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CONOXIA LO(2)X – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Freiverkäuflich
Stärke:
1 l
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - CONOXIA LO(2)X

1. Was ist CONOXIA LO2X und wofür wird es angewendet?

CONOXIA LO2X ist ein medizinisches Gas, das durch Kälteeinwirkung verflüssigt wurde. Nach Verdampfung ist es zur Inhalation oder zur Beatmung bestimmt.

CONOXIA LO2X wird angewendet zur Behandlung und Vorbeugung von Sauerstoffmangelzuständen (hypoxischen und hypoxämischen Zuständen).

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von CONOXIA LO2X beachten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von CONOXIA LO2X ist erforderlich,

  • wenn Sie eine chronische Erkrankung der Atemwege oder der Lungen mit Störungen der Lungenbelüftung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung, COPD) oder Atemstörungen haben, die eine niedrige Sauerstoffkonzentration (Hypoxie) als Atemstimulus benötigen. Sie haben durch diese Erkrankung eine geänderte Atemantriebskontrolle. Sauerstoff darf in diesem Fall nicht unkontrolliert zugeführt werden, da sich sonst eine lebensbedrohliche Situation entwickeln kann. In diesen Fällen ist eine genaue Überwachung durch den Arzt notwendig.
  • bei einem erhöhten Kohlendioxidspiegel im Blut, da dies in extremen Fällen zur Bewusstlosigkeit führen kann.
  • bei hohen Sauerstoffkonzentrationen in der Einatemluft oder dem eingeatmeten Gas, was zu einem Abfall der Stickstoffkonzentration und des Stickstoffdrucks im Gewebe und der Lunge führt. In der Folge können die Lungenbläschen kollabieren (Atelektasen), wodurch eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des arteriellen Blutes entsteht.

Jede länger dauernde Sauerstofftherapie muss regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Sauerstoff ist ein oxidierendes Produkt, das Feuer begünstigt, und fördert die Verbrennung von Substanzen einschließlich verschiedener Materialien, die normalerweise nicht an der Luft brennen. Daher besteht bei Sauerstoffanwendungen immer eine erhöhte Brandgefahr. In der Nähe von Ölen, Fetten, teerhaltigen Substanzen und vielen Kunststoffen besteht in Gegenwart von hoch konzentriertem Sauerstoff die Gefahr einer Selbstentzündung.

NICHT RAUCHEN (auch keine elektronischen Zigaretten) und keine offene Flamme in der Nähe dieses Arzneimittels einsetzen. CONOXIA LO2X fördert das Brennen von Zigaretten (oder Flammen), so dass für Raucher die Gefahr ernsthafter Verbrennungen im Gesicht besteht und auch die Kleidung Feuer fangen kann.

Der flüssige Sauerstoff im Behälter steht unter Druck (0–10 bar). Sauerstoff verflüssigt sich bei circa -183 °C. Bei so niedrigen Temperaturen besteht ein Verbrennungsrisiko. Bei der Handhabung von flüssigem Sauerstoff zur medizinischen Anwendung immer Handschuhe und Augenschutz tragen.

Siehe auch Anweisungen zur Anwendung von CONOXIA LO2X (Abschnitt 3, Wie ist CONOXIA LO2X anzuwenden?) und zur Lagerung von ortsfesten Cryo-Behältnissen (Abschnitt 5, Wie ist CONOXIA LO2X aufzubewahren?).

Kinder und Jugendliche

Bei Früh- und Neugeborenen kann eine zu hohe Sauerstoffbehandlung eine spezielle Augenveränderung (retrolentale Fibroplasie) verursachen. Durch die geeignete Wahl der Sauerstoffkonzentration, die durch den behandelnden Arzt festgelegt wird, kann das Risiko dieser Schädigungen verringert werden.

Anwendung von CONOXIA LO2X mit anderen Arzneimitteln

Die Verabreichung von Sauerstoff kann die Wirkungen oder Nebenwirkungen bestimmter Arzneimittel verringern oder verstärken. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach weiteren Informationen.

