Fachinformation - Sumatriptan CNX Therapeutics 27 mg Buccalfilm
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Sumatriptan CNX Therapeutics 27 mg Buccalfilm
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder Buccalfilm enthält 27 mg Sumatriptan.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Dieses Arzneimittel enthält 9,6 mg Sorbitol pro Buccalfilm.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Buccalfilm.
Der 27 mg Film ist rechteckig (25 x 20 mm) mit einer Dicke von etwa 150 Mikrometer.
Der weiche und biegsame Film ist transparent bis undurchsichtig, gelb bis orangebraun mit einer glatten, ebenen Oberfläche.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Sumatriptan CNX Therapeutics ist zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura angezeigt.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Allgemeine Empfehlungen zur Anwendung:
Sumatriptan CNX Therapeutics sollte nicht prophylaktisch angewendet werden.
Sumatriptan CNX Therapeutics wird als Monotherapie zur akuten Behandlung eines Migräneanfalls empfohlen und sollte nicht gleichzeitig mit Ergotamin oder Ergotaminderivaten (einschließlich Methysergid) angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Es ist ratsam, Sumatriptan CNX Therapeutics so früh wie möglich nach dem Einsetzen der Migränekopfschmerzen anzuwenden. Es ist in jedem Stadium des Anfalls, in dem es angewendet wird, gleich wirksam.
Die folgenden empfohlenen Dosierungen von Sumatriptan CNX Therapeutics sollten nicht überschritten werden.
Erwachsene (ab 18 Jahre)
Die empfohlene Dosis beträgt ein Sumatriptan 27 mg Buccalfilm, der auf der Mundschleimhaut an der Innenseite der Wange platziert wird.
Wenn der Patient auf die erste Dosis Sumatriptan nicht anspricht, sollte bei demselben Anfall keine zweite Dosis angewendet werden. In diesen Fällen kann der Anfall mit Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln behandelt werden. Der Sumatriptan Buccalfilm kann bei nachfolgenden Anfällen angewendet werden.
Wenn der Patient auf die erste Dosis angesprochen hat, die Symptome jedoch erneut auftreten, kann innerhalb der nächsten 24 Stunden eine zweite Dosis gegeben werden, sofern zwischen den beiden Dosen ein Mindestabstand von 2 Stunden liegt.
Innerhalb von 24 Stunden sollten nicht mehr als zwei 27 mg Filme angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche (12-17 Jahre)
Der Sumatriptan CNX Therapeutics Buccalfilm wird nicht für die Anwendung bei Jugendlichen empfohlen, da es keine niedrigere Stärke gibt.
Kinder (unter 12 Jahre)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sumatriptan CNX Therapeutics Buccalfilm bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Ältere Menschen (über 65 Jahre)
Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Sumatriptan CNX Therapeutics bei Patienten über 65 Jahre vor. Die Pharmakokinetik bei älteren Patienten wurde nicht ausreichend untersucht. Daher wird die Anwendung von Sumatriptan nicht empfohlen, bis weitere Daten vorliegen.
Art der Anwendung
Der Buccalfilm muss mindestens 1,5 cm von der Mundöffnung entfernt, auf der Innenseite der Wange platziert werden. Der Film schmilzt innerhalb von 20 Minuten vollständig. Der Film darf nicht gekaut oder geschluckt werden. Der Buccalfilm muss nicht mit Flüssigkeit eingenommen werden. Er kann auch angewendet werden, wenn keine Flüssigkeiten zur Verfügung stehen. Die Buccalfilme können auch für Patienten von Vorteil sein, die während eines Migräneanfalls unter Übelkeit leiden oder nicht trinken können oder herkömmliche Tabletten nicht gerne schlucken.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Sumatriptan darf nicht bei Patienten angewendet werden, die einen Myokardinfarkt hatten oder an einer ischämischen Herzerkrankung, einem koronaren Vasospasmus (Prinzmetal-Angina), einer peripheren vaskulären Erkrankung oder an Symptomen oder Anzeichen einer ischämischen Herzerkrankung leiden.
