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Cefuroxim Eberth 750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
750 mg
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Cefuroxim Eberth 750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Cefuroxim Eberth 750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 750 mg Cefuroxim (als Cefuroxim-Natrium).

Sonstiger Bestandteile mit bekannter Wirkung:

750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Jede Durchstechflasche enthält 41 mg Natrium.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Weißes oder fast weißes, steriles Trockenpulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Cefuroxim Eberth ist indiziert zur Behandlung der nachfolgend genannten Infektionen bei Erwachsenen und Kindern einschließlich Neugeborenen (von Geburt an) (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

  • Ambulant erworbene Pneumonie
  • Akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis
  • Komplizierte Harnwegsinfektionen, einschließlich Pyelonephritis
  • Infektionen des Weichteilgewebes: Cellulitis, Erysipel und Wundinfektionen
  • Intraabdominelle Infektionen (siehe Abschnitt 4.4)
  • Prophylaxe von Infektionen bei gastrointestinalen (einschließlich ösophagealen), orthopädischen, kardiovaskulären und gynäkologischen Operationen (einschließlich Kaiserschnitt).

Zur Behandlung und Prävention von Infektionen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit durch anaerobe Keime verursacht sind, ist Cefuroxim zusammen mit weiteren, geeigneten antibakteriellen Wirkstoffen anzuwenden.

Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Tabelle 1. Erwachsene und Kinder ≥ 40 kg

AnwendungsgebietDosierung
Ambulant erworbene Pneumonie und akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis750 mg alle 8 Stunden (intravenös oder intramuskulär)
Weichgewebeinfektionen: Zellulitis, Erysipel und Wundinfektionen
Intraabdominelle Infektionen
Komplizierte Harnwegsinfektionen einschließlich Pyelonephritis1,5 g alle 8 Stunden (intravenös oder intramuskulär)
Schwere Infektionen

750 mg alle 6 Stunden (intravenös)

1,5 g alle 8 Stunden (intravenös)

Infektionsprophylaxe bei gastrointestinalen, gynäkologischen (einschließlich Kaiserschnitt) und orthopädische Operationen1,5 g bei der Narkoseeinleitung, ggf. gefolgt von zwei 750-mg-Dosen (intramuskulär) nach 8 Stunden und 16 Stunden.
Infektionsprophylaxe bei kardiovaskulären und ösophagealen Operationen1,5 g bei Narkoseeinleitung, gefolgt von 750 mg (intramuskulär) alle 8 Stunden für weitere 24 Stunden.

Tabelle 2. Kinder < 40 kg

Kleinkinder und Säuglinge > 3 Wochen und Kinder < 40 kgNeugeborene (Geburt bis 3 Wochen)
Ambulant erworbene Pneumonie30 bis 100 mg/kg/Tag (intravenös), verteilt auf 3 bis 4 Einzeldosen. Eine Dosis von 60 mg/kg/Tag ist für die meisten Infektionen geeignet.30 bis 100 mg/kg/Tag (intravenös), verteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen (siehe Abschnitt 5.2)
Komplizierte Harnwegsinfektionen einschließlich Pyelonephritis
Weichgewebeinfektionen: Zellulitis, Erysipel und Wundinfektionen
Intraabdominelle Infektionen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Cefuroxim wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Daher wird, wie bei allen solchen Antibiotika, bei Patienten mit deutlicher Einschränkung der Nierenfunktion empfohlen, die Dosierung von Cefuroxim Eberth entsprechend der verlangsamten Ausscheidung zu reduzieren.

