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Imvanex - Zusammengefasste Informationen

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Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels - Imvanex

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

IMVANEX Injektionssus­pension

Pockenimpfstoff (Modifiziertes Vacciniavirus Ankara, lebend)

2. qualitative und quantitative zusammensetzung

Eine Dosis (0,5 ml) enthält :

Modifiziertes Vacciniavirus Ankara – Bavarian-Nordic-Lebendvirus1, mindestens 5 × 1071. E.

Infektiöse Einheiten

1 Produziert in Hühnerembryozellen

Dieser Impfstoff enthält Restspuren von Hühnerprotein, Benzonase, Gentamicin und Ciprofloxacin (siehe Abschnitt 4.3).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. darreichungsform

Injektionssus­pension.

Hellgelbe bis blass-weiße, milchige Suspension.

4. klinische angaben4.1 anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung gegen Pocken bei Erwachsenen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Dieser Impfstoff ist in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.

4.2 dosierung und art der anwendung

Dosierung

Grundimpfung (bei Personen ohne vorherige Impfung gegen Pocken) :

Zum gewählten Zeitpunkt sollte eine erste Dosis von 0,5 ml verabreicht werden.

Frühestens 28 Tage nach der ersten Dosis sollte eine zweite Dosis von 0,5 ml verabreicht werden. Siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.

Auffrischungsim­pfung (bei Personen, die zuvor bereits gegen Pocken geimpft wurden) : Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor. Falls eine Auffrischungsdosis für notwendig gehalten wird, sollte eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht werden.

Siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.

Besondere Patientengruppen

Immungeschwächte Patienten (z. B. Patienten mit HIV-Infektion, Patienten unter Immunsuppressiva), die zuvor bereits gegen Pocken geimpft wurden, erhalten zwei Auffrischungsdosen. Die zweite Auffrischungsim­pfung darf nicht früher als 28 Tage nach der ersten Dosis erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von IMVANEX bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Die Immunisierung erfolgt durch subkutane Injektion, vorzugsweise in den Oberarm (Deltamuskel).

Hinweise zur Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen Restspuren (Hühnerprotein, Benzonase und Gentamicin und Ciprofloxacin).

4.4 besondere warnhinweise und vorsichtsmaßnahmen für die anwendung

Rückverfolgbar­keit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Wie bei allen Impfstoffen zur Injektion müssen für den seltenen Fall von anaphylaktischen Reaktionen auf die Impfstoffgabe jederzeit die Voraussetzungen für eine geeignete medizinischen Behandlung und Überwachung gegeben sein.

Die Immunisierung sollte bei Personen mit einer akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion verschoben werden. Bei Vorliegen einer leichten Infektion und/oder von leichtem Fieber muss die Impfung nicht verschoben werden.

IMVANEX darf nicht intravasal injiziert werden.

Die Schutzwirkung von IMVANEX gegen Pocken wurde nicht untersucht. Siehe Abschnitt 5.1.

Es ist möglich, dass nicht bei allen Impflingen eine vollständige protektive Immunantwort hervorgerufen wird.

Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine hinreichenden Daten vor.

Eine vorherige Impfung mit IMVANEX kann die Hautreaktion auf nachfolgend verabreichte replikationskom­petente Pockenimpfstoffe verändern und dazu führen, dass die Hautreaktion abgeschwächt wird oder ganz ausbleibt. Siehe Abschnitt 5.1.

Bei Menschen mit atopischer Dermatitis bildeten sich nach der Impfung in verstärktem Maß örtliche und allgemeine Reaktionen aus (siehe Abschnitt 4.8).

Bei HIV-infizierten Personen mit CD4-Zahlen > 100 Zeilen/^! und < 750 Zeilen/^! wurden Daten erhoben. Diese belegen bei HIV-infizierten Personen eine geringere Immunantwort gegenüber Gesunden (siehe Abschnitt 5.1). Zur Immunantwort auf IMVANEX bei anderen immungeschwächten Personen liegen keine Daten vor.

Die Anwendung zweier Dosen von IMVANEX im Abstand von 7 Tagen führte zu geringeren Immunantworten und einer etwas stärker ausgeprägten örtlichen Reaktogenität als zwei im Abstand von 28 Tagen verabreichte Dosen. Daher sind Dosierungsinter­valle von weniger als 4 Wochen zu vermeiden.

