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Ringerlösung Fresenius, Infusionslösung – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Apothekenpflichtig, rezeptfrei
Stärke:
0.33 g / 0.3 g / 8.6 g
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Ringerlösung Fresenius

1. Was ist Ringerlösung Fresenius und wofür wird sie angewendet?

Ringerlösung Fresenius ist eine Lösung zur intravenösen Zufuhr (Zufuhr über die Vene) von Flüssigkeit und Elektrolyten.

Ringerlösung Fresenius wird angewendet:

  • zur kurzfristigen Auffüllung des Gefäßsystems mit Flüssigkeit (kurzfristiger intravasaler Volumenersatz)
  • zum Ausgleich von Chloridverlusten
  • als Trägerlösung für geeignete Elektrolytkonzentrate und Medikamente

Wenn Sie sich nach Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Ringerlösung Fresenius beachten?

Ringerlösung Fresenius darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid-Dihydrat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie an Überwässerung (Hyperhydratation) leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Ringer-lösung Fresenius anwenden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei:

  • erhöhtem Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie) − erhöhtem Natriumgehalt im Blut (Hypernatriämie)
  • erhöhtem Chloridgehalt im Blut (Hyperchlorämie)

Ebenfalls ist Vorsicht geboten bei Erkrankungen, die eine zurückhaltende Natriumzufuhr gebieten, wie

  • Herzschwäche
  • Gewebeschwellung (generalisierte Ödeme)
  • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem)
  • Bluthochdruck
  • schwere Funktionsstörungen der Nieren
  • schwangerschaftsbedingte Krankheitszustände mit Bluthochdruck, Krämpfen und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Eklampsie)

Aufgrund des Kaliumgehaltes sollte die Lösung mit Vorsicht angewendet werden,

  • wenn Sie an einer Herzkrankheit oder anderen krankhaften Zuständen, wie einer Nieren- oder Nebennierenschwäche leiden, die dazu führen, dass Ihr Blut zuviel Kalium enthält (Hyperkaliämie).
  • bei einer akuten Austrocknung (Dehydratation).
  • bei ausgedehnten Gewebezerstörungen, z. B. bei schweren Verbrennungen.

Aufgrund des Calciumgehaltes ist zu beachten:

Es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um zu vermeiden, dass die Lösung während der In-fusion nicht neben die Vene gelangt (Vermeidung einer Paravasation).

Die Lösung sollte mit Vorsicht angewendet werden, wenn Sie zu viel Calcium im Blut haben (Hyper-calcämie) sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Erkrankungen, die mit einem erhöhten Vitamin-D-Spiegel einhergehen, z. B. bei Sarkoidose.

Im Falle einer gleichzeitigen Bluttransfusion darf die Lösung nicht durch dasselbe Transfusionsgerät infundiert werden.

Kontrollen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes sind erforderlich.

Falls in einer Notsituation die Anwendung über eine Druckinfusion erfolgen soll, so ist unbedingt da-rauf zu achten, dass das Behältnis und Infusionssystem vor Anlegen der Infusion vollständig entlüftet werden.

Bei Flüssigkeitsmangel mit zu hoher Salzkonzentration im Blutplasma (hypertone Dehydratation) ist eine zu schnelle Infusionsgeschwindigkeit unbedingt zu vermeiden (Vorsicht: Anstieg der Osmolarität und der Natriumkonzentration im Blutplasma).

Kinder und Jugendliche

Es liegen derzeit keine ausreichenden Erkenntnisse zur Anwendung von Ringerlösung Fresenius bei Kindern und Jugendlichen vor.

Anwendung von Ringerlösung Fresenius zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürz-lich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel ein-zunehmen/anzuwenden.

Für dieses Arzneimittel sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ringerlösung Fresenius kann während der Schwangerschaft und Stillzeit verabreicht werden. Ihr Arzt wird Ihren Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt überwachen. Diese Werte sollen sich im Normbereich befinden.

Wenn Ihrer Infusionslösung andere Medikamente zugesetzt werden, wird Ihr Arzt die Anwendung von diesen Arzneimitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit separat berücksichtigen.

Bei schwangerschaftsbedingten Krankheitszuständen mit Krämpfen (Eklampsie) sollte der Nutzen der Behandlung gegen das Risiko abgewogen werden (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ringerlösung Fresenius hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

3. Wie ist Ringerlösung Fresenius anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben an.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bei physiologischer Stoffwechsellage (sofern nicht anders verordnet): Dauertropf entsprechend dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf.

