Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - FAUNAMOR Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
1. bezeichnung des tierarzneimittels
FAUNAMOR Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
2. Zusammensetzung
Dunkelblaues Konzentrat
1 ml FAUNAMOR enthält:
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2,5 mg Methylthioniniumchlorid
1,0 mg Malachitgrünoxalat
0,3 mg Acriflaviniummonochlorid
3. zieltierart
Zierfisch
4. anwendungsgebiet(e)
Tierarzneimittel zur Anwendung bei Ichthyophthiriose, das aufgrund seiner antiseptischen Wirkung auch bei bakteriellen Begleitinfektionen hilft.
Ichthyophthiriose ist eine der häufigsten Zierfischerkrankungen. Sichtbare Merkmale sind weiße, grieskornartige Punkte an Kiemen, Flossen und dem ganzen Körper, die sich flächenartig ausbreiten können. Befallene Fische klemmen die Flossen und versuchen, durch scheuernde Bewegungen die Parasiten loszuwerden. Besonders an den Kiemen stark befallene Fische werden rasch apathisch und magern rapide ab.
5. gegenanzeigen
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– Bei Wirbellosen und bestimmten Fischarten (z. B. Corydoras spp.) können Unverträglichkeiten auftreten. Schnecken, Muscheln, Garnelen, Korallen, u. A. sowie die betroffenen Fischarten sollten daher von der Behandlung ausgeschlossen werden.
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– Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe.
6. besondere warnhinweise
Besondere Warnhinweise :
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– Eine eventuell vorhandene UV-Bestrahlung muss während der Behandlung abgestellt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender :
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– Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel meiden.
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– Das Tierarzneimittel mit Vorsicht anwenden.
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– Bei der Anwendung des Tierarzneimittels ist der Kontakt mit Haut, Schleimhäuten und Augen sowie die orale Aufnahme zu vermeiden.
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– Bei der Handhabung des Tierarzneimittels Schutzhandschuhe tragen.
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– Nach Anwendung des Tierarzneimittels sind die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.
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– Spritzer auf der Haut sollten unverzüglich abgewaschen werden. Bei versehentlichem Augenkontakt müssen die Augen sofort unter klarem fließendem Wasser gespült werden.
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– Bei versehentlichem Verschlucken sofort Arzt aufsuchen und Packungsbeilage oder Etikett vorzeigen.
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– Das Tierarzneimittel darf nicht von Schwangeren verabreicht werden.
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– Stark kontaminierte Kleidung ist unmittelbar zu wechseln und vor erneutem Gebrauch zu waschen.
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– Während des Umgangs mit dem Tierarzneimittel nicht essen, trinken und rauchen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz :
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– FAUNAMOR darf nicht in natürlichen Gewässern ausgebracht werden, da es für Fische und andere Wasserorganismen gefährlich sein kann.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen :
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– Das Tierarzneimittel ist stark färbend. Kleidung, Möbel, etc. vor Kontakt mit dem Tierarzneimittel schützen
Trächtigkeit :
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– Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ist während der Trächtigkeit nicht erwiesen. Die Anwendung wird während der gesamten Trächtigkeit nicht empfohlen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen :
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– Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
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– Nicht gleichzeitig mit anderen Tierarzneimittel verwenden.
Überdosierung:
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– Überschreiten Sie die empfohlenen Dosen nicht. Im Falle einer Überdosierung wechseln Sie 50 % des Wasservolumens im Aquarium. Filtern Sie das Aquarienwasser durch einen zusätzlichen Aktivkohlefilter.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:
- von der zulassung freigestelltes tierarzneimittel nach § 4 abs. 1 tierarzneimittelgesetz. es ist verboten, dieses tierarzneimittel bei anderen tieren als den folgenden heimtieren anzuwenden: in aquarien oder teichen gehaltene tiere, zierfische, ziervögel, brieftauben, terrarium-tiere, kleinnager, frettchen oder hauskaninchen, die nicht der gewinnung von lebensmitteln dienen.
7. nebenwirkungen
Keine bekannt.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei Ihren Zierfischen feststellen, so informieren Sie bitte Ihren Tierarzt oder Apotheker. Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt über das nationale Meldesystem
an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Freistellungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im letzten Abschnitt der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite zu finden oder können per E-Mail () angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
8. dosierung für jede tierart, art und dauer der anwendung
Anwendung im Wasser.
So weit nicht anders verordnet:
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1. Tag: 20 Tropfen (1 ml) FAUNAMOR je 100 l Aquarienwasser im Aquarium verteilen. In
schweren Fällen kann die Dosis bis auf die doppelte Menge erhöht werden, wenn keine besonders empfindlichen Zierfische (z. B. Welse) im Aquarium vorhanden sind. Filter vom Aquarium trennen und an einem Behälter getrennt vom Aquarium weiterlaufen lassen, um die im Filter vorhandenen Mikroorganismen zu erhalten. Nicht füttern. Das Aquarienwasser belüften. Ist eine Belüftung ohne Tätigkeit des Filters nicht möglich, so empfehlen wir, diesen ohne Filtermaterial in Betrieb zu lassen, um für ausreichende Wasserbewegung zu sorgen. In diesem Fall ist das Filtermaterial in einem Behälter mit Aquarienwasser kühl aufzubewahren.
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2. Tag: 20 Tropfen (1 ml) FAUNAMOR je 100 l Aquarienwasser im Aquarium verteilen.
Nicht füttern.
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3. Tag: Keine Arzneimittelgabe. Normal füttern. Filter wieder in Betrieb nehmen. Ist das
Filtermaterial separat aufbewahrt worden, so ist das Wasser nicht ins Aquarium zurückzugeben. Filtermaterial in diesem Fall mit handwarmem Wasser grob auswaschen (nicht zu gründlich, um einen Teil der Mikroorganismen zu erhalten).
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4. – 6. Tag: Keine Arzneimittelgabe. Normal füttern.
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7. Tag: Wie am ersten Tag verfahren.
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8. Tag: Keine Arzneimittelgabe. Ca. 30 % des Aquarienwassers wechseln. Normal füttern.
Filter wieder in Betrieb nehmen. Ist das Filtermaterial separat aufbewahrt worden, so ist das Wasser nicht ins Aquarium zurückzugeben. Filtermaterial in diesem Fall mit handwarmem Wasser grob auswaschen (nicht zu gründlich, um einen Teil der Mikroorganismen zu erhalten).
9. hinweise für die richtige anwendung
Vor Gebrauch gut schütteln.
10. wartezeiten
Nicht zutreffend.
11. besondere lagerungshinweise
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– Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
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– Vor Licht schützen.
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– In der Originalverpackung aufbewahren.
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– Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum (nach „EXP“) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
12.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Malachitgrünoxalat und Acriflaviniummonochlorid eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen können.
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13. Einstufung des Tierarzneimittels
Tierarzneimittel, das nicht der Verschreibungspflicht unterliegt
14. Freistellungsnummer und Packungsgrößen
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– 1 Faltschachtel mit 1 × 20 ml Flasche
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– 1 Faltschachtel mit 1 × 100 ml Flasche
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– 1 Faltschachtel mit 1 × 250 ml Flasche
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– 1 Faltschachtel mit 1 × 500 ml Flasche
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– Styropore-Fallschutzverpackung mit 1 × 1000 ml Flasche
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
15. Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
16.
Kontaktangaben
Freistellungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und
Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen :
Aquarium Münster Pahlsmeier GmbH
Galgheide 8
D-48291 Telgte
Telefon: +49 2504 9304–0
Frei verkäuflich.