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Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
6 mg/0,5 ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Sumatriptan Holsten 6 mg/0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Fertigpen enthält Sumatriptansuccinat, entsprechend 6 mg Sumatriptan in 0,5 ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung in Fertigpen.

Eine klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung.

Der pH-Wert liegt zwischen 4,2 und 5,3. Die Osmolarität liegt zwischen 270 und 330 mOsmol/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml ist für die akute Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura angezeigt.

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml ist für die akute Behandlung von Clusterkopfschmerzen angezeigt.

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml ist nicht für die prophylaktische Behandlung von Migräne und Clusterkopfschmerzen angezeigt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml sollte nicht prophylaktisch angewendet werden. Die empfohlene Dosis sollte nicht überschritten werden.

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml ist als Monotherapie zur akuten Behandlung eines Migräneanfalls angezeigt und sollte nicht gleichzeitig mit Ergotamin-haltigen Arzneimitteln (einschließlich Methysergid) angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Es wird empfohlen, die Behandlung mit Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 bei den ersten Anzeichen von Migränekopfschmerzen oder begleitenden Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Photophobie zu beginnen. Es ist in jedem Stadium des Migräneanfalls gleichermaßen wirksam.

Die Wirksamkeit von Sumatriptan ist unabhängig von der Dauer des Migräneanfalls zu Behandlungsbeginn. Die Anwendung während einer Migräneaura vor dem Auftreten anderer Symptome kann die Entwicklung von Kopfschmerzen möglicherweise nicht verhindern.

Dosierung

Erwachsene (18 Jahre und älter)

Migräne: Die empfohlene Erwachsenendosis von Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5ml ist eine einmalige Injektion während eines Migräneanfalls. Wenn ein Patient nicht auf die erste Dosis Sumatriptan anspricht, sollte keine zweite Dosis für denselben Anfall angewendet werden. Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml kann für nachfolgende Migräneanfälle angewendet werden.

Wenn der Patient auf die erste Dosis angesprochen hat, die Symptome aber erneut auftreten, kann innerhalb der nächsten 24 Stunden eine zweite Injektion angewendet werden, sofern zwischen den beiden Dosen ein Mindestabstand von 1 Stunde liegt.

Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden beträgt zwei subkutane Injektionen von jeweils 6 mg (12 mg).

Cluster-Kopfschmerzen: Die empfohlene Dosis für Erwachsene ist eine einzige subkutane Injektion bei jedem Clusterkopfschmerz-Anfall. Die Höchstdosis innerhalb von 24 Stunden beträgt zwei subkutane Injektionen von jeweils 6 mg (12 mg) bei einem Mindestabstand von 1 Stunde zwischen den beiden Dosen.

Pädiatrische Patienten

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml wird nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da die Injektion von Sumatriptan in diesen Altersgruppen nicht untersucht wurde.

Ältere Menschen (über 65 Jahre alt)

Die Erfahrungen mit der Anwendung von Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5ml bei Patienten über 65 Jahren sind begrenzt. Die Pharmakokinetik bei älteren Menschen ist noch nicht ausreichend untersucht worden. Daher wird die Anwendung von Sumatriptan bei älteren Patienten nicht empfohlen, bis weitere Daten vorliegen.

Art der Anwendung

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml sollte mit einem Fertigpen subkutan injiziert werden, vorzugsweise in den Oberarm oder Oberschenkel. Nach dem Entfernen der Nadelkappe ist das offene Ende des Fertigpens im rechten Winkel (90°) an der Injektionsstelle auf die Haut aufzusetzen. Den Fertigpen nach unten gegen die Haut drücken, um die durchsichtige Schutzvorrichtung nach unten zu drücken. Den Fertigpen fest gegen die Haut halten und den Injektionsknopf gedrückt halten, bis ein Klicken zu hören ist, das anzeigt, dass die Dosierung begonnen hat. Halten Sie den Fertigpen volle 10 Sekunden lang gedrückt, bis die Injektion abgeschlossen ist.

Während der Abgabe des Arzneimittels bewegt sich der Kolben in Richtung der Spitze des Fertigpens. Wenn sich der Kolben nicht mehr bewegt, den Fertigpen noch weitere 3 Sekunden lang gegen die Haut halten, um die vollständige Abgabe der Dosis sicherzustellen.

