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Adamon Tropfen 100 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
100 mg/ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Adamon Tropfen

1. Was sind Adamon Tropfen und wofür werden sie angewendet?

Adamon Tropfen gehören zur Arzneimittelgruppe der Analgetika, die auch als Schmerzmittel oder Schmerzlinderer bezeichnet werden. Adamon Tropfen enthalten den Wirkstoff Tramadolhydrochlorid. Der Wirkstoff Tramadolhydrochlorid unterbricht die an das Gehirn gesendeten Schmerzsignale und bewirkt außerdem im Gehirn, dass diese Schmerzsignale nicht empfunden werden. Das bedeutet, dass Adamon Tropfen das Auftreten der Schmerzen zwar nicht verhindern können, aber dass Sie diese Schmerzen weniger stark empfinden.

Adamon Tropfen werden angewendet zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen (zum Beispiel bei Schmerzen nach einer Operation bzw. nach einer Verletzung).

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Adamon Tropfen beachten?

Adamon Tropfen dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tramadolhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, was sich durch Hautausschlag, eine Schwellung im Gesicht oder Atembeschwerden äußert.
  • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe zur Behandlung einer Depression einnehmen oder innerhalb der letzten zwei Wochen eingenommen haben (siehe Abschnitt 2. „Anwendung von Adamon Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • wenn Sie an Epilepsie leiden und diese durch Behandlung nicht kontrolliert werden kann.
  • wenn Sie sich nach dem Konsum von Alkohol benebelt oder betrunken fühlen.
  • wenn Sie mehr als die verschriebene Dosis von Ihren Schlafmitteln, Neuroleptika, Antidepressiva

    (Neuroleptika und Antidepressiva sind Medikamente, die sich auf die Stimmung bzw. die

    Gemütsverfassung auswirken) oder von anderen Schmerzmitteln eingenommen haben, wodurch Ihre Atmung und Ihre Reaktionen verlangsamen können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Adamon Tropfen einnehmen,

  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.
  • wenn Sie Adamon Tropfen oder ein anderes Tramadolhydrochlorid enthaltendes Medikament bereits einmal über längere Zeit eingenommen haben.
  • wenn Sie allergisch auf morphiumähnliche Medikament reagiert haben.
  • wenn Sie ernste Leber- oder Nierenerkrankungen haben.
  • wenn Sie vor kurzem eine Verletzung am Kopf erlitten haben oder unter sehr starken

    Kopfschmerzen mit Erbrechen leiden.

  • wenn Sie irgendwann einmal Krämpfe (Krampfanfälle) hatten oder an Epilepsie leiden.
  • wenn Sie sich vor kurzem verwirrt, müde oder schwach gefühlt haben, oder in Ohnmacht gefallen sind.
  • wenn Sie Asthma oder Atembeschwerden haben.
  • wenn Sie andere Medikamente einnehmen.
  • wenn Sie sich demnächst einer Operation unter Vollnarkose unterziehen müssen.
  • wenn Sie an einer Depression leiden und Antidepressiva einnehmen, da einige von ihnen zu

    Wechselwirkungen mit Tramadol führen können (siehe „Einnahme von Adamon Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Sollte einer der vorstehenden Punkte bei Ihnen zutreffen, müssen Sie Ihren Arzt darüber in Kenntnis setzen, weil dieser dann möglicherweise Ihre Behandlung ändern wird.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Adamon Tropfen kann schlafbezogene Atemstörungen, wie Schlafapnoe (Atempausen während des Schlafes) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut), verursachen. Die Symptome können Atempausen während des Schlafes, nächtliches Erwachen aufgrund von Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten, den Schlaf aufrechtzuerhalten oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages sein. Wenn Sie oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine Dosisreduktion kann von Ihrem Arzt in Betracht gezogen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen während der Anwendung von Adamon Tropfen eines der nachfolgenden Symptome aufgetreten ist:

Extreme Müdigkeit, Appetitlosigkeit, starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann auf eine Nebenniereninsuffizienz (niedriger Cortisolspiegel) hinweisen. Wenn Sie diese Symptome haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, der entscheidet, ob Sie ein Hormonpräparat einnehmen müssen.

In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit, dass Adamon Tropfen zu Krämpfen (Krampfanfällen) führen. Dieses Risiko wird noch verstärkt, wenn Sie mehr als die empfohlene tägliche Höchstdosis bzw. wenn Sie gleichzeitig Antidepressiva oder Neuroleptika einnehmen.

