Info Patient

Vitamin A+E Hevert Kapseln – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Apothekenpflichtig, rezeptfrei
Stärke:
5000 I.E. / 200 mg

Fachinformation - Vitamin A + E Hevert Kapseln

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Vitamin A+E Hevert Kapseln

Weichkapseln

Wirkstoffe: Retinolpalmitat 2,75 mg / alpha-Tocopherolacetat200 mg

2. Qualitative und quantitative Zusam-mensetzung

1 Weichkapsel enthält Retinolpalmitat 2,75 mg (entsprechend 5000 I.E. Vitamin A) alpha-Tocopherolacetat 200 mg (Vitamin E)

Enthält Sojaöl, Erdnussöl.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

Hinweis: Retinolpalmitat gehört zu den Stoffen, die zusammenfassend als „Vitamin A“ bezeichnet werden; alpha-Tocopherol-acetat gehört zu den Stoffen, die zu-sammenfassend als „Vitamin E“ be-zeichnet werden (siehe 5.1 Pharmako-dynamische Eigenschaften).

3. Darreichungsform

Weichkapseln

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Prophylaxe eines infolge von Fettresorp-tionsstörungen zu befürchtenden Man-gels an Vitamin A und Vitamin E bei Er-wachsenen und Kindern über 10 Jahre.

4.2. Dosierung, Art und Dauer der Anwen-dung

Soweit nicht anders verordnet, täglich 1 Weichkapsel (entsprechend 5000 I.E. Vi-tamin A und 200 I.E. Vitamin E) einneh-men.

Bitte beachten Sie die Hinweise unter Schwangerschaft und Stillzeit.

Art und Dauer der Anwendung

Die Weichkapsel wird unzerkaut mit aus-reichend Flüssigkeit nach dem Essen eingenommen.Die Dauer der Behand-lung richtet sich nach dem Krankheits-verlauf.

4.3 Gegenanzeigen

Vitamin A+E Hevert Kapseln dürfen nicht angewendet werden

  • bei Überempfindlichkeit gegenüber Vi-tamin A, Vitamin E, Erdnuss, Soja o-der einem der sonstigen Bestandteile,
  • bei Therapie mit Retinsäure und ihren Derivaten,
  • bei Hirndrucksteigerung,
  • bei Hypervitaminose A.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vitamin-A-Substitution kann bei hämodi-alysierten Patienten zu einer Hypervita-minose A in Kombination mit Hyperkal-zänie führen. Der Vitamin-A-Status sol-cher Patienten sollte daher überwacht werden.

Patienten mit einer schweren Form der Hypertriglyceridämie Typ V haben bei Vi-tamin-A-Substitution ein erhöhtes Risiko für eine Hypervitaminose A. Der Vitamin-A-Status solcher Patienten sollte daher überwacht werden.

Bei Patienten mit Alkoholabusus ver-stärkt die gleichzeitige Zufuhr von Alko-hol und Vitamin A die Hepatoxizität. Die Supplementierung sollte daher mit gro-ßer Zurückhaltung erfolgen.

Bei Leberfunktionsstörungen darf die Verordnung des Arzneimittels und die Festlegung der Dosierung nur durch den Arzt erfolgen.

Bei Fettstoffwechselstörungen ist der Stoffwechsel bei der Behandlung mit Vi-tamin A+E Hevert Kapseln zu kontrollie-ren. Sollte sich die Stoffwechsellage ver-schlechtern, ist die Behandlung abzu-brechen.

Im Übrigen wird empfohlen, die Tages-dosis von 1 Weichkapsel möglichst nicht zu überschreiten. In höheren Dosen, mehr als 5 Weichkapseln pro Tag bzw. 25.000 I.E. Vitamin A pro Tag, über ei-nen längeren Zeitraum sollte das Arz-neimittel nur auf ärztliche Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle einge-nommen werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Mit-teln und sonstige Wechselwirkungen

Hohe Dosen Vitamin A können den an-tikoagulativen Effekt von Dicumarol und Warfarin verstärken.

