Fachinformation - Zopiclon Olpha (Akciju sabiedr?ba "Olpha")
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Zopiclon Olpha 7,5 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Filmtablette enthält 7,5 mg Zopiclon.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:
Jede 7,5 mg Filmtablette enthält Lactose-Monohydrat, entsprechend 32 mg Lactose (siehe Abschnitt 4.4).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette).
Hellblaue bis blaue, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchkerbe, mit der Prägung „Z“ auf einer Seite der Bruchkerbe und „1“ auf der anderen Seite der Bruchkerbe auf einer Seite und glatt auf der anderen Seite.
Durchmesser: Länge: 10,10 mm ± 0,20 mm; Breite: 5,10 mm ± 0,20 mm.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Zopiclon Olpha wird angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen.
Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Substanzen sind nur dann angezeigt, wenn die Störung schwerwiegend ist und zu Behinderungen oder extremen Belastungen führt.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Sie sollte, einschließlich der schrittweisen Absetzphase, 4 Wochen nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.4).
In bestimmten Fällen kann eine über diesen Zeitraum hinausgehende Behandlung erforderlich sein. Eine Verlängerung der Behandlung über diesen Zeitraum hinaus sollte nicht ohne eine erneute Beurteilung des Zustandsbildes des Patienten erfolgen, da das Risiko des Missbrauchs und der Abhängigkeit mit zunehmender Behandlungsdauer steigt (siehe Abschnitt 4.4).
Dosierung
In allen Fällen sollte die Behandlung mit der niedrigsten wirksamen Dosis begonnen werden und die Höchstdosis sollte nicht überschritten werden.
Zopiclon Olpha 7,5 mg Tablette sollte als Einmalgabe abends direkt vor dem Schlafengehen eingenommen werden. In derselben Nacht sollte keine erneute Einnahme erfolgen.
Die Dosis 3,75 mg eignet sich besser für Patienten über 65 Jahre und für spezielle Patientengruppen.
Die übliche Dosis ist:
Erwachsene
Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene unter 65 Jahren beträgt 7,5 mg Zopiclon.
Ältere Patienten
Patienten ab 65 Jahren: Die empfohlene Dosis beträgt 3,75 mg pro Tag und kann nur in Ausnahmefällen auf 7,5 mg erhöht werden.
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion oder chronischer Ateminsuffizienz beträgt die empfohlene Tagesdosis 3,75 mg Zopiclon (siehe Abschnitt 5.2).
Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wird empfohlen, die Behandlung mit 3,75 mg Zopiclon als Tagesdosis zu beginnen (siehe Abschnitt 5.2).
In jedem Fall sollte die Dosis 7,5 mg pro Tag nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zopiclon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Zopiclon darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
4.3 Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
- schwerer Ateminsuffizienz
- Schlafapnoe-Syndrom
- Schwerer akuter oder chronischer Leberinsuffizienz (aufgrund der Gefahr einer Enzephalopathie)
- Myasthenia gravis
- ungewöhnlichem Schlafverhalten nach Einnahme von Zopiclon in der Vorgeschichte (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Vor Beginn einer Behandlung mit Zopiclon sollten spezifisch zu behandelnde Ursachen der Schlaflosigkeit abgeklärt und behandelt werden.
Zopiclon Olpha sollte bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden. Gleichzeitiger Alkoholkonsum sollte vermieden werden.
Abhängigkeit
Die Behandlung mit Beruhigungsmitteln/Hypnotika wie Zopiclon kann zu einer physischen oder psychischen Abhängigkeit oder einem Missbrauch dieser Mittel führen.
Das Risiko einer Abhängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Das Risiko von Missbrauch und Abhängigkeit ist zudem größer bei Patienten mit einem Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Anamnese und wenn Zopiclon in Kombination mit Alkohol oder anderen psychotropen Stoffen eingenommen wird.
Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, kann ein plötzlicher Abbruch der Behandlung zu Entzugssymptomen führen. Diese können sich in Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, außergewöhnlicher Angst, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit äußern. In schweren Fällen können außerdem folgende Symptome auftreten: Persönlichkeitsstörungen, Realitätsverlust, Hyperakusis, Taubheit und Parästhesien in den Extremitäten, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Halluzinationen oder epileptische Anfälle.
