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Colchicin Heumann 0,5 mg Tabletten – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
0,5 mg
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:
Ähnliche Arzneimittel:

Fachinformation - Colchicin Heumann 0,5 mg Tabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Colchicin Heumann 0,5 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 0,5 mg Colchicin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 79 mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiße bis hellgelbe, runde Tablette (Durchmesser ca. 6,0 mm) mit der Prägung ‘C 75’ auf einer Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Colchicin Heumann wird angewendet bei Erwachsenen:

  • zur Behandlung der akuten Gicht;
  • zur Prävention eines Gichtanfalls während der Einleitung einer uratsenkenden Therapie

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Akuter Gichtanfall

2- bis 3-mal täglich 0,5 mg, gegebenenfalls davor eine Anfangsdosis von 1 mg.
Die Behandlung sollte beendet werden, wenn der akute Anfall abgeklungen ist, oder früher, wenn
gastrointestinale Symptome auftreten oder wenn nach 2 bis 3 Tagen keine Besserung eingetreten ist.
Je Behandlungszyklus sollten nicht mehr als 6 mg eingenommen werden. Nach dem Ende eines Zyklus
sollte mindestens 3 Tage (72 Stunden) lang kein neuer Zyklus begonnen werden.

Prävention eines Gichtanfalls

0,5 bis 1 mg täglich (abends einzunehmen).

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz beträgt die Dosis 0,5 mg pro Tag.
Solche Patienten sind sorgfältig hinsichtlich Nebenwirkungen von Colchicin zu überwachen. Das
Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz beträgt die Dosis 0,5 mg pro Tag. Solche
Patienten sind sorgfältig hinsichtlich Nebenwirkungen von Colchicin zu überwachen.
Das Arzneimittel ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Besondere Patientengruppen

Die gleichzeitige Behandlung mit Colchicin und verschiedenen anderen Arzneimitteln, vor allem
Cytochrom-P450 3A4 (d. h. CYP3A4)-Inhibitoren/P-Glykoprotein(P-gp)-Inhibitoren, erhöht
erwiesenermaßen das Risiko einer Colchicin-Toxizität.Wenn ein Patient eine Begleittherapie mit einem
mittelstarken oder starken CYP3A4-Inhibitor oder mit einem P-Glykoprotein-Inhibitor erhalten hat, sollte
die maximale empfohlene Dosierung des oralen Colchicins reduziert werden. Die Patienten sind sorgfältig
hinsichtlich Nebenwirkungen von Colchicin zu überwachen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind mit einem Glas Wasser einzunehmen.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

    Bestandteile;

  • Patienten mit Blutdyskrasie;
  • Frauen im gebärfähigen Alter, es sei denn, es werden wirksame empfängnisverhütende Maßnahmen getroffen;
  • Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz;
  • Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Colchicin ist potenziell toxisch; daher ist es wichtig, die Dosis, die von einem Facharzt mit den notwendigen Kenntnissen und Erfahrungen verordnet wurde, nicht zu überschreiten. Colchicin hat eine geringe therapeutische Breite. Die Behandlung muss abgebrochen werden, wenn Symptome einer Toxizität wie Übelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen oder Diarrhoe auftreten.

Wenn Patienten Anzeichen oder Symptome entwickeln, die auf eine Blutdyskrasie hindeuten könnten, wie Fieber, Stomatitis, Pharyngitis oder anhaltende Blutungen, muss die Behandlung mit Colchicin umgehend abgebrochen und eine vollständige hämatologische Untersuchung durchgeführt werden.

Vorsicht ist geboten im Fall von:

  • Leber- oder Niereninsuffizienz;
  • kardiovaskulären Erkrankungen;
  • gastrointestinalen Erkrankungen;
  • älteren und geschwächten Patienten;
  • Patienten mit Anomalien des Blutbilds

Colchicin kann eine schwere Knochenmarkdepression (Agranulozytose, aplastische Anämie, Thrombozytopenie) hervorrufen. Die Veränderung des Blutbilds kann allmählich oder sehr plötzlich eintreten. Vor allem eine aplastische Anämie ist mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Regelmäßige Kontrollen des Blutbilds sind unbedingt erforderlich. Wenn Anomalien der Haut auftreten, sollte das Blutbild sofort kontrolliert werden.