Sumatriptan sollte nicht an Patienten mit einem apoplektischen Insult (CVA) oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) in der Vorgeschichte gegeben werden.
Sumatriptan sollte nicht an Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung gegeben werden.
Die Anwendung von Sumatriptan bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Hypertonie und leichter unkontrollierter Hypertonie ist kontraindiziert.
Die gleichzeitige Anwendung von Ergotamin oder Ergotaminderivaten (einschließlich Methysergid) oder einem Triptan/5-Hydroxytryptamin-1-(5-HT1)-Rezeptoragonisten ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5).
Die gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) und Sumatriptan ist kontraindiziert.
Sumatriptan darf nicht innerhalb von 2 Wochen nach Beendigung der Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern angewendet werden.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Sumatriptan CNX Therapeutics sollte nur angewendet werden, wenn eine eindeutige Migränediagnose vorliegt.
Sumatriptan ist nicht zur Behandlung von hemiplegischer, basilarer oder ophthalmoplegischer Migräne indiziert.
Vor der Behandlung mit Sumatriptan sollte darauf geachtet werden, potenziell schwerwiegende neurologische Erkrankungen (z. B. CVA, TIA) auszuschließen, wenn der Patient atypische Symptome zeigt, oder wenn bei ihm keine geeignete Diagnose für die Anwendung von Sumatriptan gestellt wurde.
Nach der Anwendung von Sumatriptan kann es zu vorübergehenden Symptomen wie Schmerzen im Brustkorb und Engegefühl kommen, die stark sein und auch den Hals betreffen können (siehe Abschnitt 4.8). Wenn angenommen wird, dass solche Symptome auf eine ischämische Herzkrankheit hinweisen, sollten keine weiteren Sumatriptan-Dosen angewendet werden, und es sollte eine entsprechende Untersuchung durchgeführt werden.
Nach der Markteinführung von Sumatriptan liegen seltene Berichte vor, in denen Patienten mit einem Serotoninsyndrom (einschließlich veränderter Geisteszustände, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Abnormalitäten) beschrieben wurden, nachdem Sie einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zusammen mit Sumatriptan angewendet haben. Nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRIs) wurde über ein Serotoninsyndrom berichtet.
Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI/SNRI klinisch gerechtfertigt ist, wird eine angemessene Überwachung des Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Sumatriptan sollte bei Patienten mit leichter kontrollierter Hypertonie mit Vorsicht angewendet werden, da bei einem kleinen Teil der Patienten ein vorübergehender Anstieg des Blutdrucks und des peripheren Gefäßwiderstands beobachtet wurden (siehe Abschnitt 4.3).
Sumatriptan sollte bei Patienten mit Erkrankungen, die die Resorption, den Metabolismus oder die Elimination des Wirkstoffs erheblich beeinträchtigen können, wie z. B. eine eingeschränkte Leberfunktion (leicht bis mittelschwer eingeschränkt (Child Pugh Grad A oder B)) oder einer eingeschränkten Nierenfunktion, mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).
Sumatriptan sollte bei Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte oder anderen Risikofaktoren, die die Schwelle für Krampfanfälle herabsetzen, mit Vorsicht angewendet werden, da im Zusammenhang mit Sumatriptan über Krampfanfälle berichtet wurde (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden kann es nach Anwendung von Sumatriptan zu einer allergischen Reaktion kommen. Die Reaktionen können von kutaner Überempfindlichkeit bis hin zu Anaphylaxie reichen. Es gibt nur begrenzte Hinweise auf eine Kreuzsensitivität, jedoch ist Vorsicht geboten, bevor Sumatriptan bei diesen Patienten angewendet wird.
Nebenwirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, häufiger auftreten.