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, die Gebrauchsanweisung in der Packungsbeilage genau zu befolgen, insbesondere hinsichtlich der Verwendung des Fertigpens.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Sumatriptan darf nicht an Patienten angewendet werden, die einen Myokardinfarkt erlitten haben oder an einer ischämischen Herzerkrankung, einem koronaren Vasospasmus (Prinzmetal-Angina), einer peripheren Gefäßerkrankung leiden, oder an Patienten mit Symptomen oder Anzeichen einer ischämischen Herzerkrankung.

Sumatriptan darf nicht an Patienten mit einem Schlaganfall (CVA) oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) in der Vorgeschichte gegeben werden.

Sumatriptan darf nicht an Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung angewendet werden.

Die Anwendung von Sumatriptan bei Patienten mit mittelschwerer bis zu schwerer Hypertonie und leichter unkontrollierter Hypertonie ist kontraindiziert.

Die gleichzeitige Anwendung von Ergotamin oder Derivaten von Ergotamin (einschließlich Methysergid) oder eines Triptan/5-Hydroxytryptamin1 (5-HT1)-Rezeptor-Agonisten mit Sumatriptan ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidase-Hemmern und Sumatriptan ist kontraindiziert.

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml soll nicht innerhalb der ersten zwei Wochen nach Absetzen der Therapie mit Monoaminoxidase-Hemmern angewendet werden.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml sollte nur verschrieben werden, wenn eine eindeutige Diagnose einer Migräne oder eines Clusterkopfschmerzes vorliegt. Sumatriptan ist nicht für die Behandlung der basilären, hemiplegischen oder ophthalmoplegischen Migräne angezeigt.

Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml darf nicht intravenös angewendet werden, da es zu Gefäßspasmen führen kann. Der Vasospasmus kann zu Herzrhythmusstörungen, ischämischen EKG-Veränderungen oder Myokardinfarkt führen.

Wenn der Patient atypische Symptome aufweist oder keine geeignete Diagnose für die Anwendung von Sumatriptan erhalten hat, sollten vor der Behandlung mit Sumatriptan zunächst schwerwiegende neurologische Erkrankungen (z. B. CVA, TIA) ausgeschlossen werden.

Nach der Anwendung von Sumatriptan kann es zu vorübergehenden Symptomen kommen, einschließlich Schmerzen und Engegefühl in der Brust, die intensiv sein und den Rachenraum einbeziehen können (siehe auch Abschnitt 4.8). Besteht der Verdacht, dass solche Symptome auf eine ischämische Herzerkrankung hindeuten, sollten keine weiteren Sumatriptan-Dosen angewendet werden, und es sollten entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden.

Sumatriptan darf Patienten mit Risikofaktoren für ischämische Herzerkrankungen, einschließlich starken Rauchern oder Personen, die eine Nikotinersatztherapie anwenden, nicht ohne vorherige kardiovaskuläre Untersuchung verschrieben werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei postmenopausalen Frauen und Männern über 40 mit diesen Risikofaktoren ist besondere Aufmerksamkeit geboten. In sehr seltenen Fällen sind bei Patienten ohne kardiovaskuläre Grunderkrankung schwere kardiale Ereignisse aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8).

Treten beim Patienten Symptome auf, die schwerwiegend oder anhaltend sind oder mit einer Angina pectoris übereinstimmen, sollten keine weiteren Dosen angewendet werden, bis geeignete Untersuchungen durchgeführt worden sind, um die Möglichkeit ischämischer Veränderungen auszuschließen.

Sumatriptan sollte mit Vorsicht bei Patienten mit leichter kontrollierter Hypertonie angewendet werden, da bei einer kleinen Anzahl von Patienten ein vorübergehender Anstieg des Blutdrucks und des peripheren Gefäßwiderstands beobachtet wurde (siehe Abschnitt 4.3).

Es gab seltene Berichte nach dem Inverkehrbringen, in denen Patienten mit Serotonin-Syndrom (einschließlich verändertem Geisteszustand, autonomer Instabilität und neuromuskulären Anomalien) nach der Anwendung eines selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers (SSRI) und Sumatriptan beschrieben wurden. Nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahmehemmern (SNRIs) wurde über ein Serotonin-Syndrom berichtet.

