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Vigalex 10 000 IE Tabletten – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Status:
Verschreibungspflichtig Fakten
Stärke:
10000 I.E.
Wirkstoff:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Vigalex 10 000 IE Tabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vigalex 10 000 IE Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthält 0,25 mg Colecalciferol (Vitamin D3 entsprechend 10 000 IE als Colecalciferol- Trockenkonzentrat).

Sonstige(r) Bestandteil(e) mit bekannter Wirkung: Saccharose 18.4 mg/Tablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Beidseitig weiße, runde, bikonvexe, glatte Tabletten.

4. KLINISCHE ANGABEN

  • 4.1 Anwendungsgebiete

Zur Anfangsbehandlung des symptomatischen Vitamin-D-Mangels bei Erwachsenen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Empfohlene Dosierung: 1 bis 2 Tabletten pro Woche (entspricht 10 000 bis 20 000 IE), abhängig von der Schwere der Erkrankung.

Je nach dem gewünschten Serumspiegel von 25-Hydroxycholecalciferol (25 (OH) D), der Schwere der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung können nach dem ersten Monat niedrigere Dosen in Betracht gezogen werden.

Alternativ können nationale Dosierungsempfehlungen zur Behandlung von Vitamin-D-Mangel befolgt werden. Die Anwendungsdauer ist in der Regel abhängig von der Entscheidung des Arztes auf den ersten Behandlungsmonat begrenzt.

Besondere Patientengruppen

Leberfunktionsstörung: Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine routinemäßige Dosisanpassung erforderlich. Serumspiegel von 25 (OH) D sollten überwacht werden. Bei einer cholestatischen Lebererkrankung wird jedoch die Injektionsform anstelle einer oralen Verabreichung empfohlen, falls erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung: Die Verwendung von Vigalex 10 000 IE Tablette darf bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche: Vigalex 10 000 IE Tablette sollte bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Die Vigalex 10 000 IE Tabletten kann mit einer angemessenen Menge Wasser unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
  • Krankheiten und / oder Zustände, die mit Hyperkalzämie und / oder Hyperkalzurie verbunden sind
  • Nierensteine, Nephrokalzinose.
  • Schwere Nierenschädigung.
  • Vitamin D-Hypervitaminose

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Im Rahmen einer therapeutischen Behandlung sollte die Dosis individuell für den Patienten festgelegt werden unter regelmäßiger Überwachung der Kalziumspiegel im Plasma (zunächst wöchentlich und dann alle 2 bis 4 Wochen). Während der Langzeitbehandlung sollten die Serumkalziumspiegel, die Kalziumausscheidung im Urin und die Nierenfunktion durch Messung der Serumkreatininspiegel überwacht werden.

Die Überwachung ist besonders wichtig bei älteren Patienten, die gleichzeitig Herzglykoside oder Diuretika einnehmen, bei Patienten mit hohem Phosphatspiegel, bei Immobilität und bei Patienten mit einem erhöhten Risiko zur Steinbildung. Bei Nierenfunktionsstörungen sollte die Dosis reduziert oder die Therapie abgebrochen werden. Wenn Hyperkalzämie auftritt, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Vitamin D sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden. In diesem Fall ist eine Überwachung des Kalzium- und Phosphatspiegels erforderlich, und das Risiko einer Verkalkung des Weichteilgewebes sollte berücksichtigt werden.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Colecalciferol (Vitamin D3) nicht normal metabolisiert. In solchen Fällen wird die tägliche Dosierung von Vitamin D in niedrigeren Mengen bevorzugt, wobei der Kalziumphosphatstoffwechsel und die Nierenfunktion genau überwacht werden müssen. Die Vorteile und Risiken der Gabe von Vitamin D sind individuell zu berücksichtigen oder andere Formen von Vitamin D sind zu verwenden (siehe 4.3).

Vigalex 10 000 IE Tabletten sollten nicht eingenommen werden, wenn ein Pseudohypoparathyreoidismus besteht (der Vitamin D-Bedarf kann durch die manchmal normale Empfindlichkeit gegenüber Vitamin D verringert sein mit dem Risiko einer langfristigen Überdosierung). In solchen Fällen stehen besser steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung.

