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Serumelektrolytlösung mit Glukose - Zusammengefasste Informationen

Dostupné balení:

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels - Serumelektrolytlösung mit Glukose

1.     

Serumelektroly­tlösung mit Glukose,

Infusionslösung für Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze, Heimtiere

2.     

1000 ml Infusionslösung enthalten:

Wirkstoff(e):

Natriumchlorid

8,182 g

Kaliumchlorid

0,373 g

Calciumchlorid-Dihydrat

0,368 g

Magnesiumchlorid-Hexahydrat

0,305 g

Glucose-Monohydrat (Ph.Eur.)

55,0 g

das ergibt:

mg/l mmol/l

Na+ K+ Ca++ Mg++ Cl-

3219 140

196 5

100 2,5

36 1,5

5425 153

Sonstige Bestandteile:

Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1

3.     

Infusionslösung zur intravenösen, subkutanen und intraperitonealen Anwendung.

4.     

4.1      zieltierart(en):

Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze, Heimtiere

4.2    anwendungsgebiete unter angabe der zieltierart(en):

Für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen, Heimtiere:

Flüssigkeits- und Elektrolytersatz mit partieller Deckung des Kohlenhydratbedarfs bei ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt sowie bei leichter Alkalose isotone- und hypotone Dehydratation kurzfristiger intravasaler Volumenersatz

4.3    gegenanzeigen:

Nicht anzuwenden ist Serumelektroly­tlösung mit Glukose bei:

– Hyperhydratati­onszuständen

– Hyperglykämie

– Glukoseverwer­tungsstörungen, besonders bei Diabetes mellitus und in

posttraumatischen bzw. postnarkotischen Phasen, insbesondere bei alten und schwerkranken Ti­eren

– schwerer Azidose

– hypertone Dehydratation

4.4    besondere warnhinweise für jede zieltierart:

Keine.

4.5    besondere vorsichtsmaßnahmen für die anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwendung sollte unter Kontrolle des Elektrolyt- und Flüssigkeitsstatus erfolgen. Bei kreislaufinsuf­fizienten Tieren sollte auf eine subkutane Anwendung verzichtet werden.

Mit Vorsicht anzuwenden ist Serumelektroly­tlösung mit Glukose bei:

– dekompensierter Herzinsuffizienz

– eingeschränkter Nierenfunktion

– Hypernatriämie

– Hyperchlorämie

– Lungenödem

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Keine.

4.6    nebenwirkungen (häufigkeit und schwere):

Bei subkutaner Anwendung können besonders bei Katzen Gewebsreizungen auftreten.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Anwendung von Serumelektroly­tlösung mit Glukose sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicher­heit, Mauerstraße 39 – 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter o.g. Adresse oder per E-Mail () angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der InternetSeite ).

4.7    anwendung während der trächtigkeit, laktation oder der legeperiode:

Die Anwendung von Serumelektroly­tlösung mit Glukose während der Trächtigkeit und Laktation ist möglich.

4.8    wechselwirkungen mit anderen arzneimitteln und andere wechsel

wirkungen:

Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphat- und carbonathaltigen Lösungen auftreten. Vor Zumischung anderer Arzneimittel ist die Kompatibilität zu prüfen.

4.9    dosierung und art der anwendung:

Zur intravenösen, subkutanen und intraperitonealen Anwendung.

Die Dosierungen richten sich nach dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf des Tieres und sind dem Zustand entsprechend anzupassen.

Bei der Berechnung der zuzuführenden Menge Serumelektroly­tlösung mit Glukose ist zu berücksichtigen:

– der Erhaltungsbedarf: Jungtiere/Kle­intiere 60–70 ml/kg Körpergewicht/Tag adulte Großtiere 40–50 ml/kg Körpergewicht/Tag

– das aktuelle Volumendefizit

– fortlaufende Verluste (geschätzt)

Das aktuelle Defizit errechnet sich nach der Formel:

Volumendefizit (l) = Dehydratationsgrad (%) x Körpergewicht (kg)

Der intravenösen Anwendung ist der Vorzug zu geben.