Die längere Einnahme von Schmerzmitteln jeglicher Art gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern. Wenn eine solche Situation eintritt oder vermutet wird, sollte ärztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden. Bei Patienten, die trotz (oder wegen) der regelmäßigen Einnahme von Kopfschmerzarzneimitteln häufig oder täglich Kopfschmerzen haben, sollte die Diagnose eines arzneimittelinduzierten Kopfschmerzes (MOH) vermutet werden.
Sumatriptan sollte Patienten mit Risikofaktoren für ischämische Herzerkrankungen, einschließlich Patienten, die stark rauchen oder Nikotinsubstitutionstherapien anwenden, ohne vorherige kardiovaskuläre Untersuchung nicht gegeben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Besondere Beachtung sollte postmenopausalen Frauen und Männern über 40 Jahre mit diesen Risikofaktoren gewidmet werden. Bei diesen Beurteilungen kann jedoch nicht jeder Patient mit einer Herzerkrankung identifiziert werden, und in sehr seltenen Fällen traten schwerwiegende kardiale Ereignisse bei Patienten ohne kardiovaskuläre Grunderkrankung und bei Jugendlichen auf (siehe Abschnitt 4.8).
Dieses Arzneimittel enthält 9,6 mg Sorbitol pro 27 mg Buccalfilm. Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol (oder Fructose) -haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol (oder Fructose) über die Nahrung ist zu berücksichtigen. Der Sorbitolgehalt oral angewendeter Arzneimittel kann die Bioverfügbarkeit von anderen gleichzeitig oral angewendeten Arzneimitteln beeinflussen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Buccalfilm, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es gibt keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit Propranolol, Flunarizin, Pizotifen oder Alkohol.
Es liegen begrenzte Daten zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln vor, die Ergotamin oder einen anderen Triptan/5-HT1-Rezeptoragonisten enthalten. Das erhöhte Risiko für koronare Vasospasmen ist theoretisch möglich und eine gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Der Zeitraum, der zwischen der Anwendung von Sumatriptan und ergotaminhaltigen Arzneimitteln oder einem anderen Triptan/5-HT1-Rezeptoragonisten vergehen sollte, ist nicht bekannt. Dies hängt auch von der Dosierung und Art der angewendeten Arzneimittel ab. Die Auswirkungen können additiv sein. Es wird empfohlen, nach der Anwendung eines ergotaminhaltigen Arzneimittels oder eines anderen Triptan/5-HT1-Rezeptoragonisten mindestens 24 Stunden abzuwarten, bevor Sumatriptan angewendet wird.
Umgekehrt wird empfohlen, nach der Anwendung von Sumatriptan mindestens 6 Stunden abzuwarten, bevor ein ergotaminhaltiges Arzneimittel angewendet wird, und mindestens 24 Stunden, bevor ein anderer Triptan/5-HT1-Rezeptoragonist angewendet wird (siehe Abschnitt 4.3).
Eine Wechselwirkung zwischen Sumatriptan und MAO-Hemmern kann auftreten und eine gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Nach Markteinführung liegen vereinzelte Berichte vor, in denen Patienten mit einem Serotoninsyndrom (einschließlich veränderter Geisteszustände, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Abnormalitäten) nach der Anwendung von SSRIs und Sumatriptan beschrieben wurden.
Nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und SNRIs wurde auch über ein Serotoninsyndrom berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Nach Markteinführung liegen Daten zur Anwendung von Sumatriptan während des ersten Schwangerschaftstrimesters bei über 1 000 Frauen vor. Obwohl diese Daten keine ausreichenden Informationen enthalten, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, deuten diese jedoch nicht auf ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern hin. Die Erfahrung mit der Anwendung von Sumatriptan im zweiten und dritten Trimester ist begrenzt.