Natriumgehalt

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 wechselwirkungen mit anderen arzneimitteln und sonstige wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln durchgeführt. Eine simultane Anwendung von IMVANEX mit anderen Impfstoffen sollte daher unterbleiben.

Eine gleichzeitige Anwendung des Impfstoffs mit Immunglobulinen einschließlich Vaccinia-Immunglobulin (VIG) wurde nicht untersucht und sollte vermieden werden.

4.6 fertilität, schwangerschaft und stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwanger­schaftsausgänge) mit der Anwendung von IMVANEX bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionsto­xizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX während der Schwangerschaft vermieden werden, es sei denn, der mögliche Nutzen im Sinne einer Pockenprophylaxe übersteigt das potentielle Risiko.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob IMVANEX in die Muttermilch übergeht.

IMVANEX soll während der Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen im Sinne einer Pockenprophylaxe übersteigt das potentielle Risiko.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der weiblichen oder männlichen Fruchtbarkeit.

4.7 auswirkungen auf die verkehrstüchtigkeit und die fähigkeit zum bedienen von maschinen

Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Nebenwirkungen könnten die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen (z. B. Schwindel).

4.8 nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Sicherheit von IMVANEX wurde in 20 klinischen Studien beurteilt, in denen 5.261 Vaccinia-naive Personen zwei Dosen von mindestens 5 × 107 I. E. im Abstand von vier Wochen erhalten haben, während 534 Vaccinia- und IMVANEX-erfahrenen Personen eine einzelne Auffrischungsdosis verabreicht wurde.

Die in klinischen Studien am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bestanden in Reaktionen an der Injektionsstelle und den für Impfstoffe typischen systemischen Reaktionen, die leicht bis mittelstark ausgeprägt waren und ohne Behandlung innerhalb von sieben Tagen nach der Impfung wieder abklangen.

Die nach den jeweiligen Impfdosen (1. Dosis, 2. Dosis oder Auffrischungsdosis) berichteten Nebenwirkungsraten waren vergleichbar.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien sind entsprechend der folgenden Häufigkeitsde­finition aufgeführt:

Sehr häufig (> 1/10)

Häufig (> 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)

Selten (> 1/10.000, < 1/1.000)

Tabelle 1: In abgeschlossenen klinischen Studien mit IMVANEXgemeldete

_____________

Nebenwirkungen (n = 7.082 Personen)

MedDRA-

Systemorganklasse

Sehr häufig (> 1/10)

Häufig (> 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)

Selten (> 1/10.000, < 1/1.000)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Nasopharyngitis

Infektion der oberen

Atemwege

Sinusitis

Influenza Konjunktivitis

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Lymphadenopathie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörunge n

Appetitstörunge n

Psychiatrische Erkrankungen

Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerze n

Schwindel

Parästhesie

Migräne

Periphere sensorische Neuropathie Somnolenz

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

Herzerkrankungen

Tachykardie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Pharyngolaryngeale

Schmerzen

Rhinitis

Husten

Schmerzen im Oropharynx

MedDRA-

Systemorganklasse

Sehr häufig (> 1/10)

Häufig (> 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)

Selten (> 1/10.000, < 1/1.000)

Erkrankungen des Gastrointesti­naltrakt

s

Übelkeit

Diarrhoe

Erbrechen

Mundtrockenheit

Abdominalschmerzen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebe s

Hautausschlag

Pruritus

Dermatitis

Urtikaria Hautverfärbung Hyperhidrose Ekchymose Nächtliches Schwitzen Subkutaner Knoten Angioödem

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkran­kung en

Myalgie

Gliederschmerze n

Arthralgie

Steifigkeit des

Bewegungsapparats

Rückenschmerzen Nackenschmerzen Muskelspasmen Schmerzen des Bewegungsapparats Muskelschwäche

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Schmerzen an der

Injektionsstell e

Erythem an der

Injektionsstell e

Schwellung an der

Injektionsstell e

Induration an der

Injektionsstell e

Pruritus an der Injektionsstell e

Müdigkeit

Rigor/Frösteln Knoten an der Injektionsstelle Verfärbung an der Injektionsstelle Hämatom an der Injektionsstelle Erwärmung an der Injektionsstelle