Maximale Tagesdosis

Eine Flüssigkeitszufuhr von 40 ml/kg Körpergewicht/Tag, entsprechend 5,89 mmol Natrium pro kg Körpergewicht und 0,16 mmol Kalium pro kg Körpergewicht/Tag bezogen auf 40 ml Ringerlösung Fresenius, sollte bei Erwachsenen nicht überschritten werden.

Maximale Tagesmenge

Die maximale Tagesdosis für Kalium beträgt 2 mmol K+/kg Körpergewicht/Tag. Die maximale Tages-dosis für Natrium wird vom Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf bestimmt. Für Erwachsene gilt ein Richt-wert von 3 - 6 mmol Na+/kg Körpergewicht/Tag.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit

Die maximale Tropfgeschwindigkeit beträgt ca. 1,7 Tropfen/kg Körpergewicht/Minute.

Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel wird über die (kleinen) Venen gegeben (intravenöse Anwendung zur periphervenö-sen Infusion).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es liegen derzeit keine ausreichenden Erkenntnisse zur Anwendung von Ringerlösung Fresenius bei Kindern und Jugendlichen vor.

Wenn Sie eine größere Menge von Ringerlösung Fresenius angewendet haben, als Sie sollten

Überdosierung oder überhöhte Zufuhrgeschwindigkeit können zu Flüssigkeits- oder Natriumüberladung mit der Gefahr der Ödembildung führen, insbesondere bei Störungen der Natriumausscheidung über die Niere. In solchen Fällen kann eine Blutwäsche (Hämodialyse) erforderlich werden.

Die überhöhte Zufuhr der Lösung kann zu Störungen im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt führen.

Therapie

Unterbrechung der Zufuhr, beschleunigte Ausscheidung über die Niere, Korrektur der Störungen durch entsprechende negative Bilanzierung.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen können als Symptome von Überdosierungen auftreten, siehe Abschnitt „Wenn Sie eine größere Menge von Ringerlösung Fresenius angewendet haben, als Sie sollten“.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1 000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Bei der Anwendung von Ringerlösung Fresenius kann es zu einem erhöhten Chloridspiegel im Blut (Hyperchlorämie) kommen.

Selten: Durch die Art der Anwendung verursachte Fieberreaktionen, Infektionen an der Injektionsstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venenreizung, von der Injektionsstelle ausgehende venöse Throm-bosen oder Entzündungen, Paravasation.

Unerwünschte Wirkungen können auch durch der Lösung zugesetzte Arzneimittel ausgelöst werden. Deren Wahrscheinlichkeit hängt von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite: www.bfarm.de anzei-gen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Ringerlösung Fresenius aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett oder dem Behältnis und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Lagerungshinweis für die Behältnisse Polyethylenbeutel (Medipur), Careflex-Beutel, Polypropylenflasche (KabiClear) und 100 ml Polyethylenflasche (KabiPac): Nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Trübung der Lösung oder Beschädigung des Behältnisses.

Die Infusionslösung ist nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbe-cken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ver-wenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ringerlösung Fresenius enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid-Dihydrat

    1 000 ml Infusionslösung enthalten:

    Natriumchlorid 8,60 g

    Kaliumchlorid 0,30 g

    Calciumchlorid-Dihydrat 0,33 g

    Na+ 147,2 mmol/l K+ 4 mmol/l Ca2+ 2,25 mmol/l Cl- 155,7 mmol/l

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

    Wasser für Injektionszwecke, Salzsäure, Natriumhydroxid pH-Wert 5,0 - 7,0

Titrationsazidität < 1 mmol NaOH/l

Theor. Osmolarität 309 mosm/l

Wie Ringerlösung Fresenius aussieht und Inhalt der Packung

Ringerlösung Fresenius ist eine klare, farblose Infusionslösung.