Vigalex 10 000 IE Tabletten sollten bei Patienten mit Sarkoidose mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko einer vermehrten Umwandlung von Vitamin D3 in die aktive Form besteht. Bei diesen Patienten sollte der Kalziumspiegel im Blut und Urin regelmäßig

überwacht werden.

Bei der gleichzeitigen Anwendung anderer Vitamin D-haltiger Arzneimittel sollte deren Vitamin D-Gehalt berücksichtigt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Multivitaminprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln sollte vermieden werden.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Vigalex 10 000 IE Tabletten nicht einnehmen.

Vigalex 10 000 IE Tabletten enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, die das Risiko für Hyperkalzämie und Hyperphosphatämie erhöhen

  • Die gleichzeitige Anwendung von hochdosierten kalziumhaltigen Produkten erhöht das Risiko einer Hyperkalzämie.
  • Diuretika vom Thiazid-Typ führen zu einer Reduktion der Kalziumausscheidung im Urin. Eine regelmäßige Überwachung des Serumkalziums ist erforderlich, wenn Thiaziddiuretika oder kalziumhaltige Produkte in hohen Dosen eingenommen werden, da ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Hyperkalzämie besteht.
  • Die gleichzeitige Anwendung hoher Dosen phosphorhaltiger Produkte kann das Risiko einer Hyperphosphatämie erhöhen.
  • Die Kombination von Vigalex 10 000 IE Tabletten mit Vitamin D-Metaboliten oder Analoga (z. B. Calcitriol) sollte vermieden werden. Der SerumKalziumspiegel sollte überwacht werden.

Wechselwirkungen, die zu einer verminderten Wirkung von Vitamin D führen können

  • Glukokortikoide können die Wirkung von Vitamin D hemmen, indem sie den Abbau von Vitamin D beschleunigen.
  • Ionenaustauscherharze (wie Colestyramin oder Colestipol) oder Abführmittel (wie Paraffinöl) können die Absorption von Vitamin D beeinträchtigen.
  • Eine Orlistat-Therapie kann die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen, einschließlich Vitamin D, verringern.
  • Antikonvulsiva wie z.B. Phenobarbital, Hydantoin und andere Barbiturate oder Primidon können die Wirkung von Vitamin D aufgrund der Aktivierung des mikrosomalen Enzymsystems verringern.
  • Rifampicin kann den Leberkatabolismus von Vitamin D beschleunigen und zu einem verringerten Serumspiegel von Calcifediol sowie zu Osteomalazie führen.
  • Isoniazid kann die Wirksamkeit von Vitamin D verringern, indem es die metabolische Aktivierung von Vitamin D hemmt.
  • Das zytotoxische Mittel Actinomycin und Imidazol-Fungizide stören die Vitamin D-Aktivität, indem sie die Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D zu 1,25-Dihydroxyvitamin D durch das Nierenenzym 25-Hydroxyvitamin D-1-Hydroxylase hemmen.

Wechselwirkungen, bei denen Vitamin D das Nebenwirkungsrisiko von Begleitmedikamenten erhöht

  • Die Wirkungen von Digitalis und anderen Herzglykosiden kann durch die orale Aufnahme von Kalzium in Kombination mit Vitamin D verstärkt werden. Eine ärztliche Überwachung und gegebenenfalls eine EKG- und Kalziumüberwachung sind erforderlich.
  • Vitamin D kann die Aufnahme und die Konzentration von Aluminium im Gewebe erhöhen.
  • Vitamin D kann die intestinale Aufnahme von Magnesium erhöhen. Um hohe Magnesiumspiegel (Hypermagnesiämie) zu vermeiden, sollte dies bei der Einnahme von magnesiumhaltigen Produkten (wie Antazida) berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen, bei denen Vitamin D die Wirksamkeit von Begleitmedikamenten reduzieren kann

  • Die gleichzeitige Anwendung von Calcitonin, Galliumnitrat, Bisphosphonaten oder Plicamycin mit Vitamin D wirkt den Wirkungen dieser Produkte bei der Behandlung von Hyperkalzämie entgegen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Dieses hochdosierte Produkt wird während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen und es sollte eine niedrigere Dosis verwendet werden.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ausreichende Vitamin-D-Aufnahme erforderlich. Die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D während der Schwangerschaft und Stillzeit beträgt gemäß der nationalen Empfehlung ca. 600 IE (15 µg Colecalciferol).