Schwellung in der Achselhöhle

Malaise

Blutung an der Injektionsstelle Reizung an der Injektionsstelle Gesichtsrötung Brustschmerzen

Axilläre Schmerzen Exfoliation an der Injektionsstelle Entzündung an der Injektionsstelle Parästhesie an der Injektionsstelle Reaktion an der Injektionsstelle Hautausschlag an der Injektionsstelle Peripheres Ödem Asthenie Gefühllosigkeit an der Injektionsstelle Trockenheit an der Injektionsstelle Bewegungseinschränku ng an der Injektionsstelle Grippeartige Erkrankung Blasenbildung an der Injektionsstelle

MedDRA-

Systemorganklasse

Sehr häufig (> 1/10)

Häufig (> 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)

Selten (> 1/10.000, < 1/1.000)

Untersuchungen

Körpertemperat ur erhöht Pyrexie

Troponin I erhöht Leberenzym erhöht Leukozytenzahl erniedrigt Mittleres Thrombozytenvolum en erniedrigt

Leukozytenzahl erhöht

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Kontusion

Personen mit atopischer Dermatitis (AD)

In einer nicht-placebokontro­llierten klinischen Studie zum Vergleich der Sicherheit von IMVANEX bei Personen mit AD und bei gesunden Personen berichteten Personen mit AD häufiger über Erythem (61,2 %) und Schwellung (52,2 %) an der Injektionsstelle als gesunde Personen (49,3 % bzw. 40,8 %).

Die folgenden allgemeinen Symptome wurden bei Personen mit AD häufiger beobachtet als bei gesunden Personen: Kopfschmerzen (33,1 % vs. 24,8 %), Myalgie (31,8 % vs. 22,3 %), Frösteln (10,7 % vs. 3,8 %), Übelkeit (11,9 % vs. 6,8 %) und Müdigkeit (21,4 % vs. 14,4 %).

Bei 7 % der Personen mit AD in klinischen Studien mit IMVANEX kam es während des Studienverlaufs zu einem Schub oder einer Verschlechterung der Hauterkrankung.

Hautausschlag

IMVANEX kann lokale Hautausschläge oder breitflächigere Eruptionen hervorrufen. Ereignisse in Form eines Hautausschlags nach der Impfung (entsprechende Fälle wurden bei 0,4 % der Probanden beobachtet) mit IMVANEX treten tendenziell innerhalb der ersten Tage nach der Impfung auf, sind leicht bis mittelstark ausgeprägt und klingen in der Regel ohne Folgen wieder ab.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 überdosierung

Es wurde über keinen Fall einer Überdosierung berichtet.

5. pharmakologische eigenschaften5.1 pharmakodynamische eigenschaften

Pharmakothera­peutische Gruppe: Impfstoffe, andere virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX

Wirksamkeit bei Tieren

Studien mit nichtmenschlichen Primaten (NHP) haben gezeigt, dass eine Impfung mit IMVANEX eine ähnliche Immunantwort und Schutzwirkung induziert wie traditionelle Pockenimpfstoffe, die zur Eradikation von Pocken angewendet werden, und NHP vor einer schweren Erkrankung in Verbindung mit einer letalen Exposition gegenüber Affenpockenviren schützte. Wie auch bei traditionellen Pockenimpfstoffen war bei den mit IMVANEX geimpften NHP eine signifikante Reduktion der Mortalität und Morbidität (Viruslast, Gewichtsverlust, Anzahl von Pockenläsionen usw.) gegenüber nicht-geimpften Kontrollen zu verzeichnen.

