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Midazolam Troikaa 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Status:
Verschreibungspflichtig Fakten
Stärke:
5 mg/ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Midazolam Troikaa 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Midazolam Eignapharma 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml der Lösung zur Injektion oder Infusion enthält 5 mg Midazolam

Jede 3-ml-Ampulle enthält 15 mg Midazolam

Jede 10-ml-Ampulle enthält 50 mg Midazolam

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Midazolam Eignapharma enthält 1,96 mg Natrium (als Natriumchlorid) pro ml Lösung zur Injektion oder Infusion. Jede 3-ml- bzw. 10-ml-Ampulle enthält 5,88 mg bzw. 19,6 mg Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektions-/Infusionslösung

Klare, farblose bis hellgelbe Lösung

pH-Wert: 2,9 bis 3,7

Osmolalität: 170 bis 230 mOsm/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Midazolam Eignapharma ist ein kurzwirksames, schlafinduzierendes Arzneimittel mit folgenden Indikationen:

Bei Erwachsenen:

  • Analgosedierung vor und während diagnostischer Verfahren oder therapeutischer Eingriffe mit oder ohne Lokalanästhesie
  • Allgemeinanästhesie

    • Prämedikation vor Einleitung einer Allgemeinanästhesie
    • Einleitung einer Allgemeinanästhesie
    • sedierende Komponente einer Kombinationsanästhesie
  • Sedierung auf der Intensivstation

Bei Kindern:

  • Analgosedierung vor und während diagnostischer Verfahren oder therapeutischer Eingriffe mit oder ohne Lokalanästhesie
  • Allgemeinanästhesie

    • Prämedikation vor Einleitung einer Allgemeinanästhesie
  • Sedierung auf der Intensivstation.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Standarddosierung

Midazolam ist ein stark wirksames Beruhigungsmittel, das eine einschleichende Dosierung und langsame Anwendung erfordert. Eine Dosistitrationsphase ist sehr zu empfehlen, um den gewünschten Sedierungsgrad entsprechend dem klinischen Bedarf, Allgemeinzustand, Alter und Begleitmedikation zu erzielen. Bei Erwachsenen über 60 Jahren, bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand oder chronischer Erkrankung und bei Kindern sollte die Dosis vorsichtig und unter Berücksichtigung der Risikofaktoren für den einzelnen Patienten festgelegt werden.

In der folgenden Tabelle sind Standarddosierungen aufgeführt. Weitere Einzelheiten sind dem Text im Anschluss an die Tabelle zu entnehmen.

IndikationErwachsene < 60 J.Erwachsene ≥ 60 J. / geschwächte oder chronisch kranke PatientenKinder
Analgosedierun g

i.v.

Anfangsdosis: 2–2,5 mg

Titrationsdosis: 1 mg

Gesamtdosis: 3,5–7,5 mg

i.v.

Anfangsdosis: 0,5–1 mg

Titrationsdosis: 0,5–1 mg Gesamtdosis: < 3,5 mg

i.v. bei Patienten von 6 Monaten bis 5 Jahren

Anfangsdosis: 0,05–0,1 mg/kg

Gesamtdosis: < 6 mg i.v. bei Patienten von

6–12 Jahren

Anfangsdosis: 0,025–0,05 mg/kg

Gesamtdosis: < 10 mg rektal bei Patienten > 6 Monate

0,3–0,5 mg/kg i.m. bei Patienten von

1–15 Jahren

0,05–0,15 mg/kg

Prämedikation zur Allgemeinanästhesie

i.v.

1–2 mg wiederholt

i.m.

0,07–0,1 mg/kg

i.v.

Anfangsdosis: 0,5 mg

ggf. einschleichende Dosierung

i.m.

0,025–0,05 mg/kg

rektal bei Patienten > 6 Monate

0,3–0,5 mg/kg i.m. bei Patienten von

1–15 Jahren

0,08–0,2 mg/kg

Einleitung einer Allgemein anästhesie

i.v.

0,15–0,2 mg/kg

(0,3–0,35 mg/kg ohne Prämedikation)

i.v.

0,05–0,15 mg/kg

(0,15–0,3 mg/kg

ohne Prämedikation)

Sedierende Komponente einer Kombinationsanästhesie

i.v.

intermittierende Dosierung mit 0,03–0,1 mg/kg

oder Dauerinfusion mit 0,03–0,1 mg/kg/h

i.v.

Dosierung niedriger als bei Erwachsenen <60 Jahre empfohlen

Sedierung auf der Intensivstation

i.v.

Aufsättigungsdosis: 0,03–0,3 mg/kg in Schritten

von 1–2,5 mg

Erhaltungsdosis: 0,03-0,2 mg/kg/h

i.v. bei Neugeborenen mit Gestationsalter ≤ 32 Wochen

0,03 mg/kg/h

i.v. bei Neugeborenen mit Gestationsalter > 32 Wochen und Kindern bis 6 Monate

0,06 mg/kg/h

i.v. bei Patienten > 6 Monate

Aufsättigungsdosis:

0,05–0,2 mg/kg

Erhaltungsdosis:

0,06–0,12 mg/kg/h

Dosierung für Analgosedierung

Für die Analgosedierung vor diagnostischen oder operativen Eingriffen wird Midazolam intravenös angewendet.

Die Dosierung muss individuell eingestellt und eingeschlichen werden und die Anwendung sollte nicht als schnelle oder Einzelbolusinjektion erfolgen.

Je nach körperlichem Zustand des Patienten und dem genauen Anwendungsmodus (z. B. Anwendungsgeschwindigkeit, angewendete Menge) kann der Eintritt der Sedierung individuell unterschiedlich erfolgen.

Falls erforderlich können anschließend weitere Dosen individuell nach Bedarf gegeben werden.

Der Wirkungseintritt erfolgt etwa 2 Minuten nach der Injektion. Die maximale Wirkung wird nach etwa 5 bis 10 Minuten erreicht.

Erwachsene

Die intravenöse Injektion von Midazolam sollte langsam mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 mg in 30 Sekunden vorgenommen werden.

Bei Erwachsenen unter 60 Jahren wird die Anfangsdosis von 2 bis 2,5 mg 5 bis 10 Minuten vor dem Eingriff angewendet. Je nach Bedarf können weitere Dosen von 1 mg angewendet werden.

Die Gesamtdosen betragen im Mittel zwischen 3,5 und 7,5 mg. Eine höhere Dosis als 5 mg ist meist nicht erforderlich.

Bei Erwachsenen über 60 Jahre sowie bei geschwächten oder chronisch kranken Patienten ist mit der Anwendung einer Dosis von 0,5 bis 1 mg 5 bis 10 Minuten vor Beginn des Eingriffs zu beginnen. Je nach Bedarf können weitere Dosen von 0,5 bis 1 mg angewendet werden. Da bei diesen Patienten der maximale Effekt ggf. langsamer erreicht wird, ist zusätzliches Midazolam sehr langsam und sorgfältig zu titrieren. Eine höhere Gesamtdosis als 3,5 mg ist meist nicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Intravenöse Anwendung: Midazolam sollte langsam bis zum Erreichen der gewünschten klinischen Wirkung titriert werden. Die Anfangsdosis Midazolam ist über einen Zeitraum von 2 bis 3 Minuten zu geben.

Eine Wartezeit von weiteren 2 bis 5 Minuten ist erforderlich, um die sedierende Wirkung vor Einleitung eines Eingriffs oder einer weiteren Dosisgabe ausreichend einschätzen zu können.

Ist eine weitere Sedierung erforderlich, so ist in kleinen Dosisschritten bis zur Erreichung des gewünschten Sedierungsgrads fortzufahren.

Säuglinge und Kinder unter 5 Jahren benötigen möglicherweise wesentlich höhere Dosen (mg/kg) als ältere Kinder und Erwachsene.

