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Dociton® 40 mg Filmtabletten – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
40 mg
Dieselbe Fachinformation gilt auch für:
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - DOCITON 40mg

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Dociton® 10 mg Filmtabletten

Dociton® 40 mg Filmtabletten

Dociton® 80 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Dociton 10 mg:

Eine Filmtablette enthält 10 mg Propranololhydrochlorid. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 75,05 mg Lactose.

Dociton 40 mg:

Eine Filmtablette enthält 40 mg Propranololhydrochlorid. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 140,04 mg Lactose.

Dociton 80 mg:

Eine Filmtablette enthält 80 mg Propranololhydrochlorid. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 173,19 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Weiße, runde, gewölbte Filmtabletten mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Dociton 10 mg: Durchmesser 6,4 – 6,7 mm, Tablettenhöhe 2,5 – 2,8 mm. Dociton 40 mg: Durchmesser 8,4 – 8,6 mm, Tablettenhöhe 3,1 – 3,3 mm. Dociton 80 mg: Durchmesser 9,4 – 9,7 mm, Tablettenhöhe 4,0 – 4,4 mm.

Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Dociton 10 mg / -40 mg / - 80 mg

  • hyperkinetisches Herzsyndrom (so genannte funktionelle Herzbeschwerden)
  • Hyperthyreose (symptomatische Therapie als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifi-scher Maßnahmen).

Dociton 40 mg und Dociton 80 mg zusätzlich

  • arterielle Hypertonie
  • koronare Herzkrankheit
  • tachykarde Herzrhythmusstörungen
  • Reinfarktprophylaxe
  • symptomatische Therapie des primären Angstsyndroms
  • essentieller Tremor
  • Migräneprophylaxe.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sind unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.

Dosierung

Die Dosierung soll individuell – vor allem nach dem Behandlungserfolg – festgelegt werden. Ansonsten gelten, soweit nicht anders verordnet, folgende Dosierungsrichtlinien:

Arterielle Hypertonie

Beginn der Behandlung mit 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 80 – 120 mg Propranololhydrochlorid). Wird damit keine ausreichende Wirkung erzielt, 2- bis 3-mal täglich 2 Filmtabletten Dociton 40 mg (entsprechend 160 – 240 mg Propranololhydrochlorid) bzw. 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 80 mg (entsprechend 160 – 240 mg Propranololhydrochlorid). Falls erforderlich kann die Dosierung auf 2-mal täglich 4 Filmtabletten Dociton 40 mg (entsprechend 320 mg Propranololhydrochlorid) bzw. 2-mal täglich 2 Filmtabletten Dociton 80 mg (entsprechend 320 mg Propranololhydrochlorid) gesteigert werden.

Koronare Herzkrankheit, tachykarde Herzrhythmusstörungen

Die Anfangsdosis beträgt 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 120 mg Proprano-lolhydrochlorid). Wird damit keine ausreichende Wirkung erzielt, 2- bis 3-mal täglich 2 Filmtabletten Dociton 40 mg (entsprechend 160 – 240 mg Propranololhydrochlorid) bzw. 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 80 mg (entsprechend 160 – 240 mg Propranololhydrochlorid). Die optimale Er-haltungsdosis muss individuell festgelegt werden.

Reinfarktprophylaxe

Die Behandlung sollte zwischen dem 5. und 21. Tag nach dem Myokardinfarkt mit 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 120 mg Propranololhydrochlorid) über 2 – 3 Tage begon-nen werden. Anschließend kann die Therapie mit 2-mal täglich 1 – 2 Filmtabletten Dociton 40 mg (entsprechend 80 – 160 mg Propranololhydrochlorid) fortgesetzt werden.

Hyperkinetisches Herzsyndrom (so genannte funktionelle Herzbeschwerden) 3-mal täglich 1 – 4 Filmtabletten Dociton 10 mg (entsprechend 30 – 120 mg Propranololhydrochlorid) oder 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 120 mg Propranololhydrochlorid).

