Fachinformation - Flucloxacillin Panpharma 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Flucloxacillin Panpharma 500 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Flucloxacillin, entsprechend 544 mg Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natrium 1,10 mmol/Durchstechflasche.
Dieses Arzneimittel enthält ca. 25,5 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 1,28 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.
Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat wird als weißes oder beinahe weißes Pulver bereitgestellt.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Flucloxacillin Panpharma ist indiziert zur Behandlung der folgenden Infektionen, die durch
Betalactamase-produzierende Staphylokokken oder andere empfindliche Gram-positive
Organismen, wie Streptokokken, verursacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1):
Infektionen der Haut und des Weichgewebes, wie Abszesse, Zellulitis, infizierte
Verbrennungen, Impetigo
- Infektionen der oberen Atemwege, wie Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis
- Infektionen der unteren Atemwege, wie Pneumonie, Bronchopneumonie, Lungenabszess
- Infektionen der Knochen und Gelenke, wie Osteomyelitis und Arthritis
- Endokarditis
- Prophylaxe in der kardiovaskulären Chirurgie (Klappenprothesen, Arterienprothese) und in der orthopädischen Chirurgie (Arthroplastik, Osteosynthese, Arthrotomie)
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sind zu berücksichtigen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Dosierung ist abhängig vom Alter, Gewicht und der Nierenfunktion des Patienten sowie von Schweregrad und Art der Infektion.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Tägliche Gesamtdosis von 1 g bis 4 g, verabreicht in drei bis vier Teildosen als i.v. oder i.m.
Injektion.
Bei schweren Infektionen: Bis zu 8 g pro Tag, verabreicht in vier Infusionen (über 20 bis 30 min). Eine einzelne Bolusinjektion oder -infusion darf 2 g nicht überschreiten.
Die maximale Tagesdosis darf 12 g nicht überschreiten.
In der chirurgischen Prophylaxe: 2 g i.v. (Bolus oder Infusion) nach Einleitung der Narkose; bei vaskulären oder orthopädischen Eingriffen alle 6 Stunden für 24 Stunden und bei
herzchirurgischen oder koronarchirurgischen Eingriffen für 48 Stunden zu wiederholen.
Methicillin-empfindliche Staphylococcus aureus Endokarditis: 2 g Flucloxacillin alle 6 Stunden, bei Patienten die > 85 kg wiegen auf 2 g alle 4 Stunden erhöhen.
Kinder und Jugendliche
Kinder unter 12 Jahren
Bei leichten- bis mittelschweren Infektionen: 25 bis 50 mg/kg/24 Stunden, verabreicht in 3 bis 4 gleich großen Teildosen als i.m. oder i.v. Injektion.
Bei schweren Infektionen: bis zu 100 mg/kg/24 Stunden in 3 bis 4 Teildosen. Eine einzelne
Bolusinjektion oder Infusion darf 33 mg/kg nicht überschreiten.
Methicillin-empfindliche Staphylococcus aureus Endokarditis: 200 mg/kg/24h Flucloxacillin in 3 bis 4 Teildosen.
Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
Wegen der möglichen Induktion eines Kernikterus darf Flucloxacillin bei Frühgeborenen und Neugeborenen, nur nach strenger, Nutzen/Risiko-Abwägung verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Frühgeborene und Neugeborene sowie Säuglinge werden im Allgemeinen mit 25 mg bis 50 mg/kg/24 Stunden, aufgeteilt in 3 bis 4 gleiche Teildosen, behandelt. Die tägliche Dosis kann auf maximal 100 mg/kg/24 Stunden erhöht werden.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die Ausscheidung von Flucloxacillin verlangsamt. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist eine Dosisreduktion oder eine Verlängerung des Dosisintervalls in Betracht zu ziehen. Die maximale empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 1 g alle 8 bis 12 Stunden (bei anurischen Patienten beträgt die maximale Dosis 1 g alle 12 Stunden).
Flucloxacillin Panpharma wird durch Dialyse nicht signifikant entfernt. Daher brauchen weder während noch am Ende der Dialysebehandlung zusätzliche Dosen verabreicht werden.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisreduktion erforderlich.
Intrapleural und intraartikulär
Die übliche Dosis beträgt 250 mg bis 500 mg einmal täglich.
