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Viscum/Bryonia comp. – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Status des Arzneimittels: Apothekenpflichtig, rezeptfrei Details

Stärke:
D3 / D5 / D9 / D2

Fachinformation - Viscum/Bryonia comp.

Gebrauchsinformation

Flüssige Verdünnung zur Injektion

Homöopathisches Arzneimittel der anthroposophischen Therapierichtung

Anwendungsgebiete:

Registriertes homöopathisches Arzneimittel der anthroposophischen Therapierichtung, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation.

Sollten die Beschwerden während der Anwendung des Arzneimittels fortbestehen, holen Sie bitte medizinischen Rat ein.

Gegenanzeigen:

Das Arzneimittel soll nicht angewendet werden, wenn Sie überempfindlich gegenüber Milchprotein oder dem Spendertiereiweiß sind und bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Mistelzuberei­tungen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise:

Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vor. Es sollte deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Wie alle Arzneimittel sollte Viscum/Bryonia comp. in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:

Keine bekannt.

Dosierung und Art der Anwendung:

Soweit nicht anders verordnet, 2-mal wöchentlich bis 1-mal täglich 1 ml subcutan injizieren. Die subcutane Injektion erfolgt in der Regel in den Oberschenkel oder in die Oberarmaußenseite bzw. in die Bauchregion. Nach Säuberung der Einstichstelle (z.B. durch Abreiben mit 70%igem Isopropylalkohol) eine Hautfalte bilden und die Injektionsnadel schräg einstechen. Den Spritzenstempel leicht zurückziehen. Sollte Blut erscheinen, wurde ein Blutgefäß getroffen. Die Injektion in diesem Fall an einer anderen Stelle wiederholen. Sollte kein Blut erscheinen, langsam injizieren, anschließend die Nadel herausziehen und auf die Einstichstelle kurz mit einem Tupfer drücken.

Es wird in jedem Fall empfohlen, die Injektionstechnik durch eine darin erfahrene Person zu erlernen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt.

Dauer der Anwendung:

Die Behandlung einer Erkrankung sollte nach 2 Wochen abgeschlossen sein. Tritt innerhalb dieses Zeitraumes keine Besserung ein, ist ein Arzt aufzusuchen. Die Dauer der Behandlung von chronischen Krankheiten erfordert eine Absprache mit dem Arzt.

Nebenwirkungen:

In seltenen Fällen können bei Unverträglichkeit gegen Mistel örtliche oder allgemeine allergische oder allergieähnliche Reaktionen wie Generalisierter Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschlag, Schwellung im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem), Schüttelfrost, Atemnot, Schock auftreten, die ein sofortiges Absetzen des Arzneimittels und ärztliche Behandlung erforderlich machen.

Das Arzneimittel enthält geringe Mengen an Milchprotein und kann deshalb allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website:

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Arzneimittel nach Ablauf des auf der Ampulle und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.

Zusammensetzung:

1 Ampulle enthält:

Wirkstoffe:

Bryonia cretica ferm 33b Dil. D3 0,1 g

Peritonaeum bovis Gl Dil. D5 (HAB, Vs. 41b) 0,1 g

Stannum metallicum Dil. D9 0,1 g

Viscum album (Mali) e planta tota ferm 34i Dil. D2 (HAB, Vs. 34i) 0,1 g

(Die Wirkstoffe werden über die letzten zwei Stufen gemeinsam potenziert.)

Sonstige Bestandteile:

Natriumchlorid, Natriumhydrogen­carbonat, Wasser für Injektionszwecke.

Enthält Milchprotein (aus Lactose).

10 Ampullen mit je 1 ml Flüssige Verdünnung zur Injektion

Pharmazeutischer Unternehmer/Hersteller:

WALA Heilmittel GmbH, 73085 Bad Boll/Eckwälden, DEUTSCHLAND

Tel. +49 (0)7164 930–0, Fax +49 (0)7164 930–297, ,

Stand: 02/2016

Aus der Natur für den Menschen

Öffnen der Ampulle:

Brechampulle ohne Feile öffnen:

1.) Roten Punkt nach oben halten.

2.) Ampulle mit leichtem Druck nach unten abknicken.

Fakten zu Viscum/Bryonia comp.

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoffe Bryonia cretica ferm 33b D3, Peritoneum bovis D5, Stannum metallicum D9, Viscum album e planta tota ferm D2
Darreichungsform Injektion
Art der Anwendung Injektion subkutan
Art des Arzneimittels Homöopathisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Natriumchlorid, Natriumhydrogencarbonat, Wasser für Injektionszwecke
Packungsgrößen 10 ml, 50 ml
Haltbarkeit 5 Jahre (ungeöffnete Packung)
Zulassung 2522688.00.00, seit 11.01.2006; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Wala-Heilmittel GmbH, 73087 Bad Boll/Eckwälden
Hersteller (Freigabe) Wala-Heilmittel GmbH (BS 1), Wala-Heilmittel GmbH
PZN 02420491

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2522688), Datensatz vom 15.09.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.