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Baclaxiro 25 mg Tabletten – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
25 mg
Dieselbe Fachinformation gilt auch für:
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Baclaxiro 25 mg Tabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Baclaxiro 10 mg Tabletten

Baclaxiro 25 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Baclaxiro 10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Baclofen.

Baclaxiro 25 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 25 mg Baclofen.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Baclaxiro 10 mg Tabletten

Weiße, bikonvexe, runde Tablette, mit einem Durchmesser von 5,5 mm, mit Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Baclaxiro 25 mg Tabletten

Weiße, flache, an den Kanten abgeschrägte Tablette, mit einem Durchmesser von 8,1 mm mit einer kreuzförmigen Kerbe auf einer Seite.

Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Spastizität der Skelettmuskulatur mit spinalem oder zerebralem Ursprung.

Kinder und Jugendliche

Baclaxiro ist angezeigt für Patienten im Alter von 0 bis <18 Jahren zur symptomatischen Behandlung einer Spastizität zerebraler Genese, insbesondere, wenn diese auf einer infantilen Zerebralparese beruht, sowie nach zerebrovaskulären Ereignissen oder bei Vorliegen neoplastischer oder degenerativer Hirnerkrankungen.

Baclaxiro ist ebenfalls angezeigt zur symptomatischen Behandlung einer Spastizität der Skelettmuskulatur bei Rückenmarkserkrankungen infektiöser, degenerativer, traumatischer, neoplastischer oder unbekannter Genese, wie Multiple Sklerose, spastische Spinalparalyse, amyotrophe Lateralsklerose, Syringomyelie, diffuse oder transverse Myelitis, traumatische Paraplegie oder Paraparese sowie Rückenmarkskompression.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Therapie mit Baclaxiro muss immer mit einer niedrigen Dosis einschleichend begonnen werden und sollte bei Beendigung der Therapie ausschleichend abgesetzt werden, außer es treten schwerwiegende Nebenwirkungen auf (siehe Abschnitt 4.4).

Baclaxiro wird individuell dosiert, bis eine optimale Verringerung der Spastizität erreicht ist, ohne eine Beeinträchtigung der Restmobilität und des Haltungsgleichgewichts.

Zur Vermeidung von Schwäche und Stürzen sollte Baclaxiro mit Vorsicht angewendet werden, wenn ein gewisses Maß an Spastizität für eine aufrechte Sitzhaltung oder Balance zur Fortbewegung nötig ist, oder wenn Spastizität erforderlich ist, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.

Es kann wichtig sein ein gewisses Maß des Muskeltonus zu erhalten und gelegentliche Krämpfe zuzulassen, um die Durchblutung zu unterstützen.

Wenn nach 6- bis 8-wöchiger Anwendung der maximalen Tagesdosis kein Nutzen der Behandlung erkennbar ist, sollte eine Entscheidung bzgl. der Weiterführung der Therapie mit Baclaxiro getroffen werden.

Außer bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen oder durch Überdosierung bedingten Notfällen sollte die Therapie immer ausschleichend innerhalb von etwa 1 bis 2 Wochen beendet werden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Erwachsene

Einleitend sollten täglich 15 mg, vorzugsweise verteilt auf 2 bis 4 Einzeldosen, gegeben werden. Steigerungen der Tagesdosis um 15 mg sollten - aus Gründen der Vorsicht – frühestens jeden 3. Tag erfolgen, bis zum Erreichen der optimalen Tagesdosis. Bei Patienten, die besonders empfindlich auf Arzneimittel reagieren, kann es von Vorteil sein mit einer niedrigeren Dosis (5 bis 10 mg) zu beginnen und die Dosis in kleineren Schritten zu steigern (siehe Abschnitt 4.4). Die optimale Tagesdosis liegt gewöhnlich bei 30 bis 80 mg pro Tag, verteilt auf 2 bis 4 Einzeldosen. Tagesdosen von 100 bis 120 mg können bei Patienten unter stationären Bedingungen und unter Aufsicht angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Hämodialysepatienten muss eine besonders niedrige Dosis Baclofen von etwa 5 mg täglich angewendet werden. Falls eine Dosissteigerung nötig erscheint, sollte diese mit großer Vorsicht bezüglich einer möglichen Akkumulation erfolgen. In diesem Fall wurden bei einer Dosis über 5 mg Anzeichen und Symptome einer Überdosierung berichtet (siehe Abschnitt 4.9).