Art der Anwendung
Eine parenterale Therapie ist angezeigt, wenn die orale Therapie nicht durchführbar ist oder als ungeeignet erachtet wird, wie z. B. bei schwerer Diarrhoe oder Erbrechen und, insbesondere bei dringender Behandlung schwerer Infektionen.
Art der Verabreichung für Flucloxacillin Panpharma 500 mg, Pulver zur Herstellung einer Injektions- /Infusionslösung: intramuskulär, intravenös, intrapleural und intraartikulär
Die intravenöse Injektion/Infusion ist langsam durchzuführen.
Hinweise zur Zubereitung der Lösung siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Flucloxacillin darf Patienten mit anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen
Beta-Lactam-Antibiotika (z. B. Penicilline, Cephalosporine) nicht verabreicht werden.
- Flucloxacillin ist kontraindiziert bei Patienten mit einem früheren Flucloxacillin-assoziierten Gelbsucht/Leberfunktionsstörung in der Vorgeschichte.
- Flucloxacillin ist nicht geeignet zur Anwendung am Auge oder zur subkonjunktivalen Anwendung.
- Flucloxacillin ist nicht angezeigt zur intrathekalen Injektion.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Vor Beginn der Therapie mit Flucloxacillin muss eingehend nach früheren
Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Beta-Lactame befragt werden. Kreuzallergien zwischen
Penicillinen und Cephalosporinen sind hinreichend dokumentiert.
Schwerwiegende und gelegentlich fatal verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen
(Anaphylaxie) wurden bei Patienten berichtet, die Beta-Lactam-Antibiotika erhalten hatten.
Obwohl Anaphylaxie häufiger nach parenteraler Gabe vorkommt, ist sie auch unter oraler
Therapie aufgetreten. Diese Reaktionen treten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bei Personen mit anamnestisch bekannter Beta-Lactam Überempfindlichkeit auf. Falls es zu einer allergischen
Reaktion kommt, ist Flucloxacillin sofort abzusetzen und eine geeignete Therapie einzuleiten.
Bei schweren anaphylaktoiden Reaktionen kann eine sofortige Notfallbehandlung mit Adrenalin notwendig sein. Auch Sauerstoff, i.v. Steroide und die Sicherung der Atemwege (unter
Umständen Intubation) können erforderlich werden.
Das Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems, das mit Pustelbildung verbunden ist, bei Behandlungsbeginn kann ein Symptom eines akuten generalisierten pustulösen Exanthems
(AGEP) sein (siehe Abschnitt 4.8). Wird ein AGEP diagnostiziert, ist Flucloxacillin abzusetzen und jede weitere Verabreichung von Flucloxacillin ist kontraindiziert.
Flucloxacillin ist mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Zeichen einer
Leberfunktionsstörung, bei Patienten > 50 Jahren und bei Patienten mit schweren
Grunderkrankungen. Bei diesen Patienten können die hepatischen Ereignisse schwerwiegend sein und in extrem seltenen Fällen wurden Todesfälle berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Flucloxacillin-Lösungen die mit Lokalanästhetika (Lidocain) rekonstituiert wurden, dürfen nicht intravenös verabreicht werden (siehe Abschnitt 6.6).
Bei Niereninsuffizienz ist die Dosis anzupassen (siehe Abschnitt 4.2).
Besondere Vorsicht ist bei Neugeborenen unerlässlich wegen der Gefahr einer Hyperbilirubinämie. Studien haben gezeigt, dass Flucloxacillin bei hoher Dosierung nach parenteraler Gabe Bilirubin aus seiner Plasmaproteinbindung verdrängen und somit bei ikterischen Neugeborenen einen Kernikterus begünstigen kann. Außerdem ist bei Neugeborenen besonders darauf zu achten, dass es aufgrund der langsameren renalen Ausscheidung zu hohen Flucloxacillin-Serumspiegeln kommen kann.
Bei länger dauernder Behandlung (z. B. bei Osteomyelitis, Endokarditis) wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes und der Leber- und Nierenfunktion empfohlen.