Die folgenden Arzneimittel können die unerwünschten Wirkungen von Sauerstoff auf die Lunge verstärken:

  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung z. B. Bleomycin, Cisplatin, Doxorubicin, oder Adriamycin.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzarrhythmien z. B. Amiodaron
  • Antibiotika z. B. Furadantin/Nitrofurantoin
  • Alkoholabschreckende Substanzen z.B. Disulfiram
  • Menadion (Arzneimittel zur Verringerung der Wirkungen von Antikoagulanzien)
  • Promazin, Chlorpromazin und Thioridazin (Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger Erkrankungen, die dazu führen, dass Patienten die Kontrolle über ihr Verhalten und ihre Handlungen verlieren [Psychose])
  • Chloroquin (Arzneimittel gegen Malaria)
  • Kortikosteroide (Hormone wie Kortisol, Hydrokortison, Prednisolon und andere)
  • Arzneimittel, die bestimmte Teile des Nervensystems stimulieren (Sympathikomimetika)

Eine Sauerstofftherapie kann möglicherweise weitere Wirkungen haben:

  • Bei vorher behandelter Lungenschädigung durch Sauerstoffradikale, zum Beispiel bei der Behandlung einer -Vergiftung mit dem Pflanzenschutzmittel Paraquat, kann Sauerstoff diese Lungenschäden verschlimmern möglicherweise mit tödlichen Folgen.
  • Die unerwünschten Wirkungen von Sauerstoff können bei Patienten, die unter einem Vitamin C-, Vitamin E- oder Glutathion-Mangel leiden, verstärkt werden.
  • Röntgenstrahlung kann die unerwünschten Wirkungen von Sauerstoff verstärken.
  • Die unerwünschten Wirkungen von Sauerstoff werden möglicherweise bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion verstärkt.

Kinder und Jugendliche

Es sind keine anderen Wechselwirkungen als die für Erwachsene beschriebenen bekannt.

Anwendung von CONOXIA LO2X zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Trinken Sie während der Sauerstofftherapie keinen Alkohol. Alkohol kann die Atmung hemmen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

CONOXIA LO2X kann bei bestimmungsgemäßem Gebrauch unter Kontrolle durch Ihren Arzt während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3. Wie ist CONOXIA LO2X anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung:

Die Durchführung einer Sauerstoffbehandlung wird individuell dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst. Generell ist die Sauerstoffzufuhr so niedrig wie möglich einzustellen. Die notwendige Sauerstoffmenge wird durch regelmäßige Kontrollen (z. B. Pulsoxymetrie und/oder Blutgasanalysen) bestimmt, die durch den Arzt vorgenommen bzw. im Krankenhaus eingeleitet werden. In der Regel werden mindestens 30 % Sauerstoff mit einer Flussrate zwischen 1 – 10 l/min verabreicht. Der Anteil des eingeatmeten Sauerstoffs darf nicht geringer als 21 % sein und kann bis auf 100 % erhöht werden.

Bei Patienten mit chronisch gestörter Atmung darf die Sauerstoffkonzentration 28 % nicht übersteigen, in einigen Fällen darf die Konzentration sogar 24 % nicht übersteigen. Die Flussrate sollte in diesen Fällen 0,5 – 2 l/min unter Berücksichtigung der Blutgaswerte betragen.

Im Fall einer gestörten Atmung aufgrund einer chronischen Verengung der Atemwege ist darauf zu achten, die Behandlung auf Basis der Blutgaswerte anzupassen. Sauerstoff sollte über einen Zeitraum von 15 – 24 Stunden pro Tag mit einer Flussrate zwischen 1 – 3l/min verabreicht werden.

In akuten Fällen wird Sauerstoff mit einer Flussrate von 0,5 – 15 l/min zugeführt, wobei die Flussrate unter Berücksichtigung der Blutgaswerte anzupassen ist.

Kinder und Jugendliche

Bei Neugeborenen sind zugeführte Sauerstoffkonzentrationen von mehr als 40 % zu vermeiden. Nur in absoluten Ausnahmefällen darf die Konzentration auf 100 % erhöht werden.

Art der Anwendung

CONOXIA LO2X ist nach Verdampfung zur Inhalation oder zur Beatmung bestimmt. Das medizinische Gas wird über eine Nasenbrille oder eine Maske eingeatmet oder bei künstlicher Beatmung über einen in die Luftröhre eingeführten Beatmungsschlauch (endotrachealen Tubus) zugeführt.

Es ist darauf zu achten, dass der Sauerstoff angefeuchtet und eventuell auch angewärmt wird, um Schleimhautreizungen zu vermeiden.

Bei der Inhalation wird Sauerstoff mit der eingeatmeten Luft verabreicht. Nicht verbrauchter Sauerstoff verlässt den Körper beim Ausatmen und vermischt sich mit der Umgebungsluft („Nicht-Rückatmungssystem“).