Baclaxiro sollte bei Patienten mit Niereninsuffizienz im Endstadium nur angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt. Diese Patienten sollen engmaschig überwacht werden, um eine umgehende Diagnose von frühen Anzeichen und/oder Symptomen einer Toxizität (z. B. Schläfrigkeit, Lethargie) stellen zu können (siehe Abschnitte 4.4 und 4.9).

Ältere Patienten und Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs

Da das Risiko für ein Auftreten von Nebenwirkungen bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs größer ist, wird in diesen Fällen eine sehr vorsichtige Dosierung und eine angemessene Überwachung empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Es wurden keine Studien mit Baclaxiro zur Behandlung von Patienten mit Leberfunktionsstörung durchgeführt. Die Leber spielt bei der Verstoffwechselung von Baclofen nach oraler Anwendung von Baclaxiro keine signifikante Rolle (siehe Abschnitt 5.2). Dennoch können durch Baclaxiro die Leberwerte steigen. Daher ist Baclaxiro bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen mit Vorsicht anzuwenden (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche (0 bis 18 Jahre)

Die Behandlung muss normalerweise mit einer sehr geringen Dosis (entsprechend ungefähr 0,3 mg/kg Körpergewicht pro Tag), verteilt auf 2 bis 4 Einzeldosen (vorzugsweise verteilt auf 4 Einzeldosen), begonnen werden.

Die Dosis sollte vorsichtig in etwa 1-wöchigen Intervallen erhöht werden, bis sie den individuellen Anforderungen des Kindes genügt. Die übliche tägliche Dosis für die Erhaltungstherapie variiert zwischen 0,75 und 2 mg/kg Körpergewicht. Die gesamte Tagesdosis darf für Kinder unter 8 Jahren das Maximum von 40 mg/Tag nicht überschreiten. Für Kinder über 8 Jahren beträgt die maximale Tagesdosis 60 mg/Tag.

Baclaxiro ist für Kinder mit einem Körpergewicht unter 33 kg nicht geeignet.

Andere Darreichungsformen / Stärken können für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen besser geeignet sein.

Art der Anwendung

Zur Verbesserung der Magen-Darm-Verträglichkeit, müssen die Tabletten zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Baclofen ist nicht geeignet für die Behandlung von Spastizität bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Parkinsonismus oder aufgrund peripherer Verletzungen.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems

Porphyrie, Alkoholismus in der Anamnese, Hypertonie, Patienten mit spastisch erhöhtem Muskeltonus spinalen oder zerebralen Ursprungs, Psychosen, Schizophrenie, Depressionen oder manische Störungen, Verwirrtheitszustände oder eine Parkinson-Krankheit können durch die Behandlung mit Baclaxiro verschlimmert werden. Patienten, die an diesen Zuständen leiden, sind daher mit Vorsicht zu behandeln und engmaschig zu überwachen.

Bei mit Baclofen behandelten Patienten wurden Suizid und suizidbezogene Ereignisse berichtet. In den meisten Fällen lagen bei den Patienten zusätzliche Risikofaktoren vor, die mit einem erhöhten Suizidrisiko assoziiert sind, einschließlich Alkoholmissbrauchsstörung, Depression und/oder frühere Suizidversuche in der Anamnese. Im Rahmen einer Arzneimitteltherapie ist eine engmaschige Überwachung der Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren für Suizid durchzuführen. Patienten (sowie deren Betreuungspersonen) sind auf die Notwendigkeit zur Überwachung hinsichtlich einer klinischen Verschlechterung, suizidalem Verhalten oder suizidalen Gedanken oder ungewöhnliche Veränderungen des Verhaltens aufmerksam zu machen und anzuweisen, unverzüglich ärztliche Hilfe einzuholen, wenn diese Symptome auftreten.

