Fachinformation - Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml Injektionslösung enthält 30 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 24,6 mg Ephedrin.
Jede Ampulle mit 1 ml enthält 30 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 24,6 mg Ephedrin.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung.
Klare, farblose und geruchlose Lösung.
pH-Wert: 5,5 bis 7,0
Osmolalität: 246–291 mOsm/kg
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Ephedrin Basi wird angewendet zur Behandlung von Hypotonie während einer Allgemeinanästhesie sowie einer Lokalanästhesie (spinal oder epidural) im Rahmen eines chirurgischen oder geburtshilflichen Eingriffs bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Erwachsene
3 bis 6 mg (maximal 9 mg); falls erforderlich, kann die Gabe alle 5–10 Minuten wiederholt werden.
Bei fehlender Wirksamkeit nach einer Gesamtdosis von 30 mg sollte die Wahl des Therapeutikums überdacht werden.
Die Tageshöchstdosis darf 150 mg nicht überschreiten.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da nur unzureichende Daten hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Dosierungsempfehlungen vorliegen.
Kinder unter 12 Jahren:
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ephedrin bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Kinder ab 12 Jahren:
Dosierung und Art der Anwendung entsprechen denen bei Erwachsenen.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Für Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig.
Ältere Patienten
Wie für Erwachsene.
Art der Anwendung
Ephedrin Basi ist ein Arzneimittel zur Anwendung im Krankenhaus und darf nur durch einen Anästhesisten oder unter dessen Aufsicht als Injektionslösung zur intravenösen Anwendung verabreicht werden.
Das Arzneimittel muss vor der Anwendung verdünnt werden. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Zur intravenösen Anwendung (i. v. Infusion oder i. v. Bolus).
4.3 Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden:
- bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
- bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen indirekten Sympathomimetika wie Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Pseudoephedrin und Methylphenidat (siehe Abschnitt 4.5)
- bei gleichzeitiger Anwendung mit Alpha-Sympathomimetika (siehe Abschnitt 4.5)
- bei gleichzeitiger Anwendung mit nichtselektiven MAO-Hemmern oder innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Besondere Warnhinweise
Ephedrin ist bei Patienten, die möglicherweise besonders empfindlich auf die Wirkungen reagieren könnten, mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei Patienten mit Hyperthyreose.
Besondere Vorsicht ist außerdem geboten bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen wie:
- ischämischer Herzkrankheit
- Arrhythmien oder Tachykardie
- okklusiven Gefäßerkrankungen einschließlich Arteriosklerose
- Hypertonie
- Aneurysmen.
Bei Patienten mit Angina pectoris können anginöse Schmerzen verstärkt werden.
Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit Diabetes mellitus, Engwinkelglaukom oder Prostatahyperplasie.
Ephedrin muss bei Patienten, die sich einer Narkose mit Cyclopropan, Halothan oder anderen halogenierten Anästhetika unterziehen, vermieden oder darf nur mit Vorsicht angewendet werden, da diese Anästhetika Kammerflimmern auslösen können. Ein erhöhtes Risiko für Arrhythmien kann auch bei gleichzeitiger Anwendung von Ephedrin mit Herzglykosiden, Chinidin oder trizyklischen Antidepressiva bestehen (siehe Abschnitt 4.5).
Viele Sympathomimetika zeigen Wechselwirkungen mit nichtselektiven Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und dürfen Patienten, die eine solche Behandlung erhalten oder innerhalb der letzten 14 Tage beendet haben, nicht gegeben werden. Auch bei gleichzeitiger Anwendung von selektiven MAO-Hemmern ist es ratsam, auf die Anwendung von Sympathomimetika zu verzichten (siehe Abschnitt 4.5).
Ephedrin erhöht den Blutdruck, daher ist bei Patienten, die blutdrucksenkende Arzneimittel erhalten, besondere Vorsicht angezeigt. Die Wechselwirkungen zwischen Ephedrin und Alpha- und Beta-Blockern können komplex sein. Propranolol und andere Beta-Adrenozeptorenblocker antagonisieren die Wirkung von Beta-2-Adrenozeptor-Stimulanzien (Beta-2-Agonisten) wie z. B. Salbutamol (siehe Abschnitt 4.5).
