Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Jonosteril D5
1. Was ist Jonosteril D 5 und wofür wird es angewendet?
Jonosteril D 5 ist eine kohlenhydrathaltige Elektrolytlösung (Vollelektrolytlösung).
Jonosteril D 5 wird angewendet
- zur Zufuhr von Wasser und Elektrolyten mit niedrigprozentigem Kohlenhydratanteil bei norma-lem oder alkalotischem Säure-Basen-Haushalt.
bei Erwachsenen:
- bei Verlust von Wasser und Salz im gleichen Verhältnis (isotone Dehydratation)
- bei Verlust salzreicher Flüssigkeit (hypotone Dehydratation)
- zur Deckung eines Teils des Kohlenhydratbedarfs
bei Säuglingen ab 29 Tagen, Kindern und Jugendlichen:
- nach Operationen zur Deckung des Wasser- und Salzbedarfs und teilweiser Deckung des Kohlenhydratbedarfs
- bei akut kranken Kindern in klinischen Situationen mit erhöhter Freisetzung von wasserbewahrendem Hormon (antidiuretischem Hormon [ADH]), z. B. Wassermangel, Narkosemitteln, Stress, Schmerz, Übelkeit und Erbrechen
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Jonosteril D 5 beachten?
Jonosteril D 5 darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Jonosteril D 5 sind.
- wenn Sie einen unbehandelten erhöhten Blutzuckerspiegel (untherapierte Hyperglykämie) haben.
- bei Überwässerung (Hyperhydratation).
- bei stoffwechselbedingter Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose).
- wenn Ihr Blut zu wenig Kalium enthält (Hypokaliämie).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Jonosteril D 5 ist erforderlich,
- wenn Ihr Blut zu viel Natrium enthält (Hypernatriämie).
- wenn Ihr Blut zu viel Chlor enthält (Hyperchlorämie).
wenn Sie einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) haben.
In diesem Fall sollte die Anwendung von Jonosteril D 5 nur mit Vorsicht erfolgen. Eine Be-handlung mit Jonosteril D 5 sollte nur nach individueller Nutzen/Risiko-Abschätzung durch-geführt werden.
- wenn Sie an einer Erkrankung leiden, bei der eine eingeschränkte Natriumaufnahme (Salzaufnahme) erforderlich ist (wie Herzschwäche [Herzinsuffizienz], Wasseransammlungen im Gewebe oder Organen, die nicht lokal begrenzt sind [generalisierte Ödeme], Lungenödem, Bluthochdruck, Eklampsie [mit Krämpfen verbundene Schwangerschaftskomplikation], schwere Niereninsuffizienz).
In diesen Fällen sollte die Anwendung von Jonosteril D 5 nur mit Vorsicht erfolgen und für jeden einzelnen Patienten der Nutzen der Behandlung gegen das Risiko abgewogen werden. Zur Überwa-chung ist eine besonders strikte Beachtung der genannten Vorsichtsmaßnahmen angezeigt.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Bei der Anwendung von Jonosteril D 5 ist die Überwachung des Salz- und Wasserhaushaltes erforderlich (Kontrollen des Serum-Ionogramms und der Wasserbilanz).
Bei der Behandlung von Kindern mit Erkrankungen, die mit andauernden Verlusten freien Was-sers verbunden sein können (z. B. Gastroenteritis) ist eine besonders engmaschige Kontrolle des Serumnatriums erforderlich. Nach Erreichen eines euvolämischen Zustandes kann ein Wechsel zu einer hypotonen Erhaltungslösung angezeigt sein.
Ihr Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden. Bei starkem Anstieg der Blutglu-cose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen eventuell mit Insulin therapiert werden.
(siehe auch „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:“)
Bei Anwendung von Jonosteril D 5 mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.
Grundsätzlich sind beim Einsatz von Jonosteril D 5 folgende Wechselwirkungen hinsichtlich der enthaltenen Elektrolyte möglich:
Natrium
- Kortikoide/Steroide (Risiko von Wasseransammlungen im Gewebe und Bluthochdruck [Ödeme und Hypertonie])
Kalium
- Suxamethonium
- kaliumsparende Entwässerungsmittel (Amilorid, Spironolacton, Triamteren, allein oder in Kombination)
- Tacrolimus, Ciclosporin
- ACE-Hemmer, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten
Diese Medikamente können zu einem erhöhten Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie) führen. Hy-perkaliämien können lebensbedrohlich werden, vor allem bei gleichzeitig eingeschränkter Nieren-funktion (Niereninsuffizienz).