Makrolide, CYP3A4-Inhibitoren, Ciclosporin, HIV-Proteaseinhibitoren, Calciumkanalblocker und Statine können klinisch signifikante Wechselwirkungen mit Colchicin eingehen, die zu einer Colchicin-induzierten Toxizität führen können (siehe Abschnitt 4.5).

Bei gleichzeitiger Anwendung mit P-gp-Inhibitoren und/oder starken CYP3A4-Inhibitoren steigt die Exposition gegenüber Colchicin; dies kann zu Colchicin-induzierter Toxizität bis hin zu Todesfällen führen. Wenn eine Behandlung mit einem P-gp-Inhibitor oder einem starken CYP3A4-Inhibitor bei Patienten mit normaler Nieren- oder Leberfunktion notwendig ist, wird eine Reduzierung der Colchicin-Dosis empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5). und die Patienten sind sorgfältig hinsichtlich Nebenwirkungen von Colchicin zu überwachen. Bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz ist eine kombinierte Anwendung von Colchicin und P-gp-Inhibitoren und/oder starken CYP3A4-Inhibitoren nach Möglichkeit zu vermeiden, da es schwierig sein kann, die systemische Exposition gegenüber Colchicin vorherzusagen und zu kontrollieren. In den Ausnahmefällen, in denen eine Weiterbehandlung mit Colchicin bei gleichzeitiger Einleitung einer Therapie mit P-gp-Inhibitoren und/oder starken CYP3A4-Inhibitoren trotz des potenziellen Risikos einer Überdosierung als vorteilhaft erachtet wird, muss eine erhebliche Reduzierung der Colchicin-Dosis vorgenommen werden und eine engmaschige klinische Überwachung durchgeführt werden.

Sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu "natriumfrei".

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht oder nur unzureichend dokumentiert. In Anbetracht der Art der unerwünschten Wirkungen ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Arzneimitteln, die das Blutbild beeinflussen oder sich negativ auf die Leber- und/oder Nierenfunktion auswirken können, Vorsicht geboten.

Colchicin ist ein Substrat sowohl für CYP3A4 als auch für das Transportprotein P-gp. In Gegenwart von CYP3A4- oder P-gp-Inhibitoren steigt die Colchicin-Konzentration im Blut an. Bei gleichzeitiger Anwendung von CYP3A4- oder P-gp-Inhibitoren wie Makrolid-Antibiotika (Clarithromycin und Erythromycin), Ciclosporin, Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, HIV-Proteaseinhibitoren und Kalziumkanalantagonisten wie Verapamil und Diltiazem wurde über Toxizität, einschließlich tödlicher Fälle, berichtet. Es wurde berichtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Azithromycin mit Colchicin zu erhöhtem Colchicin-Serumspiegel führt. Während der Behandlung mit Azithromycin und nach deren Absetzen sind eine klinische Überwachung und gegebenenfalls eine Überwachung des Colchicin-Serumspiegels erforderlich (siehe Abschnitt 4.4)

Wenn bei Patienten mit normaler Nieren- und Leberfunktion eine Behandlung mit einem P-gp-
Inhibitor (z. B. Ciclosporin, Verapamil oder Chinidin) oder einem starken CYP3A4-Inhibitor (z. B.
Ritonavir, Atazanavir, Indinavir, Clarithromycin, Telithromycin, Itraconazol oder Ketoconazol)
erforderlich ist, kann eine Anpassung der Colchicin-Dosis notwendig sein. Die gleichzeitige
Anwendung von solchen Inhibitoren und Colchicin sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-
oder Leberfunktion vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Darüber hinaus verringern Wirkstoffe wie Cimetidin und Tolbutamid den Metabolismus von
Colchicin und können dadurch den Plasmaspiegel von Colchicin erhöhen.