Die metabolischen Nebenwirkungen von Beta-2-Agonisten können durch die gleichzeitige Gabe hoher Dosen von Kortikosteroiden verstärkt werden; Patienten müssen daher sorgfältig überwacht werden, wenn beide Therapieformen zusammen angewendet werden, auch wenn diese Vorsichtsmaßnahme für inhalative Kortikosteroide weniger relevant ist. Eine durch hohe Dosen von Beta-2-Agonisten ausgelöste Hypokaliämie kann das Risiko für Digitalis induzierte Herzrhythmusstörungen erhöhen Die Hypokaliämie kann durch die gleichzeitige Gabe von Aminophyllin oder anderen Xanthinen, Kortikosteroiden oder durch Diuretikatherapie verstärkt werden (siehe Abschnitt 4.5).
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Ephedrin ist bei Patienten mit Herzkrankheiten in der Anamnese mit Vorsicht anzuwenden.
Sportler müssen darauf hingewiesen werden, dass dieses Präparat einen Wirkstoff enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.
Vor der Infusion ist zu überprüfen, ob die Lösung klar ist und keine sichtbaren Partikel enthält.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert
Indirekte Sympathomimetika (Phenylpropanolamin, Pseudoephedrin, Phenylephrin, Methylphenidat)
Risiko von Vasokonstriktion und/oder akuten Hypertonieepisoden (siehe Abschnitt 4.3).
Alpha-Sympathomimetika (orale und/oder nasale Anwendung)
Risiko von Vasokonstriktion und/oder akuten Hypertonieepisoden (siehe Abschnitt 4.3).
- Nichtselektive MAO-Hemmer
Paroxysmale Hypertonie, Hyperthermie mit möglicherweise tödlichen Folgen (siehe Abschnitt 4.3).
Die gleichzeitige Anwendung ist nicht empfohlen
Mutterkornalkaloide (dopaminerge Wirkung)
Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.
Mutterkornalkaloide (Vasokonstriktoren)
Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.
Selektive MAO-A-Hemmer (gleichzeitige Gabe oder Anwendung innerhalb der letzten 2 Wochen):
Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.
Linezolid
Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.
Trizyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin)
Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).
Herzglykoside
Erhöhtes Risiko für Arrhythmien (siehe Abschnitt 4.4).
Chinidin
Erhöhtes Risiko für Arrhythmien (siehe Abschnitt 4.4).
Noradrenerge und serotonerge Antidepressiva (z. B. Milnacipran, Venlafaxin)
Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).
Guanethidin und verwandte Arzneimittel
Deutlicher Blutdruckanstieg (Hyperreaktivität infolge einer Reduktion des Sympathikotonus und/oder einer Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).
Falls eine gleichzeitige Anwendung unvermeidbar ist, sollten Sympathomimetika nur in niedriger Dosierung und mit Vorsicht angewendet werden.
Sibutramin
Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).
Halogenierte, flüchtige Anästhetika:
Risiko einer perioperativen hypertensiven Krise und ernster ventrikulärer Arrhythmien.
Kombinationen, bei denen Vorsicht geboten ist
Theophyllin
Bei gleichzeitiger Anwendung von Ephedrin und Theophyllin können Schlaflosigkeit, Nervosität und gastrointestinale Beschwerden auftreten.
Kortikosteroide
Es wurde gezeigt, dass Ephedrin die Clearance von Dexamethason steigert.
Antiepileptika
Erhöhte Plasmakonzentrationen von Phenytoin sowie möglicherweise von Phenobarbital und Primidon.
Doxapram
Risiko einer Hypertonie.
Oxytocin
Hypertonie bei gleichzeitiger Gabe mit vasokonstriktorisch wirkenden Sympathomimetika.
Antihypertensiva
Reserpin und Methyldopa können die vasopressorische Wirkung von Ephedrin abschwächen.
Hydrogencarbonat (Bicarbonat)
Erhöhte Plasmakonzentrationen von Ephedrin und Risiko einer Überdosierung (verringerte Ausscheidung über die Niere infolge einer Alkalisierung des Urins).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Klinische Daten aus epidemiologischen Studien mit einer begrenzten Zahl von Frauen deuten darauf hin, dass Ephedrin keine besonderen Auswirkungen im Hinblick auf Fehlbildungen hat.
