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Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Status:
Verschreibungspflichtig Fakten
Stärke:
30 mg/ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Injektionslösung enthält 30 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 24,6 mg Ephedrin.

Jede Ampulle mit 1 ml enthält 30 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 24,6 mg Ephedrin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Klare, farblose und geruchlose Lösung.

pH-Wert: 5,5 bis 7,0

Osmolalität: 246–291 mOsm/kg

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Ephedrin Basi wird angewendet zur Behandlung von Hypotonie während einer Allgemeinanästhesie sowie einer Lokalanästhesie (spinal oder epidural) im Rahmen eines chirurgischen oder geburtshilflichen Eingriffs bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

3 bis 6 mg (maximal 9 mg); falls erforderlich, kann die Gabe alle 5–10 Minuten wiederholt werden.

Bei fehlender Wirksamkeit nach einer Gesamtdosis von 30 mg sollte die Wahl des Therapeutikums überdacht werden.

Die Tageshöchstdosis darf 150 mg nicht überschreiten.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da nur unzureichende Daten hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit und Dosierungsempfehlungen vorliegen.

  • Kinder unter 12 Jahren:

    Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ephedrin bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

  • Kinder ab 12 Jahren:

    Dosierung und Art der Anwendung entsprechen denen bei Erwachsenen.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Für Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung notwendig.

Ältere Patienten

Wie für Erwachsene.

Art der Anwendung

Ephedrin Basi ist ein Arzneimittel zur Anwendung im Krankenhaus und darf nur durch einen Anästhesisten oder unter dessen Aufsicht als Injektionslösung zur intravenösen Anwendung verabreicht werden.

Das Arzneimittel muss vor der Anwendung verdünnt werden. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Zur intravenösen Anwendung (i. v. Infusion oder i. v. Bolus).

4.3 Gegenanzeigen

Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden:

  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen indirekten Sympathomimetika wie Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Pseudoephedrin und Methylphenidat (siehe Abschnitt 4.5)
  • bei gleichzeitiger Anwendung mit Alpha-Sympathomimetika (siehe Abschnitt 4.5)
  • bei gleichzeitiger Anwendung mit nichtselektiven MAO-Hemmern oder innerhalb von 14 Tagen nach deren Absetzen (siehe Abschnitt 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Warnhinweise

Ephedrin ist bei Patienten, die möglicherweise besonders empfindlich auf die Wirkungen reagieren könnten, mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei Patienten mit Hyperthyreose.

Besondere Vorsicht ist außerdem geboten bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen wie:

  • ischämischer Herzkrankheit
  • Arrhythmien oder Tachykardie
  • okklusiven Gefäßerkrankungen einschließlich Arteriosklerose
  • Hypertonie
  • Aneurysmen.

Bei Patienten mit Angina pectoris können anginöse Schmerzen verstärkt werden.

Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit Diabetes mellitus, Engwinkelglaukom oder Prostatahyperplasie.

Ephedrin muss bei Patienten, die sich einer Narkose mit Cyclopropan, Halothan oder anderen halogenierten Anästhetika unterziehen, vermieden oder darf nur mit Vorsicht angewendet werden, da diese Anästhetika Kammerflimmern auslösen können. Ein erhöhtes Risiko für Arrhythmien kann auch bei gleichzeitiger Anwendung von Ephedrin mit Herzglykosiden, Chinidin oder trizyklischen Antidepressiva bestehen (siehe Abschnitt 4.5).

Viele Sympathomimetika zeigen Wechselwirkungen mit nichtselektiven Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und dürfen Patienten, die eine solche Behandlung erhalten oder innerhalb der letzten 14 Tage beendet haben, nicht gegeben werden. Auch bei gleichzeitiger Anwendung von selektiven MAO-Hemmern ist es ratsam, auf die Anwendung von Sympathomimetika zu verzichten (siehe Abschnitt 4.5).

Ephedrin erhöht den Blutdruck, daher ist bei Patienten, die blutdrucksenkende Arzneimittel erhalten, besondere Vorsicht angezeigt. Die Wechselwirkungen zwischen Ephedrin und Alpha- und Beta-Blockern können komplex sein. Propranolol und andere Beta-Adrenozeptorenblocker antagonisieren die Wirkung von Beta-2-Adrenozeptor-Stimulanzien (Beta-2-Agonisten) wie z. B. Salbutamol (siehe Abschnitt 4.5).