Wenn die gleichzeitige Anwendung von Sumatriptan mit SSRIs/SNRIs klinisch gerechtfertigt ist, wird eine angemessene Beobachtung des Patienten empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Sumatriptan sollte mit Vorsicht an Patienten angewendet werden, die unter Erkrankungen leiden, die die Resorption, den Stoffwechsel oder die Ausscheidung des Arzneimittels erheblich beeinträchtigen können, wie z. B. eine leichte oder mittelschwere Beeinträchtigung der Leberfunktion (Child-Pugh-Grad A oder B, siehe Abschnitt 5.2) oder der Nierenfunktion (siehe Abschnitt 5.2).

Sumatriptan sollte bei Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte oder anderen Risikofaktoren, die die Krampfanfallschwelle herabsetzen, mit Vorsicht angewendet werden, da über Krampfanfälle in Verbindung mit Sumatriptan berichtet wurde (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden kann es nach der Anwendung von Sumatriptan zu einer allergischen Reaktion kommen. Die Reaktionen können von einer Überempfindlichkeit der Haut bis hin zur Anaphylaxie reichen. Es gibt nur wenige Hinweise auf eine Kreuzallergie, doch ist bei der Anwendung von Sumatriptan bei diesen Patienten Vorsicht geboten.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten, können Nebenwirkungen häufiger auftreten (Hypericum perforatum).

Die langfristige Einnahme jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern. Wenn eine solche Situation eintritt oder vermutet wird, sollte ein Arzt aufgesucht und die Behandlung abgebrochen werden. Die Diagnose eines Kopfschmerzes durch Arzneimittel-übergebrauch ist bei Patienten zu vermuten, die trotz (oder wegen) der regelmäßigen Einnahme von Kopfschmerzmitteln häufig oder täglich Kopfschmerzen haben.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Spritze, d. h. es ist im Wesentlichen „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit Erenumab, Propranolol, Flunarizin, Pizotifen oder Alkohol gefunden.

Es liegen nur begrenzte Daten über Wechselwirkungen mit Arzneimitteln vor, die Ergotamin oder einen anderen Triptan-/5-HT1-Rezeptor-Agonisten enthalten. Das erhöhte Risiko eines koronaren Vasospasmus ist eine theoretische Möglichkeit und die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Der Zeitraum, der zwischen der Anwendung von Sumatriptan und Ergotamin-haltigen Arzneimitteln oder einem anderen Triptan-/5-HT1-Rezeptor-Agonisten verstreichen sollte, ist nicht bekannt. Er hängt auch von der Dosierung und der Art der angewendeten Arzneimittel ab. Die Auswirkungen können additiv sein. Es wird empfohlen, mit der Anwendung von Sumatriptan mindestens 24 Stunden nach der Anwendung von Arzneimitteln, die Ergotamin oder einen anderen Triptan-/5-HT1-Rezeptor-Agonisten enthalten, zu warten. Umgekehrt wird empfohlen, nach der Anwendung von Sumatriptan mindestens sechs Stunden zu warten, bevor ein Ergotamin-haltiges Arzneimittel angewendet wird, und mindestens 24 Stunden zu warten, bevor ein anderer Triptan-/5-HT1-Rezeptor-Agonist verabreicht wird.

Es kann zu einer Wechselwirkung zwischen Sumatriptan und Monoaminoxidase-Hemmern kommen und die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Es gab seltene Berichte nach dem Inverkehrbringen, in denen Patienten mit Serotonin-Syndrom (einschließlich verändertem Geisteszustand, autonomer Instabilität und neuromuskulären Anomalien) nach der Anwendung von SSRIs und Sumatriptan beschrieben wurden. Ein Serotonin-Syndrom wurde auch nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und SNRIs berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen nach dem Inverkehrbringen gesammelte Daten über die Anwendung von Sumatriptan während des ersten, zweiten und dritten Trimesters vor, die darauf hindeuten, dass das Risiko unerwünschter Ereignisse während der Schwangerschaft gering ist. Obwohl diese Daten ungenügende Informationen für das Ziehen endgültiger Schlussfolgerungen enthalten, deuten sie nicht auf ein erhöhtes Risiko für angeborene Fehlbildungen hin.