Einzelne Fälle von Hypertonie bei der Mutter wurden nach Missbrauch oder längerer Anwendung von vasokonstriktorisch wirkenden Aminen berichtet.
Derzeit liegen jedoch nicht genügend Daten vor, um eine fetotoxische Wirkung von Ephedrin bei der Anwendung während der Schwangerschaft zu bestätigen.
Aufgrund seiner sympathomimetischen Wirkung kann eine Zunahme der Frequenz und Variabilität der Herzfrequenz des Fötus beobachtet werden.
Daher sollte Ephedrin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
Stillzeit
Ephedrin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei gestillten Säuglingen wurden Reizbarkeit und ein gestörter Schlafrhythmus berichtet. Es gibt Hinweise darauf, dass Ephedrin innerhalb von 21 bis 42 Stunden nach der Anwendung ausgeschieden wird. Daher muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob auf eine Behandlung mit Ephedrin verzichtet oder ob das Stillen für 2 Tage nach der Anwendung unterbrochen werden soll. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nicht zutreffend.
4.8 Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeitsangaben erfolgen nach folgender Konvention:
Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|---|
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Nicht bekannt | Veränderungen der primären Hämostase |
| Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt | Überempfindlichkeit |
| Psychiatrische Erkrankungen | Häufig | Verwirrtheit, Angstgefühl, Depression |
| Nicht bekannt | Psychotische Zustände und Angst (Furcht) | |
| Erkrankungen des Nervensystems | Häufig | Nervosität, Reizbarkeit, Unruhe, Schwäche, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen |
| Nicht bekannt | Tremor, Hypersalivation | |
| Augenerkrankungen | Nicht bekannt | Episoden eines Winkelblockglaukoms |
| Herzerkrankungen | Häufig | Palpitationen, Hypertonie, Tachykardie |
| Selten | Herzrhythmusstörungen | |
| Nicht bekannt | Anginaschmerz, Reflex-Bradykardie, Herzstillstand, Hypotonie | |
| Gefäßerkrankungen | Nicht bekannt | Hirnblutung |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Häufig | Dyspnoe |
| Nicht bekannt | Lungenödem | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Übelkeit, Erbrechen |
| Nicht bekannt | verminderter Appetit | |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Selten | akute Harnretention |
| Untersuchungen | Nicht bekannt | Hypokaliämie, Veränderung des Blutzuckerspiegels |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Im Fall einer Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Fieber, paranoide Psychose, ventrikuläre und supraventrikuläre Arrhythmien, Hypertonie, Atemdepression, Krampfanfälle und Koma auftreten.
Die letale Dosis beträgt beim Menschen etwa 2 g, entsprechend Blutkonzentrationen von ca. 3,5 bis 20 mg/l.
Behandlung
Die Behandlung einer Überdosierung mit Ephedrin kann eine intensivmedizinische unterstützende Behandlung erfordern. Zur Behandlung einer supraventrikulären Tachykardie kann unter EKG-Überwachung eine langsame intravenöse Injektion von Labetalol (50-200 mg) verabreicht werden. Eine ausgeprägte Hypokaliämie (< 2,8 mmol/l) infolge einer Umverteilung von Kalium, die das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöht, kann durch die Gabe von Kaliumchlorid zusammen mit Propranolol und, falls vorhanden, durch Korrektur einer respiratorischen Alkalose behandelt werden.
Zur Kontrolle von Symptomen einer zentralnervösen Stimulation kann die Gabe eines Benzodiazepins und/oder eines Neuroleptikums erforderlich sein.
Bei schwerwiegender Hypertonie stehen als parenterale Antihypertensiva unter anderem intravenös verabreichte Nitrate, Calciumkanalblocker, Natriumnitroprussid, Labetalol oder Phentolamin zur Verfügung. Die Wahl des Antihypertensivums ist abhängig von der Verfügbarkeit, den Begleiterkrankungen und dem klinischen Zustand des Patienten.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Kardiovaskuläres System. Herztherapie. Adrenerge und dopaminerge Mittel. ATC-Code: C01CA26
Ephedrin ist ein sympathomimetisches Amin, das sowohl direkt an Alpha- und Betarezeptoren wirkt als auch indirekt, indem es die Freisetzung von Noradrenalin an sympathischen Nervenendigungen erhöht. Wie andere Sympathomimetika stimuliert Ephedrin das zentrale Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, das Atmungssystem sowie die Sphinkteren des Verdauungs- und Urogenitalsystems. Ephedrin ist außerdem ein Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach intravenöser Verabreichung ist Ephedrin vollständig biologisch verfügbar.