Die metabolischen Nebenwirkungen von Beta-2-Agonisten können durch die gleichzeitige Gabe hoher Dosen von Kortikosteroiden verstärkt werden; Patienten müssen daher sorgfältig überwacht werden, wenn beide Therapieformen zusammen angewendet werden, auch wenn diese Vorsichtsmaßnahme für inhalative Kortikosteroide weniger relevant ist. Eine durch hohe Dosen von Beta-2-Agonisten ausgelöste Hypokaliämie kann das Risiko für Digitalis induzierte Herzrhythmusstörungen erhöhen Die Hypokaliämie kann durch die gleichzeitige Gabe von Aminophyllin oder anderen Xanthinen, Kortikosteroiden oder durch Diuretikatherapie verstärkt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Ephedrin ist bei Patienten mit Herzkrankheiten in der Anamnese mit Vorsicht anzuwenden.

Sportler müssen darauf hingewiesen werden, dass dieses Präparat einen Wirkstoff enthält, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Vor der Infusion ist zu überprüfen, ob die Lösung klar ist und keine sichtbaren Partikel enthält.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert

  • Indirekte Sympathomimetika (Phenylpropanolamin, Pseudoephedrin, Phenylephrin, Methylphenidat)

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder akuten Hypertonieepisoden (siehe Abschnitt 4.3).

  • Alpha-Sympathomimetika (orale und/oder nasale Anwendung)

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder akuten Hypertonieepisoden (siehe Abschnitt 4.3).

  • Nichtselektive MAO-Hemmer

Paroxysmale Hypertonie, Hyperthermie mit möglicherweise tödlichen Folgen (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung ist nicht empfohlen

  • Mutterkornalkaloide (dopaminerge Wirkung)

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.

  • Mutterkornalkaloide (Vasokonstriktoren)

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.

  • Selektive MAO-A-Hemmer (gleichzeitige Gabe oder Anwendung innerhalb der letzten 2 Wochen):

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.

  • Linezolid

    Risiko von Vasokonstriktion und/oder Hypertonieepisoden.

  • Trizyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin)

    Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).

  • Herzglykoside

    Erhöhtes Risiko für Arrhythmien (siehe Abschnitt 4.4).

  • Chinidin

    Erhöhtes Risiko für Arrhythmien (siehe Abschnitt 4.4).

  • Noradrenerge und serotonerge Antidepressiva (z. B. Milnacipran, Venlafaxin)

    Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).

  • Guanethidin und verwandte Arzneimittel

    Deutlicher Blutdruckanstieg (Hyperreaktivität infolge einer Reduktion des Sympathikotonus und/oder einer Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).

    Falls eine gleichzeitige Anwendung unvermeidbar ist, sollten Sympathomimetika nur in niedriger Dosierung und mit Vorsicht angewendet werden.

  • Sibutramin

    Paroxysmale Hypertonie mit möglichem Auftreten von Arrhythmien (durch die Hemmung der Aufnahme von Adrenalin oder Noradrenalin in sympathische Nervenfasern).

  • Halogenierte, flüchtige Anästhetika:

    Risiko einer perioperativen hypertensiven Krise und ernster ventrikulärer Arrhythmien.

    Kombinationen, bei denen Vorsicht geboten ist

  • Theophyllin

    Bei gleichzeitiger Anwendung von Ephedrin und Theophyllin können Schlaflosigkeit, Nervosität und gastrointestinale Beschwerden auftreten.

  • Kortikosteroide

    Es wurde gezeigt, dass Ephedrin die Clearance von Dexamethason steigert.

  • Antiepileptika

    Erhöhte Plasmakonzentrationen von Phenytoin sowie möglicherweise von Phenobarbital und Primidon.

  • Doxapram

    Risiko einer Hypertonie.

  • Oxytocin

    Hypertonie bei gleichzeitiger Gabe mit vasokonstriktorisch wirkenden Sympathomimetika.

  • Antihypertensiva

    Reserpin und Methyldopa können die vasopressorische Wirkung von Ephedrin abschwächen.

  • Hydrogencarbonat (Bicarbonat)

    Erhöhte Plasmakonzentrationen von Ephedrin und Risiko einer Überdosierung (verringerte Ausscheidung über die Niere infolge einer Alkalisierung des Urins).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Klinische Daten aus epidemiologischen Studien mit einer begrenzten Zahl von Frauen deuten darauf hin, dass Ephedrin keine besonderen Auswirkungen im Hinblick auf Fehlbildungen hat.

Einzelne Fälle von Hypertonie bei der Mutter wurden nach Missbrauch oder längerer Anwendung von vasokonstriktorisch wirkenden Aminen berichtet.

Derzeit liegen jedoch nicht genügend Daten vor, um eine fetotoxische Wirkung von Ephedrin bei der Anwendung während der Schwangerschaft zu bestätigen.

