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Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
24 mg
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten

1. Was sind Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten und wofür werden sie angewendet?

Betahistin, der in Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg enthaltene Wirkstoff, ist eine dem körpereigenen Botenstoff Histamin ähnliche Substanz.

Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg wird angewendet zur Behandlung des Menière'schen Symptomenkomplexes, dessen Symptome Schwindel (oft in Verbindung mit Übelkeit und/oder Erbrechen), Tinnitus und Hörverlust beinhalten können.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten beachten?

Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Betahistindihydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg einnehmen,

  • wenn Sie an Magen-Darm-Geschwüren leiden
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Lunge, die mit Atemnot einhergeht, leiden (Bronchialasthma)
  • wenn Sie an Nesselsucht, Hautausschlag oder Heuschnupfen leiden - die Symptome dieser

    Erkrankungen können sich bei Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg verschlechtern

  • wenn Sie an stark erniedrigtem Blutdruck leiden
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung von Allergien oder

    Erkältungskrankheiten, so genannte Antihistaminika, einnehmen (siehe auch Abschnitt „Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln").

Es liegen keine Daten von Patienten mit Leberinsuffizienz, Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und von älteren Menschen vor. Betahistin sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden, da nur unzureichende Daten bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg mit einem Antihistaminikum (Arzneimittel z. B. zur symptomatischen Behandlung von Allergien oder Erkältungskrankheiten) können sich die Wirkungen beider eingenommener Arzneimittel möglicherweise gegenseitig abschwächen. Wenn Sie gerade ein Antihistaminikum einnehmen, dann sollte dessen Dosierung über einen Zeitraum von 6 Tagen langsam vermindert werden, bevor Sie beginnen, Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg einzunehmen.

Einige Arzneimittel, die zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinsonkrankheit eingesetzt werden (z. B. Monoaminoxidase-Hemmer), können den Abbau von Betahistin verzögern.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg sollte nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden, sofern dies nicht von Ihrem Arzt empfohlen wurde.

Es ist nicht bekannt, ob Betahistin in die Muttermilch übertritt. In der Stillzeit sollte das Produkt daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Der Menièresche Symptomenkomplex kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. In speziellen klinischen Studien zur Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zeigte Betahistin keine oder vernachlässigbare Auswirkungen. Betahistin kann zu Schläfrigkeit führen. Dies kann Auswirkungen auf das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen haben.

3. Wie sind Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

2-mal täglich 1/2 - 1 Tablette Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg (entsprechend 24-48 mg Betahistindihydrochlorid).

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit während der Mahlzeiten oder nach den Mahlzeiten ein.

Über die Dauer der Anwendung von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg entscheidet der behandelnde Arzt. In der Regel handelt es sich um eine Langzeitbehandlung über mehrere Monate.

Wenn Sie eine größere Menge von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg eingenommen haben als Sie sollten, können auf Grund der Überdosierung die folgenden Symptome auftreten: Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Blutdruckabfall, beschleunigter Herzschlag, Atembeschwerden durch Verengung der Bronchien (Bronchialasthma) sowie Anschwellen der Schleimhäute der obe-ren Atemwege durch Wassereinlagerung (Quincke-Ödem).

Wenden Sie sich beim Auftreten solcher Erscheinungen sofort an einen Arzt, der dann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen bzw. veranlassen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg-Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Tablette einfach aus. Nehmen Sie die folgende Tablette zum nächsten Zeitpunkt ein, an dem Sie diese normalerweise einnehmen würden. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg abbrechen

Bitte brechen Sie die Behandlung mit Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Beenden Sie die Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg und informieren Sie sofort einen Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome (angioneurotisches Ödem) bemerken:

  • Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen
  • Schluckbeschwerden
  • Nesselsucht und Atembeschwerden.

Die Nebenwirkungen sind im Folgenden sortiert nach Häufigkeit aufgelistet.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • sich krank fühlen (Übelkeit)
  • Verdauungsstörung
  • Kopfschmerzen.

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Herzklopfen, Brustbeklemmungen
  • ein bestehendes Bronchialasthma kann sich verschlechtern
  • Würgereflex, Sodbrennen, Magendrücken und -schmerzen, Blähungen
  • Hitzegefühl.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Benommenheit
  • Erbrechen
  • allergische Reaktionen
  • kutane und subkutane Überempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere Hautausschlag und

    Juckreiz.

Besondere Hinweise

Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt nach entsprechenden Maßnahmen, falls eine der oben erwähnten Nebenwirkungen auftritt.

Magenunverträglichkeiten lassen sich in der Regel durch die Einnahme von Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg während oder nach den Mahlzeiten oder durch eine Verringerung der Dosis vermeiden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und jeder Durchdrückpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Betahistindihydrochlorid

Eine Tablette enthält 24 mg Betahistindihydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Povidon K 30, Citronensäure, Crospovidon, Talkum, Stearinsäure.

Wie Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremefarbene, runde, bikonvexe Tabletten mit der Prägung „J4“ auf der einen und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg ist in Durchdrückpackungen mit 20, 24, 30, 48, 50, 60, 96 und 100 Tabletten verpackt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HENNIG ARZNEIMITTEL GmbH & Co. KG

Liebigstraße 1-2

65439 Flörsheim am Main

Deutschland

Telefon: +49 (0) 61 45-508 0

Telefax: +49 (0) 61 45-508 140

E-Mail: info@hennig-am.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2025.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 95985.00.00 · ENR 2195985

Stand der Information laut Text: 12/2025

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Betahistindihydrochlorid Hennig 24 mg Tabletten

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Betahistindihydrochlorid 24 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile
Mannitol (Ph.Eur.), Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid, Povidon K30 und 4 weitere+

Mannitol (Ph.Eur.), Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid, Povidon K30, Citronensäure, Crospovidon, Talkum, Stearinsäure (Ph.Eur.)

Packungsgrößen 20 Stück, 24 Stück, 30 Stück, 48 Stück, 50 Stück, 60 Stück, 96 Stück, 100 Stück
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. N Nervensystem
    1. N07 Andere Mittel für das Nervensystem
      1. N07C Antivertiginosa
        1. N07CA Antivertiginosa
          1. N07CA01 Betahistin
Referenzarzneimittel Generikum von Vasomotal 24 mg
Zulassung 95985.00.00, seit 20.07.2016, verlängert 17.12.2020; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG, 65439 Flörsheim am Main
Hersteller (Freigabe) Hennig Arzneimittel GmbH & Co KG
PZN 15415824, 15415830, 15415818

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2195985), Datensatz vom 05.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.