Fälle von unsachgemäßem Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit wurden im Zusammenhang mit Baclofen gemeldet. Bei Patienten mit Substanzmissbrauch in der Anamnese ist Vorsicht geboten und der Patient ist auf Symptome von unsachgemäßem Gebrauch, Missbrauch, oder Abhängigkeit von Baclofen zu überwachen, z. B. Dosiserhöhungen, drogensüchtiges Verhalten, Entwicklung von Toleranz.

Epilepsie

Bei Patienten mit Epilepsie kann die Krampfschwelle herabgesetzt sein. Es wurde ein Anstieg der Krampfanfälle bei abruptem Absetzen und bei einer Überdosierung von Baclofen berichtet.

Es wird empfohlen, Patienten mit Epilepsie engmaschig zu überwachen.

Hyperazidität

Vorsicht ist erforderlich, wenn Baclaxiro bei Patienten mit Ulzera des Magen-Darm-Taktes (oder diesen Erkankungen in der Anamnese) angewendet wird. Baclaxiro steigert die Magensäuresekretion beim Menschen und kann eine signifikate Hyperazidose auslösen.

Zerebrovaskuläre Störungen

Vorsicht ist auch bei Patienten mit zerebrovaskulären Störungen erforderlich, da Baclofen eine Hypotonie auslösen kann. Dies kann zu einem verringerten zerebralen Perfusionsdruck und einer unzureichenden zerebralen Durchblutung führen.

Vorsicht ist bei der Therapie mit Baclaxiro zudem erforderlich bei Patienten, die mit Antihypertensiva behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Respiratorische Insuffizienz

Vorsicht ist bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz erforderlich, da es zu einer Atemdepression kommen kann (siehe Abschnitt 4.8).

Leberfunktionsstörungen

Da in seltenen Fällen eine Verschlechterung von Leberfunktionstests (Erhöhung von AST und alkalischer Phosphatase) beobachtet wurde, sollte eine Beeinträchtigung der Leberfunktion ebenfalls bedacht werden.

Ältere Patienten (ab 65 Jahren) und Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs

Da das Auftreten unerwünschter Wirkungen bei Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs wahrscheinlicher ist, wird in diesen Fällen eine langsame Dosissteigerung empfohlen. Die Patienten sollen in Bezug auf unerwünschte Wirkungen angemessen überwacht werden.

Kinder und Jugendliche

Klinische Daten zur Anwendung von Baclofen bei Kindern unter 1 Jahr sind sehr begrenzt. Die Anwendung in dieser Patientenpopulation sollte nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für den einzelnen Patienten erfolgen.

Nierenfunktionsstörungen

Da Baclofen vorwiegend unverändert renal ausgeschieden wird (siehe Abschnitt 5.2), sollte Baclaxiro bei Patienten mit eingeschränkte Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden und bei Patienten mit Niereninsuffizienz im Endstadium nur angewendet werden, wenn der Nutzen das Risiko überwiegt (siehe Abschnitt 4.2). Neurologische Anzeichen und Symptome einer Überdosierung, einschließlich klinischer Manifestationen einer toxischen Enzephalopathie (z. B. Verwirrtheit, Orientierungsstörung, Schläfrigkeit und eingeschränktes Bewusstsein), wurden bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beobachtet, die Baclofen in Dosen von über 5 mg pro Tag einnahmen und bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, die mit chronischer Hämodialyse behandelt werden, bei Dosen von 5 mg pro Tag. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion müssen im Hinblick auf eine unverzügliche Diagnose früher Symptome einer Toxizität engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.9 Überdosierung).

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Baclaxiro mit Arzneimitteln kombiniert wird, die die Nierenfunktion erheblich beeinflussen. Die Nierenfunktion muss engmaschig überwacht und die Tagesdosis von Baclofen entsprechend angepasst werden, um eine Baclofen-Intoxikation zu vermeiden.

Neben der Unterbrechung der Therapie kann als alternative Behandlung eine akute Hämodialyse bei Patienten mit schwerer Baclofen-Intoxikation angewendet werden. Hämodialyse entfernt effektiv Baclofen aus dem Körper, lindert die klinischen Symptome einer Überdosierung und verkürzt die Erholungszeit bei diesen Patienten.