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollte die Tagesdosis Vitamin D 4000 IE (100 µg Colecalciferol) nicht überschreiten. Eine Überdosierung mit Vitamin D ist während der Schwangerschaft zu vermeiden, da eine anhaltende Hyperkalzämie beim Kind zu körperlicher und geistiger Behinderung, Aortenklappenstenose und Retinopathie führen kann. Tierversuche haben gezeigt, dass hohe Dosen von Vitamin D reproduktionstoxisch sind (siehe Abschnitt 5.3).

Stillzeit

Hohe Dosen von Vitamin D sind während der Stillzeit nicht empfohlen. Vitamin D und seine Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden. Wenn Vigalex 10 000 IE Tabletten während der Stillzeit klinisch angezeigt sind, sollte dies bei der Verabreichung von Vitamin D an das Kind berücksichtigt werden.

Fertilität

Bei normalen endogenen Vitamin D-Spiegeln sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten. Der Einfluss hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität ist nicht bekannt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zum Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Colecalciferol hat keine bekannten Nebenwirkungen, die möglicherweise die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.

4.8 Nebenwirkungen

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen ist nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

Störungen des Immunsystems:

Überempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Hyperkalzämie und Hyperkalzurie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen.

Hauterkrankungen und Erkrankungen des Unterhautgewebes:

Juckreiz, Hautausschlag und Nesselsucht.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine Überdosierung des Arzneimittels kann zu Hypervitaminose, Hyperkalzämie und Hyperphosphatämie führen. Zu den Symptomen einer Hyperkalzämie gehören Anorexie, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, Verwirrtheit, übermäßiges Trinken und Wasserlassen, Knochenschmerzen, Nierenverkalkung, Hyperkalzurie, Nierensteine und Arrhythmien in schweren Fällen.

Akute oder chronische Überdosierung von Vitamin D kann zu Hyperkalzämie führen, die langanhaltend und möglicherweise lebensbedrohlich sein kann. Anhaltend hohe Kalziumspiegel können irreversible Nierenschäden und Weichteilverkalkungen verursachen.

Behandlung von Hyperkalzämie: Die Vitamin D- (und Kalzium-) Therapie muss abgebrochen werden. Thiaziddiuretika, Lithium, Vitamine D und A sowie Herzglykoside sollten ebenfalls abgesetzt werden. Je nach Schweregrad der Überdosierung kann eine Rehydration, Mono- oder Kombinationstherapie mit Schleifendiuretika, Bisphosphonaten, Calcitonin und Kortikosteroiden angewendet werden. Der Serumelektrolytspiegel, die Nierenfunktion und die Urinausscheidung sollten überwacht werden. In schweren Fällen kann auch eine Überwachung des EKG und des zentralvenösen Blutdrucks erforderlich sein. Abhängig vom Grad der Hyperkalzämie und dem Zustand des Patienten, z. B. bei Oligoanurie kann eine Hämodialyse (kalziumiumfreies Dialysat) erforderlich sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

  • 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamin D und Analoga, Colecalciferol ATC-Code: A11CC05

Wirkmechanismus

Vitamin D erhöht die intestinale Absorption von Kalzium, die Reabsorption von Kalzium in den Nieren und die Knochenbildung und senkt den Spiegel von Nebenschilddrüsenhormon (PTH). Vitamin-D-Rezeptoren sind außer im Skelettsystem in vielen anderen Geweben vorhanden, sodass Vitamin D vielfältige Auswirkungen auf viele physiologische Prozesse hat. In Bezug auf zellbiologische Wirkungen liegen Forschungsdaten vor zur autokrinen / parakrinen Realisierung der Kontrolle von Wachstum und Differenzierung hämatopoetischer und Immunzellen, Haut-, Knochen- und glatten Muskelzellen sowie Zellen des Gehirns, der Leber und bestimmter endokriner Organe.