Eine maximale Infusionsgeschwin­digkeit von 10 ml Serumelektroly­tlösung mit Glukose pro kg Körpergewicht pro Stunde sollte aufgrund des Glukosegehaltes nicht überschritten werden.

Als allgemeine Regel für den Ausgleich des Defizits gilt:

50 % in den ersten 6 Stunden

75 % in 24 Stunden

100 % in 48 Stunden

4.10    überdosierung (symptome, notfallmaßnahmen und gegenmittel), falls erforderlich:

Bei Überdosierung kommt es zu hypertoner Hyperhydratation sowie metabolischer Azidose, gekennzeichnet durch Unruhe, Tachypnoe, Erbrechen, Venenstauung und Entwicklung von Ödemen. Bei den ersten Anzeichen ist die Infusion sofort abzubrechen, um die Entwicklung eines Lungenödems zu verhindern. Die Therapie erfolgt gegebenenfalls durch die Gabe von Diuretika unter Kontrolle des Elektrolyt- und Säure-BasenHaushaltes.

4.11    wartezeit(en):

Wartezeit: Pferd, Rind, Schaf, Ziege: Essbare Gewebe: 0 Tage

Milch: 0 Tage

Schwein: Essbare Gewebe 0 Tage

5.     

Stoff- oder Indikationsgruppe: Blut und Blutbildende Organe –

Blutersatzmittel und Perfusionslösungen, Kombination von Elektrolyten

ATCvet Code: QB05XA30

5.1    pharmakodynamische eigenschaften:

Serumelektroly­tlösung mit Glukose ist eine in den wichtigsten Kationen der Plasmazusammen­setzung angepasste Elektrolytlösung zur Korrektur von Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshau­shaltes. Die Zufuhr von Elektrolyten dient der Wiederherstellung bzw. Erhaltung normaler osmotischer Verhältnisse im Extra- und Intrazellulärraum. Als Lösung ohne organische Anionen kann die Infusionslösung auch bei leicht alkalotischer Stoffwechsellage eingesetzt werden.

Zusätzlich enthält Serumelektroly­tlösung mit Glukose das Kohlenhydrat Glukose als Energielieferant.

5.2 Angaben zur Pharmakokinetik:

Da es sich bei Serumelektroly­tlösung mit Glukose um eine wässrige Lösung handelt, sind die enthaltenen Ionen und die Glukose nach intravenöser, subkutaner und intraperitonealer Applikation rasch verfügbar und stehen zur Regulation des Wasser- und Elektrolythau­shaltes zur Verfügung.

Glukose steht direkt dem Energiestoffwechsel zur Verfügung.

6.     

6.1     verzeichnis der sonstigen bestandteile:

Wasser für Injektionszwecke

6.2     inkompatibilitäten:

Aufgrund des Calciumgehaltes können Inkompatibilitäten mit phosphat- und carbonathaltigen Lösungen auftreten.

6.3     dauer der haltbarkeit:

des Fertigarzneimittels im unversehrten Behältnis :

36 Monate

des Fertigarzneimittels nach Anbruch des Behältnisses :

Nach Anbruch sofort verwenden.

Im Behältnis verbleibende Reste sind zu verwerfen.

6.4    besondere lagerungshinweise:

Nicht über 25 ° C lagern

6.5 Art und Beschaffenheit der Primärverpackung:

Kunststoffflaschen aus Polypropylen mit Veralstopfen aus Brombutylkautschuk und Aluminiumkappe

6.6    besondere vorsichtsmaßnahmen für die entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsam­melstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

7.     

Virbac Tierarzneimittel GmbH

8.    

6595571.00.00

9.     

20. Juni 2005

10.    

Juni 2014

11.    

Nicht zutreffend.