  • Kinder im Alter von unter 6 Monaten: Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für eine Obstruktion der Atemwege und Hypoventilation. Daher wird die Anwendung einer Analgosedierung bei Kindern unter 6 Monaten nicht empfohlen.
  • Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren: Anfangsdosis 0,05 bis 0,1 mg/kg. Eine Gesamtdosis von bis zu 0,6 mg/kg kann bis zur Erreichung des gewünschten Endpunktes erforderlich sein, die Gesamtdosis darf jedoch insgesamt 6 mg nicht überschreiten. Höhere Dosierungen können die Sedierung verlängern und das Risiko einer Hypoventilation bedingen.
  • Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren: Anfangsdosis 0,025 bis 0,05 mg/kg. Eine Gesamtdosis von bis zu 0,4 mg/kg bis zu einem Maximum von 10 mg kann erforderlich sein. Höhere Dosierungen können die Sedierung verlängern und das Risiko einer Hypoventilation bedingen.
  • Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren: Dosierung wie bei Erwachsenen.

Rektale Anwendung: Die Gesamtdosis Midazolam liegt gewöhnlich zwischen 0,3 und 0,5 mg/kg. Die rektale Anwendung der Lösung wird mit einem am Ende der Spritze befestigten Kunststoffapplikator durchgeführt. Ist das zu applizierende Volumen zu gering, kann die Lösung mit Wasser auf bis zu 10 ml aufgefüllt werden. Die Gesamtdosis wird auf einmal appliziert, mehrfache rektale Gaben sind zu vermeiden.

Die Anwendung bei Kindern unter 6 Monaten wird nicht empfohlen, da nur begrenzte Daten für diese Population verfügbar sind.

Intramuskuläre Anwendung: Die anzuwendenden Dosen liegen zwischen 0,05 und 0,15 mg/kg. Eine höhere Dosis als 10,0 mg ist meist nicht erforderlich. Diese Anwendungsart ist nur in Ausnahmefällen zu wählen. Die rektale Anwendung ist der intramuskulären Injektion vorzuziehen, da diese Art der Anwendung schmerzhaft ist.

Bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg wird von der Verwendung von Midazolamlösungen mit einer Konzentration von mehr als 1 mg/ml abgeraten. Höhere Konzentrationen sind auf 1 mg/ml zu verdünnen.

Dosierung für Prämedikation der Allgemeinanästhesie

Eine Prämedikation mit Midazolam kurz vor einem Eingriff bewirkt eine Sedierung (Auslösen von Schläfrigkeit oder Benommenheit und Angstlösung), Muskelentspannung und anterograde Amnesie.

Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam und Anticholinergika ist möglich.

Bei dieser Indikation ist Midazolam intravenös oder tief intramuskulär in einen großen Muskel, 20 bis 60 Minuten vor Einleitung der Allgemeinanästhesie bzw. bei Kindern vorzugsweise rektal (siehe unten) zu anzuwenden.

Die Patienten müssen nach der Prämedikation entsprechend beobachtet werden, da die Empfindlichkeit einzelner Patienten unterschiedlich sein kann und Symptome einer Überdosierung auftreten können.

Erwachsene

Zur präoperativen Sedierung und zur Abschwächung des Erinnerungsvermögens an präoperative Ereignisse wird für Erwachsene mit einem ASA-Status von I und II und einem Alter von weniger als 60 Jahren eine Dosis von 1 bis 2 mg intravenös (bei Bedarf wiederholt) oder 0,07 bis 0,1 mg/kg intramuskulär empfohlen.

Bei Erwachsenen über 60 Jahre sowie bei geschwächten oder chronisch kranken Patienten ist die Dosis zu reduzieren und individuell anzupassen. Die empfohlene intravenöse Anfangsdosis beträgt 0,5 mg, die langsam entsprechend der Bedürfnisse auftitriert werden sollte. Die empfohlene intramuskuläre Dosis beträgt 0,025 bis 0,05 mg/kg, die übliche Dosierung beträgt 2 bis 3 mg. Bei einer Begleitmedikation mit Anästhetika ist die Dosierung von Midazolam zu reduzieren.

Kinder und Jugendliche

Neugeborene und Kinder bis 6 Monate:

Die Anwendung bei Kindern jünger als 6 Monaten wird nicht empfohlen, da nur begrenzte Daten verfügbar sind.

Kinder über 6 Monate

Rektale Anwendung: Die Gesamtdosis Midazolam, die im Normalfall 0,3 bis 0,5 mg/kg beträgt, ist 15 bis 30 Minuten vor der Einleitung der Allgemeinanästhesie anzuwenden.

Die rektale Anwendung der Lösung wird mit einem am Ende der Spritze befestigten Kunststoffapplikator durchgeführt. Ist das zu applizierende Volumen zu gering, kann die Lösung mit Wasser auf bis zu 10 ml aufgefüllt werden.

Intramuskuläre Anwendung: Da die intramuskuläre Injektion für die Patienten schmerzhaft ist, sollte sie nur in Ausnahmefällen gewählt werden. Vorzuziehen ist eine rektale Verabreichung. Ein Dosisbereich von 0,08 bis 0,2 mg/kg intramuskulär appliziertem Midazolam hat sich jedoch als sicher und wirksam erwiesen.

Bei Kindern im Alter von 1 bis 15 Jahren sind im Verhältnis zum Körpergewicht proportional höhere Dosen erforderlich als bei Erwachsenen.

Bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg wird von der Verwendung von Midazolamlösungen mit einer Konzentration von mehr als 1 mg/ml abgeraten. Höhere Konzentrationen sind auf 1 mg/ml zu verdünnen.

Einleitung der Allgemeinanästhesie

Erwachsene

Wird Midazolam zur Einleitung einer Allgemeinanästhesie vor anderen Anästhetika angewendet, so ist das Ansprechen der einzelnen Patienten unterschiedlich. Die Dosis ist bis zur gewünschten Wirkung je nach Alter und klinischem Zustand des Patienten zu titrieren.

Soll die Allgemeinanästhesie mit Midazolam vor oder zusammen mit der Gabe von anderen intravenösen oder Inhalationsanästhetika eingeleitet werden, so ist die Anfangsdosis der einzelnen Wirkstoffe deutlich zu reduzieren, in einigen Fällen bis auf 25 % der üblichen Anfangsdosis der einzelnen Wirkstoffe.

Der gewünschte Anästhesiegrad wird durch eine schrittweise Titration erreicht. Die intravenöse Einleitungsdosis Midazolam sollte allmählich und schrittweise verabreicht werden, wobei jeder Dosisschritt von maximal 5 mg über 20 bis 30 Sekunden, mit einem Zeitintervall von 2 Minuten zwischen den einzelnen Dosisschritten, injiziert wird.

  • Bei Erwachsenen unter 60 Jahren mit Prämedikation reicht in der Regel eine intravenöse Dosis von 0,15 bis 0,2 mg/kg aus.
  • Bei Patienten unter 60 Jahren ohne Prämedikation kann die Dosis höher sein (0,3 bis 0,35 mg/kg intravenös). Falls für eine vollständige Narkoseeinleitung notwendig, können die einzelnen Dosisschritte etwa 25 % der Anfangsdosis des Patienten betragen. Alternativ kann die Einleitung der Allgemeinanästhesie mit Inhalationsanästhetika abgeschlossen werden. Bei schlechtem Ansprechen kann die Dosis zur Einleitung der Allgemeinanästhesie bis zu 0,6 mg/kg betragen, nach solch hohen Dosen kann sich jedoch die Aufwachphase verlängern.
  • Bei Erwachsenen über 60 Jahre sowie bei geschwächten oder chronisch kranken Patienten mit Prämedikation muss die Dosis deutlich reduziert werden, z. B. auf 0,05 bis 0,15 mg/kg intravenös über 20 bis 30 Sekunden, wobei bis zum Wirkungseintritt 2 Minuten vergehen können.
  • Bei Erwachsenen über 60 Jahre ohne Prämedikation ist gewöhnlich eine größere Menge Midazolam zur Einleitung erforderlich. Empfohlen wird eine Anfangsdosis von 0,15 bis 0,3 mg/kg. Bei Patienten ohne Prämedikation mit schweren systemischen Erkrankungen oder anderen Schwächezuständen ist die zur Einleitung benötigte Midazolamdosis üblicherweise niedriger. Eine Anfangsdosis von 0,15 bis 0,25 mg/kg reicht hier gewöhnlich aus.

Sedierende Komponente bei Kombinationsanästhesie

Erwachsene

Midazolam kann bei der Kombinationsanästheis als sedierende Komponente entweder in Form weiterer intermittierender kleiner intravenöser Dosen (Dosisbereich 0,03 bis 0,1 mg/kg) oder als intravenöse Midazolam-Dauerinfusion (Dosisbereich 0,03 bis 0,1 mg/kg/h) typischerweise in Kombination mit Analgetika verabreicht werden. Die Dosis und die Dosierungsintervalle richten sich nach dem Ansprechen des einzelnen Patienten.