Studien beim Menschen stützen die Theorie, dass das maximale Niveau der Vitamin D-Synthese in der Haut (d. h. die maximale Exposition des gesamten Körpers gegenüber Sonnenlicht) dem der oralen Einnahme einer Vigalex 10 000 IE Tabletten entsprechen kann. Darüber hinaus ist die Dosis-Wirkungs-Kurve von Vitamin D bis zu einer Tagesdosis bis zu 10 0000 I.E. Vitamin D3 relativ linear, was darauf hindeutet, dass diese Dosis eine obere physiologische Grenze sein kann.

Grundlegende pharmakologische Prinzipien legen nahe, dass die funktionelle Halbwertszeit von Vitamin D3 für die tägliche, wöchentliche und monatliche Dosierung geeignet ist.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Vitamin D wird über den Dünndarm aus der Nahrung aufgenommen, meist im distalen Bereich. Studien mit radioaktiv markierten Verbindungen zeigen, dass die Absorptionseffizienz von Vitamin D beim Menschen zwischen 55% und 99% (Mittelwert 78%) variiert. Gallensäuren sind essentiell für die intestinale Aufnahme von Vitamin D.

Verteilung

Aus dem Darm absorbiertes Vitamin D wird in Chylomikronen eingebaut, die über das Lymphsystem in den Kreislauf gelangen, und bei Ankunft im Gewebe wird es durch Lipoproteinlipase aus den Chylomikronen freigesetzt. Vitamin D wird von der Haut zum Speichergewebe oder zur Leber durch ein spezifisches Plasmaprotein transportiert, das als Vitamin D-bindendes Protein (DBP) bezeichnet wird.

Im Blut werden 85-90% von 25 (OH) D3 gebunden an DBP transportiert, 10-15% sind an Albumin gebunden und weniger als 1% sind frei.

Biotransformation

Vitamin D wird in 2 Schritten aktiviert. Im ersten Schritt wird Vitamin D vom DBP in der Leber freigesetzt, wo eine 25-Hydroxylierung zu 25 (OH) D3 erfolgt.

Das Produkt des 25-Hydroxylierungsschritts 25 (OH) D3 bindet an DBP und wird zu den Nieren transportiert. Der zweite Schritt ist die 1-alpha-Hydroxylierung von 25 (OH) D, hauptsächlich in den Nieren. Außerhalb der Nieren wird 1,25 (OH)2D3 autokrin auch in anderen Organen produziert, wie z .B. in Knochenzellen und Nebenschilddrüsenzellen.

Die Plazenta ist eine der extrarenalen Produktionsstätten von 1,25 (OH)2D3 durch die 1-alpha- Hydroxylase. Diese lokale Produktion deckt den fetalen Kalziumbedarf und trägt nicht bei zur zirkulierenden 1,25 (OH)2D3 Konzentration bei der Mutter. Nach der Produktion wird der 1,25 (OH)2D3 an DBP gebunden und im Blut zu Zielgeweben transportiert.

Es gibt zwei Hauptwege für den Abbau, das C23-Lacton und den C24-Oxidationsweg.

Vitamin D-Metaboliten werden im Körper durch schrittweise Modifikation der Seitenkette durch CYP24A1 (24-Hydroxylase) oxidativ abgebaut. Mutationen im CYP24A1-Gen können zu einer verringerten Relation von 24,25 (OH) 2D3 zu 25 (OH) D3 (<0,02), erhöhten Serumspiegeln von 1,25-Dihydroxyvitamin D (1,25 (OH) 2D3), Hyperkalzämie, Hypercalciurie und Nephrolithiasis führen.

Elimination

Der größte Teil der Vitamin-D-Metaboliten (ca. 70%) wird in die Galle ausgeschieden. Aufgrund der aktiven Nierenresorption ist die Ausscheidung von Vitamin-D-Metaboliten im Urin gering.