Ist eine selbständige Atmung nicht möglich, wird Ihnen der Sauerstoff durch eine künstliche Beatmung verabreicht. Während der Anästhesie werden spezielle Apparaturen mit Rückatmungs- oder Kreislaufsystemen verwendet, so dass die ausgeatmete Luft erneut eingeatmet wird („Rückatmungssystem“).

Sauerstoff wird in der Regel durch Inhalation zugeführt, kann aber auch über einen sogenannten Oxygenator direkt ins Blut abgegeben werden. Diese Art der Anwendung ist beispielsweise bei Herzoperationen erforderlich, wobei das Blut für die Anreicherung mit Sauerstoff außerhalb des Körpers umgeleitet werden muss.

NICHT RAUCHEN oder andere Personen in der Nähe eines CONOXIA LO2X-Behältnisses rauchen lassen.

KEINE ANWENDUNG von CONOXIA LO2X in der Nähe von offenem Feuer oder offenen Flammen, da Sauerstoff die Verbrennung stark fördert.

Dieses Arzneimittel darf nur für medizinische Zwecke verwendet werden.

Dieses Arzneimittel darf nur in Räumen mit guter Belüftung angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge CONOXIA LO2X angewendet haben, als Sie sollten:

Wenn Sie husten müssen oder schlechter Luft bekommen, kann dies ein Zeichen für zu hoch eingestellten Sauerstoff sein. Bitte überprüfen Sie die Einstellung der Sauerstoffzufuhr.

Sollte eine größere Sauerstoffmenge abgegeben oder versehentlich eingestellt worden sein als mit dem behandelnden Arzt abgesprochen, wenden Sie sich an den behandelnden Arzt und reduzieren Sie nach Rücksprache schrittweise die Sauerstoffkonzentration auf den ursprünglich gewählten Wert.

Die toxischen Wirkungen von Sauerstoff variieren in Abhängigkeit vom Druck des inhalierten Sauerstoffs und der Einwirkungsdauer.

Bei niedrigem Druck (0,5 bis 2,0 bar) treten diese Wirkungen eher im Bereich der Lunge auf als im Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark).

Die Symptome des Atemapparats umfassen Kurzatmigkeit (Hypoventilation), Husten und Schmerzen im Brustkorb. Zu den Symptomen des Zentralnervensystems gehören Übelkeit, Schwindel, Ängstlichkeit und Verwirrung bis hin zu Muskelkämpfen, Bewusstlosigkeit und epileptischen Anfällen.

Wenn Sie eine chronische Erkrankung der Atemwege oder der Lungen mit Störungen der Lungenbelüftung (chronisch obstruktive Lungenerkrankung, COLD) haben und zu viel Sauerstoff anwenden, kann es durch Ihre geänderte Atemantriebskontrolle zu einer flachen und verlangsamten Atmung (Atemdepression) kommen und in extremen Fällen zu einer lebensbedrohlichen CO2-Narkose.

Im Falle einer Sauerstoffvergiftung soll neben der Verringerung der Sauerstoffkonzentration auch eine Therapie eingeleitet werden, um die wichtigen physiologischen Funktionen aufrecht zu erhalten (z. B. Einleitung einer Atemunterstützung im Falle einer flachen und verlangsamten Atmung (Atemdepression).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der einfachen Inhalation über z. B. Nasensonden wird Sauerstoff nur in solchen Konzentrationen verabreicht, von denen keine Nebenwirkungen berichtet wurden (außer bei Früh- und Neugeborenen, siehe unten).

Folgende Nebenwirkungen können bei einer Behandlung mit CONOXIA LO2X auftreten:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Kollabierte Lungenabschnitte (Atelektasen)
  • Brustfellentzündungen (Pleuritis)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Augenveränderungen bei Früh- und Neugeborenen (retrolentale Fibroplasie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Barotrauma

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Atemnotsyndrom
  • Lungenfibrose
  • chronische Lungenveränderungen (Bronchopulmonale Dysplasie)
  • Hypoventilation
  • Brustschmerzen
  • Substernale Schmerzen, trockener Husten (Tracheobronchitis)
  • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (interstitielles Ödem)
  • Verschlechterung der Hyperkapnie bei Patienten mit chronischer Hypoxie/Hyperkapnie, die mit zu viel erhöhtem FiO2 behandelt wurden
  • Respiratorische Azidose
  • Atemstillstand
  • Verbrennungen
  • Leichte Reduktion von Puls und Herzminutenvolumen
  • Atemdepression
  • Schädigungen des zentralen Nervensystems
  • Krämpfe
  • Schleimhauttrockenheit, lokale Reizung und Schleimhautentzündung in Folge ungenügender Befeuchtung des Sauerstoffs vor der Anwendung