Die Auswertung von tierexperimentellen Studien ergab keine Hinweise auf direkte Teratogenität oder gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die peri- und postnatale Entwicklung. Allerdings könnte die embryofetale Lebensfähigkeit bei Kaninchen beeinträchtigt werden (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung von Sumatriptan sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für das ungeborene Kind übersteigt.

Stillzeit

Sumatriptan geht in die Muttermilch über, wobei die durchschnittliche relative Säuglingsdosis nach Verabreichung einer Einzeldosis von Sumatriptan < 4 % beträgt. Die Exposition von Säuglingen kann minimiert werden, indem 12 Stunden nach der Behandlung nicht gestillt wird; die in dieser Zeit abgepumpte Muttermilch sollte entsorgt werden.

Es gibt Berichte über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz nach der Anwendung von Sumatriptan bei stillenden Frauen (siehe Abschnitt 4.8). Die Schmerzen waren in der Regel vorübergehend und verschwanden innerhalb von 3 bis 12 Stunden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien über die Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, durchgeführt. Als Folge der Migräneattacke selbst oder der Behandlung mit Sumatriptan kann Schläfrigkeit auftreten. Dies kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Im Folgenden sind Nebenwirkungen nach Organsystemklassen und Häufigkeit aufgeführt.

Die Häufigkeit wird wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Einige der als Nebenwirkung gemeldeten Symptome können mit der Migräne selbst zusammenhängen.

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt:Überempfindlichkeitsreaktionen, die von Hautüberempfindlichkeit (wie Urtikaria)
bis hin zu seltenen Fällen von Anaphylaxie reichen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:Schwindel, Schläfrigkeit, Empfindungsstörungen einschließlich Parästhesie und Hypästhesie.
Nicht bekannt:

Krampfanfälle – obwohl einige davon bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Krampfanfällen oder gleichzeitigen Erkrankungen, die zu Krampfanfällen prädisponieren, aufgetreten sind, gibt es auch Berichte über Patienten, bei denen solche prädisponierenden Faktoren nicht vorhanden waren.

Tremor, Dystonie, Nystagmus, Skotom.

Augenerkrankungen

Nicht bekannt:Flimmern, Diplopie, verminderte Sehkraft. Sehstörungen einschließlich Berichten über bleibende Defekte. Sehstörungen können aber auch während eines Migräneanfalls selbst auftreten.

Herzerkrankungen

Nicht bekannt:Bradykardie, Tachykardie, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, vorübergehende ischämische EKG-Veränderungen, Koronararterien-Vasospasmus, Angina pectoris und Myokardinfarkt (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Gefäßerkrankungen

Häufig:Vorübergehender Anstieg des Blutdrucks kurz nach der Verabreichung; Hitzewallungen.
Nicht bekannt:Hypotonie, Raynaud-Phänomen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustkorbs und des Mediastinums

Häufig:Dyspnoe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:Übelkeit und Erbrechen bei einigen Patienten, aber es ist unklar, ob dies mit Sumatriptan oder dem zugrunde liegenden Zustand zusammenhängt.
Nicht bekannt:Durchfall, ischämische Kolitis, Dysphagie.

Skelett-, Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:Schweregefühle (in der Regel vorübergehend; können intensiv sein und jeden Teil des Körpers betreffen, einschließlich Brust und Hals). Myalgie.
Nicht bekannt:Arthralgie, Nackensteife.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig:Vorübergehende Schmerzen an der Injektionsstelle, Stechen/Brennen an der Injektionsstelle, Schwellungen, Rötungen, Blutergüsse und Blutungen sind ebenfalls berichtet worden.
Häufig:Schmerzen, Hitze- oder Kälteempfindungen, Engegefühl oder Druck (diese Ereignisse sind in der Regel vorübergehend und können intensiv sein und jeden Teil des Körpers, einschließlich Brust und Hals, betreffen). Schwächegefühle, Fatigue (beide Ereignisse sind in der Regel leicht bis mittelschwer und vorübergehend).
Nicht bekannt:Schmerz-Trauma aktiviert, Schmerz-Entzündung aktiviert, verzögertes Hämatom.