Besondere Patientengruppen

Leberfunktionsstörung: Bei cholestatischen Lebererkrankungen nimmt die intestinale

Verfügbarkeit von Gallensalzen ab. Dies kann zu einer schlechteren Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin D führen.

Nierenfunktionsstörung: Der Nierenstoffwechsel von Colecalciferol kann bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung verändert sein (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Ältere: Ältere Erwachsene haben aufgrund der begrenzten Sonneneinstrahlung, der verringerten Fähigkeit der kutanen Vitamin D Synthese und der verringerten Vitamin-D-Aufnahme über die Nahrung ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Das Alter allein ist nicht mit einer veränderten Pharmakokinetik von Vitamin D verbunden.

Übergewicht: Übergewicht ist häufig mit einer Abnahme der Bioverfügbarkeit von mit der Nahrung aufgenommenen und in der Haut gebildetem Vitamin D verbunden. Dies ist wahrscheinlich eine Folge der Sequestration von Vitamin D in einem größeren Fettgewebe.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Effekte in präklinischen Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung wurden nur bei Dosierungen beobachtet, die ausreichend über der maximalen humantherapeutischen Exposition lagen, was darauf hinweist, dass eine solche Toxizität nur bei chronischer Überdosierung und daraus resultierender Hyperkalzämie auftreten kann.

Bei Dosen, die weit über dem humantherapeutischen Bereich lagen, wurden in Tierversuchen teratogene Wirkungen beobachtet.

Colecalciferol hat keine potenziell mutagenen oder krebserzeugenden Wirkungen.

Außer den bereits an anderen Stellen der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

  • 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wirkstoff: 0, 25 mg Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 10 000 IE als Colecalciferol- Trockenkonzentrat.

sonstige Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, niedrig substituiertes (L-HPC) Hydroxypropylcellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Saccharose, mittelkettige Triglyceride, Natriumascorbat und all-rac-alpha-Tocopherol

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

18 Monate

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C aufbewahren.

Bewahren Sie die Blister in der Originalpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Opaque, weiße, PVC/PVdC//Al-Blisterpackungen

Packung mit 10 Tabletten

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

6.7 Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung des Arzneimittels.

  1. 7. INHABER DER ZULASSUNG

MEDITOP Pharmaceutical Ltd. Ady Endre utca 1.

2097 Pilisborosjenő/Pest Ungarn

  1. 8. ZULASSUNGSNUMMER

2204169.00.00

  1. 9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

(siehe Unterschrift)

  1. 10. STAND DER INFORMATION

tt.mm.jjjj

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7007438.00.00 · ENR 7007438

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Vigalex 10 000 IE Tabletten

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Colecalciferol 10000 I.E.
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile
all-rac-alpha-Tocopherol, Maisstärke, Mittelkettige Triglyceride, Natriumascorbat und 5 weitere+

all-rac-alpha-Tocopherol, Maisstärke, Mittelkettige Triglyceride, Natriumascorbat, Saccharose, Siliciumdioxid, Mikrokristalline Cellulose, Niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose, Hochdisperses Siliciumdioxid

Packungsgrößen 10 Stück
Haltbarkeit 18 Monate (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Nicht über +25°C; In Originalverpackung aufbewahren; um den Inhalt vor Licht zu schützen
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. A Alimentäres System und Stoffwechsel
    1. A11 Vitamine
      1. A11C Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen
        1. A11CC Vitamin D und Analoga
          1. A11CC05 Colecalciferol
Zulassung 7007438.00.00, seit 31.08.2022; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer MEDITOP Gyógyszeripari Korlátolt Felel?sség? Társaság HR-Beiname: MEDITOP Pharmaceutical Ltd., MEDITOP Pharmaceutical Limited Liability Company, 2097 PILISBOROSJENÖ, Ungarn
Hersteller (Freigabe) MEDITOP Gyógyszeripari Korlátolt Felel?sség? Társaság HR-Beiname: MEDITOP Pharmaceutical Ltd., MEDITOP Pharmaceutical Limited Liability Company, Meditop Gyógyszeripari Korlátolt Felel?sség? Társaság Beiname: Meditop Pharmaceutical Ltd. (BS 1)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7007438), Datensatz vom 01.12.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.