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Spasmolyt 10 mg, überzogene Tabletten – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Engpass
Status:
Verschreibungspflichtig Lieferengpass gemeldet seit 11.06.2025
Stärke:
10 mg
Fachinformationen weiterer Stärken und Darreichungsformen:
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Spasmolyt 10mg

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Spasmolyt 10 mg, überzogene Tabletten

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Der Wirkstoff ist Trospiumchlorid.

Jede überzogene Tablette Spasmolyt 10 mg enthält 10 mg Trospiumchlorid. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 3,5 mg Lactose-Monohydrat, 19,5 mg Sucrose und 9,5 mg Weizenstärke pro überzogener Tablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Überzogene Tabletten

Bräunlich-gelbe, glänzend überzogene, bikonvexe Tabletten

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Zur symptomatischen Behandlung der Dranginkontinenz und/oder häufigem Wasserlassen und Harndrang bei Patienten mit dem Syndrom der überaktiven Blase (z.B. idiopathische oder neurologische Detrusorhyperreflexie).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

2mal täglich je 2 überzogene Tabletten Spasmolyt 10 mg (entsprechend 40 mg Trospiumchlorid täglich).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 30 ml/min/1,73 m2) beträgt die empfohlene Dosis: 1mal täglich 2 überzogene Tabletten Spasmo-lyt 10 mg oder 2mal täglich (morgens und abends) je 1 überzogene Tablette Spasmolyt 10 mg (entsprechend täglich oder jeden zweiten Tag 20 mg Trospiumchlorid).

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Spasmolyt bei Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 12 Jahren ist nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Die überzogenen Tabletten sollten unzerkaut mit einem Glas Wasser vor den Mahlzeiten auf nüchternen Magen eingenommen werden.

Die Notwendigkeit, ob die Behandlung fortzusetzen ist, sollte in regelmäßigen Abständen von 3 - 6 Monaten erneut beurteilt werden.

4.3 Gegenanzeigen

Trospiumchlorid ist kontraindiziert bei Patienten mit Harnretention, schweren gastro-intestinalen Störungen (einschließlich toxischem Megacolon), Myasthenia gravis, Engwinkel-glaukom und Tachyarrhythmien.

Spasmolyt ist ebenfalls kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Trospiumchlorid sollte nur mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten

  • mit mechanischen Stenosen des Magen-Darm-Traktes wie z.B. Pylorusstenose
  • mit obstruktiven Harnabflussstörungen mit der Gefahr der Restharnbildung
  • mit autonomer Neuropathie
  • mit Hiatushernie mit Reflux-Ösophagitis
  • bei denen eine beschleunigte Herzfrequenz unerwünscht ist, z.B. bei Hyperthyreose, ko-ronarer Herzerkrankung und Stauungsherzinsuffizienz.

Da keine Untersuchungsergebnisse an Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen vor-liegen, wird von der Behandlung dieser Patienten mit Trospiumchlorid abgeraten. Bei Patien-ten mit leichter bis mäßiger Beeinträchtigung der Leberfunktion ist Vorsicht geboten.

Trospiumchlorid wird überwiegend über die Niere ausgeschieden. Ein deutlicher Anstieg der Plasmaspiegel wurde bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung beobachtet. Deshalb ist bei dieser Gruppe von Patienten, aber auch bei Patienten mit geringer bis mäßiger Nieren-funktionsstörung Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2).

Organische Ursachen für Pollakisurie, Harndrang und Dranginkontinenz wie Herz- oder Nie-renkrankheiten sowie Polydipsie oder Infektionen und Tumoren der Harnorgane sollten vor Beginn der Behandlung ausgeschlossen werden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat und Sucrose. Patienten mit der seltenen her-editären Galactose-Intoleranz, Fructose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Mangel sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält nur sehr geringe Mengen Gluten (aus Weizenstärke). Es gilt als verträglich für Patienten, die an Zöliakie leiden. Eine Tablette enthält nicht mehr als 28,5 Mikrogramm Gluten. Patienten mit Weizenallergie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h., es ist na-hezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakodynamische Wechselwirkungen:

Folgende pharmakodynamische Interaktionen können möglicherweise auftreten:

  • Wirkungsverstärkung von Substanzen mit anticholinergen Eigenschaften (Amantadin, trizyklische Antidepressiva),
  • Verstärkung der tachykarden Wirkung von ß-Sympathomimetika und
  • Abschwächung der Wirkung von Prokinetika (z.B. Metoclopramid).

Da Trospiumchlorid die gastrointestinale Motilität und Sekretion beeinflussen kann, ist die Möglichkeit einer Veränderung der Resorption anderer gleichzeitig verabreichter Arzneimittel nicht auszuschließen.