Essentieller Tremor, Migräneprophylaxe, Symptomatische Therapie des primären Angstsyndroms Die übliche Anfangsdosis beträgt 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 80

  • 120 mg Propranololhydrochlorid).

Die Dosierung und das Dosierungsintervall müssen bei diesen Indikationen individuell ermittelt wer-den.

Hyperthyreose (symptomatische Therapie als Ergänzung oder bis zum Wirksamwerden spezifischer Maßnahmen)

3- bis 4-mal täglich 1 – 4 Filmtabletten Dociton 10 mg (entsprechend 30–160 mg Propranololhydroch-lorid) bzw. 3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Dociton 40 mg (entsprechend 120 – 160 mg Proprano-lolhydrochlorid).

Arrhythmien bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosierung sollte individuell festgelegt werden. Die nachfolgenden Dosierungsangaben dienen lediglich zur Orientierung:

0,25-0,5 mg/kg Körpergewicht 3- bis 4-mal täglich. Die Dosierung sollte in Abhängigkeit vom klini-schen Ansprechen erforderlichenfalls angepasst werden.

Maximaldosis: 1 mg/kg Körpergewicht 4-mal täglich. Eine Gesamttagesdosis von 160 mg sollte nicht überschritten werden.

Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion:

Bei stark eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist die Elimination von Dociton reduziert, so dass unter Umständen eine Reduzierung der Dosis erforderlich ist.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Betarezeptorenblocker oder einen der in Ab-schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • AV-Block II. und III. Grades und Sick-Sinus-Syndrom bei Patienten ohne Herzschrittmacher
  • höhergradiger sinuatrialer Block
  • Bradykardie (Ruhepuls vor Behandlungsbeginn unter 50 Schlägen pro Minute)
  • nichtkompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III und IV)
  • Prinzmetal-Angina
  • Schock
  • Hypotonie (unter 90 mmHg systolisch)
  • pulmonale Hypertonie
  • Asthma bronchiale oder Bronchospasmus
  • chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen
  • gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern und anderen adrenerge Impulse verstärkenden

    Medikamenten

  • gleichzeitige Behandlung mit Calciumantagonisten mit negativ inotroper Wirkung wie Vera-pamil und Diltiazem (eine Therapieumstellung von einer auf die andere Substanz sollte erst ei-nige Tage nach Absetzen erfolgen)
  • nach langer Nahrungskarenz
  • Urämie
  • Metabolische Azidose
  • schwere periphere Durchblutungsstörungen
  • Hypoglykämieneigung, z. B.: Patienten, die längere Zeit gefastet haben oder eine diesbezüglich eingeschränkte gegenregulatorische Reserve haben (siehe auch Abschnitt 4.4)
  • unbehandeltes Phäochromozytom.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz muss eine ausreichende Kompensation vor Beginn und während der Therapie gewährleistet sein. Vorsicht ist geboten bei geringer Herzreserve.

Periphere arterielle Durchblutungsstörungen

Periphere arterielle Durchblutungsstörungen (z. B. Raynaud-Syndrom, Claudicatio intermittens) kön-nen durch Gabe von Betablockern verstärkt werden.

Ausschleichen der Therapie

Die Beendigung der Therapie (vor allem bei ischämischen Herzerkrankungen) soll langsam über meh-rere Tage erfolgen (Rebound-Effekt).

Abruptes Absetzen kann zu Angina pectoris bis hin zu plötzlichem Herztod führen. Die äquivalente Dosierung kann mit einem anderen Betablocker ersetzt werden, oder Dociton wird schrittweise abgesetzt.

Wurden Propranolol und Clonidin zugleich gegeben, sollte zuerst Propranolol langsam abgesetzt und erst einige Tage später Clonidin schrittweise reduziert werden.

AV-Block I. Grades

Bei AV-Block I. Grades ist besonders bei Behandlungsbeginn und Wahl der Anfangsdosis eine beson-ders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2).

