Info Patient

InoxGen 1000 ppm mol/mol Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
1000 ppm mol/mol
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - InoxGen 1000 ppm mol/mol Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet

1. Was ist InoxGen® und wofür wird es angewendet?

InoxGen® enthält Stickstoffmonoxid, ein Gas, das verwendet wird zur Behandlung von:

  • Neugeborenen mit Lungenversagen mit hohem Blutdruck in der Lunge. Dies wird auch als

    „hypoxisch respiratorische Insuffizienz“ bezeichnet. Beim Einatmen kann dieses Gasge-misch die Lungenzirkulation Ihres Babys unterstützen, indem es den Blutfluss durch die Lunge verbessert und so die Sauerstoffmenge, die ins Blut gelangt, erhöht.

  • Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, Alter 0 – 17 Jahre, sowie

    Erwachsenen mit hohem Blutdruck in der Lunge, im Zusammenhang mit einer Herz-operation. Dieses Gasgemisch kann die Herzfunktion verbessern und den Blutfluss durch die Lungen erhöhen, wodurch sich die Sauerstoffmenge, die ins Blut gelangt, erhöht.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von InoxGen® beachten?

InoxGen® darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie (als der Patient) oder Ihr Kind (als der Patient) allergisch gegen Stickstoff-monoxid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie (als der Patient) oder Ihr Kind (als der Patient)

    unter Kreislaufanomalien des Herzens leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Inhaliertes Stickstoffmonoxid ist unter Umständen nicht immer wirksam. Aus diesem Grund muss man gegebenenfalls für Sie oder Ihr Kind auch andere Behandlungsformen in Betracht ziehen.

Inhaliertes Stickstoffmonoxid kann die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren, beeinflussen. Dies wird anhand von Blutproben überprüft, und bei Bedarf muss die Dosierung des inhalierten Stickstoffmonoxids reduziert werden.

Stickstoffmonoxid kann mit Sauerstoff reagieren und Stickstoffdioxid bilden, das die Atem-wege reizen kann. Der Arzt wird die Menge des vorhandenen Stickstoffdioxids überwachen und bei erhöhten Werten die InoxGen®-Behandlung entsprechend anpassen (Dosierung reduzieren).

Inhaliertes Stickstoffmonoxid kann einen geringen, aber doch merklichen Einfluss auf die Blutplättchen (Thrombozyten, die Zellen, die die Blutgerinnung unterstützen) bei Ihnen bzw. Ihrem Kind ausüben. Achten Sie auf Anzeichen von Blutungen oder Blutergüssen. Wenn Sie Zeichen oder Symptome feststellen, die mit Blutungen zu tun haben könnten, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Es wurden Fälle von Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge bei der Anwendung von Stick-stoffmonoxid bei Patienten mit einer Erkrankung aufgrund einer blockierten oder verengten Vene in der Lunge berichtet. Wenn bei Ihnen (als Patient) oder Ihrem Kind (als Patient) Kurz-atmigkeit oder Atembeschwerden auftreten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt.

Eine Wirkung von inhaliertem Stickstoffmonoxid bei Neugeborenen mit nicht vollständig ausgebildetem Zwerchfell (einer so genannten „angeborenen Zwerchfellhernie“) ist nicht dokumentiert.

Bei Neugeborenen mit bestimmten angeborenen Fehlbildungen des Herzens kann inha-liertes Stickstoffmonoxid eine Verschlechterung des Kreislaufes bewirken.

Kinder

InoxGen® sollte bei Frühgeborenen mit einem Alter von < 34 Wochen ab Beginn der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Anwendung von InoxGen® zusammen mit anderen Arzneimitteln Der Arzt entscheidet, wann Sie bzw. Ihr Kind mit InoxGen® und anderen Arzneimitteln behandelt werden sollen und wird die Behandlung sorgfältig überwachen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie (als der Patient) oder Ihr Kind (als der Patient) andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Manche Arzneimittel haben Auswirkungen auf die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu trans-portieren; dazu gehören Prilocain (ein Lokalanästhetikum zur Schmerzstillung bei weniger schmerzhaften Eingriffen wie dem Vernähen einer Wunde oder bei geringfügigeren chirur-gischen oder diagnostischen Eingriffen) oder Nitroglycerin (zur Behandlung von Schmerzen im Brustraum). Wenn Sie bzw. Ihr Kind diese Arzneimittel einnehmen / anwenden, wird Ihr Arzt sorgfältig prüfen, ob das Blut ausreichend Sauerstoff transportieren kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Anwendung von InoxGen® während Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder be-absichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Nicht zutreffend.