Bei der Anwendung von Antibiotika kann eine pseudomembranöse Kolitis auftreten. Beim Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis ist die Behandlung mit Flucloxacillin abzubrechen und eine geeignete Therapie, wie z. B. mit Vancomycin oral, ist einzuleiten.
Bei längerer Anwendung kann es gelegentlich zu einer Überwucherung mit unempfindlichen Organismen kommen.
Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol verabreicht wird wegen eines erhöhten Risikos einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA). Insbesondere Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis oder Mangelernährung haben ein hohes Risiko für HAGMA, vor allem, wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet werden.
Nach gleichzeitiger Verabreichung von Flucloxacillin und Paracetamol wird eine engmaschige
Überwachung empfohlen, um das Auftreten von Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, als
HAGMA bezeichnet, festzustellen, einschließlich der Untersuchungen auf 5-Oxoprolin im Urin.
Wenn Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter eingenommen wird, ist es ratsam sicherzustellen, dass keine Zeichen von HAGMA vorliegen, da die Möglichkeit besteht, dass
Flucloxacillin das klinische Bild von HAGMA aufrechterhält (siehe Abschnitt 4.5).
Besondere Vorsicht ist geboten im Hinblick auf medikamenteninduzierte Leberschädigung bei
Patienten mit HLA-B*5701 Haplotyp; tatsächlich treten diese Erkrankungen bei HIV-infizierten
Patienten gerade vermehrt auf, die auch ein erhöhtes Risiko einer Flucloxacillin-Exposition aufweisen (siehe Abschnitt 5.1).
Bei Verwendung von Flucloxacillin, besonders in hohen Dosierungen, kann eine (potenziell lebensbedrohliche) Hypokaliämie auftreten. Eine durch Flucloxacillin hervorgerufene
Hypokaliämie kann gegen eine Kaliumsupplementierung resistent sein. Während der
Behandlung mit höheren Dosierungen von Flucloxacillin werden regelmäßige Messungen des
Kaliumspiegels empfohlen. Dieses Risiko sollte ebenfalls beachtet werden, wenn Flucloxacillin mit Hypokaliämieinduzierenden Diuretika kombiniert wird oder wenn weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hypokaliämie (z. B. Mangelernährung, Dysfunktion der
Nierenkanälchen) vorhanden sind.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Probenecid, Phenylbutazon, Oxyphenbutazon, Acetylsalicylsäure, Indometacin und
Sulfinpyrazon verringern die renal-tubuläre Sekretion von Flucloxacillin. Die gleichzeitige
Anwendung von Probenecid verzögert die renale Ausscheidung von Flucloxacillin.
Bakteriostatische Wirkstoffe (Chloramphenicol, Erthromycin und Tetrazykline) können die bakterizide Wirkung von Flucloxacillin beeinträchtigen.
Methotrexat; mit Flucloxacillin kann es zu einer verringerten Ausscheidung kommen (erhöhtes
Risiko für Toxizität).
Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, da die gleichzeitige Einnahme mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke in
Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt
4.4).
Flucloxacillin kann das Ergebnis des Guthrie-Tests (falsch positiv) beeinflussen. Blutproben sind daher vor der Anwendung von Flucloxacillin zu entnehmen.
Penicilline können zu falsch positiven Ergebnissen beim direkten Antiglobulin Test (Coombs), falsch erhöhten Glucosewerten im Urin mit dem Kupfer-Sulfat Test und zu falsch erhöhten
Proteinwerten im Urin führen, enzymatische Glucose-Tests (z. B. Clinistix) und Bromophenol
Blue-Tests (z. B. Multistix oder Albustix) sind jedoch nicht betroffen.
Es wurde berichtet, dass Flucloxacillin (CYP450-Induktor) die Plasmakonzentrationen von Voriconazol signifikant senkt. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Flucloxacillin und Voriconazol nicht vermieden werden kann, ist auf einen potenziellen Verlust der Voriconazol-Wirksamkeit zu achten (z. B. durch therapeutisches Drug Monitoring); eine Erhöhung der Voriconazol-Dosis kann erforderlich sein.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Über die Anwendung von Flucloxacillin in der Schwangerschaft beim Menschen liegen nur begrenzt Informationen vor. Tierstudien mit Flucloxacillin ließen keine teratogenen Wirkungen erkennen. Flucloxacillin darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die potenziellen Vorteile die mit der Therapie verbundenen Risiken überwiegen.