Die Auswertung von Tierversuchen ergab keine Hinweise auf direkte teratogene Wirkungen oder schädliche Auswirkungen auf die peri- und postnatale Entwicklung. Die embryofetale Lebensfähigkeit bei Kaninchen ist jedoch möglicherweise beeinträchtigt sein (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung von Sumatriptan sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als jedes mögliche Risiko für den Fetus.
Stillzeit
Sumatriptan geht in die Muttermilch über, wobei die durchschnittliche relative Säuglingsdosis nach Verabreichung einer Einzeldosis von Sumatriptan < 4 % beträgt. Die Exposition von Säuglingen kann minimiert werden, indem das Stillen für 12 Stunden nach der Behandlung vermieden wird. Während dieser Zeit sollte jegliche abgepumpte Muttermilch verworfen werden.
Es gibt Berichte über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz nach der Anwendung von Sumatriptan bei stillenden Frauen (siehe Abschnitt 4.8). Die Schmerzen waren in der Regel vorübergehend und verschwanden innerhalb von 3 bis 12 Stunden.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Benommenheit kann als Folge von Migräne oder deren Behandlung mit Sumatriptan auftreten. Dies kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
4.8 Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind im Folgenden nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt.
Häufigkeiten sind definiert als:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100, <1/10)
Gelegentlich (≥1/1000, <1/100)
Selten (≥1/10000, <1/1000)
Sehr selten (<1/10000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Einige der als unerwünschte Wirkungen gemeldeten Symptome können Begleitsymptome einer Migräne sein.
| Erkrankungen des Immunsystems | |
|---|---|
| Nicht bekannt: | Überempfindlichkeitsreaktionen, die von kutaner Überempfindlichkeit (wie Urtikaria) bis hin zu Anaphylaxie reichen. |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Häufig: | Schwindelgefühl, Benommenheit, Gefühlsstörungen einschließlich Parästhesie und Hypästhesie, Kopfschmerzen. |
| Nicht bekannt: | Krampfanfälle, obwohl einige davon bei Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte auftraten oder bei Begleiterkrankungen, die zu Krampfanfällen führen können. Es liegen auch Berichte über Patienten vor, bei denen solche prädisponierenden Faktoren nicht erkennbar sind; Tremor, Dystonie, Nystagmus, Skotom. |
| Augenerkrankungen | |
| Nicht bekannt: | Flackern, Doppeltsehen, vermindertes Sehvermögen. Verlust des Sehvermögens einschließlich Berichte über bleibende Defekte. Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Herzrhythmusstörungen, vorübergehende ischämische EKG-Veränderungen, Vasospasmus der Koronararterien, Angina pectoris, Myokardinfarkt (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). |
| Sehstörungen können jedoch auch während eines Migräneanfalls selbst auftreten. | |
| Herzerkrankungen | |
| Nicht bekannt: | |
| Gefäßerkrankungen | |
| Häufig: | Vorübergehender Anstieg des Blutdrucks, der kurz nach der Behandlung auftritt. Flush. |
| Nicht bekannt: | Hypotonie, Raynaud Syndrom. |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustkorbs und Mediastinums | |
| Häufig: | Dyspnoe. |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Häufig: | Bei einigen Patienten traten Übelkeit und Erbrechen auf, es ist jedoch unklar, ob dies mit Sumatriptan oder der Grunderkrankung zusammenhängt. |
| Nicht bekannt: | Ischämische Kolitis, Diarrhö, Dysphagie. |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | |
| Häufig: | Schweregefühle (in der Regel vorübergehend, können jedoch intensiv sein und jedes Körperteil, einschließlich Brust und Hals, betreffen). Myalgie. |
