Info Patient

Epi-Pevaryl ® 1 % Creme – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Status:
Apothekenpflichtig, rezeptfrei Fakten
Stärke:
10 mg/g
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Epi-Pevaryl 1 % Creme

1. WAS IST EPI-PEVARYL 1 % CREME UND WOFÜR WIRD SIE ANGEWENDET?

Epi-Pevaryl 1 % Creme ist ein pilztötendes Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung von Pilzerkrankungen der Haut (Antimykotikum).

Epi-Pevaryl 1 % Creme wird bei Pilzerkrankungen der Haut und Hautfalten, z. B. Fußpilz oder Kleienpilzflechte, angewendet.

Bei Pilzerkrankungen, die bei einer Behandlung mit Antibiotika oder bestimmten entzündungshemmenden Substanzen (Steroide) auftreten, kann Epi-Pevaryl 1 % Creme ebenfalls eingesetzt werden.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON EPI-PEVARYL 1 % CREME BEACHTEN?

Epi-Pevaryl 1 % Creme darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Econazolnitrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Epi-Pevaryl 1 % Creme anwenden.

Epi-Pevaryl 1 % Creme ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt und darf nicht eingenommen werden. Epi-Pevaryl 1 % Creme darf nicht in die Augen gelangen. Gelangt die Creme dennoch in die Augen, spülen Sie diese mit reichlich Wasser aus. Falls die Augenbeschwerden anhalten, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Rötung, Juckreiz, Hautreizungen oder Bläschenbildung, auch an nicht behandelten Körperstellen, dürfen Sie Epi-Pevaryl 1 % Creme nicht nochmals anwenden.

Die Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme im Genitalbereich kann die Sicherheit bestimmter latexhaltiger Diaphragmen oder Kondome zur Verhütung einer Schwangerschaft beeinträchtigen. Daher sollte Epi-Pevaryl 1 % Creme nicht gleichzeitig mit einem Diaphragma oder einem Latex-Kondom angewendet werden.

Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Auf der Haut angewendetes Econazolnitrat wird nur in sehr geringem Ausmaß vom Körper aufgenommen. Trotzdem können klinisch relevante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln auftreten. Patienten, die orale Blutgerinnungshemmer, z. B. Warfarin oder Acenocoumarol einnehmen, sollten Epi-Pevaryl 1 % Creme erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Während und nach der Behandlung mit Epi-Pevaryl 1% Creme können Anpassungen der Dosierung von oralen Blutgerinnungshemmern notwendig sein.

Die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel auf der Haut wird nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Epi-Pevaryl 1 % Creme nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Falls Ihr Arzt das Nutzen-Risiko-Verhältnis positiv beurteilt, vermeiden Sie eine großflächige Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme. Bitte wenden Sie Epi-Pevaryl 1 % Creme während der Stillzeit nicht im Brustbereich an. So vermeiden Sie den direkten Kontakt des Säuglings mit Epi-Pevaryl 1 % Creme.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Epi-Pevaryl 1 % Creme hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Epi-Pevaryl 1 % Creme enthält Benzoesäure und Butylhydroxyanisol

Dieses Arzneimittel enthält 2 mg/g Benzoesäure. Benzoesäure kann lokale Reizungen hervorrufen. Benzoesäure kann Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) bei Neugeborenen (im Alter bis zu 4 Wochen) verstärken.

Dieses Arzneimittel enthält Butylhydroxyanisol. Butylhydroxyanisol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.

3. WIE IST EPI-PEVARYL 1 % CREME ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Tragen Sie 2-mal am Tag (möglichst morgens und abends) etwas Creme auf die erkrankte Haut und die umgebende Hautfläche (ca. 1 bis 2 cm) auf.

Art der Anwendung

Waschen Sie die erkrankten Hautflächen vor jeder Anwendung gründlich und trocknen Sie diese sorgfältig ab. Massieren Sie die Creme mit dem Finger so lange ein, bis sie eingezogen ist.

Nach Anwendung der Creme sollten Sie sich gründlich die Hände waschen (Ausnahme: Behandlung der Hände).

Dauer der Anwendung

Die gesamte Behandlungszeit beträgt durchschnittlich 2 - 5 Wochen.

Die Anzeichen der Pilzerkrankung gehen üblicherweise innerhalb von 5 Tagen nach Beginn der Behandlung mit Epi-Pevaryl 1 % Creme deutlich zurück. Setzen Sie die Behandlung noch ca. 2 Wochen über das Verschwinden der Beschwerden hinaus fort, um ein Wiederauftreten zu vermeiden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Epi-Pevaryl 1 % Creme zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Epi-Pevaryl 1 % Creme angewendet haben, als Sie sollten

Bei versehentlicher Einnahme von Epi-Pevaryl 1 % Creme kann es besonders bei Kindern zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Falls es erforderlich ist, wird Ihr Arzt diese Beschwerden symptomatisch behandeln.