Ringerlösung Fresenius ist in folgenden Packungen erhältlich:

Glasflaschen Packungen zu:

5 x 250 ml, 10 x 250 ml

5 x 500 ml, 10 x 500 ml

6 x 1 000 ml

Polyethylenflaschen (KabiPac) Packungen zu:

10 x 100 ml, 40 x 100 ml

10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml

10 x 500 ml, 20 x 500 ml

10 x 1 000 ml

Polyethylenbeutel (Medipur) Packung zu:

10 x 500 ml

Polyolefinbeutel (freeflex) mit Umfolie Packungen zu:

20 x 250 ml, 30 x 250 ml, 35 x 250 ml, 40 x 250 ml

15 x 500 ml, 20 x 500 ml

8 x 1 000 ml, 10 x 1 000 ml

Careflex-Beutel (mit Umfolie) Packungen zu:

4 x 3 000 ml

2 x 5 000 ml

Polypropylenflaschen (KabiClear) Packungen zu:

10 x 100 ml, 40 x 100 ml

10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml

10 x 500 ml, 20 x 500 ml

10 x 1 000 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Else-Kröner-Straße 1

61352 Bad Homburg v.d.Höhe

Deutschland

Hersteller

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Else-Kröner-Straße 1

61352 Bad Homburg v.d.Höhe

Deutschland

Fresenius Kabi Deutschland GmbH

Freseniusstraße 1

61169 Friedberg

Deutschland

Zusätzlicher Hersteller (für Polyethylenflaschen (KabiPac))

Fresenius Kabi Polska Sp. z o.o.

Wytwórnia Płynów Infuzyjnych w Kutnie

ul. Sienkiewicza 25

99-300 Kutno

Polen

Fresenius Kabi Italia S.r.l.

Via Camagre, 41

37063 Isola della Scala – Verona

Italien

Zusätzlicher Hersteller (für freeflex-Beutel):

Fresenius Kabi France

6 Rue Du Rempart

27400 Louviers

Frankreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2025.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphat-, oxalat- und carbonathaltigen Lösungen bestehen.

Bei Zugabe von Arzneimitteln ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, gute Durchmischung und Kompatibilität zu achten. Auf keinen Fall darf Ringerlösung Fresenius nach dem Zusatz von Medika-menten aufbewahrt werden.

Bitte wählen Sie das für Sie zutreffende Behältnis aus (KabiPac, KabiClear oder freeflex).

Handhabungshinweis KabiPac/KabiClear (PE-Behältnis)

Die Instruktionen sind als Anleitung für die Handhabung des Behältnisses gedacht.

Für Arzneimittelzubereitungen sind die Vorgaben für aseptisches Arbeiten entsprechend den einschlägi-gen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) einzuhalten.

Allgemeine Vorbereitung
  • Vergewissern Sie sich, dass es sich um die gewünschte Infusionslösung handelt.
  • Prüfen Sie das Verfalldatum und ob die Flüssigkeit klar und das Behältnis unver-sehrt ist.

a)

b)

  • Identifizieren Sie den entsprechenden Port für den gewünschten Arbeitsvorgang:

    1. a) Pfeil hin zur Infusionsflasche = Zu-spritzport
    2. b) Pfeil weg von der Infusionsflasche = Infusionsport
  • Die Verschlusskappen lassen sich leicht durch Drücken mit dem Daumen nach hinten im Bereich über den Richtungs-pfeilen abbrechen.
  • Unmittelbar nach Abbrechen der Ver-schlusskappe ist keine Desinfektion der Membran notwendig.
Infusionsvorbereitung

b)

  • Identifizieren Sie den Infusionsport b) (Pfeil weg von der Infusionsflasche).
  • Öffnen Sie den Infusionsport durch Drü-cken mit dem Daumen nach hinten im Be-reich über den Richtungspfeilen.
  • Empfohlen: Verwenden Sie handelsübli-che DIN-Infusionsgeräte ohne Belüftung.
  • Schließen Sie die Belüftungsklappe (wenn vorhanden).
  • Lassen Sie die Rollenklemme geöffnet (Auslieferungszustand ab Werk).
  • Stechen Sie die aufrecht stehende Infusi-onsflasche mit dem Einstichdorn senk-recht und mittig innerhalb des auf der Membran sichtbaren Kreises an.
  • Empfohlen: Führen Sie beim Anstechen eine leichte Drehbewegung aus.
  • Schließen Sie die Rollenklemme.
  • Hängen Sie die Infusionsflasche an den Infusionsständer.
  • Befüllen Sie die Tropfkammer bis zur Markierung (etwa halbe Tropfkammer).
  • Befüllen Sie das Infusionsgerät.
  • Schließen Sie das Infusionsgerät an den Gefäßzugang des Patienten an.
  • Regulieren Sie die Fließgeschwindigkeit.
Optional: Zuspritzen von Arzneimitteln, z. B. Arzneimittelapplikation mittels Spritze

a)