| Nicht bekannt: | Nackensteifheit, Arthralgie. |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | |
| Selten: | Brustschmerz |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | |
| Häufig: | Schmerzen, Hitze- oder Kältegefühle, Druck- oder Engegefühl (diese Ereignisse sind in der Regel vorübergehend, können jedoch intensiv sein und jedes Körperteil, einschließlich Brust und Hals, betreffen), Gefühle der Schwäche, Ermüdung (beide Ereignisse sind meist leicht bis mittelschwer ausgeprägt und vorübergehend). |
| Nicht bekannt: | Traumaschmerz akut, Entzündungsschmerzen akut |
| Untersuchungen | |
| Sehr selten: | Gelegentlich wurden geringfügige Störungen der Leberfunktionstests beobachtet. |
| Psychiatrische Erkrankungen | |
| Nicht bekannt: | Angstzustände. |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | |
Häufig: Nicht bekannt: | Hautreizung Hyperhidrosis. |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Symptome und Anzeichen
Vereinzelte Fälle einer Überdosierung mit Sumatriptan sind beschrieben worden. Einzeldosen bis zu 40 mg nasal und Dosen über 400 mg oral und 16 mg subkutan wurden nicht mit anderen als den genannten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung sollte der Patient mindestens 10 Stunden lang überwacht und bei Bedarf eine unterstützende Standardbehandlung eingeleitet werden, sofern erforderlich. Es ist nicht bekannt, welche Wirkung Hämodialyse oder Peritonealdialyse auf die Plasmakonzentrationen von Sumatriptan hat.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Analgetika; Migränemittel;
Selektive Serotonin-(5HT1)-Rezeptoragonisten
ATC-Code: N02CC01
Sumatriptan ist ein spezifischer und selektiver 5-Hydroxytryptamin-1D-Rezeptoragonist und zeigte keine Aktivität an den anderen 5HT-(5HT2-5HT7)-Rezeptoren.
Der vaskuläre 5HT1d-Rezeptor kommt vorwiegend in den Blutgefäßen im Gehirn vor und wirkt vasokonstriktiv. Bei Versuchstieren wurde gezeigt, dass Sumatriptan eine Vasokonstriktion der Arteriolen und arteriovenöse Anastomosen des Gefäßbetts der Halsschlagader verursacht. Dieses Gefäßbett stellt die Blutversorgung der extrakraniellen und intrakraniellen Gewebe, wie z. B. der Hirnhäute, sicher. Es wurde vermutet, dass die Erweiterung dieser arteriellen Gefäße, und die Bildung von Ödemen an diesen Stellen, die zugrundeliegende Ursache für einen Migräneanfall beim Menschen ist. Es gibt auch Hinweise aus Tierversuchen, die darauf hindeuten, dass Sumatriptan die Aktivität des Trigeminusnervs hemmt. Beide Wirkungen (kraniale Vasokonstriktion und Hemmung der Aktivität des Trigeminusnervs) könnten zur migränehemmenden Wirkung von Sumatriptan beim Menschen beitragen.
Aufgrund seiner Art der Anwendung kann der Sumatriptan CNX Therapeutics Buccalfilm besonders für Patienten geeignet sein, die während eines Migräneanfalls an Übelkeit und Erbrechen leiden.
Das Ausmaß des Behandlungseffekts ist bei Jugendlichen geringer als bei Erwachsenen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Nach der Anwendung wird Sumatriptan schnell resorbiert, wobei die mediane Dauer bis zur maximalen Plasmakonzentration 2,0 (Bereich: 0,5–4) Stunden bei Erwachsenen beträgt. Nach einer Dosis von 27 mg beträgt die mittlere Höchstkonzentration 18,3 ng/ml. Die Exposition und die Höchstkonzentrationen entsprachen denen von Sumatriptan 20 mg Nasenspray, wohingegen die mediane Dauer bis zur Höchstkonzentration für den Buccalfilm im Vergleich zum Nasenspray etwa 0,5 Stunden später liegt.
Die Plasmaproteinbindung ist gering (14–21 %) und das mittlere Verteilungsvolumen beträgt 170 l. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 2 Stunden. Die mittlere Gesamtplasma-Clearance beträgt etwa 1 160 ml/min und die mittlere renale Plasma-Clearance beträgt etwa 260 ml/min.