Aufgrund seiner sympathomimetischen Wirkung kann eine Zunahme der Frequenz und Variabilität der Herzfrequenz des Fötus beobachtet werden.

Daher sollte Ephedrin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Stillzeit

Ephedrin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei gestillten Säuglingen wurden Reizbarkeit und ein gestörter Schlafrhythmus berichtet. Es gibt Hinweise darauf, dass Ephedrin innerhalb von 21 bis 42 Stunden nach der Anwendung ausgeschieden wird. Daher muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob auf eine Behandlung mit Ephedrin verzichtet oder ob das Stillen für 2 Tage nach der Anwendung unterbrochen werden soll. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8 Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeitsangaben erfolgen nach folgender Konvention:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsNicht bekanntVeränderungen der primären Hämostase
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekanntÜberempfindlichkeit
Psychiatrische ErkrankungenHäufigVerwirrtheit, Angstgefühl, Depression
Nicht bekanntPsychotische Zustände und Angst (Furcht)
Erkrankungen des NervensystemsHäufigNervosität, Reizbarkeit, Unruhe, Schwäche, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwitzen
Nicht bekanntTremor, Hypersalivation
AugenerkrankungenNicht bekanntEpisoden eines Winkelblockglaukoms
HerzerkrankungenHäufigPalpitationen, Hypertonie, Tachykardie
SeltenHerzrhythmusstörungen
Nicht bekanntAnginaschmerz, Reflex-Bradykardie, Herzstillstand, Hypotonie
GefäßerkrankungenNicht bekanntHirnblutung
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHäufigDyspnoe
Nicht bekanntLungenödem
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigÜbelkeit, Erbrechen
Nicht bekanntverminderter Appetit
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeSeltenakute Harnretention
UntersuchungenNicht bekanntHypokaliämie, Veränderung des Blutzuckerspiegels

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Fall einer Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, Fieber, paranoide Psychose, ventrikuläre und supraventrikuläre Arrhythmien, Hypertonie, Atemdepression, Krampfanfälle und Koma auftreten.

Die letale Dosis beträgt beim Menschen etwa 2 g, entsprechend Blutkonzentrationen von ca. 3,5 bis 20 mg/l.

Behandlung

Die Behandlung einer Überdosierung mit Ephedrin kann eine intensivmedizinische unterstützende Behandlung erfordern. Zur Behandlung einer supraventrikulären Tachykardie kann unter EKG-Überwachung eine langsame intravenöse Injektion von Labetalol (50-200 mg) verabreicht werden. Eine ausgeprägte Hypokaliämie (< 2,8 mmol/l) infolge einer Umverteilung von Kalium, die das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöht, kann durch die Gabe von Kaliumchlorid zusammen mit Propranolol und, falls vorhanden, durch Korrektur einer respiratorischen Alkalose behandelt werden.

Zur Kontrolle von Symptomen einer zentralnervösen Stimulation kann die Gabe eines Benzodiazepins und/oder eines Neuroleptikums erforderlich sein.

Bei schwerwiegender Hypertonie stehen als parenterale Antihypertensiva unter anderem intravenös verabreichte Nitrate, Calciumkanalblocker, Natriumnitroprussid, Labetalol oder Phentolamin zur Verfügung. Die Wahl des Antihypertensivums ist abhängig von der Verfügbarkeit, den Begleiterkrankungen und dem klinischen Zustand des Patienten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kardiovaskuläres System. Herztherapie. Adrenerge und dopaminerge Mittel. ATC-Code: C01CA26

Ephedrin ist ein sympathomimetisches Amin, das sowohl direkt an Alpha- und Betarezeptoren wirkt als auch indirekt, indem es die Freisetzung von Noradrenalin an sympathischen Nervenendigungen erhöht. Wie andere Sympathomimetika stimuliert Ephedrin das zentrale Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, das Atmungssystem sowie die Sphinkteren des Verdauungs- und Urogenitalsystems. Ephedrin ist außerdem ein Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach intravenöser Verabreichung ist Ephedrin vollständig biologisch verfügbar.

Verteilung

Spezifische Informationen fehlen, aber es wird angenommen, dass Ephedrin die Plazenta passiert und in die Muttermilch übertritt.

Nach der Injektion wird es rasch im Körper verteilt und reichert sich in Leber, Nieren, Lunge, Milz und Gehirn an.