Tabelle 3. Empfohlene Dosierung von Cefuroxim Eberth bei eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatinin-ClearanceT1/2 (Std.)Dosierung (mg)
> 20 ml/min/1,73 m21,7-2,6Es ist nicht notwendig, die Standarddosierung zu reduzieren (dreimal täglich 750 mg bis 1,5 g).
10–20 ml/min/1,73 m24,3-6,5750 mg zweimal täglich
< 10 ml/min/1,73 m214,8-22,3750 mg einmal täglich
Hämodialyse-Patienten3,75Am Ende jeder Dialysesitzung ist eine zusätzliche 750-mg-Dosis intravenös oder intramuskulär zu geben; neben der parenteralen Anwendung kann Cefuroxim-Natrium auch in die Peritonealdialyselösung gegeben werden (üblicherweise 250 mg pro 2 Liter Dialyselösung).
Patienten mit Nierenversagen unter kontinuierlicher arteriovenöser Hämodialyse (CAVH) oder High-Flux-Hämofiltration (HF) auf der Intensivstation

7,9-12,6 (CAVH)

1,6 (HF)

750 mg zweimal täglich; bei Hämofiltration mit geringem Durchfluss ist die Dosierungsempfehlung bei eingeschränkter Nierenfunktion zu befolgen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Cefuroxim wird hauptsächlich über die Niere ausgeschieden. Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist daher nicht mit einer Beeinflussung der Pharmakokinetik von Cefuroxim zu rechnen.

Art der Anwendung

Cefuroxim Eberth ist entweder als intravenöse Injektion über einen Zeitraum von 3 bis 5 Minuten direkt in eine Vene oder als Tropf- bzw. kontrollierte Infusion über 30 bis 60 Minuten oder als tiefe intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Intramuskuläre Injektionen sind mitten in den Bauch eines relativ großen Muskels zu injizieren, wobei nicht mehr als 750 mg an einer Stelle zu injizieren sind. Dosen über 1,5 g sind intravenös zu verabreichen.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Cefuroxim-Natrium.

Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cephalosporin-Antibiotika.

Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (Penicilline, Monobactame und Carbapeneme) in der Vorgeschichte.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeitsreaktionen

Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika wurden schwerwiegende und mitunter tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Es wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, die zum Kounis-Syndrom (akuter allergischer Koronararterienspasmus, der einen Myokardinfarkt zur Folge haben kann, siehe Abschnitt 4.8) geführt haben. Bei Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen müssen die Behandlung mit Cefuroxim sofort abgebrochen und geeignete Notfallmaßnahmen eingeleitet werden.

Vor Beginn der Behandlung ist festzustellen, ob beim Patienten in der Vorgeschichte schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cefuroxim, andere Cephalosporine oder andere Betalaktame aufgetreten sind. Bei Patienten mit leichter Überempfindlichkeit gegen andere Betalaktame in der Vorgeschichte ist Cefuroxim mit Vorsicht anzuwenden.

Schwerwiegende kutane Nebenwirkungen (SCARS)

Schwerwiegende kutane Nebenwirkungen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und der Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Cefuroxim berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Zum Zeitpunkt der Verschreibung sollten die Patienten auf die Anzeichen und Symptome hingewiesen und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden. Sollten Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Nebenwirkungen hindeuten, sollte Cefuroxim umgehend abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Wenn der Patient während der Anwendung von Cefuroxim eine schwerwiegende Nebenwirkung wie SJS, TEN oder DRESS entwickelt hat, darf bei diesem Patienten zu keiner Zeit eine erneute Behandlung mit Cefuroxim erfolgen.

Gleichzeitige Behandlung mit stark wirkenden Diuretika oder Aminoglykosiden

Hochdosierte Cephalosporin-Antibiotika sind bei Patienten, die gleichzeitig mit stark wirkenden Diuretika wie Furosemid oder mit Aminoglykosiden behandelt werden, mit Vorsicht zu geben. Bei Anwendung dieser Kombinationen wurde über Nierenfunktionsstörungen berichtet. Die Nierenfunktion ist bei älteren Patienten und Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung zu überwachen (siehe Abschnitt 4.2).

Überbesiedelung mit nicht empfindlichen Mikroorganismen

Die Anwendung von Cefuroxim kann zu vermehrtem Wachstum von Candida führen. Die Anwendung über einen längeren Zeitraum kann außerdem zu vermehrtem Wachstum von anderen, nicht empfindlichen Erregern (z.B. Enterokokken und Clostridioides difficile) führen, wodurch eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich werden kann (siehe Abschnitt 4.8).