Schädigungen des zentralen Nervensystems

Das zentrale Nervensystem kann durch unerwünschte Wirkungen beeinträchtigt werden, die von Symptomen wie Übelkeit, Schwindel und Verwirrtheit bis hin zu Muskelkrämpfen, Bewusstlosigkeit und epileptischen Anfällen reichen können.

Respiratorische Azidose

Bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz, die eine niedrige Sauerstoffkonzentration (Hypoxie) als Atemstimulus benötigen, kann die Verabreichung von Sauerstoff zur weiteren Verschlechterung der Atmungseffizienz führen und dadurch eine Akkumulation von Kohlendioxid und einen Säureüberschuss im Körper (Azidose) verursachen.

Mögliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit künstlicher Beatmung, z. B. bei Narkosen

Wird 100 % Sauerstoff über 24 Stunden verabreicht, kann es zu Lungenveränderungen kommen, die zu Einschränkungen der Lungenfunktion führen können.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Bei Früh- und Neugeborenen kann die Verabreichung von Sauerstoff eine spezielle Augenveränderung (retrolentale Fibroplasie) verursachen (siehe oben) und zu Augenschädigungen, Missbildungen der Lungen, Blutungen in Herz, Gehirn oder Rückenmark sowie zu Entzündung von Magen und Darm (Gastroenteritis) mit lokalem Zelltod in einem Gewebe (Nekrose) und Perforationen führen.

Diese Nebenwirkungen können im Laufe der Zeit zurückgehen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist CONOXIA LO2X aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Die Haltbarkeit bzw. Gebrauchsdauer ist aus technischen Gründen begrenzt und richtet sich nach Größe und Typ des ortsfesten Cryo-Behältnisses. Die Qualität ist über die technisch beschränkte Gebrauchsdauer einer Charge (Tankfüllung) gewährleistet.

Es handelt sich um ein Fertigarzneimittel, dessen Qualität insbesondere durch den industriellen Herstellungsprozess bis hin zu den ortsfest z. B. beim Verbraucher, etwa den Krankenhäusern, installierten Behältnissen für kälteverflüssigte Gase sowie durch deren ordnungsgemäßen Betrieb gewährleistet ist. Der Umgang mit kälteverflüssigtem Sauerstoff erfordert zudem besondere Vorsicht - auf die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen zum Umgang mit Sauerstoff bzw. kälteverflüssigten Gasen wird hingewiesen. Der Zugang zu den ortsfesten Cryo-Behältnissen ist daher nur autorisiertem Personal zu gewähren.

CONOXIA LO2X ist ein medizinisches Gas in kälteverflüssigtem Zustand, das erst nach Verdampfung (Überführung in den gasförmigen Zustand) zur Inhalation oder zur Beatmung verwendet werden darf.

Besonders folgende Aspekte sind zu beachten:

Sauerstoff unterstützt die Verbrennung kräftig, daher sind brennbare Stoffe von den ortsfesten Behältnissen für kälteverflüssigte Gase fernzuhalten! Bei sauerstoffdurchsetzter Kleidung besteht erhöhte Unfallgefahr! Anreicherung von Sauerstoff in geschlossenen Räumen erhöht die Brandgefahr; es gilt Rauch- und Feuerverbot, mögliche Zündquellen sind zu beseitigen. Die Räume müssen intensiv gelüftet werden.

Im Falle eines Feuers evakuieren Sie den Bereich sofort.

Kälteverflüssigter Sauerstoff kann bei unsachgemäßer Entnahme Erfrierungen bzw. Kaltverbrennungen verursachen; insbesondere die Augen können durch Spritzer geschädigt werden. Aus diesem Grund muss geeignete Schutzkleidung getragen werden (Handschuhe, Schutzbrille, nicht enganliegende Kleidung und über die Schuhe fallende Hosen). Bei Kontakt von kälteverflüssigtem Sauerstoff mit der Haut oder mit den Augen müssen diese Bereiche sofort mit großen Mengen kaltem Wasser oder kalten Kompressen behandelt werden; bei derartigen Verletzungen ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Es sind nur für Sauerstoff zugelassene Armaturen zu verwenden; diese sind ordnungsgemäß anzuschließen. Alle Armaturen, nachgeschalteten Leitungen und Geräte müssen öl- und fettfrei sein!