Gewöhnung, Abhängigkeit und Sucht

Dieses Arzneimittel enthält Tramadol und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von Opioiden kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird). Die wiederholte Anwendung von Adamon Tropfen kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann. Das Risiko dieser Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen. Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr kontrollieren zu können, wie viel von dem Arzneimittel sie anwenden oder wie oft Sie es

anwenden. Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie können ein größeres Risiko haben, von Adamon Tropfen abhängig oder süchtig zu werden, wenn:

  • Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht“).
  • Sie Raucher sind.
  • Sie schon einmal psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder

    Persönlichkeitsstörung) oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt worden sind.

Wenn Sie während der Anwendung von Adamon Tropfen eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinwies darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:

  • Sie wenden das Arzneimittel länger an als von Ihrem Arzt empfohlen.
  • Sie wenden mehr als die empfohlene Dosis an.
  • Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z. B. „um ruhig zu bleiben“ oder „um zu schlafen“.
  • Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
  • wenn Sie das Arzneimittel nicht anwenden, fühlen Sie sich unwohl und Sie fühlen sich besser,
  • wenn Sie das Arzneimittel wieder anwenden („Entzugserscheinungen“).

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, die Anwendung zu beenden und wie Sie die Anwendung sicher beenden können (siehe Abschnitt 3, Beendigung der Anwendung von Adamon Tropfen).

Sie sollten dieses Arzneimittel nicht für die Behandlung von Entzugssymptomen anwenden, wenn Sie drogenabhängig sind.

Es besteht ein geringes Risiko, dass Sie ein sogenanntes Serotoninsyndrom entwickeln, das nach der Einnahme von Tramadol in Kombination mit bestimmten Antidepressiva oder Tramadol allein auftreten kann. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie irgendwelche der Symptome dieses schwerwiegenden Syndroms bei sich bemerken (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

In seltenen Fällen kann eine Erhöhung der Dosis dieses Medikaments Ihre Schmerzempfindlichkeit erhöhen. Wenn das passiert, müssen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Behandlung sprechen.

Kinder und Jugendliche

Adamon Tropfen sind nicht für Kinder unter 1 Jahr geeignet.

Einnahme von Adamon Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Adamon Tropfen nicht ein, wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (Moclobemid oder Phenelzin gegen Depression bzw. Selegilin bei Parkinsonscher Erkrankung) erhalten oder während der letzten 14 Tage angewendet haben.

Die schmerzlindernde Wirkung von Adamon Tropfen kann abgeschwächt und/oder verkürzt werden, wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Carbamazepin (wird zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt)
  • Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin (Schmerzmittel)
  • Ondansetron (gegen Übelkeit).

Der Arzt wird Ihnen sagen, ob und in welcher Dosis Sie Adamon Tropfen anwenden sollen.

Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn Sie bestimmte Antidepressiva einnehmen. Adamon Tropfen kann mit diesen Arzneimitteln zu einer Wechselwirkung führen, und Sie können ein Serotoninsyndrom erleiden (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich“).

Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Krämpfe (Krampfanfälle) auslösen können, wie zum Beispiel bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika. Das Risiko, einen Anfall zu erleiden, kann bei gleichzeitiger Einnahme von Adamon Tropfen erhöht sein. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Adamon Tropfen für Sie geeignet ist.

Medikamente, die zur Behandlung von Epilepsie angewendet werden, können sehr selten Krämpfe (Krampfanfälle) auslösen. Wenn Sie jedoch gleichzeitig Adamon Tropfen anwenden, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Krampfanfall. Befragen Sie unbedingt Ihren Arzt dazu!

Arzneimittel, die auf das Nervensystem wirken (wie zum Beispiel Hypnotika, Beruhigungsmittel, Schlaftabletten und Schmerzmittel) können bewirken, dass Sie sich schläfriger oder kraftloser fühlen, wenn Sie diese zusammen mit Adamon Tropfen anwenden.

Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn Sie Gabapentin oder Pregabalin zur Behandlung von Epilepsie oder Schmerzen aufgrund von Nervenproblemen (neuropathische Schmerzen) einnehmen.

Gerinnungshemmende Mittel zur Blutverdünnung, wie zum Beispiel Warfarin: Die Wirksamkeit dieser Medikamente kann sich durch die gleichzeitige Einnahme von Adamon Tropfen verändern.