Tetrazykline können in Kombination mit Vitamin A zu einer Hirndrucksteigerung führen.

Eine Kombination von Vitamin A und Re-tinsäure bzw. Retinsäure-Derivaten ist zu vermeiden, da die Gefahr einer Hypervi-taminose besteht.

Gleichzeitige Gabe von Vitamin A mit Colestyramin oder Neomycin kann zu einer verminderten Resorption von Vita-min A führen.

Die Wirkung von Vitamin E wird bei gleichzeitiger Einnahme von Eisenpräpa-raten vermindert. Bei der Einnahme von Eisenpräparaten empfiehlt es sich, Vi-tamin A+E Hevert Kapseln mit mehreren Stunden Abstand einzunehmen.

Bei durch Malabsorption bedingtem, kombinierten Vitamin E- und Vitamin K-Mangel sowie bei Gabe von Vitamin K-Antagonisten (z. B. orale Antikoagula-zien) ist die Blutgerinnung sorgfältig zu überwachen, da es in Einzelfällen zu ei-nem starken Abfall von Vitamin K kam.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft ist auf jeden Fall Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

Vitamin A

In der Schwangerschaft beträgt die emp-fohlene maximale Tagesdosis 2,4 mg Retinol-Äquivalente bzw. 8.000 I.E. und die maximale Einzeldosis 0,9 mg Reti-nol-Äquivalente bzw. 3.000 I.E.

Vitamin A ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über. Bei der Einnahme hoher Dosen Vitamin A während der Schwangerschaft besteht die Gefahr kindlicher Missbildungen.

Vitamin E

Die empfohlene tägliche Vitamin E-Zufuhr beträgt in der Schwangerschaft 13 mg und in der Stillzeit 17 mg. Bisheri-ge Erfahrungen haben keine nachteiligen Effekte für den Föten durch höhere Do-sen erkennen lassen.

Vitamin E wird in die Muttermilch ausge-schieden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-tigkeit und die Fähigkeit zum Bedie-nen von Maschinen

Keine bekannt.

4.8 Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen zu erwarten (siehe aber 4.6 Schwangerschaft und Stillzeit, 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die An-wendung sowie 4.9 Überdosierung).

Bei der Einnahme einer größeren Anzahl von Weichkapseln (mehr als 5 Weich-kapseln täglich bzw. mehr als 25.000 I.E. Vitamin A pro Tag) über längere Zeit können Anzeichen einer Vitamin A- Überdosierungserscheinung folgender Art auftreten: Trockene, juckende, schuppende, erythematöse und entzünd-liche Hautveränderungen, Haarverlust, Zahnfleischentzündungen, Reizbarkeit, Appetitverlust, Erbrechen, Kopf-schmerzen, Vergrößerung von Leber, Milz, Lymphknoten, Entkalkung von Knochen und Frakturen.

Sehr selten treten bei hohen Dosen in einem Bereich von 1200 mg alpha-Tocopherolacetat (entsprechend 800 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalente) Magen- und Darmbeschwerden auf.

Bei längerer Einnahme von Dosen über 600 mg alpha-Tocopherolacetat (ent-sprechend 400 mg RRR-alpha-Tocopherol-Äquivalente) kann es zu ei-ner Senkung des Schilddrüsenhormon-spiegels im Serum kommen.

Das Arzneimittel enthält Erdnussöl und Sojaöl. Erdnussöl und Sojaöl können selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

4.9 Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Bei einem Retinol-Serumspiegel von mehr als 1 mg/l kann von einer Hypervi-taminose A ausgegangen werden. Bei schwangeren Frauen ist eine teratogene Wirkung möglich.