Grapefruitsaft kann die Plasmaspiegel von Colchicin erhöhen. Grapefruitsaft sollte daher nicht zusammen mit Colchicin eingenommen werden.

Eine reversible Malabsorption von Cyanocobalamin (Vitamin B12) kann durch eine veränderte
Funktion der Darmschleimhaut hervorgerufen werden.
Das Risiko einer Myopathie und Rhabdomyolyse steigt, wenn Colchicin mit Statinen und Fibraten,
Ciclosporin oder Digoxin kombiniert wird.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Fertilität

Die Verabreichung von Colchicin an Tiere führt zu einer deutlichen Verringerung der Fruchtbarkeit.

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Colchicin teratogen ist (siehe Abschnitt 5.3). Colchicin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden, es sei denn, es werden wirksame empfängnisverhütende Maßnahmen getroffen. (siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Der Wirkstoff Colchicin geht in hohem Maße in die Muttermilch über. Colchicin sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten zum Einfluss von Colchicin auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Es sollte jedoch das Risiko von Benommenheit und Schwindel berücksichtigt werden.

4.8 Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden beobachtet.

Die Häufigkeiten sind nicht bekannt, sofern sie nicht unter einer der folgenden Kategorien aufgeführt sind:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)

Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)

OrgansystemklasseHHäufigkeitNebenwirkung
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsNicht bekanntKnochenmarkdepression mit Agranulozytose und aplastischer Anämie
Erkrankungen des NervensystemsNicht bekanntPeriphere Neuritis, Neuropathie
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigAbdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe
Leber- und GallenerkrankungenNicht bekanntHepatotoxizität
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesNicht bekanntAlopezie, Hautausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenNicht bekanntMyopathie und Rhabdomyolyse
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseNicht bekanntAmenorrhoe, Dysmenorrhoe, Oligospermie, Azoospermie

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Colchicin hat eine geringe therapeutische Breite und ist bei einer Überdosierung extrem toxisch. Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz, Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts oder Herzerkrankungen sowie ältere Menschen sind einem besonderen Toxizitätsrisiko ausgesetzt. Nach einer Überdosierung von Colchicin müssen alle Patienten umgehend ärztlich untersucht werden, auch wenn keine frühen Symptome auftreten.

Klinik:

Die Symptome einer akuten Überdosierung können verzögert auftreten (durchschnittlich 3 Stunden):
Übelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, hämorrhagische Gastroenteritis, Volumenverlust,
Elektrolytabweichungen, Leukozytose und Hypotonie in schweren Fällen. Die zweite Phase mit
lebensbedrohlichen Komplikationen entwickelt sich 24 bis 72 Stunden nach der Einnahme:
Multiorganversagen, akutes Nierenversagen, Verwirrtheit, Koma, aufsteigende periphere motorische und
sensorische Neuropathie, Myokard-Depression, Panzytopenie, Herzrhythmusstörungen, respiratorische
Insuffizienz, disseminierte intravasale Koagulopathie (Verbrauchskoagulopathie). Der Tod tritt
normalerweise infolge einer Atemdepression und eines kardiovaskulären Kollapses ein. Wenn der Patien

t

überlebt, kann die Genesung mit einer Rebound-Leukozytose und einer reversiblen Alopezie einhergehen

,

die etwa eine Woche nach der anfänglichen Einnahme beginnen.

Therapie:

Es steht kein Antidot zur Verfügung.