Stillzeit
Während der Stillzeit kann Flucloxacillin angewendet werden. Es können Spuren von
Penicillinen in der Muttermilch nachgewiesen werden, wodurch es zu
Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. arzneimittelbedingter Ausschlag) oder zu akuten
Veränderungen in der Darmflora mit daraus resultierender Diarrhoe beim Säugling kommen kann.
Fertilität
Es gibt keine Daten zur Fertilität beim Menschen. Verfügbare Daten aus Tierversuchen weisen auf kein identifizierbares Risiko.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nicht zutreffend.
4.8 Nebenwirkungen
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: (>1/10)
Häufig: (>1/100, < 1/10)
Gelegentlich: (>1/1.000, < 1/100)
Selten: (>1/10.000, < 1/1.000)
Sehr selten: (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Sofern nicht anders angegeben, stammen die Häufigkeitsangaben der Nebenwirkungen aus Berichten aus mehr als 30 Jahren seit der Markteinführung
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|---|
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr selten | Neutropenie, Agranulozytose, Granulozytopenie, allergisch bedingte Leukopenie mit Eosinophilie, Anämie, Thrombocytopenie1 , hämolytische Anämie |
| Erkrankungen des Immunsystems | Sehr selten | Anaphylaktischer Schock (bei oraler Anwendung nur im Ausnahmefall) (siehe Abschnitt 4.4), Angioödem2 |
| Stoffwechsel und Ernährungsstörungen | Sehr selten | metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke9 |
| Nicht bekannt | Hypokaliämie | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Sehr selten | Bei Patienten mit Nierenversagen können nach i.v. Injektion hoher Dosen neurologische Störungen mit Krämpfen auftreten. |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Geringfügige gastrointestinale Störungen 3 |
| Sehr selten | Pseudomembranöse Kolitis4 | |
| Leber- und Gallenerkrankungen | Sehr selten | Hepatitis, cholestatischer Ikterus (siehe Abschnitt 4.4)5. Veränderte Leberfunktionswerte bei Labortests6 |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Gelegentlich | Auschlag, Urticaria, Purpura |
| Sehr selten | Erythema multiforme, Stevens-Johnson - Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse | |
| Nicht bekannt | akute generalisierte exanthem -atische Pustulose (siehe Abschnitt 4.4) |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Sehr selten | Arthralgie7 , Myalgie |
|---|---|---|
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Sehr selten | Interstitielle Nephritis8 |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr selten | Manchmal entwickelt sich Fieber mehr als 48 Stunden nach Beginn der Behandlung |
| Nicht bekannt | Phlebitis |
1 Diese Nebenwirkungen sind nach Beendigung der Behandlung reversibel.
2 Beim Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion ist die Behandlung abzubrechen.
3 Die Inzidenz dieser unerwünschten Ereignisse (UE) wurde aus klinischen Studien abgeleitet, die insgesamt etwa 929 mit Flucloxacillin behandelte erwachsene und pädiatrische Patienten umfassten.
4 Beim Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis ist die Behandlung mit Flucloxacillin abzubrechen und eine geeignete Therapie (z. B. Vancomycin oral) ist einzuleiten.
5 Hepatitis und cholestatischer Ikterus können verzögert bis zu 2 Monate nach Behandlungsende auftreten. In einigen Fällen war der Verlauf langwierig und zog sich über mehrere Monate hin. Hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, sehr selten wurde über Todesfälle berichtet. Die meisten dieser Todesfälle betrafen Patienten > 50 Jahren und Patienten mit schweren Grunderkrankungen. Es gibt Hinweise, dass das Risiko einer Flucloxacillin-induzierten Leberschädigung bei Menschen, die das HLA-B*5701-Allel tragen, erhöht ist. Trotz dieses starken Zusammenhangs entwickelt nur 1 von 500–1.000 Trägern eine Leberschädigung. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, nach einem positiven Ergebnis beim HLA-B*5701-Allel-Test eine Leberschädigung zu entwickeln, sehr niedrig (0,12 %); ein Routine-Screening für dieses Allel wird deshalb nicht empfohlen.
