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Traumaplant (ENR 2188229) – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Apothekenpflichtig, rezeptfrei
Stärke:
0.4 g / 0.6 g

Fachinformation - Traumaplant (ENR 2188229)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Traumaplant® 1 g / 10 g Creme

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

10 g Creme enthalten:

1 g Zubereitung aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (2-3:1) [Beinwell-Zubereitung] bestehend aus:

0,4 g Presssaft aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (3-8:1) und 0,6 g Auszug aus dem Pressrückstand aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut (3-10:1); Auszugsmittel: Ethanol 30% (V/V).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Sorbinsäure, Rosmarinöl und Propylenglykol. Dieses Arzneimittel enthält 13 mg Propylenglycol pro 1 cm Salbenstrang entsprechend 40 mg Propylenglycol pro 1 g Creme

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Creme

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Pflanzliches Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung stumpfer Verletzungen.

Prellungen und Verstauchungen (bei Sport- und Unfallverletzungen), Muskel- und Gelenkschmerzen infolge stumpfer Verletzungen.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zur Anwendung auf der Haut bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren.

Je nach Größe der zu behandelnden Körperstelle und nach Stärke der Beschwerden zwei- bis viermal täglich ca. 3 - 8 g (entspricht einem Salbenstrang von 9 - 24 cm) Traumaplant auf die Haut über dem erkrankten Gewebe auftragen und sorgfältig einmassieren. Für einen Salbenverband besonders geeignet.

Die Anwendungsdauer sollte in Abhängigkeit vom Beschwerdebild maximal 3 Wochen betragen.

Kinder:

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Besondere Personengruppen:

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Es liegen keine Daten zu Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen vor. In der klinischen Erfahrung hat sich bei der Anwendung von Traumaplant kein Hinweis auf eine relevante Problematik in Bezug auf die Nieren- oder Leberfunktion gezeigt.

Senioren

Die Anwendung bei älteren Menschen kann ohne Dosisanpassungen erfolgen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Der Patient wird in der Gebrauchsinformation angewiesen, bei fehlender Besserung innerhalb von 3-4 Tagen einen Arzt aufzusuchen.

Die Anwendung von Traumaplant® bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für diese Altersgruppe vorliegen.

Sorbinsäure kann örtlich begrenzte Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen. Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen. .Dieses Arzneimittel enthält den Duftstoff Rosmarinöl (enthält Limonen). Dieses kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Allgemeine Hinweise:

Der Kontakt mit den Augen sowie mit Schleimhäuten ist zu vermeiden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind bisher keine Wechselwirkungen bekannt. Es liegen keine Studiendaten zu Wechselwirkungen vor.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Beinwell-Zubereitungen bei Schwangeren vor. Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (s. Abschnitt 5.3). Die Anwendung von Traumaplant während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Traumaplant soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Auswirkungen des Wirkstoffs auf die Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8 Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig ≥1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Mögliche Nebenwirkungen:

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Gelegentlich können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Rötungen, Brennen auf der Haut oder Juckreiz auftreten. Diese sind in der Regel individuell bedingt bei Patienten mit extrem empfindlicher Haut oder mit einer allergischen Disposition gegen einen Bestandteil von Traumaplant®. Im Allgemeinen klingen diese Hauterscheinungen rasch wieder ab.

Häufigkeit unbekannt:

Reizerscheinungen, wie Hautentzündungen (Dermatitis).

Erkrankungen des Immunsystems:

Häufigkeit unbekannt: Bei einer spezifischen allergischen Reaktion ist ein Arzt aufzusuchen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

5. Pharmakologischen Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Pflanzliche Zubereitungen gegen Muskel- und Gelenkschmerzen zur topischen Anwendung

ATC-Code: M02AP06

Die Wirksamkeit von Traumaplant wurde in mehreren kontrollierten ICH-GCP-konformen randomisierten klinischen Studien (randomised clinical trials, RCT) belegt. Traumaplant zeigte sich in der Wirksamkeit gegenüber der Referenz bei stumpfen Traumen im Sprunggelenk-, Knie-, Schulter-, Rückenbereich, sowie stumpfen Sportverletzungen (Distorsionen, Kontusionen) als signifikant überlegen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Pharmakokinetische Untersuchungen zu Traumaplant® liegen nicht vor.

Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit von Traumaplant® liegen nicht vor.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Daten sind unvollständig.

In Traumaplant sind keine Pyrrolizidinalkaloid-Gehalte nachweisbar. Der AMES-Test zur produktspezifischen Zubereitung ergab keinerlei Hinweise auf ein relevantes mutagenes Potential.

Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität und zur Kanzerogenität liegen nicht vor.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Macrogol-20-glycerolmonostearat, Glycerolmono/di (palmitat, stearat), Octyldodecanol (Ph. Eur.), Isopropylmyristat (Ph. Eur.), Propylenglycol, Dimeticon 100, Rosmarinöl, all-rac-α-Tocopherolacetat (Ph. Eur.), Citronensäure, gereinigtes Wasser, Sorbinsäure (Ph. Eur.), Hydroxyethylsalicylat (Ph. Eur.).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Die Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 6 Monate.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25ºC lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtube mit Innenschutzlackierung (mit Aluminiumlamelle verschlossen), Schraubverschluss aus PE, Faltschachtel

Tube mit 30 g, 50 g, 100 g und 150 g Creme.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

Harras Pharma Curarina Arzneimittel GmbH, Plinganserstr. 40, 81369 München

8. Zulassungsnummer

88229.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

  1. 04. April 2013

10. Stand der Information

05/2026

11. Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 88229.00.00 · ENR 2188229

Stand der Information laut Text: 05/2026

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Traumaplant (ENR 2188229)

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoffe Futter-Beinwell-Krautsaft 0.4 g, Futter-Beinwell-Kraut-Pressrückstand 0.6 g
Darreichungsform Creme
Art der Anwendung Anwendung auf der Haut
Art des Arzneimittels Pflanzliches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile
Macrogol-20-glycerolmonostearat, Glycerolmono/di(palmitat,stearat), Octyldodecanol (Ph.Eur.), Isopropylmyristat (Ph.Eur.) und 7 weitere+

Macrogol-20-glycerolmonostearat, Glycerolmono/di(palmitat,stearat), Octyldodecanol (Ph.Eur.), Isopropylmyristat (Ph.Eur.), Dimeticon, Propylenglycol, Rosmarinöl, Citronensäure, Hydroxyethylsalicylat (Ph.Eur.), all-rac-alpha-Tocopherolacetat (Ph.Eur.), Gereinigtes Wasser

Packungsgrößen 30 g, 50 g, 100 g, 150 g
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. M Muskel- und Skelettsystem
    1. M02 Topische Mittel gegen Gelenk- und Muskelschmerzen
      1. M02A Topische Mittel gegen Gelenk- und Muskelschmerzen
        1. M02AP Pflanzliche Zubereitungen gegen Gelenk- und Muskelschmerzen zur topischen Anwendung
          1. M02AP06 Symphytumwurzel und -kraut
Zulassung 88229.00.00, seit 11.04.2013, verlängert 03.06.2024; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Harras Pharma Curarina Arzneimittel GmbH Arzneimittelforschung und -vertrieb, 81369 München
Hersteller (Freigabe) Gehrlicher GmbH & Co KG [INAKTIV], Klosterfrau Berlin GmbH
PZN 11652869

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2188229), Datensatz vom 09.07.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.