Erkrankungen der Harnwege

Bei Patienten mit erhöhtem Sphinktertonus vor der Behandlung, kann es zu einem akuten Harnverhalt kommen. Daher sollte das Arzneimittel in diesen Fällen mit Vorsicht angewendet werden.

Laboruntersuchungen

Da Baclaxiro eine Erhöhung der Laborparameter AST, alkalische Phosphatase und Glucose auslösen kann, sollten diese Parameter bei Patienten mit Lebererkrankungen und Diabetes mellitus überwacht werden.

Plötzliches Absetzen

Nach (Langzeit-) Therapie mit Baclofen wurden nach plötzlichem Absetzen folgende Erscheinungen beobachtet: Konzentrationsstörungen, Delirium, Angst und Verwirrtheitszustand, visuelle und akustische Halluzinationen, psychotische, manische oder paranoide Erkrankungen, Konvulsionen (status epilepticus), Dyskinesie, Tachykardie, Hyperthermie, Rhabdomyolyse, vorübergehende Verschlechterungen von Spastiken als Rebound-Phänomen und Hypertonie.

Nach intrauteriner Exposition gegenüber oral angewendeten Baclaxiro wurde über postnatale Konvulsionen, Tremor, Hypertonie, übermäßiges Saugen, Schlafstörungen, Dysreflexie, Hyperthermie, oder anderen Zuständen, die mit einem hypermetabolen Zustand oder einer ausgedehnten Rhabdomyolyse einhergehen, berichtet (siehe Abschnitt 4.6).

Außer bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen muss Baclaxiro immer ausschleichend innerhalb von etwa 1-2 Wochen abgesetzt werden.

Malignes neuroleptisches Syndrom und Rhabdomyolyse

Beim Auftreten von hohem Fieber muss ein malignes neuroleptisches Syndrom in Betracht gezogen werden. Kennzeichnend für dieses Syndrom sind: Hyperthermie, extreme Muskelsteifigkeit und autonome Instabilität. Zudem kann es zu einer Erhöhung des Serum-Kreatininwertes, der Phosphokinasespiegel, einer Leukozytose, Tachypnoe, veränderten Bewusstseinszuständen und übermäßigem Schwitzen kommen.

Eine Rhabdomyolyse und die einhergehende Nierenfunktionsstörung sind in der Regel lebensbedrohlich. Neben allgemein unterstützenden Maßnahmen (externes Kühlen und Rehydration) kommen häufig Anticholinergika und Benzodiazepine in erster Instanz zum Einsatz.

In schweren Fällen sind diese Arzneimittel nicht ausreichend wirksam und Dantrolen und/oder Dopamin-Agonisten sollten angewendet werden.

Falls eine solche Therapie scheitert und in extrem lebensbedrohlichen Situationen kann eine Konvulsionstherapie lebensrettend sein.

Enzephalopathie

Bei Patienten, die Baclofen in therapeutischen Dosen erhielten, wurden Fälle von Enzephalopathie berichtet, die nach Absetzen der Behandlung reversibel war. Zu den Symptomen gehörten Somnolenz, getrübter Bewusstseinszustand, Verwirrtheit, Myoklonus und Koma.

Wenn Anzeichen einer Enzephalopathie beobachtet werden, sollte Baclofen abgesetzt werden.

Haltung und Gleichgewicht

Baclaxiro sollte mit Vorsicht angewendet werden, wenn Spastik erforderlich ist, um eine aufrechte Haltung und das Gleichgewicht bei der Fortbewegung aufrechtzuerhalten (siehe Abschnitt 4.2).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Levodopa/Dopa-Decarboxylase (DDC) Inhibitor (Carbidopa)

Bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit, die mit Baclofen und Levodopa (allein oder in Kombination mit einem DDC-Inhibitor, Carbidopa) behandelt wurden, wurde von Verwirrtheitszuständen, Halluzinationen, Übelkeit und Agitiertheit berichtet. Auch eine Verschlechterung der Parkinson-Symptomatik wurde berichtet. Deshalb sollte eine gleichzeitige Anwendung von Baclaxiro und Levodopa/Carbidopa mit Vorsicht erfolgen.