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Cefuroxim wurde über Fälle von Antibiotika-assoziierter pseudomembranöser Kolitis berichtet, deren Schweregrad leicht bis lebensbedrohlich sein kann. An diese Diagnose muss bei Patienten gedacht werden, bei denen während oder unmittelbar nach der Behandlung mit Cefuroxim Durchfälle auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Ein Abbruch der Behandlung mit Cefuroxim und die Einleitung einer spezifisch gegen Clostridioides difficile gerichteten Therapie müssen in Betracht gezogen werden. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht verabreicht werden.

Intrakamerale Anwendung und Augenerkrankungen

Cefuroxim Eberth Injektions-/Infusionslösung ist nicht für die intrakamerale Anwendung geeignet. Nach der nicht zugelassenen intrakameralen Anwendung von Cefuroxim-Natrium-Formulierungen, die aus den zur intravenösen/intramuskulären Anwendung zugelassenen Durchstechflaschen hergestellt worden waren, wurden Einzelfälle und Häufungen von schwerwiegenden ophthalmologischen Nebenwirkungen gemeldet, beispielsweise Makulaödem, Netzhautödem, Netzhautablösung, Netzhauttoxizität, verminderte Sehfähigkeit, Verringerung der Sehschärfe, verschwommenes Sehen, Hornhauttrübung und Hornhautödem.

Intra-abdominelle Infektionen

Aufgrund seines Wirkspektrums ist Cefuroxim nicht für die Behandlung von Infektionen geeignet, die durch gramnegative, nicht fermentierende Bakterien verursacht sind (siehe Abschnitt 5.1).

Beeinträchtigung diagnostischer Tests

Die Entwicklung eines positiven Coombs-Tests im Zusammenhang mit der Anwendung von Cefuroxim kann das Ergebnis von Kreuzblutuntersuchungen beeinflussen (siehe Abschnitt 4.8).

Es kann eine geringfügige Beeinträchtigung von Kupferreduktionsmethoden (Benedict- oder Fehling-Probe, Clinitest) beobachtet werden. Diese sollte jedoch nicht zu falsch-positiven Ergebnissen führen, wie sie bei einigen anderen Cephalosporinen auftreten können.

Es wird empfohlen, für die Blut- bzw. Plasmazuckerbestimmung bei Patienten, die Cefuroxim-Natrium erhalten, entweder die Glucoseoxidase- oder die Hexokinase-Methode zu verwenden, da Ferrocyanid-Tests falsch-negativ ausfallen können.

Wichtige Informationen über sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält 41 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 2,05 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Cefuroxim wird durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion ausgeschieden. Die gleichzeitige Anwendung von Probenicid wird nicht empfohlen. Die gleichzeitige Verabreichung von Probenecid verzögert die Ausscheidung des Antibiotikums und erhöht den maximalen Serumspiegel.

Potenziell nephrotoxische Arzneimittel und Schleifendiuretika

Hochdosierte Behandlungen mit Cephalosporinen müssen bei Patienten, die stark wirkende Diuretika (z.B. Furosemid) oder potenziell nephrotoxische Präparate (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) erhalten, mit Vorsicht durchgeführt werden, weil eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationen nicht ausgeschlossen werden kann.

Sonstige Wechselwirkungen

Bestimmung des Blut-/Plasmaglukosespiegels: siehe Abschnitt 4.4.

Die gleichzeitige Anwendung mit oralen Antikoagulantien kann zu einem Anstieg des INR-Werts (International Normalised Ratio) führen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Cefuroxim bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wikungen in Bezung auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Cefuroxim Eberth darf schwangeren Frauen nur verschrieben werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Cefuroxim während der Schwangerschaft vermieden werden, es sei denn, die klinische Situation der Frau macht eine Behandlung mit Cefuroxim notwendig.

Es wurde nachgewiesen, dass Cefuroxim plazentagängig ist und nach intramuskulärer oder intravenöser Gabe bei der Mutter therapeutische Konzentrationen im Fruchtwasser und im Nabelschnurblut erreicht.