Verteilung
Spezifische Informationen fehlen, aber es wird angenommen, dass Ephedrin die Plazenta passiert und in die Muttermilch übertritt.
Nach der Injektion wird es rasch im Körper verteilt und reichert sich in Leber, Nieren, Lunge, Milz und Gehirn an.
Biotransformation
Ein kleiner Anteil von Ephedrin wird in der Leber langsam durch oxidative Desaminierung, Demethylierung, aromatische Hydroxylierung und Konjugation metabolisiert. Die identifizierten Metaboliten sind p-Hydroxyephedrin, p-Hydroxynorephedrin, Norephedrin sowie Konjugate dieser Verbindungen.
Elimination
Die Ausscheidung hängt vom pH-Wert des Urins ab:
- 73 % bis 99 % (Mittelwert: 88 %) bei saurem Urin
- 22 % bis 35 % (Mittelwert: 27 %) bei alkalischem Urin.
Nach oraler oder parenteraler Gabe werden 77 % des Ephedrins unverändert mit dem Urin ausgeschieden.
Die Halbwertszeit hängt vom pH-Wert des Urins ab: Bei einem pH-Wert von 5 beträgt die Halbwertszeit 3 Stunden, bei einem pH-Wert von 6,3 beträgt sie etwa 6 Stunden.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
In Studien an Ratten und Mäusen über einen Zeitraum von 2 Jahren ergaben sich keine Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial.
Untersuchungen zur Genotoxizität in vitro und in vivo mit hohen Dosen zeigten keine negativen Effekte.
Reproduktionstoxikologische Studien ergaben Hinweise auf mögliche kardiale Fehlbildungen bei Exposition in frühen Stadien der Trächtigkeit/Schwangerschaft.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Wasser für Injektionszwecke.
6.2 Inkompatibilitäten
Auf Farbveränderungen und/oder mögliche Ausfällungen und Bildung von unlöslichen Komplexen oder Kristallen überprüfen.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Ampulle:
Das Arzneimittel ist sofort zu verwenden.
Haltbarkeit nach der Verdünnung:
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden.
Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die
Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis
8°C aufzubewahren.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
Hinweise für die Aufbewahrung nach dem ersten Öffnen und nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Ephedrin Basi ist in 1 ml OPC-Ampullen (One-Point-Cut) aus Klarglas Typ I (Fassungsvermögen: 2 ml) abgefüllt.
Packungsgrößen: 5, 6, 10 oder 50 Ampullen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Vor der Infusion ist die Lösung auf Klarheit und das Fehlen sichtbarer Partikel zu überprüfen.
Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
Hinweise zur Verdünnung:
Die Injektionslösung ist je nach Bedarf auf eine Endkonzentration von 3 mg/ml oder 5 mg/ml zu verdünnen (siehe Abschnitt 4.2).
Ephedrin Basi ist kompatibel mit:
- Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 % w/v)
- Glucose 50 mg/ml (5 % w/v) Infusionslösung
- Ringer-Laktat-Infusionslösung
Hinweise zum Öffnen der OPC-Ampullen (One-Point-Cut):
- 1. Halten Sie den unteren Bereich der Ampulle mit Daumen und Zeigefinger fest, der Punkt muss dabei nach oben zeigen.
- 2. Legen Sie den Zeigefinger der anderen Hand zur Unterstützung auf den oberen Bereich der Ampulle. Platzieren Sie den Daumen so, dass er den Punkt abdeckt.
- 3. Üben Sie mit beiden Zeigefingern, die dicht nebeneinander liegen, gleichzeitig Druck auf den Punkt aus, um die Ampulle zu öffnen.

7. INHABER DER ZULASSUNG
Laboratorios Basi - Industria Farmaceutica, S.A.
Parque Industrial Manuel Lourenco Ferreira, lote 15
3450-232 MORTAGUA
Portugal
8. ZULASSUNGSNUMMER
7015064.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG
10. STAND DER INFORMATION
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