Immunogenität

Serokonversion­sraten bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen

Die Vaccinia-naive Studienpopulation umfasste gesunde Personen sowie Personen mit HIV-Infektion und AD, die 2 Dosen IMVANEX im Abstand von 4 Wochen erhielten. Die Serokonversion bei Vaccinia-naiven Personen war definiert als Auftreten von Antikörpertitern nach Erhalt von 2 Dosen IMVANEX, die dem Cut-off-Wert des Assays entsprachen oder höher lagen. Die Serokonversion­sraten nach ELISA und PRNT sind nachstehend dargestellt:

SKR – ELISA

Tag 7/141

Tag 281

Tag 421

Studie

Gesundheitsstatus

n

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

POX-MVA-0052

Gesund

183

70,9 (63,7; 77,4)

88,9 (83,4; 93,1)

98,9 (96,0; 99,9)

POX-MVA-0083

Gesund

194

12,5 (8,1; 18,2)

85,4 (79,6; 90,1)

98,5 (95,5; 99,7)

AD

257

22,9 (17,8; 28,6)

85,4 (80,5; 89,5)

97,3 (94,5; 98,9)

POX-MVA-0094

Gesund

66

69,7 (57,1; 80,4)

72,2 (60,4; 83,0)

96,8 (89,0; 99,6)

POX-MVA-0112

Gesund

88

29,6 (20,0; 40,8)

83,7 (74,2; 90,8)

98,7 (93,1; 100)

HIV

351

29,2 (24,3; 34,5)

67,5 (62,1; 72,5)

96,2 (93,4; 98,0)

POX-MVA-0132

Gesund

2.1196

Nicht bestimmt5

Nicht bestimmt5

99,7 (99,4; 99,9)

SKR-PRNT

Tag 7/141

Tag 281

Tag 421

Studie

Gesundheitsstatus

n

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

POX-MVA-0052

Gesund

183

45,1 (37,7; 52,6)

56,7 (49,1; 64,0)

89,2 (83,7; 93,4)

POX-MVA-0083

Gesund

194

5,4 (2,6; 9,8)

24,5 (18,6; 31,2)

86,6 (81,0; 91,1)

AD

257

5,6 (3,1; 9,3)

26,8 (21,4; 32,7)

90,3 (86,0; 93,6)

POX-MVA-0094

Gesund

66

12,1 (5,4; 22,5)

10,6 (4,4; 20,6)

82,5 (70,9; 90,9)

POX-MVA-0112

Gesund

88

11,1 (5,2; 20,0)

20,9 (12,9; 31,0)

77,2 (66,4; 85,9)

HIV

351

15,7 (11,9; 20,1)

22,5 (18,1; 27,4)

60,3 (54,7; 65,8)

POX-MVA-0132

Gesund

2.1196

Nicht bestimmt5

Nicht bestimmt5

99,8 (99,5; 99,9)

1 Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis (Analysezeitpunkt an Tag 7 nur in den Studien POX-MVA-008 und POX-MVA-011; in POX-MVA-005 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis; Tag 42 entspricht 2 Wochen nach der zweiten IMVANEX-Dosis;

SKR = Serokonversion­srate; 2 Full-Analysis-Set (FAS (für POX-MVA-013: Immunogenitätsa­nalyse-Set; IAS); 3 PerProtocol-Analysis-Set (PPS), 4 Seropositivitätsra­ten, 5 keine Immunogenitätsprobe entnommen, 6 Gruppen 1–3 kombiniert.

Serokonversion­sraten bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen

Die Serokonversion bei Vaccinia-erfahrenen Personen war definiert als mindestens zweifacher Anstieg der Ausgangstiter nach einer einzigen Impfung mit IMVANEX.

SKR – ELISA

Tag 0 1

Tag 7/14 1

Tag 28 1

Tag 42 1

Studie

Gesundheitsstatus

n

SKR %

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

POX-MVA-0052

Gesund

200

95,5 (91,6; 97,9)

93,0 (88,5; 96,1)

Nicht zutreffend

POX-MVA-0242

Gesund

61

83,6 (71,9; 91,8)

79,7 (67,2; 89,0)

Nicht zutreffend

POX-MVA-0112

Gesund

9

62,5 (24,5; 91,5)

100 (63,1; 100)

100 (59,0; 100,0)

HIV

131

57,3 (48,1; 66,1)

76,6 (68,2; 83,7)

92,7 (86,6; 96,6)

SKR-PRNT

Tag 0 1

Tag 7/14 1

Tag 28 1

Tag 42 1

Studie

Gesundheitsstatus

n

SKR %

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

POX-MVA-0052

Gesund

200

78,5 (72,2; 84,0)

69,8 (63,0; 76,1)

Nicht zutreffend

POX-MVA-0242

Gesund

61

73,8 (60,9; 84,2)