Stillzeit

Cefuroxim wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. In therapeutischen Dosen sind Nebenwirkungen nicht zu erwarten, obwohl ein Risiko für Durchfall und Pilzinfektionen der Schleimhäute nicht ausgeschlossen werden kann. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob die Behandlung mit Cefuroxim zu unterbrechen ist oder die Behandlung mit Cefuroxim beendet bzw. darauf verzichtet werden soll. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zum Einfluss von Cefuroxim-Natrium auf die Fertilität beim Menschen vor. Reproduktionsstudien an Tieren haben keine Auswirkungen auf die Fertilität gezeigt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien über die Auswirkungen von Cefuroxim auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Aufgrund der bekannten Nebenwirkungen ist es unwahrscheinlich, dass Cefuroxim Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

4.8 Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Neutropenie, Eosinophilie, vorübergehender Anstieg der Leberenzyme oder des Bilirubins, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung. Es gibt allerdings keine Hinweise auf Leberschädigungen oder Reaktionen an der Injektionsstelle.

Bei den Häufigkeitskategorien, die den nachstehenden Nebenwirkungen zugeordnet sind, handelt es sich um Schätzungen, da für die meisten Nebenwirkungen keine geeigneten Daten zur Berechnung der Inzidenz vorliegen. Darüber hinaus kann die Inzidenz von Nebenwirkungen unter Cefuroxim-Natrium je nach Indikation variieren.

Daten aus klinischen Studien wurden verwendet, um die Häufigkeit von sehr häufigen bis seltenen Nebenwirkungen zu ermitteln. Die Häufigkeitsangaben für alle anderen Nebenwirkungen (d.h. diejenigen mit einer Inzidenz von < 1/10 000) beruhen überwiegend auf Daten, die nach der Zulassung gesammelt wurden, und reflektieren eher die Melderate als eine tatsächliche Häufigkeit.

Nachstehend sind behandlungsbedingte Nebenwirkungen (aller Schweregrade) nach MedDRA-Systemorganklasse, Häufigkeit und Schweregrad aufgelistet. Den Häufigkeitsangaben liegt folgende Klassifizierung zugrunde: sehr häufig ≥ 1/10; häufig ≥ 1/100 bis < 1/10, gelegentlich ≥ 1/1.000 bis < 1/100; selten ≥ 1/10 000 bis < 1/1 000; sehr selten < 1/10 000 und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

System-OrganklasseHäufigGelegentlichNicht bekannt
Infektionen und parasitäre ErkrankungenÜberbesiedelung von Candida, Überbesiedelung von Clostridioides difficile
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsNeutropenie, Eosinophilie, verringerte Hämoglobinkonzentrati onLeukopenie, positiver Coombs-TestThrombozytopenie, hämolytische Anämie
Erkrankungen des ImmunsystemsArzneimittelfieber, interstitielle Nephritis, Anaphylaxie, kutane Vaskulitis
HerzerkrankungenKounis-Syndrom
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktsgastrointestinale Beschwerden

pseudomembranöse Kolitis

(siehe Abschnitt 4.4)

Leber- und Gallenerkrankungenvorübergehender Anstieg der Leberenzymevorübergehender Anstieg des Bilirubins
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesHautausschlag, Urtikaria, Pruritus

Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom, angioneurotisches Ödem

Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)

Erkrankungen der Nieren und HarnwegeErhöhung des Serumkreatinins, Erhöhung des Blut-Harnstoff-Stickstoffs, verminderte Kreatinin-Clearance (siehe Abschnitt 4.4)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortReaktionen an der Injektionsstelle, die Schmerzen und Thrombophlebitis einschließen können

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Den Cephalosporinen ist als Klasseneffekt die Tendenz eigen, sich an die Oberfläche der Zellmembran roter Blutkörperchen zu binden und dort mit gegen das Medikament gerichteten Antikörpern zu reagieren. Hieraus kann ein positiver Coombs-Test (mit Auswirkungen auf Kreuzblutuntersuchungen) sowie sehr selten eine hämolytische Anämie resultieren.