Pharmakokinetische Wechselwirkungen:

Eine Hemmung der Resorption von Trospiumchlorid durch Arzneimittel wie Guar, Colesty-ramin und Colestipol ist nicht auszuschließen. Deshalb wird die gleichzeitige Gabe dieser Arzneimittel mit Trospiumchlorid nicht empfohlen.

Metabolische Interaktionen von Trospiumchlorid wurden in vitro an Cytochrom-P450-Enzymen untersucht, die am Arzneistoffwechsel beteiligt sind (P450 1A2, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1, 3A4). Eine Wirkung auf ihre metabolischen Aktivitäten wurde nicht festgestellt. Da Trospiumchlorid nur geringfügig metabolisiert wird und die Esterhydrolyse der einzig re-levante Stoffwechselweg ist, sind metabolische Interaktionen nicht zu erwarten. Obwohl gezeigt werden konnte, dass Trospiumchlorid nicht die Pharmakokinetik von Digoxin beeinflusst, kann eine Wechselwirkung mit tubulär aktiv sezernierten Wirkstoffen nicht ausgeschlossen werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen keine direkten oder indirekten schädigenden Wir-kungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Ent-wicklung (siehe Abschnitt 5.3). Bei der Ratte findet ein Übertritt von Trospiumchlorid in die Plazenta und in die Milch des Muttertieres statt.

Für Spasmolyt 10 mg liegen keine klinischen Daten zur Anwendung während der Schwanger-schaft vor.

Bei der Verschreibung an schwangere oder stillende Frauen ist daher Vorsicht geboten.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Ma-

schinen

Spasmolyt kann vornehmlich durch Störungen der Akkommodation Einfluss auf die Ver-kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Untersuchungen anderer Parameter zur Messung der Fahrtüchtigkeit (visuelle Orientierung, allgemeine Reaktionsbereitschaft, Reaktion unter Stress, Konzentration und motorische Ko-ordination) haben jedoch keine Hinweise auf einen Einfluss von Trospiumchlorid ergeben.

4.8 Nebenwirkungen

Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen und Verstopfung, die bei einer Behandlung mit Trospiumchlorid auftreten können, basieren vor allem auf den typischen anticholinergen Eigenschaften des Wirkstoffes.

In klinischen Studien der Phase III war Mundtrockenheit eine sehr häufige Nebenwirkung, die bei ungefähr 18% der mit Trospiumchlorid behandelten Patienten und bei ungefähr 6% der mit Placebo behandelten Patienten auftrat (von insgesamt 1931 Patienten erhielten 911 Patienten Placebo).

Die folgende Tabelle listet die möglichen Nebenwirkungen auf, die für mit Trospiumchlorid behandelte Patienten berichtet wurden:

Sehr häufig

(>1/10)

Häufig

(≥ 1/100, <1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1000, <1/100)

Selten

(≥ 1/10.000, <1/1000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
HerzerkrankungenTachykardieTachyarrhythmie
Erkrankungen des Nervensystem

Kopf-

schmerz

SchwindelHalluzinationen* Verwirrtheit* Agitiertheit*

Augen-

erkrankungen

Sehstörungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des MediastinumsAtemnot
Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts

Mund-

trockenheit

Dyspepsie, Verstopfung, Bauch-

schmerzen, Übelkeit

Blähungen, Durchfall
Erkrankungen der Nieren und Harn-wege

Miktions-

störungen, Harnretention

Erkrankungen der Haut und des Un-terhautzell-

gewebes

Hautaus-schlagAngioödemPruritus, Urtikaria, Stevens-Johnson Syndrom (SJS) / Toxische Epi-dermale Nekrolyse (TEN)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochen-

erkrankungen

Myalgie, Gelenk-schmerz
Allgemeine Er-krankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Brust-

schmerzen

Asthenie
Erkrankungen des ImmunsystemsAnaphylaxie
UntersuchungenGeringer bis mä-ßiger Anstieg der Serumtrans-aminasenspiegel

*Diese Nebenwirkungen sind überwiegend bei älteren Patienten aufgetreten und können durch neurologische Erkrankungen und/oder die gleichzeitige Einnahme anderer anticholinerg wirkender Substanzen begünstigt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee-3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Nach Verabreichung einer höchsten Einzeldosis von 360 mg Trospiumchlorid wurden bei ge-sunden Probanden verstärkt Mundtrockenheit, Tachykardie und Miktionsbeschwerden beo-bachtet. Fälle schwerwiegender Überdosierung oder Vergiftung mit Trospiumchlorid sind bisher nicht bekannt geworden. Als Symptome einer Vergiftung mit Trospiumchlorid sind verstärkte anticholinerge Symptome zu erwarten.