Entzugserscheinungen können innerhalb weniger Tage nach Beendigung der Behandlung auftreten. Bei kurzwirksamen Benzodiazepinen und insbesondere bei Gabe hoher Dosen können Symptome sogar im Intervall zwischen den Dosen auftreten.
Rebound-Schlaflosigkeit
Ein vorübergehendes Syndrom, bei dem die Symptome, die zu einer Behandlung mit Sedativa/Hypnotika geführt haben, nach Absetzen der Therapie in verstärkter Form erneut auftreten. Das Risiko für das Auftreten dieser Symptome ist bei einem abrupten Absetzen, insbesondere nach längerer Behandlung mit Schlafmitteln, größer. Daher wird empfohlen, den Patienten darüber zu informieren und ihm zu raten, die Dosis schrittweise zu reduzieren (siehe auch Abschnitt 4.8 „Unerwünschte Wirkungen“). Die Behandlung mit Schlaftabletten sollte vorübergehend oder intermittierend erfolgen, um das Risiko von Entzugsproblemen zu verringern.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein (siehe Abschnitt 4.2), jedoch einschließlich der Ausschleichphase nicht länger als 4 Wochen betragen. Dieser Zeitraum sollte nur nach einer erneuten Beurteilung des Patientenzustands überschritten werden. Es kann hilfreich sein, den Patienten zu Beginn der Behandlung darüber zu informieren, dass die Behandlung nur von kurzer Dauer sein wird, und ihm genau zu erklären, wie er die Dosis schrittweise reduzieren kann.
Es ist auch wichtig, auf die Möglichkeit eines Rebound-Effekts aufmerksam zu machen, damit sich der Patient während des Behandlungsabbruchs keine übermäßigen Sorgen über diese Symptome macht.
Psychomotorische Beeinträchtigung
Wie jedes andere Beruhigungsmittel/Hypnotikum hat Zopiclon eine ZNS-dämpfende Wirkung. Veränderungen der psychomotorischen Funktionen treten wahrscheinlich innerhalb weniger Stunden nach der Verabreichung auf. Das Risiko einer psychomotorischen Beeinträchtigung, einschließlich der Fahrtüchtigkeit, steigt in folgenden Situationen:
- Einnahme dieses Arzneimittels weniger als 12 Stunden vor einer Tätigkeit, die Aufmerksamkeit erfordert (siehe Abschnitt 4.7),
- Überschreitung der empfohlenen Dosis,
- Gleichzeitige Anwendung mit anderen ZNS-dämpfenden Mitteln, Alkohol, illegalen Substanzen oder anderen Arzneimitteln, die die Blutkonzentration von Zopiclon erhöhen (siehe Abschnitt 4.5).
Patienten sollten davor gewarnt werden, nach der Einnahme von Zopiclon und insbesondere in den ersten 12 Stunden nach der Verabreichung gefährliche Tätigkeiten auszuüben, die volle Aufmerksamkeit oder motorische Koordination erfordern (z. B. das Bedienen von Maschinen oder Autofahren).
Anterograde Amnesie
Eine anterograde Amnesie kann auftreten, insbesondere wenn der Schlaf unterbrochen wird oder wenn sich die Schlafenszeit nach der Einnahme von Zopiclon Olpha verzögert. Innerhalb weniger Stunden nach der Verabreichung kann eine anterograde Amnesie auftreten.
Um das Risiko einer anterograden Amnesie zu verringern, sollte dem Patienten Folgendes empfohlen werden:
- Nehmen Sie die Tablette unmittelbar vor dem Schlafengehen ein oder wenn Sie bereits im Bett sind.
- Schaffen Sie die günstigsten Bedingungen für einen erholsamen Schlaf (7 – 8 Stunden).
Toleranz
Die Wirkung von kurzwirksamen Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Mitteln kann nach wiederholter Anwendung über einige Wochen nachlassen. Für Zopiclon ist jedoch während einer Behandlungsdauer von bis zu 4 Wochen keine ausgeprägte Toleranz aufgetreten.