Es wurden vorübergehende Erhöhungen der Serumleberenzyme und des Bilirubins beobachtet, die für gewöhnlich reversibel waren.

Schmerzen an intramuskulären Injektionsstellen treten bei höheren Dosen mit größerer Wahrscheinlichkeit auf. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass dies einen Grund für einen Therapieabbruch darstellt.

Kinder und Jugendliche

Das Sicherheitsprofil von Cefuroxim-Natrium bei Kindern stimmt mit dem bei Erwachsenen beobachteten Profil überein.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine Überdosierung kann zu neurologischen Folgeerkrankungen einschließlich Enzephalopathie, Krampfanfällen und Koma führen. Die Symptome einer Überdosierung können auch auftreten, wenn die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht adäquat angepasst wird (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Der Serumspiegel von Cefuroxim kann mittels Hämodialyse oder Peritonealdialyse verringert werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Cephalosporine der zweiten Generation, ATC-Code: J01DC02.

Wirkungsmechanismus

Cefuroxim hemmt die bakterielle Zellwandsynthese durch Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBPs). Hieraus resultiert eine Unterbrechung der Biosynthese der Zellwand (Peptidoglykan), die zur Lyse und damit zum Tod der Bakterienzelle führt.

Resistenzmechanismus

Eine bakterielle Resistenz gegen Cefuroxim kann auf einem oder mehreren der folgenden Mechanismen beruhen:

  • Hydrolyse durch Betalaktamasen, einschließlich (jedoch nicht beschränkt auf) Beta-Laktamasen mit erweitertem Spektrum (extended-spectrum beta-lactamases, ESBLs) und AmpC-Enzyme, die bei bestimmten Gram-negativen Bakterienarten induziert oder stabil dereprimiert werden können;
  • verminderte Affinität von Penicillin-bindenden Proteinen zu Cefuroxim;
  • Impermeabilität der äußeren Membran, wodurch der Zugang für Cefuroxim zu Penicillin-bindenden Proteinen in Gram-negativen Bakterien eingeschränkt wird;
  • bakterielle Effluxpumpen.

Organismen, die eine Resistenz gegen andere injizierbare Cephalosporine entwickelt haben, sind höchstwahrscheinlich resistent gegen Cefuroxim. Je nach Resistenzmechanismus können Organismen mit erworbener Penicillinresistenz eine verminderte Empfindlichkeit oder eine Resistenz gegenüber Cefuroxim aufweisen.

Grenzwerte für die Empfindlichkeitsprüfung

Die interpretativen Kriterien für die minimale Hemmkonzentration (MHK) zur Empfindlichkeitsprüfung wurden vom Europäischen Ausschuss für antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfung (EUCAST) für Cefuroxim festgelegt und sind nachfolgend aufgeführt:

https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx

Mikrobiologische Empfindlichkeit

Die Prävalenz erworbener Resistenzen kann bei ausgewählten Arten geografisch und im Laufe der Zeit variieren. Lokale Informationen zur Resistenz sind daher wünschenswert, insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen. Erforderlichenfalls ist der Rat von Experten einzuholen, wenn die lokale Prävalenz von Resistenzen bekannt ist und der Nutzen des Antibiotikums zumindest bei einigen Arten von Infektionen fraglich ist.

Cefuroxim ist in vitro üblicherweise gegen die folgenden Mikroorganismen wirksam.

Im Allgemeinen sensible Spezies

Gram-positive Aerobier:

Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich) $

Streptococcus pyogenes

Streptococcus agalactiae

Gram-negative Aerobier:

Haemophilus parainfluenzae Moraxella catarrhalis

Mikroorganismen, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem darstellen kann

Gram-positive Aerobier:

Streptokokkus pneumoniae Streptokokkus mitis (Viridans-Gruppe)

Gram-negative Aerobier:

Citrobacter spp.( außer C. freundii)

Enterobacter spp. (außer E. aerogenes und E. Cloacae)

Escherichia coli

Haemophilus influenzae

Klebsiella pneumoniae

Proteus mirabilis

Proteus spp. (außer P. penneri und P. vulgaris)

Providencia spp.