3. Wie wird InoxGen® angewendet?

Der Arzt entscheidet, welche Dosierung von InoxGen® angemessen ist, und er wird Ihrer Lunge oder der Lunge Ihres Kindes InoxGen® über ein zur Abgabe dieses Gases bestimmtes System zuführen. Dieses Abgabesystem garantiert, dass die richtige Menge an Stickstoff-monoxid zugeführt wird, indem InoxGen® unmittelbar vor der Verabreichung mit einem Sauerstoff- / Luftgemisch verdünnt wird.

Um Ihre Sicherheit bzw. die Sicherheit Ihres Kindes zu gewährleisten, ist das zur Verabrei-chung von InoxGen® verwendete System mit Geräten ausgestattet, welche die an die Lunge abgegebenen Mengen von Stickstoffmonoxid, Sauerstoff und Stickstoffdioxid (eine chemi-sche Substanz, die sich bei der Mischung von Stickstoffmonoxid und Sauerstoff bildet) ständig messen.

Der Arzt entscheidet, wie lange Sie bzw. Ihr Kind mit InoxGen® behandelt werden sollen.

InoxGen® wird in einer Dosis von 10 – 20 ppm (parts per million; Teile von einer Million) verabreicht (Höchstdosis bei Kindern 20 ppm, bei Erwachsenen 40 ppm), die Sie bzw. Ihr Kind inhalieren. Hierbei wird versucht, die geringste wirksame Dosis zu finden. Die erforder-liche Dauer der Behandlung beträgt normalerweise etwa 4 Tage bei Neugeborenen mit Lungenversagen infolge von Bluthochdruck in der Lunge. Bei Kindern und Erwachsenen mit Bluthochdruck in der Lunge im Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen wird InoxGen® gewöhnlich 24 – 48 Stunden lang verabreicht. Jedoch kann die Behandlung mit InoxGen® auch länger dauern.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind mehr InoxGen® als vorgesehen erhalten

Das Einatmen von zu viel Stickstoffmonoxid kann die Fähigkeit des Blutes reduzieren, Sauerstoff zu transportieren. Dies wird anhand von Blutproben überprüft, und bei Bedarf muss gegebenenfalls die InoxGen®-Dosierung reduziert werden und dazu Arzneimittel wie Vitamin C oder Methylenblau gegeben oder gegebenenfalls eine Bluttransfusion durchge-führt werden, um die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes zu verbessern.

Wenn die Anwendung von InoxGen® abgebrochen wird

Die Behandlung mit InoxGen® darf nicht plötzlich abgebrochen werden. Bekanntermaßen tritt niedriger Blutdruck oder ein erneuter Anstieg des Drucks in der Lunge (Rebound-Effekt) auf, wenn die Behandlung mit InoxGen® plötzlich abgebrochen wird, ohne dass zuvor die Dosis reduziert wurde.

Am Ende der Behandlung wird der Arzt die verabreichte Menge von InoxGen® langsam reduzieren, damit der Blutkreislauf in den Lungen sich allmählich an Sauerstoff / Luft ohne InoxGen® anpassen kann. Es kann also 1 – 2 Tage dauern, bis Sie bzw. Ihr Kind die InoxGen®-Behandlung abgeschlossen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Der Arzt wird Sie bzw. Ihr Kind sorgfältig auf Nebenwirkungen untersuchen.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen der Behandlung mit InoxGen® (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten) zählen:

  • Niedrige Anzahl von Blutplättchen.

Zu den häufigen Nebenwirkungen der Behandlung mit InoxGen® (betrifft mehr als 1 von 100 Behandelten) zählen:

  • Niedriger Blutdruck, luftleere oder kollabierte Lunge.

Zu den Nebenwirkungen, die auftreten können, jedoch nur gelegentlich auftreten (betrifft 1 von 100 bis 1 von 1.000 Behandelten), zählen:

  • Anstieg des Methämoglobins und somit eine verringerte Fähigkeit des Blutes Sauerstoff zu transportieren.