Somnambulismus und damit verbundene Verhaltensweisen
Bei Patienten, die die erste oder eine weitere Dosis Zopiclon eingenommen hatten und nicht ausreichend wach waren, wurde über Schlafwandeln und andere damit verbundene komplexe Schlafverhaltensweisen wie „Schlaffahren“, Kochen und Essen, Sex oder Telefonieren im Schlaf mit Amnesie für das Ereignis berichtet. Patienten erinnern sich normalerweise nicht an diese Ereignisse.
Patienten können bei komplexem Schlafverhalten schwere Verletzungen erleiden oder andere verletzen. Solche Verletzungen können tödlich enden.
Die Einnahme von Alkohol und anderen ZNS-dämpfenden Mitteln zusammen mit Zopiclon kann das Risiko eines solchen Verhaltens erhöhen oder wenn die empfohlene Höchstdosis überschritten wird. Bei Patienten, die über ein solches Verhalten berichten, sollte ein Absetzen der Behandlung dringend in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Andere psychiatrische und paradoxe Reaktionen
Während der Behandlung mit Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen können Reaktionen wie Ruhelosigkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutausbrüche, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen auftreten. In diesem Fall muss das Arzneimittel abgesetzt werden. Diese Reaktionen treten häufiger bei älteren Menschen auf.
Suizid/Depression/Episode einer schweren Depression
Einige epidemiologische Studien zeigen eine erhöhte Inzidenz von Suizidgedanken, Suizidversuchen und Suiziden bei Patienten mit oder ohne Depression, die mit Benzodiazepinen und anderen Hypnotika, einschließlich Zopiclon, behandelt wurden. Ein Kausalzusammenhang konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.
Wie andere Hypnotika stellt Zopiclon keine Behandlung von Depressionen dar und kann sogar deren Symptome verschleiern (bei solchen Patienten kann es zu Suizid kommen).
Bei Personen mit Episoden einer schweren Depression:
Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Arzneimittel sollten nicht als Monotherapie verschrieben werden, da sich dadurch die zugrunde liegende Depression entwickeln und persistieren kann, was zu einem erhöhten Suizidrisiko führt.
Aufgrund des Suizidrisikos bei diesen Patienten sollte bei diesen Patienten die niedrigste wirksame Zopiclon-Dosis angewendet werden, um die Möglichkeit einer absichtlichen Überdosierung zu vermeiden.
Risiken durch eine gleichzeitige Anwendung mit Opioiden
Die gleichzeitige Anwendung von Zopiclon Olpha und Opioiden kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln wie Zopiclon Olpha zusammen mit Opioiden nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Zopiclon Olpha zusammen mit Opioiden für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein (siehe auch allgemeine Dosierungsempfehlung in Abschnitt 4.2).
Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und deren Bezugspersonen (falls zutreffend) über diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt 4.5).
Besondere Patientengruppen
Leberfunktionsstörung
Eine reduzierte Dosierung wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.2). Benzodiazepine sind nicht zur Behandlung von Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz indiziert, da sie eine Enzephalopathie auslösen können (siehe Abschnitt 4.3).
Ateminsuffizienz
Bei Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz wird aufgrund des Risikos einer Atemdepression eine niedrigere Dosis empfohlen.
Nierenfunktionsstörung
Eine reduzierte Dosierung wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
Ältere Menschen
Ältere Menschen sollten eine reduzierte Dosis erhalten (siehe Abschnitt 4.2). Aufgrund der muskelentspannenden Wirkung von Zopiclon besteht insbesondere bei älteren Menschen die Gefahr eines Sturzes, wenn sie nachts aufstehen.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zopiclon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Zopiclon darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
Zopiclon Olpha enthält Lactose und Natrium
Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose- Galactose-Malabsorption sollten Zopiclon Olpha nicht einnehmen.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen:
Alkohol
Die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol wird nicht empfohlen. Die sedierende Wirkung von Zopiclon Olpha kann verstärkt werden, wenn das Arzneimittel mit Alkohol kombiniert wird. Dies beeinträchtigt die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei der Interaktion ist Vorsicht geboten
ZNS-Depressiva
Die Kombination mit anderen ZNS-Depressiva wie Neuroleptika, Hypnotika, Anxiolytika/Sedativa, Antidepressiva, narkotischen Analgetika, Antiepileptika, Anästhetika und sedierenden Antihistaminika sollte sorgfältig abgewogen werden, da die unterdrückende Wirkung von Zopiclon auf das Zentralnervensystem in Kombination mit diesen Wirkstoffen verstärkt werden kann.