Eliminierung der Toxine durch Magenspülung innerhalb einer Stunde nach der akuten Vergiftung.
Bei Erwachsenen, die mehr als 0,1 mg/kg Körpergewicht aufgenommen haben, und bei Kindern,
unabhängig von der aufgenommenen Menge, ist eine orale Verabreichung von Aktivkohle innerhalb
einer Stunde nach Eintreffen im Krankenhaus zu erwägen.
Eine Hämodialyse hat keine Wirkung (hohes scheinbares Verteilungsvolumen). Eine engmaschige
klinische und biologische Überwachung im Krankenhaus ist angezeigt.
Symptomatische und unterstützende Behandlung: Kontrolle der Atmung, Aufrechterhaltung von
Blutdruck und Kreislauf, Wiederherstellung des Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewichts.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Gichtmittel ohne Effekt auf den Harnsäuremetabolismus. ATC-Code: M04AC01

Wirkmechanismus

Der Wirkmechanismus von Colchicin bei der Behandlung der Gicht ist noch nicht vollständig
bekannt. Uratkristalle werden von Leukozyten phagozytiert, wodurch Entzündungsfaktoren freigesetzt
werden. Colchicin hemmt diese Prozesse. Weitere Eigenschaften von Colchicin, wie Interaktionen mit
Mikrotubuli, können auch zu seiner Wirkung beitragen.
Die Wirkung tritt etwa 12 Stunden nach der Einnahme ein und ist nach 1 bis 2 Tagen am stärksten

.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Colchicin wird nach Einnahme rasch und fast vollständig resorbiert. Die maximalen Plasmakonzentrationen werden üblicherweise nach 30 bis 120 Minuten erreicht.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Colchicin beträgt etwa 30 %. Es reichert sich in den Leukozyten an.

Elimination

Colchicin wird teilweise in der Leber verstoffwechselt und dann teilweise über die Galle ausgeschieden.

Es wird zum großen Teil (80 %) in unveränderter Form und als Metaboliten in den Fäzes ausgeschieden.
10–20 % werden mit dem Urin ausgeschieden. Die terminale Halbwertszeit beträgt 3–10 Stunden.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine pharmakokinetischen Daten bei Kindern vor.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Colchicin verursacht in vitro Schädigungen der DNA und in vivo wurden Chromosomenanomalien
beobachtet. Aus der präklinischen Forschung liegen keine Daten zur Toxizität vor.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose (E460)

Lactose-Monohydrat

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] (E470B)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/Alu/PVC/Alu-Blisterpackungen mit 10, 12, 20, 30, 50, 100, 150 oder 200 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG Südwestpark 50

90449 Nürnberg

E-Mail: info@heumann.de

Mitvertreiber:

Heunet Pharma GmbH Südwestpark 50

90449 Nürnberg

8. ZULASSUNGSNUMMER

7008184.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

  1. 17. Juli 2025

10. STAND DER INFORMATION

07/2025

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7008184.00.00 · ENR 7008184

Stand der Information laut Text: 07/2025

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Colchicin Heumann 0,5 mg Tabletten

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Colchicin 0,5 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Packungsgrößen 10 Stück, 12 Stück, 20 Stück, 30 Stück, 50 Stück, 100 Stück, 150 Stück, 200 Stück
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; In Originalverpackung aufbewahren; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Lagerung und Transport: In Originalverpackung aufbewahren; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Licht zu schützen; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; In Originalverpackung aufbewahren; Lagerung und Transport: In Originalverpackung aufbewahren; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Licht zu schützen; In Originalverpackung aufbewahren; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; Lagerung und Transport: Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; um den Inhalt vor Licht zu schützen; In Originalverpackung aufbewahren
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. M Muskel- und Skelettsystem
    1. M04 Gichtmittel
      1. M04A Gichtmittel
        1. M04AC Gichtmittel ohne Effekt auf den Harnsäuremetabolismus
          1. M04AC01 Colchicin
Zulassung 7008184.00.00, seit 17.07.2025; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG, 90449 Nürnberg
Hersteller (Freigabe) Misom Labs Limited, Formula Pharmazeutische und chemische Entwicklungs GmbH (BS 1), Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG, Misom Labs Limited (BS 1), Formula Pharmazeutische und chemische Entwicklungs GmbH
Frühere Namen Colchicin Indoco 0,5 mg Tabletten (ab 10.07.2025)
PZN 19746469

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7008184), Datensatz vom 29.09.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.