Die gleichzeitige Anwendung von Adamon Tropfen und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Adamon Tropfen zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Einnahme von Adamon Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken und Alkohol

Sie können Adamon Tropfen mit ausreichend Wasser sowie zusammen mit oder ohne eine Mahlzeit einnehmen. Während der Behandlung mit diesem Medikament sollten Sie keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft und Fortpflanzungsfähigkeit

Über die Sicherheit von Tramadol in der Schwangerschaft liegen nur wenige Informationen vor. Daher sollten Sie Adamon Tropfen nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind.

Die wiederholte Einnahme dieses Arzneimittels in der Schwangerschaft kann zur Gewöhnung des ungeborenen Kindes an Tramadol und, infolgedessen, zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen nach der Geburt führen.

Erfahrungen aus der Anwendung am Menschen legen nahe, dass Tramadol die männliche und weibliche Zeugungsfähigkeit nicht beeinflusst.

Stillzeit

Tramadol wird in die Muttermilch ausgeschiedet. Aus diesem Grund sollten Sie Adamon Tropfen während der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen. Wenn Sie Adamon Tropfen hingegen mehr als einmal einnehmen, sollten Sie das Stillen unterbrechen.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Adamon Tropfen kann zu Benommenheit führen, insbesondere dann, wenn das Medikament zusammen mit Alkohol, Antihistaminika oder anderen Arzneimitteln, die zu Benommenheit führen können, eingenommen wird. Fahren Sie nicht Auto bzw. bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Adamon Tropfen bei Ihnen wirkt!

Adamon Tropfen enthalten Ethanol (Alkohol) und Zucker

Dieses Arzneimittel enthält 75,92 mg Alkohol (Ethanol) pro Dosis (20 Tropfen). Die Menge in einer Dosis dieses Arzneimittels entspricht weniger als 1,9 ml Bier oder 0,8 ml Wein. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine spürbaren Auswirkungen.

Adamon Tropfen enthalten auch Sucrose (Zucker). Wenn Ihnen Ihr Arzt mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit für bestimmte Arten von Zucker haben, fragen Sie bitte vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Tramadol Mylan enthält Menthol

Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Menthol

Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden.

3. Wie sind Adamon Tropfen einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird vor Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung mit Ihnen besprechen, was Sie von der Anwendung von Adamon Tropfen erwarten können, wann und wie lange Sie es anwenden müssen, wann Sie sich an Ihren Arzt wenden sollen und wann Sie die Anwendung beenden müssen (siehe auch Abschnitt 2).

WICHTIG: Der Arzt wählt die für Sie oder Ihr Kind geeignete Dosis aus. Die Anzahl der einzunehmenden Tropfen steht eindeutig auf dem Etikett, das Ihr Apotheker auf das Medikament klebt. Ist das nicht der Fall bzw. wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, fragen Sie bitte bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach.

Das Medikament befindet sich in einer Flasche mit kindergesichertem Schraubverschluss und eingebauter Tropfvorrichtung.

Zum Öffnen:

  • Verschluss fest nach unten drücken und dann aufschrauben.
  • Flasche umdrehen.
  • Leicht auf den Boden der Flasche klopfen, bis der erste Tropfen erscheint.
  • Nun die genaue Anzahl der gewünschten Tropfen auf einen Löffel zählen.

Dosierung bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre

Anfangs beträgt die Dosis 50 – 100 mg (20 bis 40 Tropfen) zweimal täglich, jeweils am Morgen und am Abend. Entsprechend Ihres Bedarfs kann Ihr Arzt diese Dosis bis auf 150 bis 200 mg (60 bis 80 Tropfen) zweimal täglich erhöhen. Im Normalfall sollten Sie Adamon Tropfen alle 12 Stunden (d.h. jeden Morgen und jeden Abend zur gleichen Zeit) einnehmen.

Sie können Adamon Tropfen mit ausreichend Wasser sowie zusammen mit oder ohne eine Mahlzeit einnehmen.

Die übliche Tagesgesamtdosis beträgt 400 mg (160 Tropfen). Die Ihnen verschriebene Tagesdosis hängt von der Intensität Ihrer Schmerzen ab.

Die Dosis sollte auf die Intensität Ihrer Schmerzen und auf Ihr individuelles Schmerzempfinden abgestimmt werden. Im Allgemeinen sollte die kleinstmögliche Dosis, mit der eine Schmerzfreiheit erreicht wird, eingenommen werden.

Anwendung bei Kindern

Adamon Tropfen sind nicht für Kinder unter 1 Jahr geeignet.

Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren erhalten als Einzeldosis 1-2 mg Tramadolhydrochlorid pro Kilogramm Körpergewicht.