Salmonella spp.

Gram-positive Anaerobier:

Peptostreptococcus spp.

Propionibacterium spp.

Gram-negative Anaerobier:

Fusobacterium spp.

Bacteroides spp.

Von Natur aus resistente Mikroorganismen

Gram-positive Aerobier:

Enterococcus faecalis

Enterococcus faecium

Gram-negative Aerobier:

Acinetobacter spp.

Burkholderia cepacian

Campylobacter spp.

Citrobacter freundii

Enterobacter aerogenes

Enterobacter cloacae

Morganella morganii

Proteus penneri

Proteus vulgaris

Pseudomonas aeruginosa

Serratia marcescens

Stenotrophomonas maltophilia

Gram-positive Anaerobier:

Clostridioides difficile

Gram-negative Anaerobier:

Bacteroides fragilis

Sonstige:

Chlamydia spp.

Mycoplasma spp.

Legionella spp.

$ Alle Methicillin-resistenten S. aureus sind gegen Cefuroxim resistent.

Die Kombination von Cefuroxim-Natrium mit Aminoglykosid-Antibiotika zeigte in vitro eine zumindest additive, gelegentlich sogar synergistische Wirkung.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach intramuskulärer (i.m.) Injektion von Cefuroxim bei gesunden Freiwilligen betrug die mittlere Maximalkonzentration im Serum zwischen 27 und 35 Mikrogramm/ml für eine 750-mg-Dosis und zwischen 33 und 40 Mikrogramm/ml für eine 1000-mg-Dosis und wurde 30 bis 60 Minuten nach der Gabe erreicht. Nach intravenösen (i.v.) Dosen von 750 und 1500 mg betrugen die Serumkonzentrationen nach 15 Minuten etwa 50 und 100 Mikrogramm/ml.

AUC und Cmax scheinen über den Einzeldosisbereich von 250 bis 1000 mg für die i.m.- und die i.v.- Gabe mit Erhöhung der Dosis linear anzusteigen. Nach wiederholter intravenöser Gabe von 1500 mg alle 8 Stunden wurde keine Kumulation von Cefuroxim im Serum von gesunden Freiwilligen beobachtet.

Verteilung

Die Plasmaeiweißbindung wurde, je nach der verwendeten Methode, mit 33 bis 50 % angegeben. Nach i.m.- oder i.v.-Gabe über den Dosisbereich von 250 bis 1000 mg betrug das mittlere Verteilungsvolumen zwischen 9,3 und 15,8 l/1,73 m2. Cefuroxim-Konzentrationen oberhalb der für die häufigsten Erreger angegebenen MHK können in Tonsillen, Nebenhöhlengewebe, Bronchialschleimhaut, Knochen, Pleurasekret, Gelenkflüssigkeit, Synovialflüssigkeit, interstitieller Flüssigkeit, Galle, Sputum und im Kammerwasser erzielt werden. Cefuroxim passiert bei Entzündung der Meningen die Blut-Hirn-Schranke.

Biotransformation

Cefuroxim wird nicht metabolisiert.

Elimination

Cefuroxim wird durch glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion ausgeschieden. Die Serumhalbwertszeit nach intramuskulärer oder intravenöser Injektion beträgt etwa 70 Minuten. Cefuroxim wird innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe fast vollständig (85 % bis 90 %) in Form der unveränderten Substanz mit dem Urin ausgeschieden. Der Großteil des Cefuroxims wird in den ersten 6 Stunden eliminiert. Die mittlere renale Clearance liegt nach i.m.- oder i.v.-Gabe über dem Dosisbereich von 250 bis 1000 mg zwischen 114 und 170 ml/min/1,73 m2.