Eine Reinigung der Behältnisse mit brennbaren Produkten, insbesondere mit ölbasierten Materialien, darf nicht erfolgen. Prüfen Sie im Zweifelsfall die Sauerstoffkompatibilität.

Ein Rückströmen oder das Eindringen von Wasser (Feuchtigkeit) in die ortsfesten Behältnisse für kälteverflüssigte Gase ist zu verhindern.

Weitere, detaillierte Anweisungen zum Umgang mit den Behältnissen können der entsprechenden Gebrauchsanweisung entnommen werden.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was CONOXIA LO2X enthält

Der Wirkstoff ist Sauerstoff.

1,00 L medizinisches Gas enthält als arzneilich wirksamen Bestandteil: Sauerstoff 1,00 L

Das Arzneimittel enthält keine sonstigen Bestandteile.

Wie CONOXIA LO2X aussieht und Inhalt der Packung

CONOXIA LO2X ist eine klare, hellblaue, sehr kalte Flüssigkeit, die in ortsfesten, doppelt ummantelten und isolierten Edelstahlbehältnissen für kälteverflüssigte Gase zur Verfügung steht. Unter normalen Umgebungsbedingungen verdampft die Flüssigkeit schnell und es entsteht ein farb- und geruchloses Gas.

Folgende Packungsgrößen der ortsfesten Behältnisse für kälteverflüssigte Gase sind erhältlich:

mehr alsbis zu
1.500 L
1.500 L2.000 L
2.000 L3.300 L
3.300 L4.700 L
4.700 L6.200 L
6.200 L7.000 L
7.000 L12.000 L
12.000 L20.000 L
20.000 L26.500 L
26.500 L31.000 L
31.000 L41.000 L
41.000 L49.000 L
49.000 L50.000 L
50.000 L60.000 L
Inhaltsangaben bezogen auf kälteverflüssigten Sauerstoff bei -183 °C

Umrechnungszahlen für Sauerstoff

gasförmig [m³] (15 °C, 1,013 bar)flüssig [L] (-183 °C, 1,013 bar)Masse [kg]
11,1721,337
0,85311,141
0,7480,8761

Pharmazeutischer Unternehmer

Linde GmbH

Seitnerstraße 70

82049 Pullach

Deutschland

E-Mail: medgas@linde.com

Hersteller

Linde GmbH

Seitnerstraße 70

82049 Pullach

Deutschland

Telefon +49 89 7446-0

Fax +49 89 7446-1144

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2026.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6471084.00.00 · ENR 1471084

Stand der Information laut Text: 03/2026

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu CONOXIA LO(2)X

Rezeptpflicht
Freiverkäuflich?
  • Das Arzneimittel darf auch außerhalb von Apotheken verkauft werden, zum Beispiel in Drogerien.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: freiverkäuflich gemäß § 45 AMG.
Wirkstoff Sauerstoff 1 l
Darreichungsform Inhalation
Art der Anwendung Zur Inhalation; Zur künstlichen Zufuhr in die Lunge
Packungsgrößen 1500 l, 2000 l, 3300 l, 4700 l, 6200 l, 7000 l, 12000 l, 20000 l, 26500 l, 31000 l, 41000 l, 49000 l, 50000 l, 60000 l
Lagerung In Originalverpackung aufbewahren
ATC-Klassifikation
  1. V Varia
    1. V03 Alle übrigen therapeutischen Mittel
      1. V03A Alle übrigen therapeutischen Mittel
        1. V03AN Medizinische Gase
          1. V03AN01 Sauerstoff
Zulassung 6471084.00.00, seit 28.12.2005; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Linde GmbH, 82049 Pullach i. Isartal
Hersteller (Freigabe) Linde GmbH Gases Division Zweigniederlassung, Linde AG (BS 2) Geschäftsbereich Linde Gas
Frühere Namen Medizinischer Sauerstoff O(2) (ab 01.01.1978), Medizinischer Sauerstoff O(2), Gas, kälteverflüssigt, ortsfest (ab 22.12.2005)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 1471084), Datensatz vom 16.04.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.