Bei Erwachsenen über 60 Jahren sowie bei geschwächten oder chronisch kranken Patienten sind niedrigere Erhaltungsdosen erforderlich.

Sedierung auf der Intensivstation

Der gewünschte Sedierungsgrad wird durch schrittweise Dosistitration von Midazolam mit nachfolgender Dauerinfusion oder intermittierender Bolusgabe erreicht und richtet sich nach klinischem Bedarf, körperlichem Zustand, Alter und Begleitmedikation (siehe Abschnitt 4.5).

Erwachsene

Intravenöse Aufsättigungsdosis: 0,03 bis 0,3 mg/kg sind langsam und schrittweise anzuwenden. Jeder Dosisschritt von 1 bis 2,5 mg wird über einen Zeitraum von 20 bis 30 Sekunden injiziert, zwischen den einzelnen Dosisschritten sollten 2 Minuten liegen.

Bei Patienten mit Hypovolämie, Vasokonstriktion oder Hypothermie ist die Aufsättigungsdosis zu reduzieren oder ganz wegzulassen.

Wird Midazolam mit anderen potenten Analgetika appliziert, sollten diese zuerst angewendet werden, damit die sedierende Wirkung von Midazolam sicher zu der durch diese Analgetika ausgelösten Sedierung addiert werden kann.

Intravenöse Erhaltungsdosis: Die Dosis kann in einem Bereich von 0,03 bis 0,2 mg/kg/h liegen.

Bei Patienten mit Hypovolämie, Vasokonstriktion oder Hypothermie ist die Erhaltungsdosis zu reduzieren. Der Sedierungsgrad ist regelmäßig zu beurteilen.

Bei langfristiger Sedierung kann sich eine Gewöhnung einstellen und die Dosis muss dann unter Umständen erhöht werden.

Neugeborene und Kinder bis 6 Monate

Midazolam sollte als intravenöse Dauerinfusion gegeben werden, wobei die Anfangsdosis bei Neugeborenen mit einem Gestationsalter ≤ 32 Wochen 0,03 mg/kg/h (0,5 µg/kg/min) bzw. bei Neugeborenen mit einem Gestationsalter > 32 Wochen und Kindern bis zu einem Alter von 6 Monaten 0,06 mg/kg/h (1 µg/kg/min) betragen sollte.

Bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Kindern bis zu einem Alter von 6 Monaten wird eine intravenöse Aufsättigungsdosis zum Erreichen therapeutischer Plasmaspiegel nicht empfohlen. Die Infusionsgeschwindigkeit sollte vorzugsweise in den ersten Stunden erhöht werden. Die Infusionsgeschwindigkeit ist, vor allem nach den ersten 24 Stunden, wiederholt und sorgfältig engmaschig zu beurteilen, damit die niedrigste wirksame Dosis angewendet wird und die Möglichkeit einer Anreicherung des Arzneimittels verringert wird.

Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung müssen sorgfältig überwacht werden.

Kinder über 6 Monate

Bei intubierten und beatmeten Kindern ist eine Aufsättigungsdosis von 0,05 – 0,2 mg/kg langsam intravenös über mindestens 2 bis 3 Minuten zur Erreichung der gewünschten klinischen Wirkung anzuwenden. Midazolam darf nicht rasch intravenös angewendet werden. Auf die Aufsättigungsdosis folgt eine intravenöse Dauerinfusion mit 0,06 bis 0,12 mg/kg/h (1 bis 2 μg/kg/min). Die Infusionsgeschwindigkeit kann bei Bedarf erhöht oder reduziert werden (gewöhnlich um ein Viertel der anfänglichen oder darauffolgenden Infusionsgeschwindigkeit). Ebenso ist es möglich, zur Erhöhung oder Aufrechterhaltung des gewünschten Effekts zusätzliche Midazolamdosen intravenös anzuwenden.

Bei Einleitung einer Midazolaminfusion bei kreislaufgeschwächten Patienten ist die übliche Aufsättigungsdosis in kleinen Schritten zu titrieren und der Patient auf hämodynamische Instabilitäten wie z. B. Hypotonie zu überwachen. Diese Patienten sind auch anfällig für die atemdepressiven Wirkungen von Midazolam und benötigen eine sorgfältige Überwachung von Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung.Bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Kindern mit einem Körpergewicht unter 15 kg sollte die Konzentration der Midazolamlösung 1 mg/ml nicht überschreiten. Höhere Konzentrationen sind auf 1 mg/ml zu verdünnen.

Anwendung bei besonderen Patientengruppen

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen kann Midazolam eine stärkere und länger anhaltende Sedierung einschließlich klinisch relevanter Atem- und kardiovaskulärer Depression hervorrufen.

Bei dieser Patientengruppe muss Midazolam sorgfältig dosiert und bis zum Erreichen der gewünschten Wirkung titriert werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei Patienten mit Nierenversagen (Creatinin-Clearance < 10 ml/min) entspricht die Pharmakokinetik von ungebundenem Midazolam nach einer intravenösen Einzeldosis der von gesunden Probanden. Nach längerer Infusion bei Patienten auf der Intensivstation war die mittlere Dauer der sedierenden Wirkung bei Patienten mit Nierenversagen jedoch deutlich erhöht. Dies ist wahrscheinlich auf die Anreicherung von 1' Hydroxymidazolam-Glucuronid zurückzuführen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Leberfunktionsstörungen verringern die Clearance von intravenös verabreichtem Midazolam und erhöhen so die terminale Halbwertszeit. Aus diesem Grund kann sich die klinische Wirkung verstärken und verlängern. Die erforderliche Dosis Midazolam kann ggf. reduziert werden und die Vitalparameter sollten entsprechend überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Siehe oben und Abschnitt 4.4.

Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die intravenöse Anwendung, die intramuskuläre Anwendung und die rektale Anwendung gemäß den oben genannten Anweisungen bestimmt.

Anweisungen zur Verdünnung des Arzneimittels mit Infusionslösungen vor der Anwendung finden siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Midazolam, Benzodiazepine oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • Analgosedierung bei Patienten mit schwerer respiratorischer Insuffizienz oder akuter Atemdepression.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Midazolam darf nur von erfahrenen Ärzten angewendet werden, die auch über eine vollständige Einrichtung zur Überwachung und Unterstützung der Atem- und Herzkreislauf-Funktion verfügen, sowie von Personen, die besonders in der Erkennung und Behandlung von erwarteten unerwünschten Ereignissen einschließlich respiratorischer und kardialer Reanimation geschult wurden.

Schwere kardiorespiratorische Nebenwirkungen wurden berichtet, u. a. Atemdepression, Apnoe sowie Atem- und/oder Herzstillstand. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens solcher lebensbedrohlichen Ereignisse ist höher, wenn die Injektion zu rasch erfolgt oder eine hohe Dosis angewendet wird (siehe Abschnitt 4.8).

Der Einsatz von Benzodiazepinen zur Primärbehandlung von psychotischen Erkrankungen wird nicht empfohlen.

Besondere Vorsicht ist bei der Analgosedierung bei Patienten mit beeinträchtigter Atemfunktion erforderlich.

Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für Atemwegsobstruktion und Hypoventilation. Deshalb ist es in diesen Fällen unbedingt erforderlich, dass die Dosis in kleinen Schritten bis zum Eintreten der klinischen Wirkung erhöht wird und Atemfrequenz sowie Sauerstoffsättigung sorgfältig überwacht werden.

Bei Anwendung von Midazolam zur Prämedikation muss der Patient nach Anwendung des Arzneimittels entsprechend beobachtet werden, da die Empfindlichkeit einzelner Patienten unterschiedlich sein kann und Symptome einer Überdosierung auftreten können.

Besondere Vorsicht ist bei der Gabe von Midazolam bei Risikopatienten geboten:

  • Erwachsene über 60 Jahre
  • chronisch kranke oder geschwächte Patienten, z. B.
  • Patienten mit chronischer respiratorischer Insuffizienz
  • Patienten mit chronischem Nierenversagen
  • Patienten mit Leberfunktionsstörungen (bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung können Benzodiazepine eine Enzephalopathie auslösen oder verstärken)
  • Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion
  • Kinder und Jugendliche, vor allem jene mit kardiovaskulärer Instabilität

Die Dosierung bei diesen Risikopatienten muss niedriger sein (siehe Abschnitt 4.2). Außerdem müssen sie ständig auf frühe Anzeichen von Änderungen der Vitalfunktionen überwacht werden.