  • Identifizieren Sie den Zuspritzport a) (Pfeil zur Infusionsflasche).
  • Öffnen des Zuspritzports durch Drücken mit dem Daumen nach hinten im Bereich über den Richtungspfeilen.
  • Verwenden Sie ausschließlich Injektions-nadeln mit einer Kanülengröße von 18 - 23 Gauge (19 Gauge empfohlen).
  • Stechen Sie die Injektionsnadel mittig und senkrecht ein.
  • Applizieren Sie das Medikament in die KabiPac/KabiClear-Infusionsflasche.
  • Mischen Sie die Lösung sorgfältig.

Handhabungshinweis freeflex

Die Instruktionen sind als Anleitung für die Handhabung des Behältnisses gedacht.

Für Arzneimittelzubereitungen sind die Vorgaben für aseptisches Arbeiten entsprechend den einschlägi-gen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) einzuhalten.

Allgemeine Vorbereitung
  • Vergewissern Sie sich, dass es sich um die gewünschte Infusionslösung handelt.
  • Prüfen Sie das Verfalldatum und ob die Flüssigkeit klar und das Behältnis unver-sehrt ist.
  • Entfernen Sie den Umbeutel unmittelbar vor dem Gebrauch.

b)

a)

  • Identifizieren Sie den entsprechenden Port für den gewünschten Arbeitsvorgang
  • Pfeil hin zum Infusionsbeutel = weißer Zuspritzport
  • Pfeil weg vom Infusionsbeutel = dunkelblauer Infusionsport
Infusionsvorbereitung

b)

  • Identifizieren Sie den dunkelblauen Infu-sionsport b) (Pfeil weg vom Infusionsbeu-tel).
  • Verwenden Sie die Lösung nur, wenn diese klar und das Behältnis unversehrt ist.
  • Halten Sie zum Abbrechen der Ver-schlusskappen den dunkelblauen Infusi-onsport mit der einen Hand und brechen Sie die Kappe mit der anderen Hand nach hinten ab.
  • Unmittelbar nach Abbrechen der Ver-schlusskappen ist keine Desinfektion der Membran notwendig.
  • Empfohlen: Verwenden Sie handelsübli-che DIN-Infusionsgeräte ohne Belüftung.
  • Schließen Sie die Belüftungsklappe (wenn vorhanden).
  • Lassen Sie die Rollenklemme geöffnet (Auslieferungszustand ab Werk).
  • Stechen Sie den dunkelblauen Infusions-port des liegenden Infusionsbeutels mit dem Einstechdorn gerade und mittig an.
  • Schließen Sie die Rollenklemme.
  • Hängen Sie den Infusionsbeutel an den Infusionsständer.
  • Befüllen Sie die Tropfkammer bis zur Markierung (etwa halbe Tropfkammer).
  • Befüllen Sie das Infusionsgerät.
  • Schließen Sie das Infusionsgerät an den Gefäßzugang des Patienten an.
  • Regulieren Sie die Fließgeschwindigkeit.
Optional: Zuspritzen von Arzneimitteln: Arzneimittelapplikation mittels Transfer-Adapter

a)

  • Identifizieren Sie den weißen Zuspritzport a) (Pfeil zum Beutel hin).
  • Halten Sie zum Abbrechen der Ver-schlusskappen den weißen Zuspritzport mit der einen Hand und brechen Sie die Kappe mit der anderen Hand nach hinten ab.
  • Unmittelbar nach Abbrechen der Ver-schlusskappen ist keine Desinfektion der Membran notwendig.
  • Schieben Sie die schmalere Seite des freeflex-Transfer-Adapters bis zum ersten Einrasten auf den weißen Zuspritzport.
  • Die Spitze der Nadel befindet sich nun in der sterilen Kammer, welche vor Konta-mination schützt.
  • Bereiten Sie das Medikamentenvial vor und stecken Sie dieses auf den freeflex-Transfer-Adapter.
  • Schieben Sie den freeflex-Transfer-Adap-ter im weißen Zuspritzport weiter bis zum zweiten Einrastpunkt und durchstechen Sie die innere Membran.
  • Halten Sie das Medikamentenvial nach unten und pumpen Sie durch Zusammen-drücken des Beutels Infusionslösung in das Medikamentenvial.
  • Lösen Sie das Arzneimittel durch vorsich-tiges Schütteln.
  • Halten Sie das Medikamentenvial nach oben und drücken Sie Luft hinein, damit die Lösung aus dem Medikamentenvial in den Beutel gelangt.
  • Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis die komplette Flüssigkeit aus dem Medika-mentenvial in den Beutel überführt und die Medikation gründlich durchmischt ist.