6 Nach Beendigung der Behandlung reversibel.
7 Entwickelt sich manchmal mehr als 48 Stunden nach Beginn der Behandlung.
8 Dies ist nach Beendigung der Behandlung reversibel.
9 Erfahrung nach der Markteinführung: Sehr seltene Fälle einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, bei gleichzeitiger Anwendung von Flucloxacillin und Paracetamol, besonders bei Vorliegen von Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Gastrointestinale Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten, welche zu Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt führen können und symptomatisch zu behandeln sind.
Bei neurologischen Störungen mit Krämpfen ist eine symptomatische Behandlung erforderlich
(Rehydratation und Diazepam).
Flucloxacillin wird durch Hämodialyse nicht aus dem Blutkreislauf entfernt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Beta-Lactamase-resistente Penicilline, ATC-Code: J01CF05
Flucloxacillin ist ein halbsynthetisches Penicillin (Beta-Lactam-Antibiotikum;
Isoxazolylpenicillin) mit einem engen Wirkspektrum, das vorwiegend Gram-positive
Organismen, einschließlich BetaLactamase produzierender Stämme, umfasst.
Wirkmechanismus
Flucloxacillin hemmt eines oder mehrere Enzyme (oft als Penicillin bindende Proteine, PBP, bezeichnet) bei der Biosynthese des bakteriellen Peptidoglykans, das ein wesentlicher
Strukturbestandteil der bakteriellen Zellwand ist. Die Hemmung der Peptidoglykansynthese führt zur Schwächung der Zellwand, worauf in der Regel Zelllyse und Zelltod folgen
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Die Zeit über der minimalen Hemmkonzentration (T > MHK), wird als entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von Flucloxacillin angesehen.
Resistenzmechanismus
Resistenz gegen Isoxazolylpenicilline (sog. Methicillinresistenz) wird dadurch verursacht, dass die Bakterien ein verändertes Penicillin-bindendes Protein bilden. Eine Kreuzresistenz kann innerhalb der Beta-Lactam-Gruppe mit anderen Penicillinen und Cephalosporinen auftreten. Methicillinresistente Staphylokokken sind im Allgemeinen auch gegen andere Beta-Lactam-Antibiotika wenig empfindlich.
Antimikrobielle Wirkung
Flucloxacillin ist gegen β-Lactamase-positive und -negative Stämme von Staphylococcus aureus sowie andere aerobe Gram-positive Kokken mit Ausnahme von Enterococcus faecalis wirksam. Gram-negative Stäbchen oder Anaerobier sind mäßig bis vollständig resistent. Enterobakterien sowie Methicillinresistente Staphylokokken sind vollständig resistent gegen Flucloxacillin.
Grenzwerte EUCAST Grenzwerte, V12.0 gültig seit 01.01.2022 wie folgt:
| Penicillin | MHK (mg/l) | |
|---|---|---|
| S ≤ | R ≥ | |
| Staphylococcus spp. | Anmerkung 1) 2) | Anmerkung 1) 2) |
| Streptococcus spp.(Gruppen A, C und G) | Anmerkung I*) | Anmerkung I*) |
| 1)Die meisten Staphylokokken sind Penicillinase-Produzenten und einige sind Methicillin-resistent. Beide Mechanismen machen sie resistent gegen Benzylpenicillin, Phenoxymethylpenicillin, Ampicillin, Amoxicillin, Piperacillin und Ticarcillin. Staphylokokken, die für Benzylpenicillin und Cefoxitin empfindlich sind, können für alle Penicilline als empfindlich gemeldet werden. Staphylokokken, die gegenüber Benzylpenicillin resistent, aber gegenüber Cefoxitin empfindlich sind, sind empfindlich gegenüber β-Laktamase-Inhibitorkombinationen, die Isoxazolylpenicilline (Oxacillin, Cloxacillin, Dicloxacillin und Flucloxacillin) und Nafcillin. Bei oral verabreichten Wirkstoffen ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Exposition am Ort der Infektion erreicht wird. Staphylokokken, die gegen Cefoxitin resistent sind, sind gegen alle Penicilline resistent. | ||
2/. Die meisten Staphylokokken produzieren Penicillinase und einige sind Methicillin-resistent. Beide Mechanismen machen sie resistent gegen Benzylpenicillin, Phenoxymethylpenicillin, Ampicillin, Amoxicillin, Piperacillin und Ticarcillin. Keine derzeit verfügbare Methode kann die Penicillinase-Produktion in allen Staphylokokken-Spezies zuverlässig nachweisen, aber eine Methicillin-Resistenz kann mit Cefoxitin wie beschrieben nachgewiesen werden. 1*) Die Empfindlichkeit der Streptokokkengruppen A, B, C und G gegenüber Penicillinen wird aus der Benzylpenicillin-Empfindlichkeit abgeleitet, mit Ausnahme von Phenoxymethylpenicillin und Isoxazolylpenicillinen für die Streptokokken der Gruppe B. |
|---|
Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland
Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Flucloxacillin in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Flucloxacillin anzustreben.
Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: April 2021):
| Üblicherweise empfindliche Spezies |
|---|
| Aerobe Gram-positive Mikroorganismen |
| Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel) |
| Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können |
| Aerobe Gram-positive Mikroorganismen |
| Staphylococcus aureus ∋ |
| Staphylococcus epidermidis + |
| Staphylococcus haemolyticus + |
| Staphylococcus hominis + |
| Von Natur aus resistente Spezies |
| Aerobe Gram-positive Mikroorganismen |
| Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent) |
+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50 %.
∋ Im ambulanten Bereich liegt die Resistenzrate bei < 10 %.
Risiko einer Leberschädigung
Es gibt Hinweise darauf, dass das Risiko einer Flucloxacillin-induzierten Leberschädigung bei Patienten mit dem HLA-B*5701-Allel erhöht ist. Trotz dieser starken Assoziation wird nur 1 von 500-1.000 Trägern eine Leberschädigung entwickeln. Folglich ist der positive Vorhersagewert der Untersuchung des HLA-B*5701-Allels auf eine Leberschädigung sehr gering (0,12 %), und ein Routinescreening auf dieses Allel wird nicht empfohlen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach intramuskulärer Verabreichung von 500 mg Flucloxacillin werden maximale Plasmakonzentrationen von 16µg/ml nach 30 Minuten erreicht. Nach einer 20-minütigen Infusion von 2 g Flucloxacillin werden Plasmakonzentrationen von ca. 244 µg/ml ±34,7 µg/ml
15 Minuten nach Beginn der Infusion erreicht. Maximale Plasmakonzentrationen sind abhängig von Infusionsdauer und -rate.
Verteilung
Proteinbindung: Die Serumproteinbindung liegt bei 95 %. Flucloxacillin diffundiert gut in die meisten Gewebe. Passage der Blut-Hirn-Schranke: Bei Probanden ohne meningeale Entzündung diffundiert Flucloxacillin nur zu einem geringen Anteil in den Liquor.
Übergang in die Muttermilch: Flucloxacillin wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden.
Biotransformation
Bei gesunden Probanden werden ca. 10 % der Flucloxacillin-Dosis zu Penicilloinsäure metabolisiert. Die Eliminationshalbwertszeit liegt in der Größenordnung von 53 Minuten.
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Nieren. 65 % einer oral verabreichten Dosis werden innerhalb von 8 Stunden in der unveränderten, aktiven Form im Urin ausgeschieden. Ein kleiner Teil der Dosis wird über die Galle ausgeschieden. Bei hochgradig niereninsuffizienten Patienten verläuft die Ausscheidung von Flucloxacillin verlangsamt.
Neugeborene und Säuglinge
Die Clearance von Flucloxacillin ist bei Neugeborenen wesentlich geringer als bei Erwachsenen. Bei Neugeborenen wurde eine mittlere Eliminationshalbwertszeit von etwa viereinhalb Stunden gemessen.