In der nachfolgenden Tabelle sind typische Beispiele für die jeweiligen Altersstufen aufgeführt (1 Tropfen Adamon Tropfen enthält ca. 2,5 mg Tramadolhydrochlorid):

AlterKörpergewichtTropfenanzahl pro Einzeldosis

1 Jahr

3 Jahre 6 Jahre 9 Jahre 11 Jahre

10 kg 15 kg 20 kg 30 kg 45 kg

4 bis 8

6 bis 12 8 bis 16 12 bis 24 18 bis 36

Anwendung bei älteren Patienten

Bei älteren Patienten (über 75 Jahre) kann die Ausscheidung von Tramadolhydrochlorid verzögert sein. Wenn das auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosisintervall zu verlängern.

Anwendung bei Patienten mit Leber - oder Nierenerkrankungen (Insuffizienz) / Dialysepatienten

Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenerkrankung sollten Adamon Tropfen nicht einnehmen. Wenn in Ihrem Fall eine leichte oder mäßige Insuffizienz besteht, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosisintervall zu verlängern.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn

  • Sie sich nicht sicher sind, wie viele Tropfen Sie nehmen sollen und wann.
  • Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Adamon Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten Falls Sie versehentlich mehr Tropfen eingenommen haben als man Ihnen verschrieben hat, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker und kontaktieren Sie, falls erforderlich, die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Denken Sie daran, die Packung sowie eventuelle Restbestände des Arzneimittels mitzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Adamon Tropfen vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Adamon Tropfen abbrechen

Brechen Sie die Behandlung mit Adamon Tropfen nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab oder verringern Sie die Dosis! Im Allgemeinen treten keine Nachwirkungen auf, wenn die Behandlung mit Adamon Tropfen beendet wird. Patienten, die Adamon Tropfen eine Zeit lang angewendet haben, können sich jedoch in seltenen Fällen unwohl fühlen, wenn sie die Behandlung abrupt abbrechen. Sie können sich körperlich unruhig, ängstlich, nervös oder zittrig fühlen. Sie können überaktiv sein, Schlafschwierigkeiten und Magen-Darm-Probleme bekommen. Wenn Sie irgendwelche Beschwerden dieser Art bei sich bemerken, nachdem Sie die Einnahme von Adamon Tropfen abgebrochen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Zu den schwersten Nebenwirkungen, die auftreten können, zählen allergische Reaktionen (Schwierigkeiten beim Atmen, pfeifendes Atemgeräusch und Schwellung im Gesicht oder im Rachen), anaphylaktische Reaktionen (eine extreme allergische Reaktion, die zu Schwierigkeiten beim Atmen, zu Veränderungen bei der Herzfrequenz, zu Bewusstlosigkeit, Kollaps bzw. zu Ohnmacht aufgrund eines Abfalls beim Blutdrucks führen kann) oder Krämpfe (Krampfanfälle). Falls Sie eines dieser Symptome bei sich feststellen, müssen Sie die Einnahme von Adamon Tropfen sofort einstellen und einen Arzt zu Rate ziehen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schwindelgefühl
  • Erbrechen und Übelkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Kopfschmerzen, Benommenheit
  • Müdigkeit (Antriebslosigkeit)
  • Verstopfung, trockener Mund
  • Schwitzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Schneller Herzschlag, Herzklopfen, plötzlicher Abfall des Blutdrucks. Diese Nebenwirkungen können insbesondere bei intravenöser Gabe sowie bei Patienten auftreten, die sich in einer körperlichen Stresssituation befinden.
  • Juckreiz, Hautausschlag
  • Brechreiz, Magendruck, Völlegefühl, Diarrhoe

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

  • Allergische Reaktionen, wie zum Beispiel Schwierigkeiten beim Atmen, pfeifendes

    Atemgeräusch, Schwellung im Gesicht oder im Rachen

  • Anaphylaktische Reaktionen (eine extreme allergische Reaktion)
  • Appetitveränderungen
  • Psychische Wirkungen; unter anderem Stimmungsveränderungen, Veränderungen im

    Aktivitätsverhalten und beim Wahrnehmungsvermögen, Halluzinationen, Verwirrung, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen und Albträume.