Populationspharmakokinetische Modelle ergaben, dass sowohl die Clearance als auch das Verteilungsvolumen bei Jugendlichen mit der Körpergröße zunehmen, was bei Jugendlichen mit niedrigerem Körpergewicht zu einer höheren Exposition führte.
Die nicht-renale Clearance macht etwa 80 % der gesamten Clearance aus. Sumatriptan wird hauptsächlich durch oxidativen Metabolismus eliminiert, der durch Monoaminoxidase A vermittelt wird. Der Hauptmetabolit, das Indolessigsäure-Analogon von Sumatriptan, wird hauptsächlich mit dem Urin ausgeschieden, wo es als freie Säure und Glucuronid-Konjugat vorliegt. Es liegt keine bekannte 5-HT1- oder 5-HT2-Aktivität vor. Kleinere Metaboliten wurden nicht identifiziert. Das pharmakokinetische Profil von intranasalem Sumatriptan scheint nicht
erheblich von Migräneanfällen betroffen zu sein.
Pharmakokinetik bei speziellen Populationen
Ältere Menschen (über 65 Jahre)
Die Kinetik bei älteren Probanden wurde nicht ausreichend untersucht, um Aussagen über mögliche Unterschiede in der Kinetik zwischen älteren und jungen Probanden treffen zu können.
Leberfunktionsstörung
Die Pharmakokinetik von Sumatriptan nach einer oralen Dosis (50 mg) und einer subkutanen Dosis (6 mg) wurde an 8 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung, abgestimmt auf Geschlecht, Alter und Gewicht, mit 8 gesunden Probanden, untersucht. Nach einer oralen Dosis verdoppelte sich die Sumatriptan-Plasmaexposition (AUC und Cmax) bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung fast um das Doppelte (erhöhte sich um etwa 80 %) im Vergleich zu den Kontrollpersonen mit normaler Leberfunktion. Nach der S.C.-Dosis gab es keinen Unterschied zwischen den Patienten mit Leberfunktionsstörung und den Kontrollpersonen. Dies deutet darauf hin, dass eine leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung die präsystemische Clearance reduziert, und sich die Bioverfügbarkeit und Exposition gegenüber Sumatriptan im Vergleich zu gesunden Probanden erhöht.
Nach oraler Anwendung ist die präsystemische Clearance bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung reduziert und die systemische Exposition fast verdoppelt. Da ein Teil der buccalen Dosis geschluckt wird, könnten Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung auch eine höhere Exposition aufweisen (siehe Abschnitt 4.4).
Die Pharmakokinetik bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Experimentelle Studien zur akuten und chronischen Toxizität ergaben keine Hinweise auf toxische Wirkungen innerhalb des therapeutischen Dosisbereichs beim Menschen. In einer Fertilitätsstudie an Ratten wurde eine Verringerung des Befruchtungserfolgs bei Expositionen beobachtet, die ausreichend über der maximalen Exposition beim Menschen lagen. Bei Kaninchen wurde eine Embryoletalität ohne ausgeprägte teratogene Defekte beobachtet.
Sumatriptan zeigte in In-vitro-Systemen und Tierstudien keine genotoxische und karzinogene Wirkung.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Sorbitol (E420)
Glycerol
Natriumalginat
Citronensäure-Monohydrat
Eisen(Ⅲ)-hydroxid-oxid x H2O
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
1 Jahr
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Abziehbare Beutel aus Polyester/Aluminium/Polyethylen, verpackt in einem Umkarton.
Packungsgrößen: 2 und 6 Beutel
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
CNX Therapeutics Ireland Limited
5th Floor Rear, Connaught House
1 Burlington Road
Dublin 4
D04 C5Y6
Irlanda
8. ZULASSUNGSNUMMER
7010866.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 25 November 2024
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10. STAND DER INFORMATION
08 Mai 2026