Arzneimittel mit einer dämpfenden Wirkung auf das zentrale Nervensystem (ZNS)

Eine erhöhte Sedierung kann auftreten, wenn Baclaxiro gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, die eine ZNS-Depression verursachen, einschließlich anderen Muskelrelaxanzien (wie Tizanidin), mit synthetischen Opioiden oder mit Alkohol (siehe Abschnitt 4.7).

Das Risiko einer Atemdepression ist ebenfalls erhöht.

Zudem wurde von Hypotonie bei gleichzeitiger Anwendung von Morphin und inthrathecal angewendetem Baclofen berichtet. Eine sorgfältige Überwachung der Atem- und Herz-Kreislauf-Funktion ist insbesondere bei Patienten mit kardiopulmonaler Erkrankung und Schwäche der Atemmuskulatur unerlässlich.

Anästhetika können die Wirkung von Baclofen auf das ZNS verstärken und unerwünschte Wirkungen wie Krampfanfälle auslösen.

Antidepressiva

Während der gleichzeitigen Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva kann die Wirkung von Baclaxiro verstärkt werden, was zu einer ausgesprägten Hypotonie der Muskulatur führt.

Antihypertensiva und andere Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie den Blutdruck senken.

Die gleichzeitige Einnahme von Baclaxiro und blutdrucksenkenden Arzneimitteln wie Antihypertensiva oder anderen Arzneimitteln, die den Blutdruck senken, kann zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen. Die Dosierung der gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimittel sollte entsprechend angepasst werden.

Arzneimittel die die Nierenfunktion beeinträchtigen

Arzneimittel oder Medizinprodukte, die die Nierenfunktion erheblich beeinflussen, können die Ausscheidung von Baclofen reduzieren und so zu toxischen Wirkungen führen (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Baclofen während der Schwangerschaft beim Menschen vor, um eine mögliche Toxizität zu bewerten. Baclofen passiert die Plazentaschranke. Es liegen nicht genügend Daten zu den Auswirkungen in Tierversuchen vor, um eine mögliche Toxizität zu bewerten.

Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der klinische Nutzen für die schwangere Frau die möglichen Risiken für den Fetus überwiegt.

Ein Fall von vermuteten Entzugssymptomen (postnatale Konvulsionen) wurde bei einem eine Woche alten Neugeborenen berichtet, dessen Mutter während der Schwangerschaft Baclofen eingenommen hatte.

Die Konvulsionen, die nicht auf die Standardtherapie mit Antiepileptika ansprachen, verschwanden innerhalb von 30 Minuten nach Anwendung von Baclofen beim Neugeborenen.

Stillzeit

Baclofen wird in die Muttermilch ausgeschieden, jedoch in Mengen, die so gering sind, dass bei Anwendung therapeutischer Baclofen-Dosen durch die Mutter keine Nebenwirkungen beim Kind zu erwarten sind.

Fertilität

Es liegen keine Daten hinsichtlich des Effekts von Baclofen auf die Fertilität beim Menschen vor. Baclofen hatte keinen negativen Einfluss auf die männliche oder weibliche Fertilität bei Ratten, wenn es in nicht maternal toxischen Dosen gegeben wurde.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Baclaxiro kann die Reaktionsfähigkeit aufgrund von Schwindel, Sedierung, Schläfrigkeit und Sehstörungen (siehe Abschnitt 4.8) beeinträchtigt sein. Patienten mit diesen Symptomen sollten angewiesen werden, kein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Nebenwirkungen (z. B. Sedierung, Schläfrigkeit) treten vornehmlich bei Behandlungsbeginn auf und sind meist vorübergehender Natur. Das Auftreten von Nebenwirkungen hängt mit zu schnellen Dosissteigerungen und zu hohen Dosen zusammen. Risikogruppen für das Auftreten von Nebenwirkungen sind ältere Patienten, Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen und Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen (z. B. Schlaganfall). Bei diesen Risikogruppen können Nebenwirkungen gravierendere Formen annehmen.