Calcium
- Die Wirkung von Digitalisglykosiden wird durch Calcium verstärkt (Erhöhung der Glykosidtoxizität)
- Thiazid-Diuretika können zu einem erhöhten Gehalt von Calcium im Blut (Hypercalcämie) führen
- Vitamin D kann zu einem erhöhten Gehalt von Calcium im Blut (Hypercalcämie) führen
Aufgrund des Calcium- und Magnesiumgehaltes kann es beim Zumischen von oxalat-, phosphat- und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu Ausfällungen kommen.
Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination führen kann.
Ist ein Zusatz anderer Arzneimittel zu Jonosteril D 5 notwendig, so ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, gute Durchmischung und vor allem auf Kompatibilität zu achten. Jonosteril D 5 dürfen nur Arzneimittel zugesetzt werden, deren Kompatibilität sichergestellt wurde. Auf keinen Fall darf Jonosteril D 5 nach dem Zusatz anderer Komponenten aufbewahrt werden
(siehe dazu auch: „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:“)
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen bei entsprechender Indikation keine Bedenken.
Bei Eklampsie (mit Krämpfen verbundene Schwangerschaftskomplikation) sollte der Nutzen der Behandlung gegen das Risiko abgewogen werden.
(siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei Anwendung von Jonosteril D 5 ist erforderlich“)
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Jonosteril D 5 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
3. Wie ist Jonosteril D 5 anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wenden Sie dieses Arzneimittel entsprechend den nachfolgenden Dosierungsempfehlungen an.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene
Maximale Infusionsgeschwindigkeit
Soweit nicht anders verordnet ist die maximale Infusionsgeschwindigkeit:
5 ml/kg Körpergewicht (KG)/h, entsprechend ≙ 0,25 g D-Glucose/kg KG/h,
Maximale Tagesdosis
40 ml/kg KG/24 h ≙ 2,0 g D-Glucose/kg KG/24 h 5,48 mmol Na+/kg KG/24 h
0,16 mmol K+/kg KG/24 h
Bei entsprechender Dosierung (40 ml/kg KG/24 h) kann mit Jonosteril D 5 bei Erwachsenen eine Deckung des Mindestbedarfs an Kohlenhydraten von 2 g D-Glucose/kg KG/24 h (hypokalorische Infusionstherapie) erreicht werden.
Kinder
Der Flüssigkeitsbedarf variiert mit dem klinischen Zustand, dem Körpergewicht und dem Alter. Die Dosierung ist daher individuell nach Körpergewicht und Zustand anzupassen (Serum-Ionogramm, Wasserbilanz).
Infusionsgeschwindigkeit (Richtwerte*)
Säuglinge (29 Tage bis 12 Monate, 3 – 10 kg):
ca. 4,0 – 6,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,2 – 0,3 g D-Glucose/kg KG/h
0,55 – 0,82 mmol Na+/kg KG/h
16 – 24 μmol K+/kg KG/h
Kinder vom 2. bis 5. Lebensjahr (10 - 25 kg):
ca. 2,5 – 4,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,125 – 0,2 g D-Glucose/kg KG/h
0,34 – 0,55 mmol Na+/kg KG/h
10 – 16 μmol K+/kg KG/h
Kinder vom 6. bis 14. Lebensjahr (20 – 50 kg):
ca. 1,8 – 3,0 ml/kg KG/h, entsprechend 0,09 – 0,15 g D-Glucose/kg KG/h
0,25 – 0,41 mmol Na+/kg KG/h
7 – 12 μmol K+/kg KG/h
> 50 kg:
ca. 1,5 – 1,8 ml/kg KG/h, entsprechend 0,075 – 0,09 g D-Glucose/kg KG/h
0,21 – 0,25 mmol Na+/kg KG/h
6 – 7 μmol K+/kg KG/h
* Aufgrund der großen Schwankungsbreite des Körpergewichtes muss die Dosis individuell ange-passt werden.
Dabei ist zu beachten, dass bei normaler Stoffwechsellage die maximale Natriumdosis nicht über-schritten wird (siehe „Maximale Tagesdosis“).
Maximale Tagesdosis (Richtwerte*)
Die maximale Dosis variiert stark mit dem Alter und dem Zustand des Patienten.