Zu den Nebenwirkungen, die auftreten können, deren Häufigkeit jedoch nicht bekannt ist (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar), zählen:

  • Bradykardie (niedrige Herzfrequenz) oder reduzierter Sauerstoffgehalt des Blutes (Sauer-stoffentsättigung / Hypoxämie) aufgrund von plötzlichem Absetzen der Behandlung.
  • Kopfschmerzen, Schwindel, trockener Hals oder Atemnot nach versehentlichem Frei-setzen von Stickstoffmonoxid in die Umgebung (beispielsweise bei einer Undichtigkeit im Zylinder oder Abgabegerät).

Wenn bei Ihnen Kopfschmerzen in der Nähe Ihres Kindes auftreten, wenn es InoxGen® erhält, sollten Sie sofort das medizinische Fachpersonal informieren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Neben-wirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind, informieren Sie Ihren Arzt, selbst wenn Sie bzw. Ihr Kind das Krankenhaus bereits verlassen haben. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin-produkte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist InoxGen® aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Alle Anweisungen zur Handhabung der Druckbehältnisse müssen befolgt werden.

Die Druckbehältnisse vor Stößen, Umfallen, oxidierenden und entflammbaren Materialien, Feuchtigkeit, Wärme- oder Zündquellen schützen.

Die Druckbehältnisse bei Temperaturen zwischen -10 °C und +50 °C lagern.

Lagerung in der Apotheke

Die Druckbehältnisse sind an einem gut belüfteten, sauberen und verschlossenen Ort, der nur für die Aufbewahrung medizinischer Gase bestimmt ist, zu lagern. An diesem Aufbewah-rungsort sollte ein spezieller Platz für die Lagerung von Stickstoffmonoxid-Druckbehältnissen vorgesehen sein.

Lagerung in der medizinischen Abteilung

Die Druckbehältnisse sind an einem Ort aufzustellen, der mit entsprechendem Zubehör ausgestattet ist, um die Druckbehältnisse aufrecht stehend zu befestigen.

Die Druckbehältnisse in gut belüfteten Bereichen lagern.

Leere Druckbehältnisse sollten nicht weggeworfen werden; sie werden vom Lieferanten zurückgenommen.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was InoxGen® enthält

Der Wirkstoff ist Stickstoffmonoxid 400 ppm mol/mol bzw. 800 ppm mol/mol bzw. 1.000 ppm mol/mol.

Der sonstige Bestandteil ist Stickstoff.

Wie InoxGen® aussieht und Inhalt der Packung

Das Gas wird in einem Aluminium-Druckbehältnis, ausgestattet mit einem Edelstahl- oder Messingventil, bei einem Fülldruck von 150 bar und 15 °C, aufbewahrt. Das Volumen der Druckbehältnisse wird in Litern Wasser ausgedrückt:

2-Liter-Druckbehältnis mit 0,3 m3 Gas mit einem Gewicht von 0,34 kg. 5-Liter-Druckbehältnis mit 0,75 m3 Gas mit einem Gewicht von 0,85 kg. 10-Liter-Druckbehältnis mit 1,5 m3 Gas mit einem Gewicht von 1,7 kg. 20-Liter-Druckbehältnis mit 3,0 m3 Gas mit einem Gewicht von 3,4 kg. 40-Liter-Druckbehältnis mit 6,0 m3 Gas mit einem Gewicht von 6,8 kg. 50-Liter-Druckbehältnis mit 7,5 m3 Gas mit einem Gewicht von 8,5 kg.

Pharmazeutischer Unternehmer

Nippon Sanso Deutschland GmbH

Hans-Böckler-Str. 1

40476 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 2600-0

0800 / 7729247 (kostenfrei)

E-Mail: info.germany@eu.nipponsanso.com

Hersteller

Nippon Sanso España S.L.U. Nippon Sanso Pharma S.R.L. Calle Embajadores, 474 Via Martino Della Torre 16 28053 Madrid 28100 Novara (NO) Spanien Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland InoxGen® 400 / 800 / 1000 ppm mol/mol Gas zur medizinischen Anwen-dung, druckverdichtet Norwegen Inoxgen® 400 / 800 / 1000 ppm mol/mol medisinsk gass, komprimert Portugal InoxGEN® 400 / 800 / 1000 ppm mol/mol, gás medicinal comprimido Spanien InoxGen 400 / 800 / 1000 ppm mol/mol gas comprimido medicinal

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2026.

Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung

Persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN)

InoxGen® darf erst nach Optimierung der künstlichen Beatmung verabreicht werden. Die empfohlene Höchstdosis für InoxGen® beträgt 20 ppm und es wird empfohlen diese Dosis nicht zu überschreiten. Die maximale Dosierung kommt zustande basierend auf der Ansprechrate der Patienten.

InoxGen® sollte bei Säuglingen angewendet werden, die erwartungsgemäß > 24 Stunden künstlich beatmet werden müssen. Bei möglichst schnellem Beginn und innerhalb von 4 – 24 Therapiestunden sollte die Dosis auf 5 ppm verringert werden, vorausgesetzt, die arterielle Oxygenierung ist bei dieser niedrigen Dosis adäquat.

Die Therapie mit inhaliertem Stickstoffmonoxid sollte auf einer Dosis von 5 ppm beibehalten werden, bis eine Verbesserung in der Oxygenierung des Neugeborenen eintritt, wie z. B. eine FiO2 (Fraktion des eingeatmeten Sauerstoffs) < 0,60.

Die Behandlung kann bis zu 96 Stunden aufrechterhalten werden oder bis die zugrunde liegende Sauerstoffuntersättigung beendet ist und das Neugeborene für die Entwöhnung von der InoxGen®-Therapie bereit ist. Die Dauer der Therapie variiert, üblicherweise liegt sie aber unter 4 Tagen.

Entwöhnung

Wenn die Unterstützung durch das Beatmungsgerät erheblich vermindert wurde, spätestens aber nach 96 Therapiestunden, sollte versucht werden das Neugeborene von InoxGen® zu entwöhnen.

Nach der Entscheidung zum Abbruch der Therapie mit inhaliertem Stickstoffmonoxid wird die Dosis für 30 Minuten bis 60 Minuten auf 1 ppm reduziert. Wenn sich während der Verabrei-chung von InoxGen® mit einer Dosis von 1 ppm keine Veränderung in der Oxygenierung ergibt, wird die FiO2 um 10 % erhöht, die Zugabe von InoxGen® abgebrochen und das Neu-geborene sorgfältig auf Anzeichen von Hypoxämie überwacht. Sinkt die Oxygenierung um > 20 %, wird die Therapie mit InoxGen® mit einer Dosis von 5 ppm wieder aufgenommen, und ein erneuter Abbruch der InoxGen®-Therapie sollte nach 12 bis 24 Stunden versucht werden.

Pulmonale Hypertonie im Zusammenhang mit einer Herzoperation

InoxGen® darf erst nach Optimierung der konservativen Beatmung angewendet werden. Neugeborene, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche, im Alter von 0 – 17 Jahren: Die Anfangs-dosis von inhaliertem Stickstoffmonoxid beträgt 10 ppm (parts per million) Inhalationsgas. Die Dosis kann auf 20 ppm erhöht werden, wenn mit der geringeren Dosis keine ausreichen-den klinischen Wirkungen erzielt werden. Es sollte die niedrigste wirksame Dosis angewen-det werden und die Dosis auf 5 ppm verringert werden, vorausgesetzt, dass der Pulmonal-arteriendruck und die systemische arterielle Oxygenierung bei dieser niedrigen Dosis adäquat bleiben.

Erwachsene: Die Anfangsdosis von inhaliertem Stickstoffmonoxid beträgt 20 ppm (parts per million) Inhalationsgas. Die Dosis kann auf 40 ppm erhöht werden, wenn mit der geringeren Dosis keine ausreichenden klinischen Wirkungen erzielt werden. Es sollte die niedrigste wirk-same Dosis angewendet werden und die Dosis auf 5 ppm verringert werden, vorausgesetzt, dass der Pulmonalarteriendruck und die systemische arterielle Oxygenierung bei dieser niedrigen Dosis adäquat bleiben. Falls sich nach einem 30-minütigen Therapieversuch keine positiven physiologischen Wirkungen zeigen, sollte ein Absetzen der Behandlung erwogen werden.

Bei Kindern und Erwachsenen mit Bluthochdruck in der Lunge im Zusammenhang mit herz-chirurgischen Eingriffen wird InoxGen® gewöhnlich 24 – 48 Stunden lang verabreicht. Jedoch kann die Behandlung mit InoxGen® auch länger dauern.