Wie bei allen Substanzen mit zentralnervös dämpfenden bzw. muskelrelaxierenden Eigenschaften ist besondere Vorsicht geboten, wenn Midazolam bei Patienten mit Myasthenia gravis angewendet wird.

Gewöhnung

Es liegen Berichte über einen gewissen Wirksamkeitsverlust vor, wenn Midazolam zur Langzeitsedierung auf Intensivstationen angewendet wurde.

Abhängigkeit

Wenn Midazolam zur Langzeitsedierung auf einer Intensivstation angewendet wird, so ist an die mögliche Entwicklung einer körperlichen Abhängigkeit von Midazolam zu denken. Das Abhängigkeitsrisiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Es ist ebenfalls erhöht bei Patienten mit Alkohol- bzw. Drogenmissbrauch in der Anamnese (siehe Abschnitt 4.8).

Entzugserscheinungen

Bei längerfristiger Behandlung mit Midazolam auf der Intensivstation kann sich eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Deshalb führt ein plötzliches Absetzen der Behandlung zu Entzugserscheinungen. Folgende Symptome können auftreten: Kopfschmerzen, Diarrhoe, Muskelschmerz, extreme Angst, Anspannung, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Halluzinationen und Konvulsionen. In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: Depersonalisation, taubes Gefühl und Kribbeln der Extremitäten, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Körperkontakt. Da die Gefahr von Entzugserscheinungen nach einem plötzlichen Absetzen der Behandlung größer ist, wird eine allmähliche Reduzierung der Dosis empfohlen.

Amnesie

Therapeutische Dosen können – mit steigendem Risiko bei höherer Dosis – eine anterograde Amnesie auslösen, deren Dauer direkt proportional zur angewendeten Dosis ist (häufig ist dies sogar sehr erwünscht, z. B. vor und während operativer und diagnostischer Eingriffe). Bei ambulanten Patienten, die nach einem Eingriff entlassen werden sollen, kann eine länger anhaltende Amnesie problematisch sein. Nach parenteraler Anwendung von Midazolam sollten die Patienten deshalb nur in Begleitung aus dem Krankenhaus oder der ärztlichen Praxis entlassen werden.

Paradoxe Reaktionen

Paradoxe Reaktionen wie z. B. Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Reizbarkeit, unwillkürliche Bewegungen (einschließlich tonisch-klonischer Krämpfe und Muskeltremor), Hyperaktivität, Feindseligkeit, Wahn, Ärger, Aggressivität, Angst, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen, paroxysmale Erregung und Übergriffe wurden unter Midazolam berichtet. Diese Reaktionen können unter hohen Dosen und/oder bei rascher Injektion auftreten.

Die höchste Inzidenz dieser Reaktionen wurde bei Kindern und älteren Menschen beobachtet. Bei Auftreten dieser Reaktionen sollte ein Abbruch der Anwendung des Arzneimittels erwogen werden.

Veränderte Ausscheidung von Midazolam

Die Ausscheidung von Midazolam kann bei Patienten verändert sein, die CYP3A4-hemmende oder -induzierende Substanzen erhalten. Die Midazolam-Dosis ist entsprechend anzupassen (siehe Abschnitt 4.5).

Die Midazolam-Ausscheidung kann ferner bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen, niedrigem Herzminutenvolumen und bei Neugeborenen verzögert sein (siehe Abschnitt 5.2).

Schlafapnoe

Bei Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom sind die Midazolam-Ampullen mit äußerster Vorsicht anzuwenden und die Patienten engmaschig zu überwachen.

Früh- und Neugeborene

Aufgrund eines erhöhten Apnoerisikos ist äußerste Vorsicht geboten, wenn Frühgeborene oder ehemals Frühgeborene ohne Intubation sediert werden. In diesen Fällen ist eine sorgfältige Überwachung von Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung erforderlich.

Bei Neugeborenen ist eine rasche Injektion zu vermeiden.

Die Organfunktionen von Neugeborenen sind reduziert und/oder nicht ausgereift, außerdem sind diese Kinder anfällig für ausgeprägte und/oder länger anhaltende Wirkungen von Midazolam auf die Atmung. Bei Kindern mit kardiovaskulärer Instabilität wurden unerwünschte hämodynamische Ereignisse beobachtet. Bei dieser Patientengruppe ist deshalb eine rasche intravenöse Anwendung zu vermeiden.

Kinder unter 6 Monaten

In dieser Altersgruppe ist Midazolam nur für die Sedierung auf der Intensivstation indiziert. Kinder unter 6 Monaten sind besonders anfällig für Atemwegsobstruktion und Hypoventilation. Die Dosiserhöhung bis zur klinischen Wirkung muss daher in kleinen Schritten erfolgen, und es ist eine sorgfältige Überwachung von Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung erforderlich (siehe auch Abschnitt „Früh- und Neugeborene“).

Gleichzeitige Einnahme/Anwendung von Alkohol / zentralnervös dämpfenden Mitteln

Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam und Alkohol und/oder zentralnervös dämpfenden Mitteln ist zu vermeiden. Eine solche gleichzeitige Anwendung kann die klinischen Wirkungen von Midazolam verstärken und möglicherweise zu schwerer Sedierung bis hin zu Koma oder Tod oder zu klinisch relevanter Atemdepression führen (siehe Abschnitt 4.5)

Alkohol- und Drogenbrauch in der Anamnese

Midazolam ist wie andere Benzodiazepine bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenabusus in der Anamnese zu vermeiden.

Entlassungskriterien

Nach der Anwendung von Midazolam sollten die Patienten das Krankenhaus oder die Arztpraxis erst verlassen, wenn dies vom behandelnden Arzt empfohlen und der Patient unter Begleitung ist. Es wird angeraten, dass der Patient nach der Entlassung unter Begleitung nach Hause zurückkehrt.

Besondere Warnhinweise/Vorsichtsmaßnahmen für Hilfsstoffe

Dieses Arzneimittel enthält 5,88 mg Natrium pro 3-ml-Ampulle. Dies entspricht 0,3 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g.

Dieses Arzneimittel enthält 19,6 mg Natrium pro 10-ml-Ampulle. Dies entspricht 0,98 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Midazolam wird über CYP3A4 und CYP3A5 abgebaut. CYP3A-Inhibitoren und -Induktoren haben die Fähigkeit, die Plasmakonzentrationen zu erhöhen und zu erniedrigen, weshalb die Wirkungen von Midazolam entsprechende Dosisanpassungen erfordern.

Die pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren sind bei oraler Gabe von Midazolam im Vergleich zur intravenösen Anwendung stärker ausgeprägt, vor allem da CYP3A4 auch im oberen Magen-Darm-Trakt vorliegt. Der Grund dafür ist, dass beim oralen Applikationsweg sowohl die systemische Clearance als auch die Verfügbarkeit geändert werden, während beim parenteralen Applikationsweg nur eine Änderung in der systemischen Clearance zum Tragen kommt. Nach einer intravenösen Einzelgabe von Midazolam wird die Auswirkung auf die maximale klinische Wirkung aufgrund der CYP3A4-Hemmung gering sein, während die Wirkungsdauer verlängert sein kann. Nach längerer Midazolam-Anwendung werden jedoch sowohl das Ausmaß als auch die Dauer der Wirkung in Anwesenheit einer CYP3A4-Hemmung gesteigert sein.

Es liegen keine Studien zur CYP3A4-Modulierung der Pharmakokinetik von Midazolam nach rektaler und intramuskulärer Anwendung vor. Es wird erwartet, dass diese Wechselwirkungen für den rektalen Applikationsweg weniger ausgeprägt sind als für den oralen Weg, da der Magen-Darm-Trakt umgangen wird, während die Wirkungen einer CYP3A4-Modulation nach i.m. Gabe sich nicht wesentlich von denen unterscheiden sollten, die unter Midazolam i.v. beobachtet werden.