Biotransformation

Ein kleiner Anteil von Ephedrin wird in der Leber langsam durch oxidative Desaminierung, Demethylierung, aromatische Hydroxylierung und Konjugation metabolisiert. Die identifizierten Metaboliten sind p-Hydroxyephedrin, p-Hydroxynorephedrin, Norephedrin sowie Konjugate dieser Verbindungen.

Elimination

Die Ausscheidung hängt vom pH-Wert des Urins ab:

  • 73 % bis 99 % (Mittelwert: 88 %) bei saurem Urin
  • 22 % bis 35 % (Mittelwert: 27 %) bei alkalischem Urin.

Nach oraler oder parenteraler Gabe werden 77 % des Ephedrins unverändert mit dem Urin ausgeschieden.

Die Halbwertszeit hängt vom pH-Wert des Urins ab: Bei einem pH-Wert von 5 beträgt die Halbwertszeit 3 Stunden, bei einem pH-Wert von 6,3 beträgt sie etwa 6 Stunden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Studien an Ratten und Mäusen über einen Zeitraum von 2 Jahren ergaben sich keine Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial.

Untersuchungen zur Genotoxizität in vitro und in vivo mit hohen Dosen zeigten keine negativen Effekte.

Reproduktionstoxikologische Studien ergaben Hinweise auf mögliche kardiale Fehlbildungen bei Exposition in frühen Stadien der Trächtigkeit/Schwangerschaft.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke.

6.2 Inkompatibilitäten

Auf Farbveränderungen und/oder mögliche Ausfällungen und Bildung von unlöslichen Komplexen oder Kristallen überprüfen.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Ampulle:

Das Arzneimittel ist sofort zu verwenden.

Haltbarkeit nach der Verdünnung:

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die

Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis

8°C aufzubewahren.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

Hinweise für die Aufbewahrung nach dem ersten Öffnen und nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Ephedrin Basi ist in 1 ml OPC-Ampullen (One-Point-Cut) aus Klarglas Typ I (Fassungsvermögen: 2 ml) abgefüllt.

Packungsgrößen: 5, 6, 10 oder 50 Ampullen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Vor der Infusion ist die Lösung auf Klarheit und das Fehlen sichtbarer Partikel zu überprüfen.

Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Hinweise zur Verdünnung:

Die Injektionslösung ist je nach Bedarf auf eine Endkonzentration von 3 mg/ml oder 5 mg/ml zu verdünnen (siehe Abschnitt 4.2).

Ephedrin Basi ist kompatibel mit:

  • Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 % w/v)
  • Glucose 50 mg/ml (5 % w/v) Infusionslösung
  • Ringer-Laktat-Infusionslösung

Hinweise zum Öffnen der OPC-Ampullen (One-Point-Cut):

  1. 1. Halten Sie den unteren Bereich der Ampulle mit Daumen und Zeigefinger fest, der Punkt muss dabei nach oben zeigen.
  2. 2. Legen Sie den Zeigefinger der anderen Hand zur Unterstützung auf den oberen Bereich der Ampulle. Platzieren Sie den Daumen so, dass er den Punkt abdeckt.
  3. 3. Üben Sie mit beiden Zeigefingern, die dicht nebeneinander liegen, gleichzeitig Druck auf den Punkt aus, um die Ampulle zu öffnen.
Ein Bild, das Entwurf, Lineart, Zeichnung, Strichzeichnung enthält.

KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Laboratorios Basi - Industria Farmaceutica, S.A.

Parque Industrial Manuel Lourenco Ferreira, lote 15

3450-232 MORTAGUA

Portugal

8. ZULASSUNGSNUMMER

7015064.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

10. STAND DER INFORMATION

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7015064.00.00 · ENR 7015064

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Ephedrin Basi 30 mg/ml Injektionslösung

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Ephedrin 30 mg/ml
Darreichungsform Injektion
Art der Anwendung Intravenöse Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Wasser für Injektionszwecke, Stickstoff
Packungsgrößen 5 ml, 6 ml, 10 ml, 50 ml
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Nicht über +30°C
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. C Kardiovaskuläres System
    1. C01 Herztherapie
      1. C01C Kardiostimulanzien, exkl. Herzglykoside
        1. C01CA Adrenerge und dopaminerge Mittel
          1. C01CA26 Ephedrin
Zulassung 7015064.00.00, seit 29.04.2026; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Laboratórios Basi - Indústria Farmaceutica, S.A., 3450-232 MORTAGUA, Portugal
Hersteller (Freigabe) Laboratórios Basi - Indústria Farmaceutica, S.A. (BS 1), Laboratórios Basi - Indústria Farmaceutica, S.A.

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7015064), Datensatz vom 18.06.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.