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ALLUNA Schlaf – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Freiverkäuflich
Stärke:
187.5 mg / 42 mg

Fachinformation - ALLUNA Schlaf

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ALLUNA® Schlaf

Filmtabletten

Wirkstoffe: 187,5 mg Baldrianwurzel-Trockenextrakt und 42,0 mg Hopfenzapfen-Trockenextrakt

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Filmtablette enthält:

187,5 mg Trockenextrakt aus Baldrianwurzel (5 - 8:1); Auszugsmittel: Methanol 45% (m/m) 42,0 mg Trockenextrakt aus Hopfenzapfen (7 - 10:1); Auszugsmittel: Methanol 45% (m/m)

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hellblaue, runde, bikonvexe Filmtabletten

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Schlafstörungen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

1 – 2 Filmtabletten eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen.

Die Dosis von 500 mg Baldrianwurzel-Trockenextrakt sollte nicht überschritten werden.

Kinder

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Art der Anwendung

Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) einnehmen.

Dauer der Anwendung:

Durch den allmählichen Wirkeintritt ist die Fixkombination von Baldrianwurzel und Hopfen nicht für die akute interventionelle Behandlung von leichten nervösen Unruhezuständen oder Schlafstörungen geeignet. Um einen optimalen Wirkeintritt zu erzielen, wird eine kontinuierliche Einnahme über 4 Wochen empfohlen.

Sollten sich die Symptome nach 4 Wochen der Einnahme nicht bessern oder sogar verschlechtern, sollte ein Arzt konsultiert werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kinder

Zur Anwendung von ALLUNA® Schlaf bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Deshalb wird die Einnahme von ALLUNA® Schlaf bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.

Sollten sich die Symptome während der Einnahme dieses Arzneimittels verschlechtern, sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln berichtet.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft und Stillzeit

Angemessene Daten für die Beurteilung der Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen nicht vor. Mangels ausreichender Daten wird die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Fertilität

Daten zur Fertilität liegen nicht vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Betroffene Patienten sollten nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann ALLUNA® Schlaf Nebenwirkungen haben.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (<1/10.000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Nicht bekannt: Es können Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen) auftreten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ALLUNA® Schlaf:

Sojabohnenmehl kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die Einnahme von bis zu 30 Tabletten führte zu lediglich leichten und mäßigen Nebenwirkungen. In einigen wenigen Fällen einer Überdosierung mit diesem Arzneimittel wurden Symptome wie Unruhezustände, Tachykardie, Somnolenz und Magen-Darm-Beschwerden beobachtet.

Wenn nach Überdosierung Symptome auftreten, sollte eine symptomorientierte und unterstützende Behandlung erfolgen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypnotika und Sedativa, ATC-Code: N05CM

Empirisch ist die sedative Wirkung von Zubereitungen aus Baldrianwurzel und Hopfenzapfen belegt, diese kann jedoch nicht mit Sicherheit bestimmten Inhaltsstoffen zugeschrieben werden. Pharmakologische Untersuchungen der fixen Kombination ergaben Hinweise auf eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Angaben zur Pharmakokinetik liegen nicht vor.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Baldrianwurzel:

Insgesamt ist die Toxizität von Baldrian als gering einzustufen.

LD50 Baldrianwurzelextrakt Maus (intraperitoneal) 3,3 g/kg KG

Hopfenzapfen:

Eine östrogene Aktivität kann für Hopfenzapfen nicht ausgeschlossen werden. Studien, die eine abschließende Bewertung dieser Wirkung erlauben, liegen jedoch nicht vor.

LD50 Hopfenextrakt Ratte (oral) 2,7 g/kg KG.

Der Salmonella Typhimurium-Mikrosomen Test nach AMES zeigte keinen Hinweis auf ein mutagenes Potential der Trockenextrakte aus Valeriana officinalis (Baldrianwurzel) und Humulus lupulus (Hopfenzapfen).

Reproduktionstoxikologische Studien sowie Studien zur Kanzerogenität wurden nicht durchgeführt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose; Hypromellose; Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132); Macrogol 400; Macrogol 6000; Macrogol 20000; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Maltodextrin; Propylenglycol; Hydriertes Rizinusöl; Hochdisperses Siliciumdioxid; Sojabohnenmehl, entfettet, mit Alkali extrahiert; Titandioxid (E 171); Vanille-Aroma.

6.2 Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C und in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Originalpackungen mit

20 Filmtabletten,

25 Filmtabletten,

50 Filmtabletten (N1),

60 Filmtabletten (N1),

100 Filmtabletten (N2).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

Repha GmbH

Biologische Arzneimittel

Alt-Godshorn 87

30855 Langenhagen

Telefon: (05 11) 7 86 10-0

Telefax: (05 11) 7 86 10-99

E-Mail: info@repha.de

Internet: www.repha.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

6223013.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

27.01.2005

10. STAND DER INFORMATION

Januar 2024

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Freiverkäuflich

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6223013.00.00 · ENR 0223013

Stand der Information laut Text: 01/2024

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu ALLUNA Schlaf

Rezeptpflicht
Freiverkäuflich?
  • Das Arzneimittel darf auch außerhalb von Apotheken verkauft werden, zum Beispiel in Drogerien.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: freiverkäuflich gemäß § 44(1) AMG.
Wirkstoffe Baldrianwurzel 187.5 mg, Hopfenzapfen 42 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Art des Arzneimittels Pflanzliches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile
Macrogol, Titandioxid, Hypromellose, Indigocarmin-Aluminiumsalz und 8 weitere+

Macrogol, Titandioxid, Hypromellose, Indigocarmin-Aluminiumsalz, Maltodextrin, Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristalline Cellulose, Sojabohnenmehl, entfettet, mit Alkali extrahiert, Hydriertes Rizinusöl, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Propylenglycol, Vanille-Aroma, 030.004, Flachsmann

Packungsgrößen 20 Stück, 25 Stück, 50 Stück, 60 Stück, 100 Stück
Haltbarkeit 6 Monate (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. N Nervensystem
    1. N05 Psycholeptika
      1. N05C Hypnotika und Sedativa
        1. N05CP Pflanzliche Hypnotika und Sedativa
          1. N05CP51 Baldrianwurzel, Kombinationen
Zulassung 6223013.00.00, seit 09.02.2005; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer REPHA GmbH Biologische Arzneimittel, 30855 Langenhagen
Hersteller (Freigabe) REPHA GmbH Biologische Arzneimittel (BS 2)
Frühere Namen Allgäuer Nervenberuhigungs-Dragees (ab 01.01.1978), Zeller Schlafdragees (ab 12.02.1992), Ivel Schlafdragees (ab 01.03.1993), Ivel Schlaf-Dragees (ab 20.04.1993), Alluna Einschlaf-Dragees (ab 17.03.2003), Alluna Nacht zum Einschlafen (ab 18.04.2005), Allunapret (ab 11.02.2010), ALLUNA (ab 12.03.2019), ALLUNA (ab 26.02.2021)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0223013), Datensatz vom 06.03.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.