Es wird daher empfohlen, die klinischen Wirkungen und Vitalparameter während der Anwendung von Midazolam sorgfältig zu überwachen, wobei zu berücksichtigen ist, dass diese nach gleichzeitiger Gabe eines CYP3A4-Inhibitors ausgeprägter sein und länger anhalten können, auch wenn dieser nur einmal angewendet wird. Zu bedenken ist, dass die Verabreichung von hohen Dosierungen oder Dauerinfusionen von Midazolam bei Patienten, die z. B. auf einer Intensivstation mit starken CYP3A4- Inhibitoren behandelt werden, zu lang andauernden hypnotischen Wirkungen, verzögerter Genesung und Atemdepression führen kann und daher Dosisanpassungen erforderlich sind.

Es ist zu beachten, dass der Prozess der Einleitung einer Anästhesie mehrere Tage benötigt, um die maximale Wirkung zu erreichen, und auch wieder einige Tage, um abzuklingen. Im Gegensatz zu einer mehrtägigen Behandlung mit einem Induktor wird erwartet, dass eine kurzfristige Behandlung zu weniger offensichtlichen Arzneimittelwechselwirkungen mit Midazolam führen wird. Bei starken Induktoren kann jedoch sogar nach kurzzeitiger Behandlung eine deutliche Induktion nicht ausgeschlossen werden.

Soweit bekannt, verändert Midazolam die pharmakokinetischen Eigenschaften anderer Arzneimittel nicht.

Wechselwirkungen zwischen Midazolam und Arzneimitteln, die CYP3A hemmen

Antimykotika vom Azol-Typ:

  • Ketoconazol erhöhte die Plasmakonzentration bei intravenöser Gabe von Midazolam um das 5-Fache, während die terminale Halbwertszeit um etwa das 3-Fache anstieg. Wird Midazolam gleichzeitig mit dem starken CYP3A-Inhibitor Ketoconazol parenteral appliziert, so sollte dies auf einer Intensivstation oder in einer ähnlichen Einrichtung erfolgen, in der sichergestellt ist, dass der Patient engmaschig überwacht und im Falle von Atemdepression und/oder verlängerter Sedierung entsprechend medizinisch behandelt wird.

    Zeitversetzte Dosierung und Dosisanpassungen sind zu erwägen, vor allem, wenn mehr als eine Einzelgabe Midazolam intravenös appliziert wird. Dieselbe Empfehlung kann auch für die anderen Azol-Antimykotika ausgesprochen werden (siehe unten), da erhöhte sedierende Wirkungen von intravenös angewendetem Midazolam, wenn auch von geringerer Intensität, gemeldet werden.

  • Voriconazol erhöhte die Plasmakonzentrationen von intravenös angewendetem Midazolam um das 3- bis 4-Fache, während die Eliminationshalbwertszeit um etwa das 3-Fache anstieg.
  • Fluconazol und Itraconazol erhöhten beiden die Plasmakonzentration von intravenös verabreichtem Midazolam um das 2- bis 3-Fache bei gleichzeitiger Verlängerung der terminalen Halbwertszeit um das 2,4-Fache bei Itraconazol und um das 1,5-Fache bei Fluconazol.
  • Posaconazol erhöhte die Plasmakonzentration von intravenös angewendetem Midazolam um etwa das 2-Fache.

Es ist zu bedenken, dass bei oraler Anwendung die Verfügbarkeit von Midazolam die oben genannten Werte deutlich übersteigt, vor allem zusammen mit Ketoconazol, Itraconazol und Voriconazol.

Midazolam-Ampullen sind nicht für die orale Anwendung geeignet.

Makrolid-Antibiotika

  • Erythromycin erhöhte die Plasmakonzentration bei intravenöser Gabe von Midazolam um etwa das 1,6- bis 2-Fache bei gleichzeitiger Erhöhung der terminalen Halbwertszeit von Midazolam um das 1,5- bis 1,8-Fache.
  • Clarithromycin erhöhte die Plasmakonzentration von Midazolam um das bis zu 2,5- Fache und verlängerte gleichzeitig die terminale Halbwertszeit um das 1,5- bis 2- Fache.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

  • Telithromycin erhöhte die Plasmakonzentration von oral verabreichtem Midazolam um das 6-Fache.
  • Roxithromycin: Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Verabreichung von Roxithromycin mit i.v. Midazolam vor. Die geringe Wirkung auf die terminale Halbwertszeit von eingenommenen Midazolam-Tabletten, nämlich eine Erhöhung um 30 %, lässt jedoch vermuten, dass die Wirkungen von Roxithromycin auf intravenös angewendetes Midazolam gering sind.

Intravenöse Anästhetika

  • Die Verteilung von intravenösem Midazolam wurde auch durch intravenöses Propofol verändert (AUC und Halbwertszeit siegen um das 1,6-Fache).

Proteasehemmer

  • Saquinavir und andere HIV-Proteasehemmer: Die gleichzeitige Anwendung von Protease-Hemmern kann zu einer deutlichen Erhöhung der Midazolam-Konzentration führen. Bei gleichzeitiger Anwendung mit dem Ritonavir-Booster Lopinavir stieg die Plasmakonzentration von intravenösem Midazolam um das 5,4-Fache, wobei sich die terminale Halbwertszeit vergleichbar erhöhte. Wird parenterales Midazolam zusammen mit HIV-Proteasehemmern verabreicht, sollte die Behandlung entsprechend der Beschreibung im Abschnitt oben für Antimykotika vom Azol-Typ, Ketoconazol erfolgen.
  • HCV-Proteasehemmer: Boceprevir und Telaprevir reduzieren die Midazolam-Clearance. Dieser Effekt führte nach i.v. Verabreichung zu einem Anstieg der AUC von Midazolam um das 3,4-Fache und verlängerte seine Eliminationshalbwertszeit um das 4-Fache.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

  • Auf der Grundlage von Daten für andere CYP3A4-Inhibitoren ist zu erwarten, dass die Midazolam-Plasmakonzentration nach Einnahme von Midazolam deutlich höher ist. Daher sollten Proteasehemmer nicht zusammen mit eingenommenem Midazolam angewendet werden.

Calciumkanalblocker

  • Diltiazem: Eine Einzeldosis Diltiazem erhöhte bei Patienten, die einen Koronararterien-Bypass erhielten, die Plasmakonzentration von intravenösem Midazolam um ca. 25 %, und die terminale Halbwertszeit verlängerte sich um 43 %. Dies war geringer als der Anstieg um das 4-Fache, der nach Einnahme von Midazolam beobachtet wurde.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

  • Verapamil erhöhte die Plasmakonzentration von eingenommenem Midazolam um etwa das 3-Fache. Die terminale Halbwertszeit von Midazolam erhöhte sich um 41 %.

Verschiedene Arzneimittel/Phytopharmaka

  • Atorvastatin führte zu einer 1,4-fachen Erhöhung der Plasmakonzentration von i.v. Midazolam im Vergleich zur Kontrollgruppe.
  • Intravenöses Fentanyl ist ein schwacher Inhibitor der Midazolam-Ausscheidung: AUC und Halbwertszeit von i.v. Midazolam waren unter Fentanyl um das 1,5-Fache erhöht.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

  • Nefazodon erhöhte die Plasmakonzentration von eingenommenem Midazolam um das 4,6-Fache, wobei sich seine terminale Halbwertszeit um das 1,6-Fache erhöhte.
  • Aprepitant erhöhte ab 80 mg/Tag dosisabhängig die Plasmakonzentration von eingenommenem Midazolam um das 3,3-Fache, wobei sich die terminale Halbwertszeit um etwa das 2-Fache erhöhte.

Arzneistoffe, die CYP3A induzieren

  • Rifampicin senkte die Plasmakonzentration von intravenös verabreichtem Midazolam nach 7‑tägiger Behandlung mit Rifampicin 600 mg/Tag um etwa 60 %. Die terminale Halbwertszeit nahm um etwa 50 bis 60 % ab.
  • Ticagrelor ist ein schwacher CYP3A-Induktor, hat aber nur einen geringen Einfluss auf die Exposition von intravenös angewendetem Midazolam (‑12 %) und 4-Hydroxymidazolam (‑23 %).