Bei narkotischen Analgetika kann es auch zu einer Verstärkung der Euphorie kommen, die zu einer verstärkten psychischen Abhängigkeit führen kann.
Opioide
Die gleichzeitige Anwendung sedierender Arzneimittel wie Benzodiazepine oder verwandter Arzneimittel wie Zopiclon Olpha mit Opioiden erhöht aufgrund der additiven ZNS-dämpfenden Wirkung das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod. Die Dosierung und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollte begrenzt sein (siehe Abschnitt 4.4).
CYP3A4-Inhibitoren/CYP3A4-Induktoren
Da Zopiclon über CYP3A4 metabolisiert wird, können die Plasmaspiegel von Zopiclon ansteigen, wenn es gleichzeitig mit CYP3A4-Inhibitoren wie Makrolidantibiotika, Azolen, HIV-Proteaseinhibitoren und Grapefruitsaft verabreicht wird. Bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP3A4-Inhibitoren kann eine Dosisreduktion von Zopiclon erforderlich sein. Umgekehrt können die Plasmaspiegel von Zopiclon sinken, wenn es gleichzeitig mit CYP3A4-Induktoren wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin und Produkten, die Johanniskraut enthalten, verabreicht wird. Möglicherweise muss die Dosis von Zopiclon erhöht werden.
Erythromycin
Die Wirkung von Erythromycin auf die Pharmakokinetik von Zopiclon wurde an gesunden Probanden untersucht. Die AUC von Zopiclon erhöht sich in Gegenwart von Erythromycin um 80 %, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass Erythromycin den Metabolismus von Arzneimitteln hemmt, die über CYP3A4 metabolisiert werden. Dadurch kann die hypnotische Wirkung von Zopiclon verstärkt werden.
Itraconazol
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Itraconazol (das den CYP3A4-vermittelten Metabolismus hemmt) erhöht sich die Bioverfügbarkeit von Zopiclon um etwa 70 %.
Rifampicin
Rifampicin induziert stark den Metabolismus von Zopiclon, wahrscheinlich über CYP 3A4. Seine Plasmakonzentration sinkt um etwa 80 % und seine Wirkung bei psychomotorischen Tests wird deutlich reduziert.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Zahlreiche Daten aus Kohortenstudien haben das Auftreten von Missbildungen nach der Exposition gegenüber Benzodiazepinen im 1. Schwangerschaftstrimester nicht nachgewiesen. Bestimmte epidemiologische Fallkontrollstudien berichteten jedoch über eine erhöhte Inzidenz von Lippen- und Gaumenspalten im Zusammenhang mit der Einnahme von Benzodiazepinen während der Schwangerschaft. Diesen Daten zufolge wird die Inzidenz von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei Neugeborenen nach Exposition gegenüber Benzodiazepinen während der Schwangerschaft weniger als 2/1 000 betragen, während die erwartete Häufigkeit in der Allgemeinbevölkerung bei 1/1 000 liegt.
Wenn Benzodiazepine in hohen Dosen während des 2. und/oder 3. Schwangerschaftstrimesters eingenommen werden, wurde eine Abnahme der aktiven Bewegungen des Fötus und der Herzfrequenzvariabilität des Fötus beobachtet. Die Behandlung mit Benzodiazepinen spät in der Schwangerschaft, selbst in niedrigen Dosen, kann beim Neugeborenen Entzugserscheinungen hervorrufen, wie z. axiale Hypotonie und Saugstörungen, die zu einer geringen Gewichtszunahme führen.
Diese Anzeichen sind reversibel, können jedoch abhängig von der Halbwertszeit des verschriebenen Benzodiazepins 1 bis 3 Wochen anhalten. Bei hohen Dosen kann es bei Neugeborenen zu Atemdepression oder Apnoe sowie Unterkühlung kommen. Darüber hinaus ist ein neonatales Entzugssyndrom möglich, auch wenn keine Anzeichen dieser Entzugserscheinungen vorliegen. Sie ist insbesondere durch Übererregbarkeit, Unruhe und Zittern des Neugeborenen gekennzeichnet, die einige Zeit nach der Entbindung auftreten. Die Verzögerung des Wirkungseintritts hängt von der Eliminationshalbwertszeit des Arzneimittels ab, die bei langer Eliminationshalbwertszeit erheblich sein kann.
