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Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
1 Stück

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka

Transplantat humanen Ursprungs, gefrierkonserviert

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Humane Knochenspongiosa, gefrierkonserviert

3. Darreichungsform

Transplantat humanen Ursprungs, gefrierkonserviert

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Anwendung bei Erwachsenen.

Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka dient zum Auffüllen sowie zur mechanischen Stabilisierung von Knochendefekten und wird als Platzhalter für verloren gegangenes oder insuffizientes Gewebe bzw. bei plastischen Operationen verwendet.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zur Transplantation entsprechend der klinischen Indikation.

Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka ist vor Gebrauch in einem geeigneten sterilen, physiologischen Medium für etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur aufzutauen (z.B. in isotoner Infusionslösung).

Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Lagertemperatur <= -70°C Auftauzeit 90 min, <= -35°C Auftauzeit 30 min. Knochenbank Zentralklinik Bad Berka ist zur einmaligen Anwendung bestimmt. Der Inhalt einer Packung ist ausschließlich für die Anwendung bei einem Patienten bestimmt. Im Falle nur teilweiser Verwendung sind verbliebene Gewebe zu verwerfen.

4.3 Gegenanzeigen

Die Transplantation in nekrotische Wirtslager ist kontraindiziert.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Indikation zur Transplantation in minderdurchblutete oder infizierte Wirtslager ist wegen einer zu erwartenden Verschlechterung der Einheilungsrate streng zu stellen.

Aufgrund der strengen Spenderauswahl einschließlich der Durchführung umfangreicher infektionsserologischer Untersuchungen der Spender und der Durchführung eines validierten Thermodesinfektionsverfahren ist die Übertragung von Infektionskrankheiten durch bekannte humanpathogene Viren weitestgehend ausgeschlossen. Nicht nachweisbare Krankheitserreger (einschließlich des Erregers der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung) werden nur im Rahmen der Anamnese des Knochenspenders erfasst. Die Übertragung durch bisher unbekannte oder nicht nachweisbare Krankheitserreger ist daher nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Keine bekannt

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Von Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka selbst gehen aufgrund der fehlenden Toxizität keine Risiken für Schwangere und Stillende aus.

Das Einbringen des Transplantates kann jedoch nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Risiken wie Medikamentengabe, Blutverlust etc. sind daher bei Schwangeren und Stillenden in besonderem Maße zu berücksichtigen und im Einzelfall sehr genau abzuwägen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka selbst hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Allerdings ist die lokale Stelle, an der die Operation und damit verbunden die Transplantation stattgefunden hat, je nach Schwere des operativen Eingriffs eine Zeit lang nicht oder nur teilweise belastbar, so dass aus diesem Grund Einschränkungen bestehen. Zudem können Begleitmedikamente, die während oder nach der Operation verabreicht werden (z.B. Schmerzmedikation), Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit haben.

4.8 Nebenwirkungen

Das Einbringen des Transplantates erfolgt durch einen operativen Eingriff. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Nebenwirkungen können nicht immer sicher von Transplantat-bedingten Nebenwirkungen abgegrenzt werden.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Oberflächliche und tiefe bakterielle Infektionen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Pseudoarthrose, Refraktur

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Verzögerte Einheilung, Materiallockerung, Materialbruch (Schraube/Prothese)

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Nicht Transplantat-bedingte, aber auf die Operation direkt zurückzuführende Komplikationen: Hämatome, intraoperative Verletzungen, Knochenbrüche, tiefe und oberflächliche bakterielle Infektionen.

Nicht Transplantat-bedingte, aber auf die Operation indirekt zurückzuführende Komplikationen: tiefe Venenthrombose, Embolie, Ischämie, Dekubitus.

Chirurgische und medizinische Eingriffe

Als Folge bestimmter Nebenwirkungen (tiefe Infektionen, Refraktur, Materialbruch bzw. Materiallockerung) kann eine erneute Operation mit oder ohne Austausch des Transplantates notwendig werden.

4.9 Überdosierung

Nicht zutreffend

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Die pharmakodynamische Wirkung des Arzneimittels beruht in seiner osteokonduktiven Eigenschaft.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxikologische Eigenschaften:

Allgemeine toxische Reaktionen, kanzerogene und immunogene Wirkungen sind nicht zu erwarten. Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrier-konserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka kommt im Rahmen der Herstellung ausschließlich mit Kochsalz-Lösung in Kontakt.

Biologische Sicherheit:

Die mögliche Übertragung von humanpathogenen Erregern wurde in mehreren Studien untersucht. Es wurde der Nachweis erbracht, dass behüllte und nicht-behüllte Viren um mehr als 4log10-Stufen TCID50 durch die Thermodesinfektion reduziert werden können. Restinfektiositäten waren nicht nachweisbar. Vegetative Bakterien und Pilze wurden durch die Thermodesinfektion um mehr als 5log10-Stufen CFU/ml ohne verbleibende Restinfektiosität reduziert.