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit oral angewendetem Midazolam

  • Rifampicin senkte die Plasmakonzentration von eingenommenem Midazolam bei gesunden Freiwilligen um 96 %; seine psychomotorischen Wirkungen waren fast vollständig verschwunden.
  • Carbamazepin/Phenytoin: Wiederholte Gaben von Carbamezepin oder Phenytoin führten zu einer verringerten Plasmakonzentration von eingenommenem Midazolam um etwa 90 % und einer Verkürzung der Halbwertszeit um 60 %.
  • Die sehr starke CYP3A4-Induktion, die nach Anwendung von Mitotan oder Enzalutamid beobachtet wurde, führte zu einem beträchtlichen und lang andauernden Abfall der Midazolam-Spiegel bei Krebspatienten. Die AUC von eingenommenem Midazolam war auf 5 % bzw. 14 % des normalen Werts reduziert.
  • Clobazam und Efavirenz sind schwache Induktoren des Midazolam-Stoffwechsels und reduzieren die AUC der Ausgangsverbindung um etwa 30 %. Hieraus resultiert eine 4- bis 5-fache Erhöhung des Verhältnisses des aktiven Metaboliten (α-Hydroxymidazolam) zur Ausgangsverbindung, die klinische Signifikanz dieser Erhöhung ist jedoch nicht bekannt.
  • Vemurafenib moduliert CYP-Isoenzyme und ist ein leichter CYP3A4-Inhibitor: Wiederholte Dosen führten zu einer mittleren Abnahme der Exposition von eingenommenem Midazolam um 32 % (bis zu 80 % bei einzelnen Patienten).

Phytopharmaka und Nahrungsmittel

  • Johanniskraut senkte die Plasmakonzentration von Midazolam um etwa 20 bis 40 % bei gleichzeitiger Verkürzung der terminalen Halbwertszeit um 15 bis 17 %. Abhängig vom spezifischen Johanniskrautextrakt kann die CYP3A4-induzierende Wirkung variieren.

Zusätzliche Angaben aus der Erfahrung mit eingenommenem Midazolam

  • Sowohl Quercetin (auch Bestandteil von Ginkgo biloba) als auch Panax ginseng haben schwache enzyminduzierende Wirkungen und senkten die Exposition von oral verabreichtem Midazolam um 20 bis 30 %.

Akute Proteinverdrängung

  • Valproinsäure: Eine erhöhte Konzentration von freiem Midazolam wegen Verdrängung durch Valproinsäure aus Proteinbindungsstellen im Plasma kann nicht ausgeschlossen werden, wobei die klinische Relevanz einer solchen Wechselwirkung unbekannt ist.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Midazolam mit anderen sedierenden und hypnotischen Wirkstoffen und ZNS-dämpfenden Mitteln einschließlich Alkohol führt wahrscheinlich zu einer verstärkten Sedierung sowie kardiorespiratorischer Depression.

Beispiele sind unter anderem Opiatderivate (bei Einsatz als Analgetika, Antitussiva oder Substitutionstherapeutika), Antipsychotika, andere Benzodiazepine (bei Einsatz als Anxiolytika oder Hypnotika), Barbiturate, Propofol, Ketamin, Etomidat; sedierende Antidepressiva, ältere H1-Antihistaminika und zentral wirksame Antihypertensiva.

Alkohol kann die sedierende Wirkung von Midazolam deutlich verstärken. Unter Midazolam-Therapie ist gleichzeitiger Alkoholkonsum streng untersagt (siehe Abschnitt 4.4).

Midazolam senkt die minimale alveoläre Konzentration (MAC) von Inhaltionsanästhetika.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Erkenntnislage für eine Beurteilung der Sicherheit einer Anwendung von Midazolam in der Schwangerschaft reicht momentan nicht aus. Aus tierexperimentellen Studien haben sich keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben, aber wie bei anderen Benzodiazepinen wurde Embryotoxizität beobachtet. Daten über exponierte Schwangerschaften liegen für die beiden ersten Schwangerschaftstrimester nicht vor. Es wird angenommen, dass mit der Anwendung von Benzodiazepinen im ersten Schwangerschaftstrimenon ein erhöhtes Risiko für angeborene Missbildungen assoziiert ist.

Es wurde berichtet, dass die Anwendung von hoch dosiertem Midazolam im letzten Trimenon, während der Geburt oder bei Gabe zur Einleitung einer Allgemeinanästhesie bei Kaiserschnitt zu Nebenwirkungen bei Mutter und Fötus (Aspirationsgefahr bei der Mutter, Unregelmäßigkeiten der embryonalen Herzfrequenz, Hypotonie, Saugschwäche, Hypothermie und Atemdepression beim Neugeborenen) führt.

Säuglinge, deren Mütter während der letzten Schwangerschaftsphase längerfristig mit Benzodiazepinen behandelt wurden, können zudem eine körperliche Abhängigkeit entwickelt haben und daher einem gewissen Risiko von Entzugserscheinungen nach der Geburt ausgesetzt sein. Deshalb darf Midazolam während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet werden. Bei einem Kaiserschnitt ist von der Anwendung dieses Mittels abzuraten.

Bei geburtsnahen Eingriffen sollte das Risiko für das Neugeborene durch eine Midazolamgabe berücksichtigt werden.

Stillzeit

Midazolam geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Stillenden Frauen sollte geraten werden, das Stillen für 24 Stunden nach der Anwendung von Midazolam zu unterbrechen.

Fertilität

Keine Daten verfügbar.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Midazolam hat erhebliche Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Sedierung, Amnesie, beeinträchtigte Aufmerksamkeit und gestörte Muskelfunktionen können die Fähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen oder Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen. Vor der Gabe von Midazolam muss der Patient darauf hingewiesen werden, bis zu seiner vollständigen Genesung kein Fahrzeug zu lenken und keine Maschinen zu bedienen. Der Arzt entscheidet darüber, wann diese Aktivitäten wiederaufgenommen werden können. Es wird empfohlen, dass der Patient nach seiner Entlassung von jemandem nach Hause begleitet wird.

Wenn die Schlafdauer nicht ausreicht oder Alkohol konsumiert wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine beeinträchtigte Aufmerksamkeit (siehe Abschnitt 4.5).

4.8 Nebenwirkungen

Nach Injektion von Midazolam wurde über das Auftreten der folgenden Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit nicht bekannt, Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Die Häufigkeitskategorien sind die Folgenden:

Sehr häufig: ( ≥ 1/10);

Häufig: (≥ 1/100 bis < 1/10);

Gelegentlich: (≥ 1/1 000 bis < 1/100)

Selten: (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000)

Sehr selten: (< 1/10 000)

Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems
Häufigkeit nicht bekanntÜberempfindlichkeit, Angioödem, anaphylaktischer Schock
Psychiatrische Erkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt

Verwirrtheitszustände, Desorientierung, emotionale oder affektive Störungen, veränderte Libido

Körperliche Arzneimittelabhängigkeit und Entzugserscheinungen

Arzneimittelmissbrauch

Paradoxe Reaktionen* einschließlich Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Reizbarkeit, Nervosität, Feindseligkeit, Ärger, Aggressionen, Angst, Albträume, abnorme Träume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes Verhalten und andere verhaltensbeeinträchtigende Wirkungen, paroxysmale Erregung

Erkrankungen des Nervensystems
Häufigkeit nicht bekannt

Unwillkürliche Bewegungen (einschließlich tonisch-klonischer Bewegungen und Muskeltremor)*, Hyperaktivität*

Sedierung (verlängert und postoperativ), herabgesetzte Aufmerksamkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Ataxie, anterograde Amnesie**, deren Dauer direkt dosisabhängig ist

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen wurden Konvulsionen berichtet

Entzugskonvulsionen

Herzerkrankungen
Häufigkeit nicht bekanntHerzstillstand, Bradykardie, Kounis-Syndrom****
Gefäßerkrankungen
Häufigkeit nicht bekanntHypotonie, Vasodilatation, Thrombophlebitis, Thrombose
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufigkeit nicht bekanntAtemdepression, Apnoe, Atemstillstand, Dyspnoe, Laryngospasmus, Schluckauf
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufigkeit nicht bekanntÜbelkeit, Erbrechen, Obstipation, Mundtrockenheit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Häufigkeit nicht bekanntAusschlag, Urtikaria, Pruritus
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufigkeit nicht bekanntErmüdung, Erythem und Schmerzen an der Injektionsstelle
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufigkeit nicht bekanntStürze, Knochenbrüche***
Soziale Umstände
Häufigkeit nicht bekanntÜbergriffe*

* Diese paradoxen Nebenwirkungen wurden vor allem bei Kindern und älteren Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

** Die anterograde Amnesie kann auch am Ende der Behandlung noch vorhanden sein, und in seltenen Fällen wurde verlängerte Amnesie berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

*** Das Risiko für Stürze und Knochenbrüche ist erhöht bei Personen, die gleichzeitig Sedativa oder Alkohol zu sich nehmen sowie bei älteren Personen.