Untersuchungen

Sehr selten:Geringfügige Störungen der Leberfunktionstests sind gelegentlich beobachtet worden.

Psychiatrische Erkrankungen

Nicht bekannt:Angstzustände.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Nicht bekannt:Hyperhidrose.

Direkte Vergleiche liegen zwar nicht vor, aber Hitzewallungen, Parästhesien sowie Hitze-, Druck- und Schweregefühle können nach einer Sumatriptan-Injektion häufiger auftreten.

Umgekehrt scheinen Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit bei der subkutanen Verabreichung von Sumatriptan weniger häufig aufzutreten als bei der Verabreichung von Tabletten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es gibt einige Berichte über Überdosierungen mit Sumatriptan-Injektionen. Die Patienten wurden mit einer einzigen subkutanen Dosis von 12 mg Sumatriptan behandelt, ohne dass es zu nennenswerten Nebenwirkungen kam. Subkutan angewendete Dosen von mehr als 16 mg wurden mit keinen anderen als den genannten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

Für Einzeldosen von Sumatriptan bis zu 40 mg nasal, über 16 mg subkutan und 400 mg oral wurden keine anderen als die im entsprechenden Abschnitt genannten Nebenwirkungen festgestellt. Im Falle einer Überdosierung mit Sumatriptan sollte der Patient mindestens 10 Stunden lang beobachtet werden und, falls erforderlich, eine unterstützende Standardbehandlung erhalten.

Die Auswirkungen einer Hämodialyse oder Peritonealdialyse auf die Plasmaspiegel von Sumatriptan sind nicht bekannt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektive 5-HT1-Rezeptor-Agonisten, ATC-Code: N02CC01

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkung

Sumatriptan ist ein selektiver vaskulärer 5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonist, der hauptsächlich auf den Subtyp 5-HT1d wirkt. Der vaskuläre 5HT1d-Rezeptor ist vor allem in den kranialen Blutgefäßen zu finden und vermittelt eine Vasokonstriktion. In Tierversuchen schränkt Sumatriptan selektiv die Durchblutung der Karotisarterie ein, verändert aber nicht den zerebralen Blutfluss. Die Karotisarterie versorgt die extrakranialen und intrakranialen Gewebe, wie z. B. die Meningen, mit Blut, und es wird angenommen, dass die Dilatation und/oder Ödembildung in diesen Gefäßen der Migräne beim Menschen zugrunde liegt.

Darüber hinaus deuten experimentelle Belege aus Tierstudien darauf hin, dass Sumatriptan die Aktivität des Trigeminusnervs hemmt. Diese beiden Wirkungen (kraniale Vasokonstriktion und Hemmung der Aktivität des Trigeminusnervs) können zur Anti-Migräne-Wirkung von Sumatriptan beim Menschen beitragen.

Sumatriptan ist nach wie vor wirksam bei der Behandlung der menstruellen Migräne, d. h. der Migräne ohne Aura, die zwischen 3 Tagen vor und bis zu 5 Tagen nach Einsetzen der Menstruation auftritt.

Eine klinische Reaktion beginnt 10–15 Minuten nach einer subkutanen Injektion von 6 mg und etwa 30 Minuten nach Einnahme.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach subkutaner Anwendung hat Sumatriptan eine hohe mittlere Bioverfügbarkeit (96 %). Etwa 25 Minuten nach Anwendung einer subkutanen Dosis von 6 mg beträgt die maximale Plasmakonzentration im Durchschnitt 72 ng/ml.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung ist gering (14 bis 21 %) und das mittlere Verteilungsvolumen beträgt 170 Liter.

Biotransformation

Sumatriptan wird in erster Linie durch oxidativen Metabolismus ausgeschieden, der durch Monoaminoxidase A vermittelt wird. Das Indolessigsäure-Analogon gilt als der Hauptmetabolit von Sumatriptan. Dieser Metabolit hat keine bekannte 5HT1- oder 5HT2-Aktivität. Geringfügige Metaboliten wurden nicht identifiziert.