Bei Vorliegen einer Vergiftung sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Magenspülung und Verminderung der Resorption (z.B. Aktivkohle)
  • lokale Gabe von Pilocarpin bei Glaukomkranken
  • Katheterisierung bei Patienten mit Harnverhalt
  • Gabe eines Parasympathomimetikums (z.B. Neostigmin) bei schweren Symptomen
  • Gabe von Betablockern bei ungenügendem Ansprechen, ausgeprägter Tachykardie und/oder Kreislaufinstabilität (z.B. initial 1 mg Propranolol i.v. unter EKG- und Blut-druckkontrolle).

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologisches Spasmolytikum, ATC Code: G04BD09

Trospiumchlorid ist ein quaternäres Derivat von Nortropan und gehört deshalb zur Klasse der Parasympatholytika oder Anticholinergika. Die Substanz konkurriert konzentrationsabhängig mit Acetylcholin, dem körpereigenen Transmitter an postsynaptischen parasympathischen Bindungsstellen.

Trospiumchlorid hat eine hohe Affinität zu muskarinischen Rezeptoren vom sogenannten M1-, M2- und M3-Subtyp und bindet nur vernachlässigbar gering an nikotinischen Rezepto-ren. Infolgedessen ist der anticholinerge Effekt von Trospiumchlorid als relaxierende Eigen-schaft an der glatten Muskulatur und an Organfunktionen feststellbar, die über muskarinische Rezeptoren ausgelöst werden.

Sowohl in präklinischen als auch in klinischen Untersuchungen vermindert Trospiumchlorid den kontraktilen Tonus der glatten Muskulatur im Gastrointestinal- und im Urogenitaltrakt. Darüber hinaus kann es die Bronchial-, Speichel- und Schweißsekretion ebenso wie die Ak-kommodationsfähigkeit der Augen hemmen. Zentrale Effekte wurden bislang nicht beobach-tet.

In zwei spezifischen Sicherheitsstudien, die an gesunden Freiwilligen durchgeführt wurden, konnte nachgewiesen werden, dass Trospiumchlorid keinen Einfluss auf die kardiale Repola-risation ausübt, jedoch eine regelhafte und dosisabhängige Erhöhung der Herzfrequenz be-wirkt.

Eine Langzeitstudie mit 2 x täglich 20 mg Trospiumchlorid ergab eine Zunahme von QT>60msec bei 3/197 (1,5%) der eingeschlossenen Patienten. Die klinische Relevanz ist un-klar.

Die routinemäßige Erfassung der kardialen Sicherheit in zwei weiteren placebo-kontrollierten klinischen Studien mit dreimonatiger Dauer spricht nicht für einen derartigen Einfluss von Trospiumchlorid: in der ersten Studie konnte eine Zunahme von QTcF>=60 msec bei 4/258 (1,6%) der mit Trospiumchlorid behandelten Patienten beobachtet werden, gegenüber 9/256 (3,5%) in der Placebogruppe. Vergleichbare Zahlen fanden sich in der zweiten Studie mit 8/326 (2,5%) bei mit Trospiumchlorid behandelten Patienten gegenüber 8/325 (2,5%) in der Placebo-Gruppe.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Gabe von Trospiumchlorid werden 4 - 6 Stunden später maximale Plasmaspiegel gemessen. Sie erreichen nach einer Einzeldosis von 20 mg ca. 4 ng/ml. Im Bereich der unter-suchten Einzeldosen von 20 - 60 mg waren die Plasmaspiegel dosisproportional. Die absolute Bioverfügbarkeit einer oralen Einzeldosis von 20 mg Trospiumchlorid (1 überzogene Tablette Spasmolyt 20 mg) beträgt 9.6 ± 4.5 % (Mittelwert ± Standardabweichung). Im Steady state beträgt die intraindividuelle Variabilität 16 % und die interindividuelle Variabilität 36 %.

Die Bioverfügbarkeit von Trospiumchlorid wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme, ins-besondere durch Aufnahme von Nahrung mit hohem Fettanteil, herabgesetzt. Nach einer fett-reichen Mahlzeit sinkt der mittlere Cmax- und AUC-Wert auf 15 - 20 % der Werte im Nüch-ternzustand.

Bei der Aufnahme zeigt Trospiumchlorid eine tageszeitliche Variabilität durch eine Verringe-rung sowohl von Cmax als auch von AUC bei der Abend- im Vergleich zur Morgendosis.