**** insbesondere nach parenteraler Anwendung

Abhängigkeit: Die Anwendung von Midazolam, auch in therapeutischer Dosierung, kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen. Nach längerer intravenöser Gabe kann ein Absetzen des Arzneimittels, insbesondere wenn es abrupt erfolgt, von Entzugserscheinungen einschließlich Entzugskrämpfen begleitet sein (siehe Abschnitt 4.4). Es wurden Fälle von Arzneimittelmissbrauch berichtet.

In seltenen Fällen kam es zu schweren kardiorespiratorischen unerwünschten Ereignissen. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens lebensbedrohlicher Ereignisse ist bei Erwachsenen mit einem Alter von über 60 Jahren und bei Patienten mit vorbestehender respiratorischer Insuffizienz oder beeinträchtigter Herzfunktion höher, vor allem bei zu rasch durchgeführter Injektion oder hoher Dosis (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Wie andere Benzodiazepine führt Midazolam häufig zu Benommenheit, Ataxie, Dysarthrie und Nystagmus. Eine Überdosis Midazolam ist bei alleiniger Anwendung dieses Arzneimittels selten lebensbedrohlich, sie kann jedoch zu Areflexie, Apnoe, Hypotonie, Kreislauf-und Atemdepression sowie in seltenen Fällen zu Koma führen. Tritt ein Koma ein, dauert dies gewöhnlich wenige Stunden, kann jedoch insbesondere bei älteren Patienten langwieriger und zyklischer sein. Die atemdepressive Wirkung von Benzodiazepinen ist bei Patienten mit Atemwegserkrankungen schwerwiegender.

Benzodiazepine verstärken die Wirkungen anderer zentraldämpfender Mittel, einschließlich Alkohol.

Gegenmaßnahmen

Die Vitalparameter des Patienten sind zu überwachen. Unterstützende Maßnahmen sollten je nach klinischem Zustand des Patienten eingeleitet werden. Insbesondere kann eine symptomatische Behandlung kardiorespiratorischer oder zentralnervöser Wirkungen erforderlich werden.

Bei oraler Einnahme sollte die weitere Resorption verhindert werden durch geeignete Maßnahmen wie z. B. die Behandlung mit Aktivkohle innerhalb von 1 bis 2 Stunden. Bei der Verwendung von Aktivkohle ist das Freihalten der Atemwege bei schläfrigen Patienten zwingend erforderlich. Bei Mehrfachintoxikation kann eine Magenspülung in Betracht gezogen werden, dies sollte jedoch keine Routinemaßnahme sein.

Bei schwerer ZNS-Depression ist die Anwendung von Flumazenil, einem Benzodiazepin-Antagonisten, in Betracht zu ziehen.

Flumazenil darf nur unter engmaschiger Überwachung angewendet werden. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit von etwa einer Stunde müssen die Patienten, nachdem die Wirkung von Flumazenil abgeklungen ist, unter Beobachtung bleiben. Flumazenil ist bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z. B. trizyklischen Antidepressiva) mit äußerster Vorsicht anzuwenden.

Weitere Informationen zum bestimmungsgemäßen Gebrauch dieses Arzneimittels finden sich in der Fachinformation von Flumazenil.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypnotika und Sedativa: Benzodiazepin-Derivate

ATC- Code: N05CD08

Wirkmechanismus

Die zentralen Wirkungen von Benzodiazepinen beruhen auf Förderung der durch GABA vermittelten synaptischen Hemmung. Bei Anwesenheit von Benzodiazepinen wird die Affinität des GABA‑Rezeptors für Neurotransmitter durch positive allosterische Modulation vergrößert. Dies führt zu einer verstärkten Wirkung der freigesetzten GABA auf den postsynaptischen transmembranen Chloridionenfluss.

Chemisch gesehen ist Midazolam ein Abkömmling der Imidazobenzodiazepin-Gruppe. Obwohl die freie Base eine lipophile Substanz mit geringer Wasserlöslichkeit ist, bewirkt der basische Stickstoff an Position 2 des Imidazobenzodiazepin-Rings, dass der Wirkstoff von Midazolam mit Säuren wasserlösliche Salze bilden kann. Diese ergeben eine stabile und gut verträgliche Injektionslösung. Bei physiologischem pH-Wert schließt sich der Diazepinring und die freie Base wird gebildet; es entsteht eine lipophile Substanz mit schnellem Wirkungseintritt. Die schnelle metabolische Umwandlung und Umverteilung sind die Hauptgründe für die kurze Wirkungsdauer.

Pharmakodynamische Wirkungen

Midazolam besitzt eine hypnotische und sedative Wirkung, die rasch einsetzt und von kurzer Dauer ist. Außerdem hat es anxiolytische, antikonvulsive und muskelrelaxierende Effekte. Midazolam beeinträchtigt die psychomotorische Funktion nach einmaliger und/oder wiederholter Gabe, verursacht jedoch nur minimale hämodynamische Veränderungen.

Nach intramuskulärer oder intravenöser Applikation tritt eine anterograde Amnesie von kurzer Dauer auf (der Patient erinnert sich nicht an Ereignisse, die während der maximalen Aktivität der Substanz auftraten).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Resorption nach intramuskulärer Injektion

Midazolam wird aus dem Muskelgewebe rasch und vollständig resorbiert. Die maximalen Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 30 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit nach intramuskulärer Injektion liegt bei über 90 %.

Resorption nach rektaler Anwendung

Midazolam wird nach rektaler Anwendung rasch resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration wird innerhalb von etwa 30 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 50 %.

Verteilung

Nach intravenöser Injektion von Midazolam zeigt die Plasmakonzentrations-Zeitkurve ein oder zwei deutliche Verteilungsphasen. Das Verteilungsvolumen im Steady State beträgt 0,7 bis 1,2 l/kg. 96 bis 98 % des Midazolams sind an Plasmaproteine gebunden. Das Hauptbindungsprotein ist Albumin. Midazolam geht langsam und in geringen Mengen in den Liquor cerebrospinalis über. Beim Menschen wurde gezeigt, dass Midazolam die Plazenta langsam passiert und in den fetalen Kreislauf gelangt. In der menschlichen Muttermilch wurden geringe Mengen Midazolam gefunden. Midazolam ist kein Substrat für Wirkstofftransporter.

Biotransformation

Midazolam wird fast vollständig durch biochemische Transformation ausgeschieden. Der Anteil der Dosis, der über die Leber eliminiert wird, wurde auf 30 bis 60 % geschätzt. Midazolam wird durch die Cytochrom P450-Isoenzyme CYP3A4 und CYP3A5 hydroxyliert, der Hauptmetabolit in Harn und Plasma ist 1'-Hydroxymidazolam (auch alpha-Hydroxymidazolam genannt). Die Plasmakonzentrationen von 1'-Hydroxymidazolam betragen 12 % der Ausgangsverbindung. 1'‑Hydroxymidazolam ist pharmakologisch aktiv, trägt aber nur in geringem Ausmaß (etwa 10 %) zu den Wirkungen von intravenös appliziertem Midazolam bei.

Elimination

Bei jungen, gesunden Probanden liegt die Eliminationshalbwertszeit von Midazolam zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Die Eliminationshalbwertszeit des Metaboliten liegt unter 1 Stunde; daher nimmt die Konzentration der Ausgangsverbindung und des Hauptmetaboliten nach der Verabreichung von Midazolam parallel ab. Die Plasma-Clearance von Midazolam liegt bei 300 bis 500 ml/Minute. Die Metaboliten von Midazolam werden vorwiegend über die Nieren ausgeschieden: 60 bis 80 % der Dosis wird im Urin als Glucuronid-konjugiertes 1'-Hydroxymidazolam ausgeschieden. Weniger als 1% der Dosis wird als unveränderte Substanz im Urin wiedergefunden.