Eine akute Hypervitaminose A kann auftreten ab einer einmaligen Aufnahme von etwa 500 mg Retinol-Äquivalenten bzw. 1,5 Millionen I.E. Vitamin A bei Er-wachsenen, 100 mg bzw. 300.000 I.E. bei Kindern und 30 mg bzw. 100.000 I.E. bei Kleinkindern.

Die Vergiftungssymptome äußern sich in Kopfschmerzen, starker Müdigkeit, Übelkeit, Papillenödem. Nach 24 Stun-den tritt eine massive Schuppung der Haut ein. Bei Kindern kann eine Vorwöl-bung der Fontanelle auftreten. Es kommt zu erhöhter Fibrinolysezeit, erniedrigtem Quickwert, erhöhten GOT- und GPT-Werten. Die Symptome bilden sich nach 36 Stunden zurück.

Eine chronische Hypervitaminose A kann bei Erwachsenen bei einer länger-fristigen, täglichen Vitamin A-Gabe von 30 mg Retinol-Äquivalenten bzw. 100.000 I.E. Vitamin A auftreten, bei Kindern bei Tagesdosen von 18.000 bis 60.000 I.E. Bei gestörter Leber- oder Nierenfunktion ist eine Hypervitaminose A auch schon bei weit geringeren Dosen möglich.

Frühsymptome einer chronischen Vergif-tung sind trockene und schuppende Haut, Pruritus, Rhagaden, Störung des Haarwachstums, Müdigkeit, Knochen-schmerzen und Hämorrhagie.

Spätsypmtome sind Hepatosplenomega-lie, Hypertrophie fettspeichender Leber-zellen, Leberfibrose, Sklerose der Leber-zentralvenen, Leberzirrhose durch porta-len Hochdruck und Aszites, Pseudotu-mor cerebri durch Druckerhöhung des zerebrospinalen Liquors, Erhöhung der alkalischen Phosphatase und des Se-rumkalziums.

Bei Kindern kann es im Verlauf einer chronischen Intoxikation zu frühzeitigem Epiphysenschluss, Verdickung der korti-kalen Regionen der langen Röhrenkno-chen und in Folge zu Wachstumsverzö-gerungen kommen.

Eine Hypervitaminose E ist auch nach jahrelanger Verabreichung hoher Dosen nicht bekannt geworden.

In Einzelfällen treten bei Dosen ab 1200 mg alpha-Tocopherolacetat Magen- und Darmbeschwerden auf.

Bei längerer Einnahme von 600 mg al-pha-Tocopherolacetat täglich kann es zu einer Senkung des Schilddrüsenhor-monspiegels im Serum kommen.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Absetzen des Präparates und sympto-matische Behandlung (eventuell indu-ziertes Erbrechen, Magenspülung oder salinische Abführmittel).

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vita-minpräparat, Kombination

ATC-Code: A11JA20

Vitamin A

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen es-senziellen Vitaminen. Der Begriff um-fasst Retinol und seine Ester, d.h. alle Substanzen, die die biologische Wirkung von Retinol besitzen, weil sie in Retinal und Retinsäure umgewandelt werden. Provitamine sind beta-Carotin und etwa 50 Carotinoide, die über mindestens ei-nen unsubstituierten Ring in beta-Konfiguration verfügen.

Die Angabe der biologischen Vitamin-A-Wirkung erfolgt in Internationalen Einhei-ten (I.E.) und in Retinol-Äquivalenten (RE). Einem Retinol-Äquivalent (RE) entsprechen nach WHO 1 µg Retinol, 6 µg beta-Carotin und 12 µg eines Caro-tinoids, das als Pro-Vitamin wirkt. Eine Internationale Einheit Vitamin A ent-spricht 0,3 µg Retinol-, 0,34 µg Retino-lacetat- bzw. 0,55 µg Retinolpalmitat-Äquivalenten.