Biomechanik und Haltbarkeit:

Untersuchungen zur Biomechanik und Haltbarkeit zeigen, dass bei Lagerung des Arzneimittels unter den angegebenen Bedingungen kein signifikanter Stabilitätsverlust (Zugfestigkeit) auftritt und die Sterilität gewährleistet ist.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Nicht zutreffend

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre im ungeöffneten Behältnis (Lagerung bei kleiner/gleich –35°C). 2 Stunden nach Öffnen des Behältnisses.

Das Arzneimittel ist nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr anzuwenden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Tiefgekühlt lagern (Lagerung bei kleiner/gleich –35°C) und tiefgekühlt transportieren (nicht über -18 °C). In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Die Primärverpackung besteht aus einem Desinfektionsbehälter aus Makrolon und weist ein Zweikammersystem auf. Der Desinfektionsbehälter ist versehen mit

  • einer Auflage für den Femurkopf (Makrolon)
  • Dichtungen aus Evoprene
  • einer Schutzkappe für die Probenentnahme zur bakteriologische Prüfung ist aus Moplen

    (Propylen) und

  • einem Magnetrührer mit PTFE-Beschichtung

Der Deckel wird auch als Transferbehälter bezeichnet und besteht aus Makrolon. In den Deckel ist eine Schutzkappe für die Probenentnahme zur bakteriologischen Prüfung aus Moplen (Propylen) integriert.

Die Sekundärverpackung besteht aus einem Hartplastgefäß aus Styrolux und wird mit einer Evoprenedichtung steril verschlossen.

Packungsgröße: 1 Stück Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka komplett

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist gemäß der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV) dem Abfallschlüssel 180102 zuzuordnen und entsprechend zu entsorgen.

  1. 7. Inhaber der Genehmigung nach § 21a AMG

Zentralklinik Bad Berka GmbH

Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

Robert-Koch-Allee 9 99437 Bad Berka Tel.: (030) 3 64 58 / 5-2501 Fax: (030) 3 64 58 / 5-3538

  1. 8. Genehmigungsnummer(n):

PEI.G.03851.01.1

  1. 9. Datum der Erteilung der Genehmigung:
  2. 10. Stand der Information
  3. 14. April 2010
  4. 11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Transplantationsbegleitschein: Jedem Gewebetransplantat wird ein Transplantationsbegleitschein beigefügt. Unmittelbar postoperativ auftretende unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen (besondere Infektionen) sowie deren Begleitumstände sind auf dem beiliegenden Meldebogen aufzuführen. Der Transplantationsbegleitschein dient der Erfassung und Auswertung der klinischen Resultate sowie von Nebenwirkungen und soll nach Abschluss der Behandlung, spätestens aber 6 Monate post op. sorgfältig ausgefüllt zurückgesandt werden. Es wird besonderer Wert auch auf die Übermittlung verbaler Angaben gelegt, die Erfahrungen bei der klinischen Anwendung der Präparate wiedergegeben oder Anregungen für deren Weiterentwicklung beinhalten sollten.

Allgemeine Hinweise: Die Bestellung des Human-Femurkopfes, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka erfolgt durch approbierte Ärzte oder Apotheker in schriftlicher Form. Der Versand erfolgt in der Regel per Kurier. Hierbei ist ein Transplantationsbegleitschein zwingend beizulegen.

1.3.2 Wortlaut für die Behältnisbeschriftung, ggf. Wortlaut für die Beschriftung der äußeren Umhüllung

  • Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert; Knochenbank Zentralklinik Bad Berka Transplantat humanen Ursprungs, gefrierkonserviert
  • Humane Knochenspongiosa, gefrierkonserviert
  • Inhalt: 1 Stck.
  • Zur Transplantation.
  • Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Verschreibungspflichtig.
  • Lagertemperatur: kleiner/gleich –35°C.
  • Genehmigungsnummer(n): PEI.G.03851.01.1
  • Ch.-B.:
  • Verwendbar bis:
  • Zentralklinik Bad Berka GmbH

    Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Robert-Koch-Allee 9 99437 Bad Berka

  • Ident.-Nr.:

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: PEI.G.03851.01.1 · ENR 2612141

Stand der Information laut Text: 14.04.2010

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Fakten zu Human-Femurkopf, thermodesinfiziert, gefrierkonserviert, Knochenbank Zentralklinik Bad Berka

Rezeptpflicht
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  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Humane Knochenspongiosa 1 Stück
Darreichungsform Implantat
Art der Anwendung Zur Transplantation
Art des Arzneimittels Biologische Arzneimittel, Gewebezubereitungen
Packungsgrößen -
Haltbarkeit 2 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. V Varia
    1. V03 Alle übrigen therapeutischen Mittel
      1. V03A Alle übrigen therapeutischen Mittel
        1. V03AX Andere therapeutische Mittel
Zulassung PEI.G.03851.01.1, seit 17.11.2010; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Zentralklinik Bad Berka GmbH Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, 99437 Bad Berka
Hersteller (Freigabe) Zentralklinik Bad Berka GmbH Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2612141), Datensatz vom 16.05.2024. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.