Aufgrund dieser Daten sollte Zopiclon in keinem Stadium der Schwangerschaft angewendet werden.
Stillzeit
Dieses Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Beim Stillen ähnelt die Kinetik von Zopiclon in der Muttermilch derjenigen im Plasma. Der geschätzte Prozentsatz der vom Säugling aufgenommenen Dosis würde 0,2 % der der Mutter pro 24 Stunden verabreichten Dosis nicht überschreiten.
Fertilität
Wenn Zopiclon einer Frau im gebärfähigen Alter verschrieben wird, sollte sie darauf hingewiesen werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn sie eine Schwangerschaft plant oder vermutet, dass sie schwanger ist, damit der Nutzen der Behandlung neu beurteilt werden kann.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Zopiclon Olpha hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Patienten, die Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, sollten gewarnt werden, dass, wie bei anderen Hypnotika, die ersten 12 Stunden nach Zopiclon der Einnahme ein mögliches Risiko von Schläfrigkeit, verlängerter Reaktionszeit, Schwindel, Benommenheit, verschwommenem Sehen/Doppeltsehen und verminderter Aufmerksamkeit sowie beeinträchtigter Verkehrstüchtigkeit bestehen kann (siehe Abschnitt 4.8).
Bei der alleinigen Anwendung von Zopiclon in therapeutischen Dosen kann es zu einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und zu Verhaltensweisen wie Einschlafen am Steuer kommen.
Patienten sollten gewarnt werden, nach der Verabreichung von Zopiclon keine gefährlichen Tätigkeiten auszuüben, die volle geistige Wachheit oder motorische Koordination erfordern, wie z. B. das Bedienen von Maschinen oder das Führen eines Kraftfahrzeugs. Die Wirkung kann auch bis zum nächsten Tag anhalten.
Darüber hinaus ist das Risiko für solche Verhaltensweisen bei gleichzeitigem Alkoholkonsum und bei Einnahme von Zopiclon zusammen mit anderen zentraldämpfenden Arzneimitteln erhöht (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Patienten sollten gewarnt werden, während der Anwendung von Zopiclon keinesfalls Alkohol zu trinken oder andere psychoaktive Substanzen einzunehmen.
4.8 Nebenwirkungen
Nebenwirkungen werden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit klassifiziert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Das Auftreten von Nebenwirkungen hängt von der eingenommenen Dosis und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten ab.
| Systemorgan-klasse | Sehr Häufi g | Häufig | Gelegentli ch | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Systemorgan-klasse | Sehr Häufi g | Häufig | Gelegentli ch | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Systemorgan-klasse | Sehr Häufi g | Häufig | Gelegentli ch | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Immunsystem s | Angioödem, Anaphylaktis che Reaktionen | |||||
| Psychiatrische Erkrankungen | Agitiertheit , Albträume | veränderter Bewusstsein s-zustand, Libidostörun g, Reizbarkeit, Aggressivitä t, Aggression, Halluzinatio n | Verhaltensstörun g, Delirium, Wahnvorstellung en, Wutausbrüche, Nervosität, komplexes Schlafverhalten einschließlich Somnambulismu s (siehe Abschnitt 4.4), physische und psychische Abhängigkeit auch bei therapeutischen Dosen mit Entzugs- oder Rebound-Syndrom bei Absetzen der Behandlung (siehe Abschnitt 4.4), Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Anspannung | |||
| Erkrankungen des Nervensystems | verminderte Aufmerksamk eit oder Schläfrigkeit (insbesondere bei älteren Menschen), Geschmacks-störung | Schwindel, Kopf-schmerzen | anterograde Amnesie, die bei therapeutisc hen Dosen auftreten kann, Das Risiko steigt proportional mit der Dosis | Ataxie, Parästhesie, kognitive Störungen wie Gedächtnis-störungen, Aufmerksamkeit s-störungen, Sprachstörungen | ||
| Augen-erkrankungen | Diplopie | |||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Dyspnoe | Atemdepression | ||||
| Erkrankungen des Gastrointestin al-traktes | Mundtrockenh eit | Übelkeit | Dyspepsie, Erbrechen | |||
| Leber-und Gallen-erkrankungen | Erhöhte Transaminase n und/oder erhöhte alkalische Phosphatasen im Blut, was in sehr seltenen Fällen zu Leberschäden führen kann | |||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-gewebes | Hautausschl ag, Juckreiz, Urtikaria | |||||
| Skelettmuskul atur-, Bindegewebs- und Knochen-erkrankungen | Muskelschwäche | |||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichun gsort | Asthenie | |||||
| Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikatione n | Stürze (vorwiegend bei älteren Patienten) (siehe Abschnitt 4. 4) |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Die Folgen einer Überdosierung können lebensbedrohlich sein, insbesondere in Fällen einer Polyintoxikation mit anderen dämpfenden Mitteln des Zentralnervensystems (einschließlich Alkohol).