Vitamin A beeinflusst in den Zielzellen die Proteinsynthese und die Synthese von Glykolipiden und Glykoproteinen, in der Mannose und Galaktose enthalten sind. Es reguliert Zellwachstum und Zelldifferenzierung durch veränderte Ge-nexpression von Enzymen und Wachs-tumsfaktoren, die für Zellentwicklung und Zellregeneration erforderlich sind. Im Wesentlichen lassen sich drei Wir-kungsbereiche unterscheiden:

  • Retinol wirkt auf Wachstum und Diffe-renzierung der epithelialen und mesenchymalen Strukturen des Kno-chens.
  • Vitamin A beeinflusst Fortpflanzung und embryonale Entwicklung (Sperma-togenese, Oogenese, Plazenta-entwicklung und embryonale Morpho-genese).
  • Retinal beeinflusst den Sehvorgang. Ein ausgeprägter Mangel an Vitamin A führt im vorderen Augenabschnitt zu Xerophthalmie (Verhornung und Aus-trocknung von Binde- und Hornhaut, die bis zur Erblindung führen kann). Auch Hören, Schmecken und Riechen sind von einer ausreichenden Vitamin A-Versorgung abhängig.

Vitamin E

Vitamin E ist der Name für alle Tocol- und Tocotrienolderivate, die qualitativ die biologische Aktivität von alpha-Tocopherol zeigen. Tocopherol be-schreibt alle Mono-, Di- und Trimethyl-tocole. Therapeutisch verwendet werden die alpha-Tocopherole und deren Ester, wozu alpha-Tocopherolacetat gehört.

Biologische Aktivität

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie das US National Research Council (NRC) verwenden zur Standar-disierung der Tocopherole den Begriff „D-alpha-Tocopherol-Äquivalent“. Für die Praxis gilt folgender Umrechnungsfaktor (dabei entspricht 1 mg alpha-Tocopherol 2,32 µmol):

1 mg D,L-alpha-Tocopherolacetat = 0,67 mg D-alpha-Tocopherol-Äquivalent = 1,00 I.E.

Vitamin E ist das wesentliche radikalket-tenunterbrechende Antioxidans in biolo-gischen Membranen, es wirkt als pheno-lisches Antioxidans und muss aus seiner Radikalform (Chromanoxyl) regeneriert werden, dabei gibt es eine Wechselwir-kung mit Vitamin C und Glutathion.

Vitamin E beeinflusst die Fluidität biolo-gischer Membranen sowie die Aktivität verschiedener Enzyme. Es hemmt die Thromboxan-, Leukotrien- und Prostacyclinbiosynthese.Enge biochemi-sche Verknüpfungen von Vitamin E mit Vitamin A bezüglich ihrer antioxidativen Funktionen sind bekannt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaf-ten

Vitamin A

Nach oraler Gabe werden Retinol und seine Ester bei Anwesenheit von Gallen-säuren nahezu vollständig resorbiert. Als Retinylester werden sie durch Chylomik-ronen zur Leber transportiert und dort gespeichert. Hieraus ergibt sich unmit-telbar nach Vitamin-A-Aufnahme ein ho-her Retinylester-Plasmaspiegel. Aus der Leber wird Retinol freigesetzt und von Retinol-bindenden Proteinen (RBP) zu den Zielorganen transportiert. Retinol bzw. seine im Zielorgan aktiven Metabo-liten werden dort an zytosolische Rezep-torproteine gebunden.

Die durchschnittliche Konzentration von Retinol in der Leber beträgt 1 bis 3 mg/l, im Plasma 0,3 bis 0,7 mg/l. Vitamin E steigert die Gewebespeicherung von Vi-tamin A. Die Halbwertszeit von Reti-nylestern in der Leber beträgt 50 bis 100 Tage. Die Halbwertszeit verringert sich bei starkem Alkoholkonsum.