Hypoglykämie/Diabetes

Dociton kann die Anzeichen und Symptome von Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie) blockie-ren/verändern.

Propranolol verursacht gelegentlich Hypoglykämien, sogar bei Nichtdiabetikern z. B. bei Neugebore-nen, Kleinkindern, Kindern, älteren Patienten, Patienten, die hämodialysiert werden müssen oder bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen (durch Beeinflussung der katecholamininduzierten Gly-kogenolyse).

Bei Überdosierung und Hypoglykämie kommt es häufig zu Anfällen und Koma (Dociton ist hoch lipophil).

Vorsicht ist geboten bei Diabetes-Patienten unter antidiabetischer Therapie, die gleichzeitig Dociton erhalten. Dociton kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängern (siehe auch Abschnitt 4.5). Die Blutzuckerwerte sind in kürzeren Abständen zu überwachen.

Hyperthyreose

Bei Patienten mit Hyperthyreose können die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (Tachykardie und Tremor) maskiert sein.

Bradykardie

Dociton verringert aufgrund seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz. Im Falle des Auftretens von Bradykardie-bedingten Symptomen wie Schwindel oder Synkope nach Therapiebeginn sollte die Dosis entsprechend verringert werden.

Anaphylaktische Reaktionen/Allergien/Desensibilisierungstherapie

Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylak-tischer Reaktionen erhöhen. Vorsicht und eine strenge Indikationsstellung sind geboten bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte sowie unter Desensibilisierungs-therapie. Es ist möglich, dass solche Patienten auf die üblichen Dosen von Adrenalin, welche zur Be-handlung von allergischen Reaktionen verwendet werden, nicht ansprechen.

Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Dociton ist bei Patienten mit nicht kompensierter Zirrhose mit Vorsicht anzuwenden. Bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion und bei älteren Patienten ist besonders bei Behand-lungsbeginn und Wahl der Anfangsdosis eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforder-lich (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2).

Bei Patienten mit portaler Hypertonie kann sich die Leberfunktion verschlechtern und es kann sich eine hepatische Enzephalopathie entwickeln. Es gibt Berichte, dass die Behandlung mit Propranolol das Risiko für die Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie erhöhen kann.

Narkose

Wird bei Patienten, die unter Betablockertherapie stehen, eine Allgemeinnarkose durchgeführt, so ist ein Narkosemittel mit möglichst geringer negativ inotroper Wirkung zu wählen.

Bronchokonstriktion

Eventuell auftretende Bronchospasmen können durch die üblichen Bronchodilatatoren (wie Salbuta-mol, Isoprenalin) gelöst werden.

Phäochromozytom

Bei Phäochromozytom darf Propranolol grundsätzlich nur zusammen mit einem Alpharezeptorenblo-cker gegeben werden.

Psoriasis

Bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von Dociton-Filmtabletten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden.

Kontaktlinsenträger

Vorsicht wegen Verminderung der Tränenproduktion.

Kinder

Die Verwendung von Propranolol bei Kindern mit Herzrhythmusstörungen ist möglich. Die individu-elle Dosierung muss jedoch besonders sorgfältig durch allmähliche Dosiserhöhung festgesetzt werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Dociton kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Dociton als Dopingmittel können nicht abgesehen werden; schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Dociton enthält Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Dociton-Filmtabletten nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Insulin, orale Antidiabetika

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Dociton und hypoglykämischer Therapie bei Patienten mit Diabetes.

Dociton kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängern (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Die Warnzeichen einer Hypoglykämie, insbesondere Tachykardie und Tremor, sind maskiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.

Rizatriptan (Serotonin-Rezeptor-Agonist)

Die gleichzeitige Anwendung von Rizatriptan und Propranolol kann zu einer erhöhten Rizatriptan AUC und Cmax um etwa 70-80 % führen. Die erhöhten Rizatriptanspiegel sind vermutlich auf die Hemmung der Monoaminoxidase-A und die daraus folgende Hemmung des First-Pass-Metabolismus von Rizatriptan zurückzuführen. Werden diese Arzneimittel in Kombination angewendet, wird eine Rizatriptandosis von 5 mg empfohlen.