71,2 (57,9; 82,2)

Nicht zutreffend

POX-MVA-0112

Gesund

9

75,0 (34,9; 96,8)

62,5 (24,5; 91,5)

85,7 (42,1; 99,6)

HIV

131

46,0 (37,0; 55,1)

59,7 (50,5; 68,4)

75,6 (67,0; 82,9)

1 Tag 0 entspricht dem Tag der Impfung mit IMVANEX; Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX (in Studie POX-MVA-011 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 7, in den Studien POX-MVA-005 und POX-MVA-024 an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX; SKR = Serokonversion­srate; 2 Full-Analysis-Set (FAS).

Langfristige Immunogenität beim Menschen

Bislang stehen nur begrenzte Daten zur langfristigen Immunogenität über einen Zeitraum von

24 Monaten nach der Grundimpfung von Vaccinia-naiven Personen mit IMVANEX zur Verfügung. Diese sind im Folgenden dargestellt:

ELISA

PR

NT

Monat

n

SKR % (95-%-KI)

GMT (95-%-KI)

SKR % (95-%-KI)

GMT (95-%-KI)

2

178

98,9 (96,0; 99,9)

328,7 (288,5; 374,4)

86,0 (80,0; 90,7)

34,0 (26,4; 43,9)

6

178

73,0 (65,9; 79,4)

27,9 (20,7; 37,6)

65,2 (57,7; 72,1)

7,2 (5,6; 9,4)

24*

92

71,7 (61,4; 80,6)

23,3 (15,2; 35,9)

5,4 (1,8; 12,2)

1,3 (1,0; 1,5)

ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay; GMT= geometrischer mittlerer Titer; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; PRNT = Plaqueredukti­onsneutralisa­tionstest; SKR = Serokonversion­srate.

* entspricht Seropositivitätsra­ten

Auffrischungsdo­sis

Zwei klinische Studien haben gezeigt, dass IMVANEX in der Lage ist, eine Antwort des bereits bestehenden immunologischen Gedächtnisses hervorzurufen, induziert durch entweder eine lang zurückliegende Impfung mit zugelassenen Pockenimpfstoffen oder nach einer 2 Jahre zurückliegenden Impfung mit IMVANEX.

Grundimmunisi­erung

n

Tag 0 1

n

Tag 7 1

Tag 14 1

ELISA

S+ %

GMT

S+ %

GMT

S+ %

GMT

2 Dosen IMVANEX

92

72

23

75

100

738

100

1.688

Zugelassener

Pockenimpfstoff

200

79

39

195

98

621

PRNT

S+ %

GMT

S+ %

GMT

S+ %

GMT

2 Dosen IMVANEX

92

5,4

1

75

92

54

99

125

Zugelassener

Pockenimpfstoff

200

77

22

195

98

190

1 Tag 0 entspricht dem Tag der Auffrischungsim­pfung mit IMVANEX (vor Auffrischung); Tag 7 und 14 entsprechen 1 oder 2 Wochen nach der Auffrischungsim­pfung mit IMVANEX; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay; PRNT = Plaqueredukti­onsneutralisa­tionstest; S+ = Seropositivitätsra­te; GMT = geometrischer mittlerer Titer.

Immunogenität und Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 bei gesunden Probanden

In einer randomisierten, offenen Nichtunterlegen­heitsstudie bei Pockenimpfstoff-naiven, gesunden Probanden (US-Militärangehörige) im Alter von 18 bis 42 Jahren (Studie POX-MVA-006) wurde IMVANEX mit ACAM2000 (einem aus Zellkultur gewonnenen und in den USA zugelassenen attenuierten Lebend-Pockenimpfstoff der ,zweiten Generation’) verglichen.

Insgesamt erhielten 433 Probanden nach Randomisierung im Verhältnis 1:1 entweder zwei Dosen IMVANEX, gefolgt von einer Einzeldosis ACAM2000 im Abstand von vier Wochen, oder nur eine Einzeldosis ACAM2000. ACAM2000 wurde mittels Skarifizierung verabreicht.