a)

  • Nach erfolgter Durchmischung entfernen Sie das Medikamentenvial und den Trans-fer-Adapter vorsichtig vom Infusionsbeu-tel.
  • Markieren Sie den weißen Zuspritzport a) nach Arzneimittelzugabe durch Aufsetzen einer roten freeflex-Verschlusskappe.
  • Dadurch kann ein weiteres Zufügen von Medikamenten und eine Kontamination des Zuspritzports verhindert werden.
Optional: Zuspritzen von Arzneimitteln, z. B. Arzneimittelapplikation mittels Spritze

a)

  • Identifizieren Sie den weißen Zuspritzport a) (Pfeil zum Beutel hin).
  • Halten Sie zum Abbrechen der Ver-schlusskappen den weißen Zuspritzport mit der einen Hand und brechen Sie die Kappe mit der anderen Hand nach hinten ab.
  • Unmittelbar nach Abbrechen der Ver-schlusskappen ist keine Desinfektion der Membran notwendig.
  • Empfehlung: Entnehmen Sie vor dem Zu-spritzen das im Infusionsbeutel befindli-che Luftvolumen, um ein druckfreies Zu-spritzen zu gewährleisten.
  • Verwenden Sie ausschließlich Injektions-nadeln mit einer Kanülengröße von 18 - 23 Gauge (19 Gauge empfohlen).
  • Halten Sie den Zuspritzport hinter dem Fingerschutz.
  • Bereiten Sie die Spritze vor und stechen Sie diese gerade und mittig in den weißen Zuspritzport ein.
  • Applizieren Sie das Arzneimittel aus der Spritze in den freeflex-Infusionsbeutel.

a)

  • Nach erfolgter Applikation entfernen Sie die Spritze vom Infusionsbeutel und durchmischen Sie die Arzneimittelzube-reitung gründlich.
  • Markieren Sie den weißen Zuspritzport a) nach Arzneimittelzugabe durch Aufsetzen einer roten freeflex-Verschlusskappe.
  • Dadurch können ein weiteres Zufügen von Medikamenten und eine Kontamina-tion des weißen Zuspritzports verhindert werden.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6089632.00.00 · ENR 0089632

Stand der Information laut Text: 06/2025

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Ringerlösung Fresenius

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoffe Calciumchlorid-Dihydrat 0.33 g, Kaliumchlorid 0.3 g, Natriumchlorid 8.6 g
Darreichungsform Infusion
Art der Anwendung Infusion periphervenös
Sonstige Bestandteile Natriumhydroxid, Salzsäure x%, Wasser für Injektionszwecke
Packungsgrößen 1000 ml, 1250 ml, 2500 ml, 4000 ml, 5000 ml, 6000 ml, 7500 ml, 8000 ml, 8750 ml, 10000 ml, 12000 ml
Haltbarkeit 3 Jahre, 2 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. B Blut und blutbildende Organe
    1. B05 Blutersatzmittel und Perfusionslösungen
      1. B05B I.V.-Lösungen
        1. B05BB Lösungen mit Wirkung auf den Elektrolythaushalt
          1. B05BB01 Elektrolyte
Zulassung 6089632.00.00, seit 30.03.2000, verlängert 29.11.2011; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Fresenius Kabi Deutschland GmbH, 61352 Bad Homburg v.d.H.
Hersteller (Freigabe) Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Fresenius Kabi France, Fresenius Kabi Italia S.r.l. in Breve FKI S.r.l., Fresenius Kabi India Private Limited, Fresenius Kabi Deutschland GmbH (BS 3), Fresenius Kabi Polska Sp. z o.o.
PZN 04567784, 00731502, 06946899, 00880627, 01836338, 00412352, 00880550, 01654465

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0089632), Datensatz vom 29.07.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.