Antiarrhythmika

Klasse I-Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid) und Amiodaron (Klasse III-Antiarrhythmikum) können eine verstärkte Wirkung auf die atriale Reizleitungsgeschwindigkeit haben und eine negativ inotrope Wirkung hervorrufen. Durch die Addition der kardiodepressiven Wirkungen kommt es möglicher-weise zu Hypotonie, Bradykardie, AV-Block bis hin zur Asystolie.

Lidocain (Klasse Ib-Antiarrhythmikum)

Siehe Narkotika/Anästhetika

Herzglykoside

Digitalisglykoside in Verbindung mit Betablockern können die atrioventrikuläre Reizleitungszeit ver-längern.

Parasympathomimetika, Nitrate und andere Antihypertensiva (besonders Reserpin, α-Methyldopa und Guanfacin)

Diese führen zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Überleitungsverzögerung und zur Hypotonie. Patientenüberwachung ist erforderlich!

Calciumkanalblocker

Die kombinierte Anwendung von Betablockern und Calciumkanalblockern mit negativ inotropen Wir-kungen (z. B. Verapamil, Diltiazem) kann zu einer Verschlechterung dieser Wirkungen besonders bei Patienten mit beeinträchtigter Ventrikelfunktion und/oder Sinuatrialer- oder AV-Leitungsanomalien führen. Das kann zu schwerer Hypotonie, Bradykardie und Herzversagen führen. Weder der Betablocker noch der Calciumkanalblocker dürfen intravenös innerhalb von 48 Stunden nach Absetzen des jeweils anderen verabreicht werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Dihydropyridin-Calciumkanalblockern, z. B. Nifedipin, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen und es kann zu einem Herzversagen bei Patienten mit latenter Herzin-suffizienz kommen.

Sympathomimetika

Die gleichzeitige Anwendung von Sympathomimetika, z. B. Adrenalin, kann der Wirkung von Beta-blockern entgegenwirken. Besondere Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen parenteralen Anwen-dung von Zubereitungen, die Adrenalin enthalten, da es zu einer Vasokonstriktion, Hypertonie und Bradykardie kommen kann.

Cimetidin (H2-Antagonist), Hydralazin (Vasodilatator)

Die gleichzeitige Anwendung von Cimetidin oder Hydralazin erhöht die Plasmaspiegel von Proprano-lol.

Alkohol

Die gleichzeitige Gabe von Alkohol kann den Plasmaspiegel von Dociton erhöhen.

Clonidin (zentraler Alpha-2-Adrenozeptor-Agonist)

Betablocker können eine Rebound-Hypertonie nach Absetzen von Clonidin verschlechtern. Werden die beiden Arzneimittel gleichzeitig verabreicht, sollte der Betablocker einige Tage vor dem Absetzen von Clonidin abgesetzt werden.

Bei einem Ersetzen von Clonidin durch eine Betablockertherapie sollte die Einführung des Betablo-ckers nach Absetzen von Clonidin um einige Tage verzögert erfolgen.

Mutterkornalkaloide

Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung von Ergotamin, Dihydroergotamin oder verwandten Ver-bindungen in Kombination mit Dociton, da bei ein paar Patienten über vasospastische Reaktionen berichtet wurde.

Nicht-steroidale Antirrheumatika

Die gleichzeitige Anwendung von Prostaglandinsynthetase-Inhibitoren (z. B. Ibuprofen und Indome-tacin) kann die blutdrucksenkende Wirkung von Dociton abschwächen.

Dextropropoxyphen (Opioidanalgetikum)

Dextropropoxyphen erhöht die Bioverfügbarkeit von Propranolol.

ZNS-wirksame Arzneimittel (z. B. Hypnotika, Tranquilizer, tri-/tetrazyklische Antidepressiva [z. B. Fluoxetin, Fluvoxamin], Neuroleptika)

Diese führen zu einer Verstärkung der antihypertensiven Wirkung.

