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Traumaplant Schmerzcreme – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Apothekenpflichtig, rezeptfrei
Stärke:
1 g

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Traumaplant Schmerzcreme

1. Was ist Traumaplant Schmerzcreme und wofür wird sie angewendet?

Traumaplant Schmerzcreme ist ein pflanzliches Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung stumpfer Verletzungen.

Traumaplant Schmerzcreme wird angewendet bei Prellungen und Verstauchungen (bei Sport- und Unfallverletzungen), Muskel- und Gelenkschmerzen infolge stumpfer Verletzungen.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Traumaplant Schmerzcreme beachten?

Traumaplant Schmerzcreme darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Beinwell oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Traumaplant Schmerzcreme anwenden.

Sollten sich die Beschwerden bei Behandlung mit Traumaplant Schmerzcreme nicht innerhalb von 3 - 4 Tagen bessern, ist ein Arzt aufzusuchen.

Allgemeine Hinweise:

Der Kontakt mit den Augen sowie mit Schleimhäuten ist zu vermeiden.

Kinder:

Da keine ausreichenden Daten für diese Altersgruppe vorliegen, wird die Anwendung von Traumaplant Schmerzcreme bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen.

Anwendung von Traumaplant Schmerzcreme zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von Traumaplant Schmerzcreme sind Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bisher nicht bekannt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden

Schwangerschaft und Stillzeit:

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Zur Anwendung von Traumaplant Schmerzcreme in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Daher sollte Traumaplant Schmerzcreme in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Traumaplant Schmerzcreme:

Sorbinsäure kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen. Dieses Arzneimittel enthält 13 mg Propylenglycol / 1 cm Salbenstrang entsprechend 40 mg Propylenglycol / 1 g Creme.

Dieses Arzneimittel enthält den Duftstoff Rosmarinöl (enthält Limonen). Dieses kann allergische Reaktionen hervorrufen.

3. Wie ist Traumaplant Schmerzcreme anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zur Anwendung auf der Haut bei Kindern ab 6 Jahren, Heranwachsenden und Erwachsenen.

Je nach Größe der zu behandelnden Körperstelle und nach Stärke der Beschwerden beträgt die empfohlene Dosis:

Alter:Dosierung:
Kinder ab 6 bis unter 12 JahrenBis zu 3-mal täglich ca. 2 – 5 g (entspricht einem Salbenstrang von 6 – 15 cm)
Heranwachsende ab 12 Jahren und Erwachsene2- bis 4-mal täglich ca. 3 – 8 g (entspricht einem Salbenstrang von 9 – 24 cm)

Traumaplant Schmerzcreme entsprechend der Dosierungsempfehlung auf die Haut über dem erkrankten Gewebe auftragen und sorgfältig einmassieren.

Traumaplant Schmerzcreme ist für den Salbenverband besonders geeignet.

Traumaplant Schmerzcreme sollte in Abhängigkeit vom Beschwerdebild maximal 3 Wochen angewendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Besondere Personengruppen

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen:

Es liegen keine Daten zu Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen vor. In der klinischen Erfahrung hat sich bei der Anwendung von Traumaplant Schmerzcreme kein Hinweis auf eine relevante Problematik in Bezug auf die Nieren- oder Leberfunktion gezeigt. Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Senioren

Die Anwendung bei älteren Menschen kann ohne Dosisanpassungen erfolgen.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei Jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

In sehr seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Schwellungen, Rötungen, Brennen auf der Haut oder Juckreiz auftreten. Diese sind in der Regel individuell bedingt bei Patienten mit extrem empfindlicher Haut oder mit einer allergischen Disposition gegen einen Bestandteil von Traumaplant Schmerzcreme. Im Allgemeinen klingen diese Hauterscheinungen rasch wieder ab.

Erkrankungen des Immunsystems:

Bei einer spezifischen allergischen Reaktion ist ein Arzt aufzusuchen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Traumaplant Schmerzcreme aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Tubenfalz aufgedruckten und dem auf der Faltschachtel nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25 °C lagern.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung:

Haltbarkeit nach Anbruch: 6 Monate

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Traumaplant Schmerzcreme enthält:

Der Wirkstoff ist:

Zubereitung aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut [Beinwell-Zubereitung]

10 g Creme enthalten:

1 g Zubereitung aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (2 – 3 : 1) [Beinwell-Zubereitung] bestehend aus:

0,4 g Presssaft aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (3 – 8 : 1) und 0,6 g Auszug aus dem Pressrückstand aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (3 – 10 : 1); Auszugsmittel: Ethanol 30 % (V/V).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Macrogol-20-glycerolmonostearat, Glycerolmono/di (palmitat, stearat), Octyldodecanol, Isopropylmyristat, Propylenglycol, Dimeticon 100, Rosmarinöl, all-rac-α-Tocopherolacetat, Citronensäure, gereinigtes Wasser, Konservans: Sorbinsäure, Hydroxyethylsalicylat.

Hinweis:

In Traumaplant Schmerzcreme sind keine schädlichen Pyrrolizidinalkaloid-Gehalte nachweisbar. Traumaplant Schmerzcreme unterliegt deshalb nicht den Anwendungsbeschränkungen für Pyrrolizidinalkaloid-haltige Arzneimittel.

Wie Traumaplant Schmerzcreme aussieht und Inhalt der Packung:

Originalpackungen mit 50 g, 100 g und 150 g Creme.