Ein kausaler Zusammenhang zwischen den beobachteten Wirkungen und der Gabe von Baclofen lässt sich in vielen Fällen nicht zuverlässig beurteilen, da viele der gemeldeten Nebenwirkungen bekanntermaßen mit der behandelten Grunderkrankung zusammenhängen.

Die Nebenwirkungen (Tabelle 1) sind nach Häufigkeiten geordnet, die häufigsten Nebenwirkungen zuerst. Dabei werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1

OrganklasseHäufigkeitNebenwirkung
Psychiatrische ErkrankungenHäufigVerwirrtheit, Schlaflosigkeit, Euphorie Depression, Halluzinationen, Albträume, Erschöpfung
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufigSedierung, Somnolenz,
HäufigSchwindel, Ataxie, Tremor, Kopfschmerzen, Nystagmus,
SeltenParästhesien, Dysarthrie, Geschmacksstörungen
Nicht bekanntEnzephalopathie, Krämpfe bei epileptischen Patienten*, paradoxe Spastik**, Schlafapnoe-Syndrom***
AugenerkrankungenHäufigSehstörungen, Akkommodationsstörungen
HerzerkrankungenHäufigVerringerte Herzleistung
Nicht bekanntBradykardie
GefäßerkrankungenHäufigHypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Organklasse

HäufigAtemdepression
Sehr häufig

Übelkeit

Nebenwirkung

Häufigkeit
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigIndigestion, Brechreiz, Erbrechen, Obstipation, Diarrhö, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Störungen
SeltenBauchschmerzen
Leber- und GallenerkrankungenSeltenLeberfunktionsstörungen
Sehr seltenArzneimittelinduzierte Hepatitis
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesHäufigExantheme, Hyperhidrosis
Nicht bekanntUrtikaria, Alopezie
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigMuskelschwäche, Myalgie
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufigPollakirusie, Enuresie, Dysurie
SeltenHarnverhaltung
Nicht bekanntErhöhter Harnsäurespiegel im Serum
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseSeltenErektile Dysfunktion
Nicht bekanntSexuelle Funktionsstörung
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigMüdigkeit
Sehr seltenHypothermie
Nicht bekanntEntzugssyndrom**** (siehe Abschnitt 4.4), Gesichtsödem, peripheres Ödem
UntersuchungenNicht bekanntErhöhter Blutzucker
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekanntÜberempfindlichkeitsreaktionen

* Insbesondere bei epileptischen Patienten kann es zu einer Verringerung der Anfallsschwelle und zu Krämpfen kommen.

** Bei einigen Patienten wurde eine erhöhte Spastik als paradoxe Reaktion auf Medikamente beobachtet.

*** Fälle von zentralem Schlafapnoe-Syndrom wurden bei hohen Dosen (≥ 100 mg) bei alkoholabhängigen Patienten beobachtet.

**** Bei Neugeborenen, die intrauterin Baclaxiro ausgesetzt waren, wurden die folgenden Entzugserscheinungen berichtet: Tremor, Hypertonie, übermäßiges Saugen, Schlafstörungen, Hyperthermie und Krämpfe.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Die charakteristischsten Symptome sind Depression des Zentralnervensystems oder Enzephalopathie (Tinnitus, eine Abnahme des Bewusstseins bis hin zum Koma, Schläfrigkeit, Atemdepression) und Atemdepressionen.

Folgendes kann ebenfalls auftreten: Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Agitiertheit, Halluzinationen, retrograde Amnesie, EEG-Veränderungen (Burst-Unterdrückungsmuster und dreiphasige Wellen, generalisierte Verlangsamung des EEG), generalisierte Krämpfe mit tonisch-klonischen Anfällen, Myoklonus, Muskelschwäche und Hypotonie, Hyporeflexie oder sogar Areflexie, Rhabdomyolyse, Akkommodationsstörungen; Sowohl Miosis als auch Mydriasis sind ohne Reaktion auf Licht möglich. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Speichelhypersekretion sind möglich.

Darüber hinaus kann auch nach einigen Tagen Folgendes auftreten: Hypotonie oder Hypertonie, Bradykardie, Tachykardie oder Herzrhythmusstörungen und periphere Vasodilatation. In einem Fall wurde eine Unterkühlung beobachtet.