Die gleichzeitige Anwendung von Dociton und Chlorpromazin (Neuroleptikum) kann zu einem An-stieg der Plasmaspiegel beider Arzneimittel führen. Das kann zu einer verstärkten antipsychotischen Wirkung von Chlorpromazin und zu einer verstärkten antihypertensiven Wirkung von Dociton führen.

Narkotika/Anästhetika

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Anästhetika zusammen mit Dociton. Der Anästhesist ist zu informieren, und die Wahl des Anästhetikums sollte auf ein solches mit so ge-ringer negativ inotroper Wirkung wie möglich fallen.

Die Anwendung von Betablockern mit Anästhetika kann zu einer Verringerung der Reflextachykardie und einer Zunahme des Hypotonierisikos führen.

Anästhetika, die eine Depression des Myokards verursachen (z. B.: Äther, Cyclopropan, Trichlorethy-len), sind am besten zu vermeiden.

Die Verabreichung von Dociton während einer Infusion von Lidocain kann die Plasmakonzentration von Lidocain um ca. 30% erhöhen. Die Kombination soll vermieden werden.

MAO-Hemmer

Diese sind wegen möglicher überschießender Hypertonie nicht zusammen mit Dociton zu verabrei-chen.

Periphere Muskelrelaxantien (z. B.: Suxamethonium, Tubocurarin):

Die neuromuskuläre Blockade wird durch Betarezeptorenhemmung verstärkt.

Barbiturate, Nikotin, Cholestyramin, Antacida

Diese führen zu einer Wirkungsabschwächung von Propranolol.

Malaria-Mittel (Halofantrin, Mefloquin und Chinin)

Diese können Störungen der Erregungsleitung auslösen und sind deshalb nur mit Vorsicht anzuwen-den.

In einem Einzelfall kam es zu Herzkreislaufstillstand nach einer Einzeldosis von Mefloquin bei einem Patienten, der unter Propranolol-Therapie stand.

Chinidin (Klasse Ia-Antiarrhythmikum), Propafenon (Klasse Ic-Antiarrhythmikum), Rifampicin (bak-terizides Antibiotikum), Theophyllin (Bronchospasmolytikum), Warfarin (Antikoagulans), Thiorida-zin (Neuroleptikum) und Dihydropyridin-Calciumkanalblocker (wie Nifedipin, Nisoldipin und Isradi-pin)

Pharmakokinetische Studien haben gezeigt, dass die angeführten Substanzen aufgrund von Wirkungen auf Enzymsysteme in der Leber, die sowohl Propranolol als auch diese Substanzen metabolisieren, mit Propranolol interferieren können. Wenn die Blutkonzentration einer Substanz beeinflusst wird, kann eine entsprechende klinische Dosisanpassung erforderlich sein. Siehe auch die o.g. Wechselwirkung hinsichtlich der gleichzeitigen Therapie mit Dihydropyridin-Calciumkanalblockern.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Ausreichende Studien zur Anwendung von Propranololhydrochlorid bei schwangeren Frauen liegen nicht vor.

In der Schwangerschaft soll Propranolol nur nach strenger Indikationsstellung und Abwägen des Nut-zen-Risiko-Verhältnisses gegeben werden. Es muss dabei auf eine mögliche Wehenauslösung und auf unerwünschte Wirkungen auf den Fötus (intrauterine Wachstumsretardierung, Bradykardie) geachtet werden.

Betablocker verringern die Durchblutung der Plazenta, was zum intrauterinen Tod des Fötus und zu Frühgeburten führen kann.

Wegen Gefahr von Hypoglykämie, Bradykardie und Atemdepression beim Neugeborenen sollte die Therapie 48 – 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, müssen die Neugeborenen in den ersten 48 – 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig überwacht wer-den.

