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Unguentolan – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Status des Arzneimittels: Freiverkäuflich Details

Stärke:
33300 I.E.
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Unguentolan

Zukünftiger Wortlaut der Fachinformation

F a c h i n f o r m a t i o n

1.    bezeichnung des arzneimittels

Unguentolan®

Wirkstoff: Lebertran

Salbe mit 33,3 g Lebertran Typ A pro 100 g Salbe

2.    qualitative und quantitative zusammensetzung

100 g Salbe enthalten 33,3 g Lebertran Typ A

(Gehalt an Retinol [Vitamin A] mindestens 1000 I.E. / g)

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.  darreichungsform

Salbe zur Anwendung auf der Haut.

4.   klinische angaben

4.1  anwendungsgebiete

4.1 anwendungsge­biete

Traditionell angewendet zur Unterstützung der Wundheilung. Diese Angabe beruht ausschließlich auf Überlieferung und langjähriger Erfahrung.

Sollten entzündliche Prozesse im angewendeten Bereich auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Unguentolan in möglichst dicker Schicht auftragen.

Unguentolan auf den Verbandsmull auftragen, die Wunde verbinden und weitgehend ruhig stellen.

Verbandwechsel möglichst selten, um das heilende Gewebe nicht zu beeinflussen. Abtupfen, Abwaschen oder Abreißen des Gewebedefektes ist für den Heilungsprozess nachteilig.

4.3    gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Lebertran oder einen der sonstigen Bestandteile.

4.4    besondere warnhinweise und vorsichtsmaßnahmen für die anwendung

Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.

Unguentolan ersetzt nicht die chirurgische Behandlung, die bei bestimmten Wunden durchgeführt werden muss.

Bei Röntgenbestrahlung ist zu beachten, dass Unguentolan möglicherweise die Reizung und Rötung der Haut verstärkt.

Unguentolan darf nicht mit den Schleimhäuten und vor allem nicht mit den Augen in Kontakt kommen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Unguentolan ist erforderlich, wenn Sie sich während der Anwendung UV-Licht (z.B. Sonne, Höhensonne, Solarien) aussetzen wollen.

4.5    wechselwirkungen mit anderen arzneimitteln und sonstige wechselwirkungen

4.5 wechselwir­kungen mit anderen arzneimitteln und sonstige wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkun­gsstudien durchgeführt.

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Bisherige Erfahrungen während Schwangerschaft und Laktation haben keine schädlichen Wirkungen für den Fetus oder den Säugling erkennen lassen.

Falls eine Anwendung in der Stillzeit notwendig sein sollte, darf Unguentolan nicht im Brustbereich angewendet werden, um einen direkten Kontakt des Säuglings mit dem Wirkstoff zu vermeiden.

4.7    auswirkungen auf die verkehrstüchtigkeit und die fähigkeit zum bedienen von maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8    nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Immunsystem: Sehr selten allergische Reaktionen.

4.9    überdosierung

Hinweise auf Überdosierungen und Intoxikationen durch topische Anwendung von Lebertran liegen nicht vor.

5.  pharmakologische eigenschaften

5.1  pharmakodynamische eigenschaften

5.1 pharmakody­namische eigenschaften

Pharmakothera­peutische Gruppe: Lebertransalbe

ATC-Code: D03AA01

Unguentolan hat eine mehr als 75-jährige Tradition in der Unterstützung der Wundheilung und wurde bereits 1932 von Prof. Löhr in Magdeburg entwickelt. In nahezu unveränderter Zusammensetzung wird die Salbe seither von der Firma Heyl vertrieben. Der Wirkstoff ist Lebertran vom Dorsch mit seinen natürlichen Inhaltsstoffen

fettlösliche Vitamine, insbesondere Vitamin A und D3 essenzielle ungesättigte Fettsäuren wie Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure

Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Unguentolan immer wieder bei der Unterstützung der Wundheilung bewährt hat.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

5.2 Pharmakoki­netische Eigenschaften

Entfällt.

5.3    präklinische daten zur sicherheit

Es liegen keine Daten vor, die auf eine akute oder chronische Intoxikation durch Lebertran bei dermaler Applikation schließen lassen.

6.  pharmazeutische angaben

6.1  liste der sonstigen bestandteile

Butylhydroxytoluol, Citronensäure-Monohydrat, Cumarin, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd (Ethylvanillin), Glycerolmonos­tearat, mikrokristalline Kohlenwasserstoffe (C40-C60), Palmi-toylascorbinsäure, Propylenglycol, gelbes Vaselin.

6.2    inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt.

6.3    dauer der haltbarkeit

3 Jahre

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

Das Verfalldatum ist auf der Tube und der Packung aufgedruckt.

Die Salbe kann auch nach Anbruch bis zum Ablauf des Verfalldatums verwendet werden.

6.4    besondere vorsichtsmaßnahmen für die aufbewahrung

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Nicht über 25 °C lagern!

6.5    art und inhalt des behältnisses

Salbe in Tuben zu 20 g, 50 g, 100 g.

6.6    besondere vorsichtsmaßnahmen für die beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    inhaber der zulassung

HEYL Chem.-pharm. Fabrik Telefon:

+49 30 81696–0

GmbH & Co. KG Telefax:

+49 30 8174049

14133 Berlin Email:

Deutschland

8.    zulassungsnummer(n)

6813602.00.00

9.    datum der erteilung der zulassung / verlängerung der zulassung

30.10.2000 / 22.04.2010

Fakten zu Unguentolan

Rezeptpflicht
Freiverkäuflich?
  • Das Arzneimittel darf auch außerhalb von Apotheken verkauft werden, zum Beispiel in Drogerien.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: freiverkäuflich gemäß § 44(1) AMG.
Wirkstoff Retinol 33300 I.E.
Darreichungsform Salbe
Art der Anwendung Auftragen auf die Haut
Art des Arzneimittels Biologische Arzneimittel
Sonstige Bestandteile
Cumarin, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, Citronensäure-Monohydrat, Butylhydroxytoluol (Ph.Eur.) und 5 weitere+

Cumarin, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, Citronensäure-Monohydrat, Butylhydroxytoluol (Ph.Eur.), Palmitoylascorbinsäure (Ph.Eur.), Glycerolmonostearat, Propylenglycol, Gelbes Vaselin, Mikrokristalline Kohlenwasserstoffe(C<40>-C<60>)

Packungsgrößen 20 g, 50 g, 100 g
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. D Dermatika
    1. D03 Zubereitungen zur Behandlung von Wunden und Geschwüren
      1. D03A Wundbehandlungsmittel
        1. D03AA Lebertransalben
          1. D03AA01 Lebertran
Zulassung 6813602.00.00, seit 02.11.2000, verlängert 05.05.2010; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer H e y l Chemisch-pharmazeutische Fabrik GmbH & Co. KG, 10707 Berlin
Hersteller (Freigabe) Haupt Pharma Wolfratshausen GmbH
Frühere Namen UNGUENTOLAN (ab 01.01.1978)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 0813602), Datensatz vom 16.04.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.