Wenn andere Wirkstoffe, die eine Depression des Zentralnervensystems verursachen, gleichzeitig eingenommen werden, können diese die Wirkung von Baclaxiro verstärken.

Behandlung

Ein spezielles Antidot für Baclofen ist nicht bekannt.

Unterstützende Maßnahmen und symptomatische Behandlung sollten durchgeführt werden, wenn Komplikationen wie Hypotonie, Hypertonie, Krämpfe, Magen-Darm-Störungen und Atemdepression oder Kreislaufdepression auftreten.

Nach der Einnahme einer potenziell toxischen Menge von Baclaxiro sollte die Anwendung von Aktivkohle in Betracht gezogen werden, insbesondere kurz nach der Einnahme. Eine Magendekontamination (z. B. Erbrechen, Magenspülung) sollte in Einzelfällen in Betracht gezogen werden, insbesondere in der Anfangszeit (60 Minuten) nach Einnahme einer möglicherweise lebensbedrohlichen Überdosis.

Da Baclofen vorwiegend renal ausgeschieden wird, sollte ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden, ggf. kann eine forcierte Diurese durchgeführt werden. Eine Hämodialyse (manchmal akut) kann bei schwerer Vergiftung bei Auftreten von Nierenversagen hilfreich sein (siehe Abschnitt 4.4).

Wenn Krämpfe auftreten, sollte intravenös Diazepam vorsichtig verabreicht werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Muskelrelaxanzien, zentral wirkende Mittel; andere zentral wirkende Mittel

ATC-Code: M03BX01

Baclofen ist ein Antispastikum mit einer Angriffsstelle am Rückenmark.

Baclofen unterdrückt die monosynaptische und polysynaptische Reflexübertragung, wahrscheinlich über die GABA-β-Rezeptor-Stimulation, was die Freisetzung der exzitatorischen Aminosäuren Glutamat und Aspartat hemmt.

Baclofen hat keinen Einfluss auf die neuromuskuläre Übertragung.

Baclofen wirkt antinozizeptiv. Bei neurologischen Störungen, die mit Spastik der Skelettmuskulatur einhergehen, wirkt sich Baclofen nicht nur günstig auf die Reflexmuskelkontraktionen aus, sondern vermittelt auch eine Verringerung von schmerzhaften Krämpfen, Automatismus und Klonus.

Baclofen stimuliert die Magensäuresekretion.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Baclofen wird schnell und vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert.

Die maximale Serumkonzentration (0,5 bis 1,5 Stunden nach der Anwendung) und die Fläche unter der Serumkonzentrationskurve (AUC) scheinen insgesamt proportional zur Dosis zuzunehmen.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen von Baclofen beträgt 0,7 l/kg und die Bindung an Plasmaproteine beträgt ungefähr 30% und ist konstant im Konzentrationsbereich von 10 ng/ml bis 300 μ/ml. Im Liquor cerebrospinalis erreicht der Wirkstoff Konzentrationen, die etwa 8½-mal niedriger sind als im Plasma.

Biotransformation

Baclofen wird nur in geringem Maße metabolisiert. Die Desaminierung ergibt den Hauptmetaboliten β- (p-Chlorphenyl) -4-hydroxybuttersäure. Diese Substanz ist pharmakologisch inaktiv.

Elimination/Ausscheidung

Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Baclofen beträgt durchschnittlich 3 bis 4 Stunden.

Baclofen wird weitgehend unverändert ausgeschieden. Innerhalb von 72 Stunden werden ungefähr 75% der Dosis über die Nieren ausgeschieden, wobei ungefähr 5% dieser Menge als Metaboliten vorliegen. Der Rest der Dosis (einschließlich 5% als Metaboliten) wird über die Fäces ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten (65 Jahre und älter)

