulver, NN 07943, Givaudan [früher: Quest International GmbH]

Packungsgrößen 30 ml, 40 ml, 60 ml, 120 ml
Haltbarkeit 2 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung In Originalverpackung aufbewahren
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung
    1. J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung
      1. J01C Betalactam-Antibiotika, Penicilline
        1. J01CR Kombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-Inhibitoren
          1. J01CR02 Amoxicillin und Beta-Lactamase-Inhibitoren
Zulassung 35944.00.00, seit 18.05.1999, verlängert 16.12.2022; Verfahren der gegenseitigen Anerkennung (EU)
Pharmazeutischer Unternehmer GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, 81675 München
Hersteller (Freigabe) Glaxo Wellcome Production (BS 2), SmithKline Beecham Limited (BS 3) T/A SmithKline Beecham Pharmaceuticals
Risikoverfahren
1 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • AM mit Wirkstoffkombination Amoxicillin / Clavulansäure
Frühere Namen Augmentan Kinder (ab 10.05.1999)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2135944), Datensatz vom 26.08.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.