Stillzeit

Die meisten Betablocker, besonders lipophile Verbindungen, gelangen in unterschiedlichem Ausmaß in die Muttermilch.

Das Stillen wird daher bei Behandlung mit solchen Verbindungen nicht empfohlen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschi-

nen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit ver-ändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschi-nen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Be-handlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8 Nebenwirkungen

HäufigGelegentlichSeltenSehr seltenNicht bekannt
(≥1/100, <1/10)(≥1/1.000, <1/100)(≥1/10.000, <1/1.000)(<1/10.000)(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht ab-schätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Thrombozyto-penieLeukopenie, Agranulozytose, transiente Eo-sinophilie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstöru ngen

Hypoglykämie1) Verschlechte-rung von Diabe-tes, Verminde-rung des HDL-Cholesterins, Anstieg der

Triglyzeride2)

Hypoglykämie bei Neugebore-nen, Kleinkin-dern und Kin-dern; Krampfan-fälle bedingt durch Hypogly-kämie
Psychiatrische ErkrankungenSchlafstörungen, Albträume

Halluzinationen, Psychosen (nach abruptem Abset-zen), Stim-

mungsschwan-kungen

Erkrankungen des

Nervensystems

insbesonders zu Behandlungsbe-ginn:

Schwindel,

Verwirrtheit

Myastenia gra-visähnliches SyndromParästhesie

Verschlechte-rung einer My-astenia gravis, Nervosität,

Kopfschmerzen, depressive Ver-stimmungen

Augenerkrankun genTrockene Au-gen, Sehstörun-genKonjunktivitis
Herzerkrankung en

Bradykardie, orthostatische Hypotonie,

Synkopen, Pal-pitationen, AV-Überleitungsstö-rungen, Ver-schlechterung einer Herzinsuf-fizienz

Gefäßerkrankun genKalte Extremitä-ten, Raynaud-PhänomenVerschlechte-rung einer Clau-dicatio intermit-tens

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und

Mediastinums

Bronchospas-men und Atem-not 3)Fälle mit tödlichem Aus-gang sind be-schrieben

Erkrankungen des

Gastrointestinalt raktes

Übelkeit, Erbre-chen, Diarrhö oder ObstipationMundtrocken-heit

Leber- und

Gallenerkrankun gen

Verschlechte-rung der Leber-funktion und Entwicklung einer hepati-schen Enzepha-
lopathie4)
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellge webes

Allergische

Hautreaktionen (Rötung, Juck-reiz, Exanthe-me), Haarausfall

Nicht-

thrombozytope-nische Purpura, Alopezie, pso-riasiforme

Hautreaktionen (auch nach Jah-ren), Ver-

schlechterung einer Psoriasis

Hyperhidrosis

Skelettmuskulat ur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrank ungen

Schmerzhafte proximale Myo-pathie, Muskel-krämpfe; bei Langzeitthera-pie:

Arthropathie

Erkrankungen der Nieren und HarnwegeVerschlechte-rung der Nieren-funktion 5)

Erkrankungen der

Geschlechtsorga ne und der

Brustdrüse

Libido- und

Potenzstörungen

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungs ort

Müdigkeit

und/oder Abge-schlagenheit (oft vorübergehend)

Benommenheit
Untersuchungen

ANA-Anstieg mit unklarer

klinischer Rele-vanz, Erhöhung der Transamina-sen (GOT, GPT) im Serum

1 bei älteren Patienten, Hämodialysepatienten und Patienten mit gleichzeitiger antidiabetischer

Therapie, bei länger dauerndem Fasten und bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen 2 Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyzeride im Plasma beobachtet.

3 bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere obstruktiven Atem-wegserkrankungen) infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes 4 bei Patienten mit portaler Hypertonie

5 bei schweren Nierenfunktionsstörungen. Deshalb sollte während der Therapie mit Dociton die

Nierenfunktion entsprechend überwacht werden.