Bei älteren Patienten ist die Pharmakokinetik nahezu die gleiche wie bei Patienten, jünger als 65 Jahre. Nach oraler Gabe einer Einzeldosis haben ältere Patienten eine langsamere Elimination, aber eine ähnliche systemische Baclofen Exposition im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahren. Jedoch legt die Extrapolation dieser Ergebnisse auf die Therapie mit Mehrfachdosen nahe, dass es zwischen Patienten unter 65 Jahren und älteren Patienten keinen signifikanten Unterschied in der Pharmakokinetik gibt.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern (2 bis 12 Jahre) wurde nach oraler Verabreichung von 2,5 mg Baclofen für Cmax 62,8±28.7ng/ml und für Tmax ein Wert im Bereich von 0,95 - 2 Stunden gemessen. Die mittlere Plasma Clearance (CI) ist 315,9 ml/h/kg; das Verteilungsvolumen beträgt 2,58 L/kg und die Halbwertszeit (T½) 5,10 Stunden.

Einschränkung der Leberfunktion

Für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion gibt es nach Anwendung von Baclofen keine pharmakokinetischen Daten. Jedoch spielt die Leber keine wesentliche Rolle für die Disposition von Baclofen und es ist daher unwahrscheinlich, dass die Pharmakokinetik bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion signifikant verändert wird.

Einschränkung der Nierenfunktion

Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gibt es nach Anwendung von Baclofen keine Daten aus kontrollierten klinischen Pharmakokinetikstudien. Baclofen wird weitgehend unverändert über die Nieren ausgeschieden. Die wenigen Plasmakonzentrations-Daten, die nur bei weiblichen Patienten unter chronischer Hämodialyse oder kompensierten Nierenversagen erhoben wurden, weisen maßgeblich auf eine verminderte Clearance und eine erhöhte Baclofen Halbwertszeit bei diesen Patienten hin. Die Anpassung der Baclofen Dosis basierend auf ihren systemischen Werten sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in Erwägung gezogen werden. Auch ist eine sofortige Hämodialyse eine wirksame Maßnahme, um Baclofen aus dem systemischen Blutkreislauf zu entfernen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Präklinische Daten lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Diese Daten stammen aus konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität, zum karzinogenen Potenzial sowie zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose

Maisstärke

Povidon K30

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Baclaxiro 10 mg Tabletten

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Baclaxiro 25 mg Tabletten

Nicht über 30ºC lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Baclaxiro 10 mg ist in Blisterpackungen aus transparentem PVDC//Aluminiumfolie und Baclaxiro 25 mg in Blisterpackungen aus transparentem PVC//Aluminiumfolie erhältlich.

Packungen zu 20, 30, 50, 56, 100, 105, 200 oder 210 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Medical Valley Invest AB

Beiname: AXiromed, Xiromed

Brädgårdsvägen 28

236 32 Höllviken

Schweden

8. ZULASSUNGSNUMMERN

2203714.00.00

2203715.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 06. Mai 2020

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. März 2025

10. STAND DER INFORMATION

September 2026

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 2203715.00.00 · ENR 2203715

Stand der Information laut Text: 09/2026

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Fakten zu Baclaxiro 25 mg Tabletten

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Baclofen 25 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Povidon, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Packungsgrößen 20 Stück, 30 Stück, 50 Stück, 56 Stück, 100 Stück, 105 Stück, 200 Stück, 210 Stück
Haltbarkeit 2 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Nicht über +30°C; Lagerung und Transport: Nicht über +25°C
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. M Muskel- und Skelettsystem
    1. M03 Muskelrelaxanzien
      1. M03B Muskelrelaxanzien, zentral wirkende Mittel
        1. M03BX Andere zentral wirkende Mittel
          1. M03BX01 Baclofen
Referenzarzneimittel Generikum von Lioresal 25
Zulassung 2203715.00.00, seit 09.07.2020, verlängert 24.08.2024; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Medical Valley Invest AB HR-Beiname: AXiromed, Xiromed, 236 32 HÖLLVIKEN, Schweden
Hersteller (Freigabe) Laboratorios Liconsa S.A. (BS 1), Laboratorios Liconsa S.A.
Risikoverfahren
2 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • AM mit Wirkstoff Baclofen (zum Einnehmen)
  • AM mit Wirkstoff Baclofen (zum Einnehmen, für das Anwendungsgebiet Spastizität der Skelettmuskulatur)
PZN 16793072, 16793089, 16793066

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2203715), Datensatz vom 16.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.