Das systemisch verfügbare Trospiumchlorid wird überwiegend unverändert über die Niere ausgeschieden, wobei ein geringer Teil (10 % der renalen Ausscheidung) als Spiroalkohol, ein durch Esterhydrolyse gebildeter Metabolit, im Urin auftritt. Die terminale Halbwertzeit liegt im Bereich von 10 - 20 Stunden. Eine Akkumulation findet nicht statt. Die Plasmaproteinbin-dung beträgt 50 - 80 %.

Die pharmakokinetischen Daten bei älteren Patienten zeigen keine größeren Unterschiede. Geschlechtsspezifische Unterschiede wurden ebenfalls nicht beobachtet.

In einer Untersuchung an Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 8 - 32 ml/min/1,73 m2) war der mittlere AUC-Wert um das Vierfache erhöht, der Cmax-Wert um das Zweifache höher und die mittlere Halbwertzeit war im Vergleich zu den gesunden Probanden verdoppelt.

Ergebnisse einer Pharmakokinetik-Studie an Patienten mit leichter bis mäßiger Beeinträchti-gung der Leberfunktion lassen keine Notwendigkeit einer Dosisanpassung bei dieser Patien-tengruppe erkennen und stehen in Übereinstimmung mit der untergeordneten Rolle des Le-bermetabolismus bei der Verstoffwechselung und Elimination von Trospiumchlorid. Die Blut-Hirn-Schranke ist für Trospiumchlorid wegen seiner chemischen Eigenschaften (niedrige Lipophilie als quaternäres Amin) praktisch nicht durchlässig.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wieder-holter Gabe, Genotoxizität, Kanzerogenität und Reproduktionstoxizität lassen die präklini-schen Daten für Trospiumchlorid keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Bei der Ratte findet ein Übertritt von Trospiumchlorid in die Plazenta und in die Milch des Muttertieres statt.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern: Weizenstärke

Mikrokristalline Cellulose Lactose-Monohydrat

Povidon

Croscarmellose-Natrium

Stearinsäure

Hochdisperses Siliciumdioxid Talkum

Tablettenmantel: Sucrose

Carmellose-Natrium

Talkum

Hochdisperses Siliciumdioxid Calciumcarbonat (E 170) Macrogol 8000

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172) Gebleichtes Wachs

Carnaubawachs

Hinweis für Diabetiker:

1 überzogene Tablette Spasmolyt 10 mg entspricht 0,03 g Kohlenhydrate (entsprechend 0,0025 BE).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumbeschichtete PVC-Blister

Originalpackungen mit 30, 50 und 100 überzogenen Tabletten. Klinikpackungen mit 500 (10 x 50) überzogenen Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforde-rungen zu entsorgen.

7. Inhaber der Zulassung

Viatris Healthcare GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

8. Zulassungsnummern

44575.01.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 25. November 1999 Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 06. September 2006

10. Stand der Information

Mai 2025

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 44575.01.00 · ENR 2139058

Stand der Information laut Text: 05/2025

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Spasmolyt 10mg

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Trospiumchlorid 10 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile
Weizenstärke, Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Povidon und 12 weitere+

Weizenstärke, Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Povidon, Croscarmellose-Natrium, Stearinsäure (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Sucrose, Carmellose-Natrium (Ph.Eur.), Calciumcarbonat, Macrogol, Titandioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H<2>O, Gebleichtes Wachs, Carnaubawachs

Packungsgrößen 30 Stück, 50 Stück, 100 Stück (außerdem Klinikpackungen: 500 Stück)
Haltbarkeit 5 Jahre (ungeöffnete Packung)
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. G Urogenitalsystem und Sexualhormone
    1. G04 Urologika
      1. G04B Urologika
        1. G04BD Mittel bei häufiger Blasenentleerung und Harninkontinenz
          1. G04BD09 Trospium
Zulassung 44575.01.00, seit 06.12.1999, verlängert 25.11.2004; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Viatris Healthcare GmbH, 53842 Troisdorf
Hersteller (Freigabe) Madaus GmbH (BS 1) Betriebsstätte Troisdorf
Frühere Namen SPASMO-LYT 10 mg (ab 25.11.1999)
PZN 00969362, 00969379, 00969356

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2139058), Datensatz vom 15.07.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Lieferengpässe – Spasmolyt 10mg

Lieferengpass gemeldet seit 11.06.2025

  • voraussichtlich bis 30.09.2027
  • Grund: Sonstige (Der Vertrieb des Arzneimittels wird eingestellt.)
  • vom BfArM als versorgungskritisch eingestuft
  • letzte Meldung des Zulassungsinhabers: 11.06.2025

Ob ein anderes Arzneimittel für Sie geeignet ist, besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Lieferengpassmeldungen. Alle gemeldeten Lieferengpässe: Lieferengpässe bei Arzneimitteln.