Wird durch die oben genannten Reaktionen das Befinden des Patienten beeinträchtigt, sollte entspre-chend der klinischen Beurteilung ein Absetzen des Arzneimittels erwogen werden. Der Abbruch der Therapie mit einem Betablocker hat schrittweise zu erfolgen. Im seltenen Fall einer Unverträglichkeit, die sich durch Bradykardie und Blutdruckabfall äußert, ist das Arzneimittel abzusetzen und wenn nötig, eine Behandlung wie bei Überdosierung durchzuführen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Das klinische Bild ist in Abhängigkeit vom Ausmaß der Intoxikation im Wesentlichen von kardiovas-kulären und zentralnervösen Symptomen geprägt. Überdosierung kann zu schwerer Hypotonie, Bradykardie bis zur Herzinsuffizienz, zum Herzstillstand und kardiogenen Schock führen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Therapeutische Maßnahmen

Brochospasmen können in der Regel durch Beta-2-Sympathomimetika wie Salbutamol zum Inhalieren (bei ungenügender Wirkung auch intravenös) behoben werden. Zur Aufhebung der durch Proprano-lolhydrochlorid herbeigeführten Betablockade können hohe Dosen erforderlich sein, die entsprechend ihrer Wirkung titriert werden sollten. Auch Aminophyllin i.v., Ipratropriumbromid als Inhalationsne-bel oder Glucagon (1 – 2 mg i.v.) können gegeben werden. In schweren Fällen können Sauerstoffbe-handlung oder künstliche Beatmung erforderlich sein.

Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz oder des Blutdrucks muss die Behand-lung mit Dociton abgebrochen werden. Neben allgemeinen Maßnahmen der primären Giftelimination müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die vitalen Parameter überwacht und gegebenen-falls korrigiert werden.

Als Gegenmittel können gegeben werden:

  • Atropin 0,5 – 2 mg i.v. als Bolus
  • Glukagon initial 1 – 10 mg i.v., anschließend 2 – 2,5 mg/h als Dauerinfusion
  • Sympathomimetika in Abhängigkeit von Körpergewicht und Effekt, z. B. Orciprenalin (0,25 –

    0,5 mg), Dobutamin, Isoprenalin und Adrenalin.

Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schrittmachertherapie durchgeführt werden.

Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten, nichtselektiv ATC-Code: C07AA05

Propranololhydrochlorid ist ein lipophiler nicht-kardioselektiver Betarezeptorenblocker mit membran-stabilisierender Wirkung ohne intrinsische sympathomimetische Aktivität (ISA). Propranololhydroch-lorid hemmt sowohl die Beta-1- als auch die Beta-2-Rezeptoren.

Die Substanz senkt in Abhängigkeit von der Höhe des Sympathikotonus die Frequenz und die Kon-traktionskraft des Herzens, die AV-Überleitungsgeschwindigkeit und die Plasma-Renin-Aktivität. Propranololhydrochlorid kann durch Hemmung von Beta-2-Rezeptoren eine Erhöhung des Tonus der glatten Muskulatur bewirken.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Applikation wird Propranololhydrochlorid zu mehr als 90 % aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die biologische Verfügbarkeit von oral verabreichtem Propranololhydrochlorid liegt bei 34

  • 46 %. Propranololhydrochlorid unterliegt einem ausgeprägten "First-pass-Effekt". Die absolute sys-temische Verfügbarkeit beträgt ca. 30 %. Maximale Plasmaspiegel werden nach ca. 1 – 2 Stunden erreicht. Die Plasmaproteinbindung von Propranololhydrochlorid beträgt ca. 90 %, das relative Vertei-lungsvolumen beträgt 3,6 l/kg.

Einer der beim Abbau von Propranololhydrochlorid in der Leber entstehenden Metabolite (4-Hydroxypropranolol) besitzt ebenfalls betablockierende Wirkung. Konzentration und Halbwertszeit sind jedoch gering. Propranololhydrochlorid und seine Metabolite werden zu über 90 % - davon weni-ger als 1 % der applizierten Dosis unverändert - renal eliminiert. Die Eliminationshalbwertszeit von Propranololhydrochlorid liegt bei normaler Nierenfunktion im Durchschnitt zwischen 3 und 4 Stun-den.