Für Glucose ist die maximale Tagesdosis:
- 1. – 2. Lebensjahr: 15 g/kg KG/24 h D-Glucose
- 3. – 5. Lebensjahr: 12 g/kg KG/24 h D-Glucose
- 6. – 10. Lebensjahr: 10 g/kg KG/24 h D-Glucose
- 10. – 14. Lebensjahr: 8 g/kg KG/24 h D-Glucose
Bei Jonosteril D 5 wird die maximale Tagesdosis nicht durch die Obergrenze für die Glucosezu-fuhr, sondern durch die maximale Flüssigkeits- und Natriumzufuhr determiniert, daher ist bei der Dosisfestlegung zu berücksichtigen, dass die folgenden Richtwerte für die Gesamtflüssigkeitszu-fuhr nicht überschritten werden:
Kinder im 1. Lebensjahr:
ca. 100 – 140 ml/kg KG/24 h, entsprechend 5,0 – 7,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
13,7 – 19,2 mmol Na+/kg KG/24 h
0,4 – 0,56 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder im 2. Lebensjahr:
ca. 80 – 120 ml/kg KG/24 h, entsprechend 4,0 – 6,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
11 – 16,4 mmol Na+/kg KG/24 h
0,32 – 0,48 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 3. bis 5. Lebensjahr:
ca. 80 bis 100 ml/kg KG/24 h, entsprechend 4,0 – 5,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
11 – 13,7 mmol Na+/kg KG/24 h
0,32 – 0,4 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 6. bis 10. Lebensjahr:
ca. 60 bis 80 ml/kg KG/24 h, entsprechend 3,0 – 4,0 g D-Glucose/kg KG/24 h
8,2 – 11 mmol Na+/kg KG/24 h
0,24 – 0,32 mmol K+/kg KG/24 h
Kinder vom 11. bis 14. Lebensjahr:
ca. 50 bis 70 ml/kg KG/24 h, entsprechend 2,5 – 3,5 g D-Glucose/kg KG/24 h
6,9 – 9,6 mmol Na+/kg KG/24 h
0,2 – 0,28 mmol K+/kg KG/24 h
* Aufgrund der großen Schwankungsbreite des Körpergewichtes muss die Dosis individuell ange-passt werden.
In der Regel sollte bei normaler Stoffwechsellage die Dosis von 40 ml/kg KG und Tag (entspre-chend 5,48 mmol Natrium und 0,16 mmol Kalium pro kg KG und Tag) nicht überschritten werden. Ein eventueller Zusatzbedarf an Flüssigkeit oder Kalium sollte individuell ergänzt werden.
Aufgrund der hohen interindividuellen Unterschiede ist eine besonders strikte Überwachung der Wasserbilanz, der Serumelektrolyte und des Blutzuckerspiegels angezeigt. Die Dosis sollte auf Ba-sis dieser Daten individuell angepasst werden.
Die allgemeinen Grundsätze für die Anwendung und Dosierung von Kohlenhydraten sowie die Richtlinien für die Flüssigkeitszufuhr sind zu beachten.
Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung (über die Vene)
Zur periphervenösen Infusion (Anwendung über kleine Venen)
Anwendungstechnik
Jonosteril D 5 ist mit einem sterilen Infusionsbesteck zu verwenden.
Diese konservierungsmittelfreie Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Dauer der Anwendung
Jonosteril D 5 wird so lange angewendet, wie es die jeweilige Indikation erfordert.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Jonosteril D 5 zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Jonosteril D 5 angewendet haben als Sie sollten
Bei Überdosierung kann es zu erhöhtem Blutzucker (Hyperglykämie) und Störungen im Salz- und Wasserhaushalt kommen.
Therapie
Bei Anzeichen einer Überdosierung von Jonosteril D 5 ist die Flüssigkeitszufuhr zu unterbrechen, eine beschleunigte renale Elimination (Ausscheidung über die Niere) einzuleiten und eine entsprechende Bilanzierung vorzunehmen.
Gegebenenfalls kann die Behandlung mit verringerter Dosierung fortgesetzt werden.
Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels (Hyperglykämie) können durch die Gabe von Insulin behandelt werden.