Bei Verabreichung von Flucloxacillin an Neugeborene ist daher besondere Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4). Bei jüngeren Säuglingen (< 6 Monate) werden mit der gleichen Dosis höhere Flucloxacillin-Plasmakonzentrationen erreicht als bei älteren Kindern.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz steigt die Eliminationshalbwertszeit von Flucloxacillin bis auf Werte von 135–173 Minuten. Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist eine Modifikation der Dosis erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Lebererkrankungen haben vermutlich keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Flucloxacillin, da das Antibiotikum vorwiegend auf renalem Weg ausgeschieden wird.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Über die bereits in den anderen Abschnitten der Fachinformation aufgeführten Angaben hinaus gibt es keine für den verordnenden Arzt relevanten präklinischen Daten.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Keine
6.2 Inkompatibilitäten
Flucloxacillin darf nicht mit Blutprodukten oder anderen proteinhaltigen Flüssigkeiten (z. B. Proteinhydrolysaten) oder mit intravenösen Lipidemulsionen gemischt werden.
Wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit einem Aminoglykosid verordnet wird, dürfen die beiden Antibiotika nicht in der gleichen Spritze, Infusionsbehälter oder Schlauchsystem vermischt werden, da es sonst zu Ausfällungen kommen kann.
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
Haltbarkeit des Arzneimittels in der Originalverpackung vor dem Öffnen:
3 Jahre
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen:
Das Arzneimittel muss nach dem ersten Öffnen sofort verwendet werden.
Haltbarkeit nach Rekonstitution:
Das Arzneimittel muss nach Rekonstitution sofort verwendet werden.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 24 Stunden bei 2 bis 8 °C nachgewiesen.
Vom mikrobiologischen Standpunkt betrachtet ist die Lösung sofort zu verbrauchen. Wenn sie nicht sofort verbraucht wird, liegen die Dauer der Aufbewahrung und die Lagerungs-bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und würde normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C sein.
Rekonstitution von Flucloxacillin Panpharma Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung, siehe Abschnitt 6.6.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nur zur einmaligen Verwendung. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen. Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen des Produkts nach Öffnen/ Rekonstitution, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses <und spezielles Zubehör für den Gebrauch, die Anwendung oder die Implantation>
Klare Durchstechflaschen aus Glas (Typ III) mit Chlorbutyl- oder Brombutylstopfen und einer Aluminiumversiegelung mit Flip-off-Kappe.
Packungen zu 1, 10, 25 und 50 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung <und sonstige Hinweise zur Handhabung>
Hinweise zur Handhabung
Rekonstituierte Lösungen zur i.m. oder direkten i.v. Injektion sollen normalerweise innerhalb von 30 Minuten nach der Zubereitung verabreicht werden.
Flucloxacillin Panpharma kann mit folgenden Infusionslösungen gemischt werden:
- Wasser für Injektionszwecke
- Natriumchlorid 0,9 %
- Glukose 5 %
- Natriumchlorid 0,18 % mit Glukose 4 %
- Lidocainhydrochlorid 0,5 %
Anwendung
Intramuskulär:
2 ml Wasser für Injektionszwecke zu 500 mg Inhalt der Durchstechflasche geben.
2 ml Lidocainhydrochlorid 0,5% zu 500 mg Inhalt der Durchstechflasche geben.
Intravenös: 500 mg in 10 ml Wasser für Injektionszwecke auflösen.
Durch langsame intravenöse Injektion (drei bis vier Minuten) verabreichen.
Flucloxacillin Panpharma kann auch zu Infusionsflüssigkeiten zugegeben oder auf geeignete Weise verdünnt über einen Zeitraum von drei bis vier Minuten in den Tropfschlauch injiziert werden.
Intrapleural: 500 mg in 10 ml Wasser für Injektionszwecke auflösen.
Intraartikulär: 500 mg in bis zu 5 ml Wasser für Injektionszwecke oder Lidocainhydrochlorid 0,5 % auflösen.
Rekonstitution und Zubereitung von Flucloxacillin Panpharma muss unter geeigneten aseptischen Bedingungen erfolgen, falls verlängerte Aufbewahrungszeiten erforderlich sind.
Flucloxacillin Panpharma ist nicht zur Mehrfachanwendung geeignet. Nur zur einmaligen Anwendung.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Panpharma
Z.I. du Clairay
35133 LUITRÉ-DOMPIERRE
Frankreich
Mitvertrieb
PANPHARMA GmbH
Bunsenstraße 4
22946 Trittau
Deutschland
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
7009165.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
05 Oktober 2023
10. STAND DER INFORMATION
03/2025
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