Die Eliminationskinetik von Midazolam ist für die i.v. Infusion die gleiche wie nach Bolusinjektion. Die wiederholte Gabe von Midazolam induziert keine wirkstoffmetabolisierenden Enzyme.

Pharmakokinetik bei besonderen Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Eliminationshalbwertszeit kann bei Patienten über 60 Jahre bis auf das 4-Fache verlängert sein.

Kinder

Die rektale Resorptionsrate bei Kindern ist ähnlich wie bei Erwachsenen, die Bioverfügbarkeit ist jedoch niedriger (5 bis 18 %). Die Eliminationshalbwertszeit nach intravenöser und rektaler Applikation ist bei Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren kürzer (1 bis 1,5 Stunden) verglichen mit Erwachsenen. Der Unterschied entspricht der erhöhten Stoffwechselclearance bei Kindern.

Neugeborene

Die Eliminationshalbwertszeit bei Neugeborenen beträgt durchschnittlich 6 bis 12 Stunden, vermutlich wegen der Leberunreife, außerdem ist die Clearance verringert (siehe Abschnitt 4.4). Bei Neugeborenen mit asphyxiebedingter Leber- und Nierenfunktionsstörung besteht aufgrund der wesentlich verringerten und schwankenden Clearance ein Risiko für unerwartet hohe Midazolam-Konzentrationen im Serum.

Adipöse Patienten

Bei adipösen Patienten ist die mittlere Halbwertszeit im Vergleich zu nicht adipösen Personen größer (5,9 gegenüber 2,3 Stunden). Grund dafür ist eine etwa 50%ige Zunahme des um das Körpergesamtgewicht korrigierten Verteilungsvolumens. Die Clearance ist bei adipösen und nicht adipösen vergleichbar.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann die Clearance kürzer und die Eliminationshalbwertzeit länger sein als bei gesunden Probanden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Die Pharmakokinetik von freiem Midazolam ist bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung unverändert. Der pharmakokinetisch leicht aktive Hauptmetabolit von Midazolam, 1'‑Hydroxymidazolam-Glucuronid wird über die Nieren ausgeschieden und akkumuliert bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen. Diese Akkumulation führt zu einer verlängerten Sedierung. Midazolam sollte daher mit Vorsicht dosiert werden und die Dosis sollte bis zum Erreichen des gewünschten Effekts auftitriert werden.

Schwerkranke Patienten

Bei kritisch kranken Patienten ist die Eliminationshalbwertszeit von Midazolam bis um das 6-Fache länger.

Patienten mit Herzinsuffizienz

Die Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz ist im Vergleich zu gesunden Probanden länger (siehe Abschnitt 4.4).

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Neben den bereits in anderen Abschnitten der Fachinformation aufgeführten Informationen gibt es für den verordnenden Arzt keine weiteren relevanten präklinischen Daten.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Salzsäure

Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung)

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Midazolam Eignapharma Injektions-/Infusionslösung darf nicht mit 6%iger (w/v) Dextranlösung (mit 0,9 % Natriumchlorid) in Glucose verdünnt oder mit alkalischen Injektionen gemischt werden. Midazolam fällt in Hydrogencarbonat aus.

Midazolam darf nicht mit Lösungen gemischt werden, die Bicarbonate oder andere alkalische Lösungen, Aminoglykoside, Amoxicillin, Aminophyllin, Phosphate oder Phenothiazine enthalten, da eine chemische Inkompatibilität besteht und Ausfällungen auftreten.

Das Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, außer mit den unter Abschnitt 6.6 genannten.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Ungeöffnet

3 Jahre

Nach Anbruch/Verdünnen

Midazolam 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung hat sich bei Lagerung in Glas- und PVC-Flaschen mit den folgenden Verdünnungsmitteln (Verdünnungsbereich 0,015 mg/ml bis 0,15 mg/ml) als physikalisch und chemisch stabil für 24 Stunden bei einer Raumtemperatur von 25 °C oder 3 Tage bei 5 °C erwiesen.

Verdünnungsmittel:

  1. 1. Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) -Infusionslösung
  2. 2. Glucose 50 mg/ml (5 %) -Infusionslösung
  3. 3. Hartmann-Injektion/Ringer-Laktat-Lösung zur Injektion
  4. 4. Glucose 100 mg/ml (10 %) -Infusionslösung
  5. 5. Ringer-Lösung zur Injektion

Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten sollte das Produkt sofort verwendet werden. Wird das Produkt nicht sofort verwendet, trägt der Anwender die Verantwortung für Lagerzeiten und -bedingungen vor Gebrauch. Üblicherweise sollte die Lagerzeit nicht mehr als 24 Stunden bei 5 °C betragen (betreffend Verdünnung siehe auch unter 6.6).

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind hinsichtlich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Lagerungsbedingungen des verdünnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Ampulle aus farblosem Glas mit braunem Punkt an der Sollbruchstelle (OPC-Ampulle), Glastyp I

Inhalt: 3 ml

Packungsgröße: 5 Ampullen in einem Karton

Ampulle aus farblosem Glas mit braunem Punkt an der Sollbruchstelle (OPC-Ampulle), Glastyp I.

Inhalt: 10 ml

Packungsgröße: 5 Ampullen in einem Karton

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und Hinweise für die Handhabung

Kompatibilität mit den folgenden Infusionslösungen (Verdünnungsbereich 0,015 mg/ml bis 0,15 mg/ml) bei Lagerung in Glas- oder PVC-Flaschen:

  • Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) -Infusionslösung
  • Glucose 50 mg/ml (5 %) -Infusionslösung
  • Hartmann-Injektion/Ringer-Laktat-Lösung zur Injektion
  • Glucose 100 mg/ml (10 %) -Infusionslösung
  • Ringer-Lösung zur Injektion

Diese Lösungen sind 24 Stunden bei Raumtemperatur (15 bis 25 °C) oder 3 Tage bei 5 °C stabil. Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten sollte die zubereitete Lösung sofort verwendet werden. Bei nicht sofortiger Verwendung trägt der Anwender die Verantwortung für Lagerzeiten und -bedingungen vor Gebrauch. Eine Aufbewahrungszeit von 24 Stunden bei 2°C bis 8°C sollte gewöhnlich nicht überschritten werden.

Um Inkompatibilitäten mit anderen Lösungen zu vermeiden, darf Midazolam Eignapharma nicht mit anderen als den oben genannten Infusionslösungen gemischt werden (siehe 6.2 Inkompatibilitäten).

Midazolam Eignapharma Ampullen sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht verwendete Lösung muss entsorgt werden.

Die Injektionslösung muss vor der Verwendung einer Sichtprüfung unterzogen werden. Es dürfen nur klare Lösungen frei von sichtbaren Partikeln verwendet werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Eignapharma S.L.

Avda. Ernest Lluch, 32,

TecnoCampus Torre TCM2, 6th Floor

08302 Mataró, Barcelona

Spanien

8. ZULASSUNGSNUMMER

7016724.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

10. STAND DER INFORMATION

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7016724.00.00 · ENR 7016724

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Fakten zu Midazolam Troikaa 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Midazolam 5 mg/ml
Darreichungsform Injekt/Infusion
Art der Anwendung Intravenöse Anwendung; intramuskuläre Anwendung; rektale Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Natriumchlorid, Salzsäure 36%, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke, Stickstoff
Packungsgrößen 15 ml, 50 ml
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Licht zu schützen; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; In Originalverpackung aufbewahren; Lagerung und Transport: In Originalverpackung aufbewahren; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; um den Inhalt vor Licht zu schützen
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. N Nervensystem
    1. N05 Psycholeptika
      1. N05C Hypnotika und Sedativa
        1. N05CD Benzodiazepin-Derivate
          1. N05CD08 Midazolam
Referenzarzneimittel Generikum von Dormicum 5 mg/ 1 ml
Zulassung 7016724.00.00, seit 03.02.2026; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Troikaa Pharmaceuticals Europe s.r.o., 152 00 HLUBOCEPY, PRAHA 5, Tschechische Republik
Hersteller (Freigabe) Pharmazeutischer Unternehmer Mustermann, Laboratori Fundació DAU (BS 1)
Frühere Namen Midazolam Eignapharma 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung (ab 30.01.2026)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7016724), Datensatz vom 16.07.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.