Bei deutlich eingeschränkter Leberfunktion muss wegen der dann verminderten Metabolisierungsrate - insbesondere bei gleichzeitiger Nierenfunktionsstörung - mit einer verlängerten Wirkung von Propra-nololhydrochlorid gerechnet werden (siehe auch Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Chronische Toxizität

In Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Mäusen traten keine toxischen Nebenwirkungen auf.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen erbrachten keine Hinweise auf relevante mutagene Wirkungen. In Langzeituntersuchungen an Ratten und Mäusen ergaben sich keine Hinweise auf ein tumorerzeu-gendes Potential.

Reproduktionstoxizität

Das embryotoxische Potential von Propranolol wurde an zwei Tierarten (Ratte und Maus) untersucht. Bei hohen Dosierungen wurden bei den behandelten Muttertieren extrem kleine Föten gefunden. Bei beiden Tierarten ergaben sich keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung von Propranololhydrochlo-rid.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Gelatine

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzl.]

Carmellose-Calcium

Hypromellose

Glycerol

Titandioxid (E 171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Dociton 10 mg

Blisterpackungen

Packungsgrößen: 30 Filmtabletten, 50 Filmtabletten, 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 30 Filmtabletten

Klinikpackungen mit je 300 (10x30) Filmtabletten

Dociton 40 mg

Blisterpackungen

Packungsgrößen: 30 Filmtabletten, 50 Filmtabletten, 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 30 Filmtabletten

Klinikpackungen mit je 300 (10x30) Filmtabletten

Dociton 80 mg

Blisterpackungen

Packungsgrößen: 50 Filmtabletten, 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 100 Filmtabletten

Klinikpackungen mit je 500 (5x100) Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

mibe GmbH Arzneimittel

Münchener Straße 15

06796 Brehna

Tel.: 034954/247-0

Fax: 034954/247-100

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Dociton 10 mg: 6328947.02.00

Dociton 40 mg: 6328947.01.00

Dociton 80 mg: 6328947.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Dociton 10 mg: 21. Oktober 1996/18. April 2005 Dociton 40 mg: 21. Oktober 1996/18. April 2005 Dociton 80 mg: 21. Oktober 1996/18. April 2005

10. STAND DER INFORMATION

08.2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6328947.01.00 · ENR 0328976

Stand der Information laut Text: 08/2019

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Fakten zu DOCITON 40mg

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Propranololhydrochlorid 40 mg
Darreichungsform Tablette
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile
Gelatine, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Carmellose-Calcium und 3 weitere+

Gelatine, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Carmellose-Calcium, Hypromellose, Glycerol, Titandioxid

Packungsgrößen 30 Stück, 50 Stück, 100 Stück (außerdem Klinikpackungen: 30 Stück, 300 Stück)
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. C Kardiovaskuläres System
    1. C07 Beta-Adrenozeptorantagonisten
      1. C07A Beta-Adrenozeptorantagonisten
        1. C07AA Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv
          1. C07AA05 Propranolol
Zulassung 6328947.01.00, seit 24.10.1996, verlängert 28.02.2011; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Mibe GmbH Arzneimittel, 06796 Sandersdorf-Brehna OT Brehna
Hersteller (Freigabe) Mibe GmbH Arzneimittel
Risikoverfahren
1 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • Beta-Rezeptorenblocker, HAM (ausgenommen zur Anwendung am Auge): Auslösung psoriasiformer Exantheme bzw. Provokation einer bestehenden Psoriasis (abgeschlossen 06.02.1996)
Frühere Namen Dociton 40 (ab 01.01.1978), DOCITON 40 (ab 21.10.1996), Dociton 40 (ab 20.04.2005)
PZN 02492993, 01801498, 00293002

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0328976), Datensatz vom 16.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.