Entwöhnung

Sobald sich die Hämodynamik in Verbindung mit einer Entwöhnung von Beatmungsgerät und inotroper Unterstützung stabilisiert hat, sollte eine Entwöhnung von InoxGen® versucht werden. Die Dosis ist für 30 Minuten unter engmaschiger Beobachtung des systemischen und zentralen Drucks auf 1 ppm zu verringern und anschließend abzusetzen. Wenn der Patient unter einer niedrigeren InoxGen®-Dosis stabil ist, sollte mindestens alle 12 Stunden eine Entwöhnung versucht werden.

Anweisungen zum Gebrauch / zur Handhabung von InoxGen®

Alle Geräte, einschließlich der Verbindungsstücke, Schläuche und Kreisläufe, die zur Verab-reichung von Stickstoffmonoxid verwendet werden, müssen aus Gas-kompatiblen Materia-lien bestehen.

Unter dem Korrosionsaspekt kann das Abgabesystem in zwei Zonen unterteilt werden:

  1. 1) Vom Druckbehältnisventil zum Befeuchter (Trockengas) und
  2. 2) vom Befeuchter zum Ausgang (feuchtes Gas, das NO2 enthalten kann).

Tests zeigen, dass trockene Stickstoffmonoxid-Gemische mit den meisten Materialien ver-wendet werden können. Die Anwesenheit von Stickstoffdioxid und Feuchtigkeit verursacht jedoch eine aggressive Atmosphäre.

Unter den metallischen Werkstoffen kann nur Edelstahl empfohlen werden. Zu den unter-suchten Polymeren, die für Stickstoffmonoxid-Verabreichungssysteme verwendet werden können, gehören Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP). Butylkautschuk, Polyamid und Polyurethan dürfen nicht gleichzeitig verwendet werden. Polytrifluorchlorethylen, Hexafluor-propen-Vinyliden-Copolymer und Polytetrafluorethylen wurden umfangreich mit reinem Stick-stoffmonoxid und anderen korrosiven Gasen eingesetzt. Diese Materialien wurden als so inert angesehen, dass keine Tests erforderlich waren.

Zur Vermeidung von Unfällen müssen folgende Anweisungen unbedingt beachtet werden:

  • Der einwandfreie Zustand des Materials muss vor Gebrauch überprüft werden.
  • Die Druckbehältnisse müssen sicher befestigt werden, um ein Umfallen zu verhindern.
  • Das Ventil darf nicht gewaltsam geöffnet werden.
  • Druckbehältnisse, deren Ventil nicht durch eine Kappe oder eine Hülle geschützt ist, dürfen nicht verwendet werden.
  • Eine spezielle Verbindung, die für den medizinischen Gebrauch bestimmt ist und den gültigen Richtlinien entspricht und ein Druckregler, der einen Druck zulässt, der zumindest das 1,5-fache des maximalen Betriebsdruckes (200 bar) des Druckbehältnisses beträgt, sollte verwendet werden.
  • Der Druckregler sollte vor jedem neuen Gebrauch mit einer Stickstoff-Stickstoffmonoxid-

    Mischung gespült werden, um eine Inhalation von Stickstoffdioxid auszuschließen.

  • Defekte Ventile dürfen nicht repariert werden.
  • Der Druckregler darf nicht mit einer Zange angezogen werden, weil dadurch die Dichtung zerstört werden kann.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 2201589.00.00 · ENR 2201589

Stand der Information laut Text: 04/2026

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu InoxGen 1000 ppm mol/mol Gas zur medizinischen Anwendung, druckverdichtet

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Stickstoffmonoxid 1000 ppm mol/mol
Darreichungsform Inhalation
Art der Anwendung Endotracheopulmonale Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Stickstoff
Packungsgrößen 0,75 m³, 1,5 m³, 3 m³, 6 m³, 7,5 m³
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen; Aufrecht lagern; Lagerung und Transport: Aufrecht lagern; um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
ATC-Klassifikation
  1. R Respirationstrakt
    1. R07 Andere Mittel für den Respirationstrakt
      1. R07A Andere Mittel für den Respirationstrakt
        1. R07AX Andere Mittel für den Respirationstrakt
          1. R07AX01 Stickoxid
Zulassung 2201589.00.00, seit 31.03.2023; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Nippon Sanso Deutschland GmbH, 40476 Düsseldorf
Hersteller (Freigabe) Nippon Gases Espana SL (BS 7) Beiname laut HR: Nippon Gases Espana SLU

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2201589), Datensatz vom 30.09.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.