Im Falle einer massiven Überdosierung sind die Hauptsymptome eine Depression des Zentralnervensystems, die je nach aufgenommener Menge von Schläfrigkeit bis hin zum Koma reichen kann. In leichten Fällen können geistige Verwirrung und Lethargie auftreten. In schwereren Fällen können die Symptome Ataxie, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck, Atemdepression und sehr selten Tod sein.
Im Falle einer oralen Überdosierung vor weniger als 1 Stunde sollte Erbrechen herbeigeführt werden, wenn der Patient bei Bewusstsein ist, oder, falls dies nicht der Fall ist, eine Magenspülung mit Schutz der Atemwege durchgeführt werden. Nach dieser Zeit kann die Gabe von Aktivkohle die Resorption verringern.
Eine spezielle Überwachung der Herz-Atem-Funktionen in einer speziellen Umgebung wird empfohlen. Aufgrund des großen Verteilungsvolumens von Zopiclon ist eine Hämodialyse zur Behandlung einer Überdosierung nicht sinnvoll.
Die Verabreichung von injizierbarem Flumazenil kann zur Diagnose und/oder Behandlung einer absichtlichen oder versehentlichen Überdosierung von Benzodiazepinen nützlich sein.
Die Benzodiazepin-antagonistische Wirkung von Flumazenil kann insbesondere bei epileptischen Patienten das Auftreten neurologischer Störungen (Krämpfe) begünstigen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypnotika und Sedativa; Benzodiazepin-verwandte Mittel,
ATC-Code: N05CF01
Zopiclon gehört zur Gruppe der Cyclopyrrolone und ist mit der Klasse der Benzodiazepine verwandt.
Seine pharmakodynamische Aktivität ähnelt qualitativ der anderer Verbindungen dieser Klasse:
Muskelrelaxans, Anxiolytikum, Beruhigungsmittel, Hypnotikum, Antikonvulsivum, Amnesikum.
Diese Effekte hängen mit einer spezifischen agonistischen Wirkung auf einen zentralen Rezeptor zusammen, der Teil des makromolekularen GABA-OMEGA-Rezeptorkomplexes ist, auch bekannt als BZ1 und BZ2, der die Öffnung des Chloridkanals moduliert.
Beim Menschen verlängert Zopiclon die Schlafdauer und verringert die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens.
Diese Wirkungen gehen mit einem charakteristischen elektroenzephalographischen Profil einher, das sich von dem der Benzodiazepine unterscheidet. Schlafaufzeichnungsstudien haben gezeigt, dass Zopiclon das Stadium I verringert, das Stadium II verlängert, die Tiefschlafstadien (III und IV) aufrechterhält oder verlängert und den REM-Schlaf aufrechterhält.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach oraler Gabe wird Zopiclon schnell resorbiert, maximale Plasmaspiegel werden nach 1,5 bis 2 Stunden erreicht. Sie betragen in Abhängigkeit von der Dosis (3,75/7,5/15 mg) 30, 60 bzw. 115 ng/ml.
Die Bioverfügbarkeit beträgt ungefähr 80 %.
Die Resorption ist geschlechtsunspezifisch und wird dabei nicht durch Einnahmezeit oder Einnahmehäufigkeit beeinflusst.