  • Krämpfe (Krampfanfälle)
  • Kribbelndes Gefühl und Zittern
  • Langsamer Herzschlag, Anstieg beim Blutdruck
  • Muskelschwäche
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Harnverhalten
  • Langsame Atmung und Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Verschwommene Sicht, kleine (verengte) Pupille, erweiterte Pupillen
  • Verschlimmerung von Asthma, es ist jedoch nicht erwiesen, ob diese durch

    Tramadolhydrochlorid verursacht, wurde

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)

  • Gesichtsrötung
  • Schwindelanfälle (man fühlt sich schwindlig bzw. alles „dreht“ sich)
  • Erhöhte Leberenzymwerte

Nicht bekannt (Häufigkeit auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Abfall des Blutzuckerspiegels
  • Niedrige Natriumspiegel im Blut, die Müdigkeit und Verwirrtheit, Muskelzuckungen,

    Krampfanfälle und Koma verursachen können

  • Schluckauf
  • das Serotoninsyndrom, das sich in Form von Veränderungen des Geisteszustandes (z. B.

    Unruhe, Halluzinationen, Koma) und anderen Wirkungen, wie Fieber, beschleunigtem Herzschlag, instabilem Blutdruck, unwillkürlichem Zucken, Muskelsteifheit, Koordinationsstörungen und/oder gastrointestinalen Symptomen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), manifestieren kann (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Adamon Tropfen beachten?“).

Entzugserscheinungen: Dazu zählen unter anderem allgemeine körperliche Unruhe, Angst, Nervosität, Schlafschwierigkeiten, Ruhelosigkeit, Zittern und Magen-Darm-Probleme (siehe Abschnitt 3: „Wie sind Adamon Tropfen anzuwenden?“)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Adamon Tropfen aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel an einem abgeschlossenen und sicheren Ort auf, an dem keine anderen Personen Zugriff darauf haben. Es kann bei Personen, denen es nicht verschrieben wurde, schweren Schaden verursachen und zum Tod führen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel, nach dem auf dem Umkarton nach verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Packung: 3 Monate.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Adamon Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid.

1 ml Adamon Tropfen enthält 100 mg Tramadolhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile der Lösung sind:

Kaliumsorbat, Propylenglykol, Ethanol 96%, Sucrose, Polysorbat 80, Pfefferminzöl, gereinigtes Wasser.

Wie Adamon Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Tropfen zum Einnehmen, Lösung. Eine klare, farblose bis schwach gelbe Lösung. Adamon Tropfen sind in einer Braunglasflasche mit kindergesichertem Kunststoffverschluss und Tropfvorrichtung verpackt. Jede Flasche enthält 10 ml Lösung. Jede Originalpackung enthält 1, 2, 5, 10, 20 bzw. 50 Flaschen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Viatris Healthcare GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller

Temmler Pharma GmbH & Co. KG

Temmlerstr. 2

35039 Marburg

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

ItalienTRADOGUT 100 mg/ml gocce otali, soluzione
DeutschlandAdamon Tropfen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2025.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 28664.00.00 · ENR 2128664

Stand der Information laut Text: 08/2025

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Adamon Tropfen

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Tramadol 100 mg/ml
Darreichungsform Lösung
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile
Ethanol 96%), Pfefferminzöl, Sucrose, Gereinigtes Wasser und 3 weitere+

Ethanol 96%), Pfefferminzöl, Sucrose, Gereinigtes Wasser, Polysorbat 80, Propylenglycol, Kaliumsorbat (Ph.Eur.)

Packungsgrößen 10 ml, 20 ml, 50 ml, 100 ml (außerdem Klinikpackungen: 200 ml, 500 ml)
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. N Nervensystem
    1. N02 Analgetika
      1. N02A Opioide
        1. N02AX Andere Opioide
          1. N02AX02 Tramadol
Zulassung 28664.00.00, seit 23.06.1995, verlängert 03.04.2008; Verfahren der gegenseitigen Anerkennung (EU)
Pharmazeutischer Unternehmer Viatris Healthcare GmbH, 53842 Troisdorf
Hersteller (Freigabe) Temmler Pharma GmbH & Co. KG
Risikoverfahren
3 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • Tramadol-haltige Arzneimittel: Neue Erkenntnisse zu den Risiken von Nebenwirkungen auf das zentralnervöse System sowie der Dosierung bei älteren Patienten und bei eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion (abgeschlossen 12.03.2021)
  • AM mit dem Wirkstoff Tramadol+ Tramadol/Paracetamol
  • AM mit Wirkstoff Tramadol (mono)
Frühere Namen Tramadol Tropfen ASTA Medica (ab 21.06.1995), Tramadol AWD Tropfen (ab 17.07.1995)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2128664), Datensatz vom 12.03.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.