Besondere Patientengruppen

Geschlecht

Zwischen Männern und Frauen wurden nach einer einzelnen i.v.-Bolusinjektion von 1000 mg Cefuroxim-Natrium keine Unterschiede im Hinblick auf die Pharmakokinetik von Cefuroxim beobachtet.

Ältere Patienten

Nach i.m.- oder i.v.-Gabe sind Resorption, Verteilung und Ausscheidung von Cefuroxim bei älteren Patienten ähnlich wie bei jüngeren Patienten mit gleichwertiger Nierenfunktion. Da bei älteren Patienten jedoch häufiger eine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt, sollte die Cefuroxim-Dosis sorgfältig gewählt werden und eine Überwachung der Nierenfunktion kann sinnvoll sein (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Bei Neugeborenen wurde nachgewiesen, dass die Serumhalbwertszeit abhängig vom Gestationsalter deutlich verlängert ist. Bei älteren Säuglingen (ab einem Alter von > 3 Wochen) und Kindern ist die Serumhalbwertszeit von 60 bis 90 Minuten jedoch mit der bei Erwachsenen beobachteten vergleichbar.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Cefuroxim wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Daher wird, wie bei allen solchen Antibiotika, bei Patienten mit deutlicher Einschränkung der Nierenfunktion (d. h. Clcr < 20 ml/min) empfohlen, die Cefuroxim-Dosis entsprechend der verlangsamten Elimination zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.2). Cefuroxim kann durch eine Hämodialyse und Peritonealdialyse wirksam aus dem Körper entfernt werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Da Cefuroxim hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, ist nicht mit einer Beeinflussung der Pharmakokinetik von Cefuroxim durch eine bestehende Leberfunktionsstörung zu rechnen.

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Für Cephalosporine wurde als wichtigster pharmakokinetisch-pharmakodynamischer Index, der eine Korrelation mit der In-vivo-Wirksamkeit aufweist, der prozentuale Anteil des Dosierungsintervalls (%T) identifiziert, in dem die ungebundene Konzentration oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) von Cefuroxim für eine bestimmte Zielspezies liegt (d.h. %T > MHK).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Es wurden keine Studien zur Kanzerogenität durchgeführt, es gibt jedoch keine Hinweise auf ein kanzerogenes Potential.

Die Aktivität der Gamma-Glutamyltranspeptidase im Rattenurin wird durch verschiedene Cephalosporine inhibiert; das Ausmaß dieser Hemmwirkung ist aber unter Cefuroxim vergleichsweise geringer ausgeprägt. Dies könnte im Hinblick auf die Beeinträchtigung von klinischen Laboruntersuchungen beim Menschen von Bedeutung sein.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Keine.

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Rekonstitution zur Injektion wurde die chemische und physikalische Stabilität bei der Anwendung für 5 Stunden bei Raumtemperatur oder 72 Stunden bei 2 bis 8 °C nachgewiesen.

Nach Rekonstituion zur Infusion ist die chemische und physikalische Stabilität bei der Anwendung in Abschnitt 6.6 beschrieben.

Aus mikrobiologischer Sicht ist das rekonstituierte gebrauchsfertige Arzneimittel sofort anzuwenden. Wenn die gebrauchsfertige Lösung nicht sofort angewendet wird, ist der Anwender für die Dauer der Lagerung und die Bedingungen vor der Anwendung verantwortlich. Sofern die Rekonstitution der gebrauchsfertigen Lösung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2–8 °C aufzubewahren.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Unter 25 °C lagern.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

15-ml-Glasdurchstechflaschen, verschlossen mit einem Gummistopfen und einem blauen Deckel aus Aluminium und Kunststoff.

Packungsgrößen: 1, 10, 50 oder 100 Durchstechflaschen in einem Umkarton.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die rekonstituierte Lösung muss vor der Anwendung auf Partikel und Verfärbungen inspiziert werden. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar und praktisch frei von Partikeln ist.

Nur zum einmaligen Gebrauch. Nach Gebrauch den restlichen Inhalt entsorgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Hinweise zur Rekonstitution

Zugabevolumina und Lösungskonzentrationen, die hilfreich sein können, wenn Teildosierungen benötigt werden.