Wenn Sie die Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme abbrechen

Sollten Sie die Behandlung mit Epi-Pevaryl 1 % Creme zu früh abbrechen, ist ein Wiederauftreten der Pilzinfektion möglich.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Juckreiz, Brennen der Haut
  • Schmerzen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Rötung der Haut
  • Unbehagen, Schwellung

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Schwellungen (Angioödem), Hautentzündungen, Hautausschlag, Nesselsucht, Blasenbildung, Schuppen der Haut
  • Überempfindlichkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST EPI-PEVARYL 1 % CREME AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Tube nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch:

Nach Öffnen der Tube ist Epi-Pevaryl 1 % Creme 3 Monate haltbar.

Die Entsorgung von Arzneimitteln sollte gemäß den jeweiligen regionalen Vorgaben erfolgen. Fragen Sie daher Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr anwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Epi-Pevaryl 1 % Creme enthält:

Der Wirkstoff ist: Econazolnitrat.

1 g Creme zur Anwendung auf der Haut enthält 10 mg Econazolnitrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Gereinigtes Wasser, Macrogolstearat, Macrogolglycerololeate (Ph. Eur.), dickflüssiges Paraffin, Benzoesäure, Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.).

Wie Epi-Pevaryl 1 % Creme aussieht und Inhalt der Packung:

Epi-Pevaryl 1 % Creme ist eine weiße Creme.

Epi-Pevaryl 1 % Creme ist in Aluminiumtuben mit 25 g, 30 g, 50 g und 70 g Creme erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Karo Healthcare AB

Box 16184

103 24 Stockholm

Schweden

Hersteller

Lusomedicamenta - Sociedade Técnica Farmacêutica, S.A.

Estrada Consiglieri Pedroso, 69 B

Queluz de Baixo

2730-055 Barcarena, Portugal

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im Oktober 2025

Weitere Angaben

Öffnungshinweis für die Tube:

Durchstoßen Sie mit der Spitze, die sich in der Verschlusskappe befindet, die Versiegelung der Tube.

Econazolnitrat, der Wirkstoff von Epi-Pevaryl 1 % Creme, besitzt ein breites Wirkspektrum gegen Haut-, Hefe-, Schimmel- und sonstige Pilze.

Vor der Anwendung von Epi-Pevaryl 1 % Creme sollten Sie die befallenen Hautstellen sorgfältig waschen und danach gründlich abtrocknen. Bei Fußpilz ist das Trocknen vor allem zwischen den Zehen sehr wichtig. Benutzen Sie täglich frische Handtücher – am besten Einmalhandtücher. So vermeiden Sie eine Verschleppung der Pilze auf andere Hautstellen durch das Handtuch.

Nach jeder Anwendung sollten Sie sorgfältig Ihre Hände waschen (Ausnahme: Behandlung der Hände), um die Pilzerkrankung nicht auf andere Körperstellen oder Personen zu übertragen.

Nach einigen Tagen führt Epi-Pevaryl 1 % Creme zu einer Linderung der Beschwerden (Juckreiz) und zum Abheilen der betroffenen Hautstellen.

Auch wenn keine Hautveränderungen mehr zu sehen sind, sollten Sie die Behandlung noch ca. 2 Wochen fortsetzen. Es befinden sich noch Pilze in tieferen Hautschichten, die zu einer Wiederkehr der Pilzerkrankung führen können.

Tägliches Wechseln der Strümpfe und Wäsche unterstützt den Anwendungserfolg von Epi-Pevaryl 1 % Creme. Vermeiden Sie das Tragen von Wäsche, die nicht bei 60 °C oder mehr gewaschen wird.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6126422.00.00 · ENR 0126422

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Epi-Pevaryl 1 % Creme

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoff Econazolnitrat 10 mg/g
Darreichungsform Creme
Art der Anwendung Auftragen auf die Haut
Sonstige Bestandteile Dickflüssiges Paraffin, Macrogolglycerololeate (Ph.Eur.)), Macrogolstearate (Ph.Eur.)), Gereinigtes Wasser
Packungsgrößen 25 g, 30 g, 50 g, 70 g
Haltbarkeit 2 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. D Dermatika
    1. D01 Antimykotika zur dermatologischen Anwendung
      1. D01A Antimykotika zur topischen Anwendung
        1. D01AC Imidazol- und Triazol-Derivate
          1. D01AC03 Econazol
Zulassung 6126422.00.00, seit 25.03.2003; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Karo Healthcare AB, 103 24 STOCKHOLM, Schweden
Hersteller (Freigabe) Lusomedicamenta Sociedade Técnica Farmaceutica, S.A. (BS 2)
Risikoverfahren
2 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • Econazol-haltige HAM: Überempfindlichkeitsreaktionen (abgeschlossen 01.10.1990)
  • Vaginaltherapeutika, topisch am Penis anwendbare sowie rektal anwendbare HAM, die als Hilfsstoffe Zusätze von Mineralölen oder -fetten enthalten: Verminderung der Reißfestigkeit von Kondomen bei gleichzeitiger Anwendung von Mineralölen oder -fetten (abgeschlossen 14.03.1995)
Frühere Namen Epi-Pevaryl (ab 01.01.1978), Epi-Pevaryl Creme (ab 06.04.2000)
PZN 05109078

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0126422), Datensatz vom 11.06.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.