Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Spigelon (ENR 0046166)
Indikationsgruppe
Homöopathisches Arzneimittel bei Schmerzen.
Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Kopfschmerzen
Gegenanzeigen
Spigelon darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei Erbrechen, Seh- oder Bewusstseinsstörungen, sowie bei allen anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen.
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit Ihren Arzt um Rat.
Dieses Arzneimittel enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie das Arzneimittel daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Auswirkungen von Spigelon auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen sind bisher nicht bekannt geworden. Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung ist kein Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zu erwarten.
Wechselwirkungen
Die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels kann durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
Dosierung und Art der Anwendung
Soweit nicht anders verordnet:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich, je 1 Tablette im Mund zergehen lassen.
Eine über eine Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich je 1 Tablette im Mund zergehen lassen.
Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Einnahme zu reduzieren.
Kleinkinder ab 2 bis unter 6 Jahren erhalten nicht mehr als die Hälfte,
Kinder ab 6 bis unter 12 Jahren erhalten nicht mehr als zwei Drittel der Erwachsenendosis.
Dazu wird jeweils 1 Tablette in 6 Teelöffeln Wasser aufgelöst. Von dieser Lösung erhalten
- Kleinkinder ab 2 bis unter 6 Jahren: 3 Teelöffel,
- Kinder ab 6 bis unter 12 Jahren: 4 Teelöffel.
Die Einnahme erfolgt bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich. Eine über eine Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
Die Einnahme erfolgt in chronischen Fällen 1- bis 3-mal täglich. Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Einnahme zu reduzieren.
Der Rest der Lösung ist jeweils wegzuschütten.
Dauer der Behandlung
Wie alle Arzneimittel sollten auch homöopathische Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit angewendet werden.
Hinweise für die Anwendung
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Hinweis:
Bei der Anwendung von homöopathischen Arzneimitteln können sich vorhandene Beschwerden vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung). In diesem Fall sollten Sie das Arzneimittel absetzen und Ihren Arzt befragen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Hinweise zu Verfallsdatum und Aufbewahrung
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!
Das Verfallsdatum dieser Packung ist auf Behältnis und äußere Umhüllung aufgedruckt.
Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerbedingungen erforderlich.
Nach Anbruch 12 Monate haltbar.
Zusammensetzung
1 Tablette enthält:
Wirkstoffe:
| Atropa bella-donna Trit. | D 3 | 30 mg |
|---|---|---|
| Bryonia Trit. | D 3 | 30 mg |
| Gelsemium sempervirens Trit. | D 3 | 30 mg |
| Melilotus officinalis Trit. | D 3 | 30 mg |
| Thuja occidentalis Trit. | D 12 | 60 mg |
| Natrium carbonicum Trit. | D 3 | 30 mg |
| Acidum silicicum Trit. | D 12 | 60 mg |
| Spigelia anthelmia Trit. | D 3 | 30 mg |
Die Wirkstoffe 1-7 werden über die vorletzte Stufe, die Wirkstoffe 1-8 über die letzte Stufe gemeinsam potenziert.
Sonstiger Bestandteil:
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Packungsgrößen
50 und 250 Tabletten
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Biologische Heilmittel Heel GmbH
Dr.-Reckeweg-Str. 2-4
76532 Baden-Baden
Telefon: 07221-50100
Telefax: 07221-501210
E-Mail: info@heel.de
Stand der Information
Juli 2021
Zusatzinformationen
Liebe Patientin,
lieber Patient,
Sie haben in Ihrer Apotheke das Arzneimittel Spigelon Tabletten gekauft. Spigelon ist ein homöopathisch hergestelltes Arzneimittel.
Spigelon wird bei Kopfschmerzen eingesetzt.
Wie entstehen Kopfschmerzen?
Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen
Beeinträchtigungen. Die Schmerzempfindungen im Bereich des Kopfes beruhen auf der Reizung von schmerzempfindlichen Geweben, wie z.B. den Blutgefäßen im Gehirn, den Hirnnerven und den Hirnhäuten. Über 90% der Kopfschmerzerkrankungen entfallen auf den Spannungskopfschmerz und die Migräne, deren Ursachen meist nicht bekannt sind.
Eine mögliche Vorbeugung zielt darauf hin, bekannte Auslöser für die Entstehung zu vermeiden. So können muskuläre Verspannungen, Probleme der Halswirbelsäule, Stress, aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder einfach nur körperliche Anstrengung oder grelles Sonnenlicht Kopfschmerzen auslösen. Die Behandlung besteht in einer möglichst schnellen und anhaltenden Schmerzlinderung.
Bitte suchen Sie zur Abklärung häufig wiederkehrender Kopfschmerzen einen Arzt auf.
Was können Sie bei Kopfschmerzen tun, um die Beschwerden zu bessern?
Einer der häufigsten Gründe für Kopfschmerzen ist Flüssigkeitsmangel im Körper. Trinken Sie daher ausreichend Wasser (1 bis 2 Liter pro Tag), um die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff zu unterstützen.
Lebensmittel, die reichlich Magnesium enthalten, können bei Kopfschmerzen hilfreich sein. Das Mineral für entspannte Muskeln und ruhige Nerven steckt in Vollkorn, grünem Gemüse und Nüssen.
Bei sehr hellem Licht oder starker Sonneneinstrahlung kann eine Sonnenbrille oder ein Platz im Schatten Kopfschmerzen verhindern.
Kopfschmerzen und Stress stehen in engem Zusammenhang. Daher gehört dauerhafte Stressbewältigung zur langfristigen Therapie von Kopfschmerzen. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Entspannungstechnik für Sie geeignet ist.
Auch eine Massage der Schläfenpartie kann helfen: Üben Sie mit leichtem Druck langsam kreisende Bewegungen durch Zeige- und Mittelfinger auf die schmerzende Stelle aus. Fünf Minuten genügen meist schon.
Heel wünscht Ihnen gute Besserung!