Größe der DurchstechflascheArt der AnwendungPhysikalische FormZuzugebende Wassermenge (ml)

Ungefähre Cefuroxim-Konzentration

(mg/ml)**

750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
750 mg

intramuskulär

intravenöser Bolus

intravenöse Infusion

Suspension

Lösung

Lösung

3 ml

mindestens 6 ml

mindestens 6 ml*

214

116

116

*Die rekonstituierte Lösung muss zu 50 oder 100 ml kompatibler Infusionsflüssigkeit hinzugefügt werden (siehe Informationen zur Kompatibilität unten).

** Das resultierende Volumen der Cefuroxim-Lösung im Rekonstitutionsmedium vergrößert sich aufgrund des Verdrängungsfaktors der Arzneimittelsubstanz, sodass sich die aufgeführten Konzentrationen in mg/ml ergeben.

Kompatibilität

Cefuroxim-Natrium (5 mg/ml) in Xylitol 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung kann bis zu 5 Stunden bei Raumtemperatur oder 72 Stunden bei 2 bis 8 °C gelagert werden.

Cefuroxim-Natrium ist mit wässrigen Lösungen kompatibel, die bis zu 1 % Lidocainhydrochlorid enthalten.

Cefuroxim-Natrium ist mit den folgenden Infusionsflüssigkeiten kompatibel und behält darin seine Wirksamkeit bis zu 5 Stunden bei Raumtemperatur oder 72 Stunden bei 2 bis 8 °C:

Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung

Natriumchlorid 1,8 mg/ml (0,18 %) plus Dextrose 40 mg/ml (4 %) Injektionslösung

Dextrose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung

Dextrose 50 mg/ml (5 %) und Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung

Dextrose 50 mg/ml (5 %) und Natriumchlorid 4,5 mg/ml (0,45 %) Injektionslösung

Dextrose 50 mg/ml (5 %) und Natriumchlorid 2,25 mg/ml (0,225 %) Injektionslösung

Dextrose 100 mg/ml (10 %) Injektionslösung

Invertzucker 100 mg/ml (10 %) in Wasser für Injektionszwecke

Ringer-Laktat-Injektionslösung

Cefuroxim-Natrium hat sich auch als kompatibel für 5 Stunden bei Raumtemperatur oder 72 Stunden bei 2 bis 8 °C erwiesen, wenn es für die intravenöse Infusion gemischt wird mit:

Heparin (10 und 50 Einheiten/ml) in Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung, Kaliumchlorid (10 und 40 mEq/l) in Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Am Bahnhof 2

92289 Ursensollen

Deutschland

Tel.: +49 9628 92 37 67-0

Fax: +49 9628 92 37 67-99

info@eberth.de

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

7009746.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 18.11.2024

10. STAND DER INFORMATION

04.2026

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7009746.00.00 · ENR 7009746

Stand der Information laut Text: 04/2026

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Fakten zu Cefuroxim Eberth 750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Cefuroxim 750 mg
Darreichungsform Injekt/Infusion
Art der Anwendung Intramuskuläre Anwendung; intravenöse Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Packungsgrößen 789 mg, 7890 mg, 39450 mg, 78900 mg
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: In Originalverpackung aufbewahren; Unterhalb +25°C; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Licht zu schützen; Unterhalb +25°C; In Originalverpackung aufbewahren
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. J Antiinfektiva zur systemischen Anwendung
    1. J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung
      1. J01D Andere beta-Lactam-Antibiotika
        1. J01DC Cephalosporine der 2. Generation
          1. J01DC02 Cefuroxim
Zulassung 7009746.00.00, seit 21.11.2024; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH, 92289 Ursensollen
Hersteller (Freigabe) Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH, Kymos S.L. (BS 1), Kymos S.L.
Frühere Namen Cefuroxim Qilu 750 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung (ab 18.11.2024)
PZN 20401480

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7009746), Datensatz vom 08.06.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.