Pharmazeutische Unternehmer:

Cassella-med, Gereonsmühlengasse 1, 50670 Köln

Telefon: 0800 /1652-200, Telefax: 0800 / 1652-700

E-Mail: dialog@cassella-med.eu

Zulassungsinhaber:

Harras Pharma Curarina Arzneimittel GmbH, Plinganserstr. 40, 81369 München

Hersteller:

Klosterfrau Berlin GmbH, Motzener Str. 41, 12277 Berlin

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2024.

Zusätzliche Patienteninformation

Liebe Patientin, lieber Patient,

mit Traumaplant Schmerzcreme haben Sie sich für ein modernes Arzneimittel entschieden, das als wirksamen Bestandteil eine Beinwell-Zubereitung enthält.

Eigenschaften und Wirkungsweise

Beinwell gehört zu den wichtigen Arzneipflanzen der naturheilkundlichen Medizin. Schon im Altertum wurde Beinwell wegen seiner heilkräftigenden Wirkung unter anderem auch bei Verstauchungen oder Quetschungen äußerlich eingesetzt.

Der speziell für die Herstellung von Traumaplant Schmerzcreme verwendete „Trauma-Beinwell“ (Symphytum x uplandicum) genießt einen europaweiten patentähnlichen Sortenschutz und wird exklusiv für die Herstellung von Traumaplant Schmerzcreme verwendet. „Trauma-Beinwell“ zeichnet sich durch seine schmerzlindernden, abschwellenden und entzündungshemmenden Eigenschaften aus.

Sicherung der hohen Qualität

Der Wirkstoff von Traumaplant Schmerzcreme wird ausschließlich aus den frischen oberirdischen Pflanzenteilen, vor allem den Blättern, gewonnen, da diese einen hohen Wirkstoffgehalt aufweisen. „Trauma-Beinwell“ wird in kontrolliertem Eigenanbau unter biologischen Bedingungen, also ohne den Einsatz von Herbiziden oder Pestiziden, in einer oberbayerischen Klostergärtnerei angebaut. Die Ernte erfolgt hierzu nur zweimal im Jahr. Aus den frisch geernteten Pflanzenteilen wird unmittelbar nach der Ernte der wertvolle Wirkstoff schonend gewonnen und anschließend in modernsten Anlagen weiterverarbeitet. So wird während des gesamten Herstellungsprozesses vom Arzneipflanzenanbau bis hin zum fertigen Arzneimittel die Grundlage für eine standardisierte, d. h. gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt.

Speziell entwickelte Creme mit breiter Wirkung

Die Creme-Grundlage hinterlässt nach dem Einreiben auf der Haut keine fettigen Rückstände.

Traumaplant Schmerzcreme wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend. Durch die Verwendung des einzigartigen Blätterextraktes kann Traumaplant Schmerzcreme auch bei begleitenden Schürfwunden (nach Wundschluss) aufgetragen werden. Dies ist insbesondere bei Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden infolge stumpfer Verletzungen („Traumen“) von Bedeutung.

Hilfe bei Bewegungsschmerzen infolge stumpfer Verletzungen

Unter Bewegungsschmerzen versteht man im Allgemeinen Rückenschmerzen, Verspannungen z.B. im Schulter- und Nackenbereich, aber auch Muskel- und Gelenkbeschwerden, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen über eine Fehlhaltung oder Bewegungsmangel bis hin zur Überbeanspruchung der Muskulatur. Aber auch Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen zählen zu den Auslösern von Bewegungsschmerzen. Aufgrund der Schmerzen wird eine ungünstige Schonhaltung eingenommen, die Verspannungen verstärkt und weitere Schmerzen ausgelöst. Ein Teufelskreis beginnt. Hier ist schnelle und wirksame Hilfe erforderlich, um möglichst bald wieder voll bewegungsfähig zu sein. Bei Bewegungsschmerzen infolge stumpfer Verletzungen steht mit Traumaplant Schmerzcreme ein pflanzliches Arzneimittel zur Verfügung, das mit seinen schmerzlindernden, entzündungshemmenden und abschwellenden Wirkungen gezielt den Heilungsprozess fördert und so die Bewegungsfähigkeit schnell und wirkungsvoll unterstützt.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6994242.00.00 · ENR 0994242

Stand der Information laut Text: 10/2024

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Traumaplant Schmerzcreme

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoff Zubereitung aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut 1 g
Darreichungsform Creme
Art der Anwendung Anwendung auf der Haut
Art des Arzneimittels Pflanzliches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile
Gereinigtes Wasser, Rosmarinöl, Citronensäure, all-rac-alpha-Tocopherolacetat (Ph.Eur.) und 7 weitere+

Gereinigtes Wasser, Rosmarinöl, Citronensäure, all-rac-alpha-Tocopherolacetat (Ph.Eur.), Hydroxyethylsalicylat (Ph.Eur.), Propylenglycol, Dimeticon, Isopropylmyristat (Ph.Eur.), Glycerolmono/di(palmitat,stearat), Octyldodecanol (Ph.Eur.), Macrogol-20-glycerolmonostearat

Packungsgrößen 50 g, 100 g, 150 g
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Zulassung 6994242.00.00, seit 18.09.2007; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Harras Pharma Curarina Arzneimittel GmbH Arzneimittelforschung und -vertrieb, 81369 München
Hersteller (Freigabe) Klosterfrau Berlin GmbH
Risikoverfahren
1 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • Pyrrolizidinalkaloidhaltige HAM: Hepatotoxizität, Kanzerogenität (abgeschlossen 15.03.2023)
Frühere Namen Pichler-Salbe (ab 01.01.1978), Traumaplant (ab 24.09.1987)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0994242), Datensatz vom 20.02.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.