Bei geringer bis sehr geringer Harnausscheidung (Oligoanurie) kann Flüssigkeitsentzug durch hypertone Hämo- oder Peritonealdialyse (Blutwäsche) notwendig werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Jonosteril D 5 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
| Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 |
| Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 |
| Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1 000 |
| Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000 |
| Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000 |
| Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
Bedingt durch den Glucosegehalt können folgende Nebenwirkungen auftreten (häufig bis sehr häu-fig):
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Überzuckerung (Hyperglykämie)
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- erhöhte Urinausscheidung (Polyurie)
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind bedingt durch die Anwendungsart der periphervenösen In-fusion und nicht arzneimittelspezifisch. Wie bei allen periphervenös infundierten Substanzen kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- lokale Hautreaktionen (Rötung, Bluterguss, Entzündung, Blutung)
- Schmerzen an der Einstichstelle
Die Häufigkeiten dieser Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Jonosteril D 5 aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis oder dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Diese konservierungsmittelfreie Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Haltbarkeit nach Mischen mit anderen Komponenten
Das Arzneimittel ist unmittelbar zu verwenden, wenn Additive zugesetzt wurden.
Jonosteril D 5 darf nur verwendet werden, wenn die Infusionslösung klar und das Behältnis unversehrt ist. In der Infusionslösung dürfen keine Partikel sichtbar sein.
(siehe auch „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:“)
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. Weitere Informationen
Was Jonosteril D 5 enthält
- Die Wirkstoffe sind:
1 000 ml Infusionslösung enthalten:
Natriumchlorid 8,0 g
Kaliumchlorid 0,2984 g
Calciumchlorid-Dihydrat 0,2426 g
Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,2541 g
Glucose-Monohydrat (Ph.Eur.) 55,0 g
≙ D-Glucose, wasserfrei 50,0 g
| Na+ | 137 mmol/l |
|---|---|
| K+ | 4 mmol/l |
| Ca2+ | 1,65 mmol/l |
| Mg2+ | 1,25 mmol/l |
| Cl- | 146,8 mmol/l |
Gesamtenergie 840 kJ/l ≙ 200 kcal/l pH-Wert 3,0 - 4,5
Titrationsazidität 1,0 - 2,0 mmol NaOH/l
Theor. Osmolarität 568 mosm/l
Die sonstigen Bestandteile sind:
- Wasser für Injektionszwecke
- Salzsäure 25 % (zur pH-Wert-Einstellung)
Wie Jonosteril D 5 aussieht und Inhalt der Packung
Jonosteril D 5 ist eine klare, farblose Infusionslösung.
Jonosteril D 5 ist in folgenden Packungen erhältlich:
Glasflaschen Packungen zu:
1 x 500 ml, 10 x 500 ml
Polyethylenflaschen (KabiPac) Packungen zu:
10 x 500 ml, 20 x 500 ml
1 x 1 000 ml, 10 x 1 000 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Str. 1
61352 Bad Homburg v.d.Höhe
Deutschland
Hersteller
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Str. 1
61352 Bad Homburg v.d.Höhe
Deutschland
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2026.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
Kontrollen des Serum-Ionogramms und der Wasserbilanz sind erforderlich.
Der Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden. Bei starkem Anstieg der Blutglucose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen eventuell mit Insulin therapiert werden.
Bei der Behandlung von Kindern mit Erkrankungen, die mit andauernden Verlusten freien Was-sers verbunden sein können (z. B. Gastroenteritis) ist eine besonders engmaschige Kontrolle des Serumnatriums erforderlich. Nach Erreichen eines euvolämischen Zustandes kann ein Wechsel zu einer hypotonen Erhaltungslösung angezeigt sein.
Mischen mit anderen Komponenten
Aufgrund des Calcium- und Magnesiumgehaltes kann es beim Zumischen von oxalat-, phosphat- und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu Ausfällungen kommen.
Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination führen kann.
Jonosteril D 5 dürfen nur Arzneimittel zugesetzt werden, deren Kompatibilität sichergestellt wur-de.
Bei Zugabe von Arzneimitteln ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen und gute Durchmi-schung zu achten.
Das Arzneimittel ist unmittelbar zu verwenden, wenn Additive zugesetzt wurden.
Anwendungstechnik
Jonosteril D 5 ist mit einem sterilen Infusionsbesteck zu verwenden.
Diese konservierungsmittelfreie Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.
Handhabungshinweis KabiPac
Die Instruktionen sind als Anleitung für die Handhabung des Behältnisses gedacht.
Für Arzneimittelzubereitungen sind die Vorgaben für aseptisches Arbeiten entsprechend den einschlä-gigen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) einzuhalten.
| Allgemeine Vorbereitung | |
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| Infusionsvorbereitung | |
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| Optional: Zuspritzen von Arzneimitteln, z. B. Arzneimittelapplikation mittels Spritze | |
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