Verteilung
Zopiclon verteilt sich schnell aus dem zentralen Kompartiment. Die Plasmaproteinbindung ist schwach (ca. 45 %) und nicht sättigbar. Aufgrund der Proteinbindung besteht ein sehr geringes Risiko für Arzneimittelwechselwirkungen. Plasmaabfall: Zwischen 3,75 mg und 15 mg ist der Plasmaabfall unabhängig von der Dosis.
Die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 5 Stunden.
Benzodiazepine und verwandte Moleküle passieren die Blut-Hirn-Schranke und gelangen in die Plazenta und in die Muttermilch. Beim Stillen ähnelt die Kinetik von Zopiclon in der Muttermilch derjenigen im Plasma. Der geschätzte Prozentsatz der vom Säugling aufgenommenen Dosis würde 0,2 % der der Mutter pro 24 Stunden verabreichten Dosis nicht überschreiten.
Biotransformation
Zopiclon wird weitgehend in der Leber metabolisiert.
Die beiden Hauptmetaboliten sind das N-Oxid-Derivat (pharmakologisch aktiv bei Tieren) und das N-Desmethyl-Derivat (pharmakologisch inaktiv bei Tieren). Ihre anhand der Urindaten ermittelte scheinbare Halbwertszeit beträgt 4,5 Stunden bzw. 7,30 Stunden, was mit der Tatsache übereinstimmt, dass sie bei wiederholten Dosen (15 mg) über 14 Tage keine signifikante Akkumulation zeigten. Bei Tieren wurde selbst bei hohen Dosen keine Enzyminduktion nachgewiesen.
Elimination
Der niedrige Wert der renalen Clearance von unverändertem Zopiclon (durchschnittlich 8,4 ml/min) im Vergleich zur Plasma-Clearance (232 ml/min) weist darauf hin, dass die Clearance von Zopiclon hauptsächlich metabolisch erfolgt. Ungefähr 80 % von Zopiclon werden über den Urin als freie Metaboliten (N-Oxid und N-Desmethyl-Derivate) und etwa 16 % über die Fäzes ausgeschieden.
Spezielle Patientengruppen
Bei älteren Patienten: Der Leberstoffwechsel nimmt leicht ab und die Halbwertszeit beträgt durchschnittlich 7 Stunden. Dennoch haben verschiedene Studien keine Plasmaakkumulation von Zopiclon bei wiederholter Gabe gezeigt.
Bei Niereninsuffizienz: Nach längerer Verabreichung wurde keine Akkumulation von Zopiclon oder seinen Metaboliten festgestellt. Zopiclon passiert Dialysemembranen.
Aufgrund des großen Verteilungsvolumens von Zopiclon ist eine Hämodialyse zur Behandlung einer Überdosierung nicht sinnvoll.
Bei Patienten mit Leberzirrhose: Die Plasma-Clearance von Zopiclon ist durch die Verlangsamung des Demethylierungsprozesses deutlich verringert, daher muss bei diesen Patienten die Dosierung angepasst werden.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Akute und chronische Toxizitätstests zeigten, dass das Arzneimittel auch nach Langzeitbehandlung gut vertragen wurde. Die LD50 beträgt bei verschiedenen Tierarten nach oraler Gabe 1 150 mg/kg bei Mäusen, 2 310 mg/kg bei Ratten und erreicht bei Katzen, Hunden und Affen noch höhere Werte (> 4 500 mg/kg).
Darüber hinaus verursachte Zopiclon keine morphologischen oder Verhaltensstörungen und war weder fötotoxisch noch teratogen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Tablettenkern:
Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat
Lactose-Monohydrat
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)
Maisstärke
Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Filmüberzug Opadry blau:
Talkum (E 553b)
Hypromellose 2910, 5 mPa.s (E 464)
Titandioxid (E 171)
Propylenglycol (E 1520)
Brillantblau FCF (E 133)
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
PVC/PVDC-Aluminium Blisterpackungen mit 10 Filmtabletten.
10, 20 oder 30 Filmtabletten (1, 2 oder 3 Blisterpackungen) mit einer Packungsbeilage in einem Umkarton.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Olpha AS,
Rupnicu iela 5,
Olaine, Olaines novads, LV-2114,
Lettland
8. ZULASSUNGSNUMMER
7014896.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG
- 24. August 2026
10. STAND DER INFORMATION
08/2026
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