Ausscheidung

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 2 Stunden. Die mittlere Gesamtplasmaclearance beträgt etwa 1 160 ml/min und die mittlere renale Plasmaclearance etwa 260 ml/min. Die nicht-renale Clearance beträgt etwa 80 % der Gesamtclearance.

Das Indolessigsäure-Analogon von Sumatriptan wird als freie Säure oder als Glucuronid-Konjugat mit dem Urin ausgeschieden.

Besondere Patientenpopulationen:

Ältere Menschen (über 65 Jahre alt)

Die Kinetik bei älteren Menschen ist nicht ausreichend untersucht worden, um eine Aussage über mögliche Unterschiede in der Kinetik zwischen älteren und jungen Probanden treffen zu können.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Sumatriptan nach Einnahme (50 mg) und nach subkutaner Anwendung (6 mg) wurde bei 8 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung untersucht. Die Patienten wurden mit 8 gesunden Freiwilligen nach Geschlecht, Alter und Gewicht verglichen. Nach Einnahme war die Sumatriptan-Plasma-Exposition (AUC und Cmax) bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung im Vergleich zur Kontrollgruppe mit normaler Leberfunktion nahezu verdoppelt (Anstieg um etwa 80 %).

Nach subkutaner Anwendung wurden keine Unterschiede zwischen Patienten mit Leberfunktionsstörungen und gesunden Freiwilligen festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass eine leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung die präsystemische Clearance verringert und die Bioverfügbarkeit und Exposition gegenüber Sumatriptan im Vergleich zu gesunden Personen erhöht.

Die Pharmakokinetik von Sumatriptan bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen wurde nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Experimentelle Studien zur akuten und chronischen Toxizität zeigten keine Anzeichen von Toxizität innerhalb des humantherapeutischen Dosisbereichs. In einer Fruchtbarkeitsstudie an Ratten wurde die Exposition gegenüber Sumatriptan-Konzentrationen, die über der beim Menschen zulässigen Höchstmenge lagen, mit einer Verringerung des Befruchtungserfolgs in Verbindung gebracht. Bei Kaninchen wurde Embryo-Lethalität ohne ausgeprägte teratogene Defekte festgestellt.

Sumatriptan zeigte keine genotoxische und karzinogene Aktivität in in vitro-Systemen und Tierstudien.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht einfrieren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Fertigpen, bestehend aus einer 1-ml-Glasspritze mit gestochener Nadel und einem 1-ml-Spritzenkolben, mit 0,5-ml-Injektionslösung in einem Autoinjektor.

Jede Packung enthält 2, 6 oder 12 Fertigpens.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, die Packungsbeilage von Sumatriptan Holsten 6 mg/ 0,5 ml genau zu beachten, insbesondere im Hinblick auf die sichere Entsorgung des Fertigpens. Der Fertigpen kann eine Gefahr darstellen und sollte sicher und hygienisch entsorgt werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den örtlichen Vorschriften zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Holsten Pharma GmbH Hahnstraße 31-35

60528 Frankfurt am Main, Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER

7014171.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

06.09.2025

10. STAND DER INFORMATION

April 2026

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7014171.00.00 · ENR 7014171

Stand der Information laut Text: 04/2026

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Sumatriptan Holsten 6 mg/0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Sumatriptan 6 mg/0,5 ml
Darreichungsform Injektion
Art der Anwendung Subkutane Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke
Packungsgrößen 1 ml, 3 ml, 6 ml
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Nicht einfrieren; In Originalverpackung aufbewahren; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Lagerung und Transport: In Originalverpackung aufbewahren; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Nicht einfrieren
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. N Nervensystem
    1. N02 Analgetika
      1. N02C Migränemittel
        1. N02CC Selektive Serotonin-5HT1-Rezeptoragonisten
          1. N02CC01 Sumatriptan
Referenzarzneimittel Generikum von Imigran-Inject
Zulassung 7014171.00.00, seit 06.09.2025; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Holsten Pharma GmbH, 60528 Frankfurt am Main
Hersteller (Freigabe) Basic Pharma Manufacturing B.V. (BS 2), Basic Pharma Manufacturing B.V.
Frühere Namen Sumatriptan Basic Pharma 6 mg/ 0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen (ab 02.09.2025)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7014171), Datensatz vom 16.09.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.