Der erste co-primäre Endpunkt war der Vergleich der gebildeten Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörper zu den Höchstwert-Zeitpunkten (bei IMVANEX an Tag 42 nach der ersten Impfung, wobei die Probanden gemäß dem Standard-Impfplan zwei Dosen erhielten, und bei ACAM2000 an Tag 28). IMVANEX induzierte in der Spitze einen geometrisch mittleren Titer (GMT) neutralisierender Antikörper von 153,5 (n = 185; 95-%-KI 134,3, 175,6), was einer Nichtunterlegenheit gegenüber dem GMT von 79,3 (n = 186; 95-%-KI 67,1, 93,8) entspricht, der nach Skarifizierung mit ACAM2000 ermittelt wurde.

Als zweiter co-primärer Endpunkt wurde evaluiert, ob die Impfung mit IMVANEX (n = 165) vor der Verabreichung von ACAM2000 zu einer Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 (n = 161) führte, gemessen an der maximalen Läsionsfläche in mm2. An Tag 13–15 belief sich der Median der maximalen Läsionsflächen bei den Probanden, die ACAM2000 erhalten hatten bei 75mm2 (95-%-KI 69,0, 85,0) und bei denen, die IMVANEX erhalten hatten bei 0,0 (95-%-KI 0,0, 2,0).

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für IMVANEX eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Vorbeugung von Pockeninfektion durch aktive Immunisierung gegen Pockeninfektion und -erkrankung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Dieses Arzneimittel wurde unter „Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen.

Das bedeutet, dass es aufgrund des weltweiten Fehlens von Pockenerkrankungen nicht möglich war vollständige Informationen zu diesem Arzneimittel zu erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen, die verfügbar werden, jährlich bewerten, und falls erforderlich, wird die Fachinformation aktualisiert werden.

5.2 Pharmakoki­netische Eigenschaften

Nicht zutreffend

5.3 präklinische daten zur sicherheit

Basierend auf Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur örtlichen Verträglichkeit, zur weiblichen Fertilität sowie zur embryofetalen und postnatalen Toxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6. pharmazeutische angaben6.1 liste der sonstigen bestandteile

Trometamol

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

6.2 inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstu­dien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 dauer der haltbarkeit

2 Jahre bei –20 °C ± 5 °C

5 Jahre bei –50 °C ± 10 °C

5 Jahre bei –80 °C ± 10 °C

Nach dem Auftauen sollte der Impfstoff sofort verwendet werden; andernfalls kann der Impfstoff -sofern er zuvor bei –20 °C ± 5 °C aufbewahrt wurde – vor der Anwendung über bis zu 8 Wochen bei 2 °C – 8 °C im Dunkeln gelagert werden.

Den Impfstoff nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.

6.4 besondere vorsichtsmaßnahmen für die aufbewahrung

Im Gefrierschrank lagern (bei –20 °C ± 5 °C oder –50 °C ± 10 °C oder –80 °C ± 10 °C). Das

Verfalldatum hängt von der Lagertemperatur ab.

Der Impfstoff kann – sofern er zuvor bei –20 °C ± 5 °C aufbewahrt wurde – vor der Anwendung kurzzeitig über bis zu 8 Wochen bei 2 °C – 8 °C im Kühlschrank gelagert werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 art und inhalt des behältnisses

0,5 ml Suspension in einer Durchstechflasche (Typ-I-Glas) mit Stopfen (Brombutylgummi).

Packungsgröße mit 20 Stück.

6.6 besondere vorsichtsmaßnahmen für die beseitigung und sonstige hinweise zur handhabung

Der Impfstoff sollte vor der Verabreichung Raumtemperatur erlangen. Vor der Anwendung die

Durchstechflasche mindestens 30 Sekunden lang sanft schwenken.

Die Suspension sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen kontrolliert werden. Der Impfstoff ist zu verwerfen, wenn die Durchstechflasche beschädigt ist oder wenn die Suspension Fremdpartikel enthält oder ein anderes physikalisches Erscheinungsbild aufweist.

Eine Dosis von 0,5 ml wird zur Injektion in eine Spritze aufgezogen.

Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. inhaber der zulassung

Bavarian Nordic A/S

Philip Heymans Allé 3

DK-2900 Hellerup

Dänemark

8. zulassungsnummer(n)

EU/1/13/855/001

9. datum der erteilung der zulassung/verlängerung der zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Juli 2013

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23. April 2018