Auch bei Berücksichtigung der Konzent-ration des Retinol-bindenden-Proteins (RBP) erlauben die Plasmaspiegel keine zuverlässige Diagnose einer Hypovita-minose A wegen der hohen Leberspei-cherung und der bislang noch nicht in al-len Einzelheiten geklärten, peripheren Regulation des Vitamin-A-Spiegels. Nach Empfehlung der Deutschen Ge-sellschaft für Ernährung gilt ein Retinol-Plasmaspiegel unter 300 ng/l als An-haltspunkt für einen Vitamin-A-Mangel.

Vitamin A wird Cytochrom-P-450-abhängig hydroxyliert, anschließend glu-kuronidiert und renal eliminiert. Vitamin A ist plazentagängig und geht in die Mut-termilch über.

Vitamin E

Die Resorption von Vitamin E erfolgt passiv; sie beträgt im phyiologischen Be-reich 25 bis 60% und nimmt im höheren Dosisbereich ab. Eine 10-fache Erhö-hung der Einnahme von Tocopherol führt zu einer Verdoppelung der Plasmakon-zentration. Der Prozess ist abhängig vom Fettgehalt der Nahrung sowie von der Anwesenheit von Gallensäuren und Pankreassaft.

Die Ester des Tocopherols müssen vor der Aufnahme über die Mukosa zunächst hydrolysiert werden. RRR-alpha-Tocopherol wird aus den Acetylestern schneller freigesetzt als SRR-alpha-Tocopherol. Vitamin E erscheint zu-nächst in Chylomikronen und ist dann hauptsächlich assoziiert mit den beta-Lipoproteinen des Plasmas.

70-80 % von intravenös appliziertem ra-dioaktiven Vitamin E wird innerhalb einer Woche über die Leber ausgeschieden, der Rest erscheint im Urin als Glukuro-nide der Tocopheronsäure und ihres gamma-Lactons. Andere Metabolite chi-noider Strukturen sowie Dimere und Tri-mere wurden in Geweben gefunden.

Es gibt kein Speicherorgan für Vitamin E, jedoch findet man die größten Reser-ven im Fettgewebe, in der Leber und im Muskel. Der Plasmaspiegel steigt bei in-tensiver Muskeltätigkeit an.

Die biologische Halbwertszeit, gemessen für RRR-alpha-Tocopherol bei Ratten, beträgt in Leber und Lunge 7 bis 10 Ta-ge, im Nervengewebe etwa das 10-fache.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Vitamin A

Akute Toxizität

siehe Ziffer 4.9 Überdosierung

Chronische Toxizität / Subchronische Toxizität

siehe Ziffer 4.9 Überdosierung

Mutagenes und tumorerzeugendes Po-tenzial

Es fehlen Hinweise auf mutagene und karzinogene Wirkungen.

Reproduktionstoxizität

Im Tierexperiment wirken sowohl Vitami- A-Mangel als auch Vitamin-A-Überdosierungen teratogen.

Ausreichende Erfahrungen über die Si-cherheit bei der Anwendung hoher Do-sen in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen für den Menschen nicht vor. Bei Einnahmen zwischen 25.000 und 150.000 I.E. pro Tag während der ersten drei Schwangerschaftsmonate sind in mehreren Fällen Fehlbildungen be-schrieben worden.

Vitamin E

Akute, chronische und sub-chronischeToxizität

Nach tierexperimentellen Untersuchun-gen ist Vitamin E weitgehend untoxisch (LD50 bei der Maus mehr als 50 g/kg, bei der Ratte mehr als 5 g/kg). Es erzeugt in Dosen von 0,5 bis 1,0 g/d über mehrere Wochen praktisch keine toxischen Effek-te.

Reproduktionstoxizität

Mögliche Störungen der Fertilität nach Vitamin E-Gaben, die oberhalb der tägli-chen empfohlenen Dosis liegen, sind nicht ausreichend untersucht worden.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.), Butylhyd-roxytoluol (Ph.Eur.), Erdnussöl, Gelatine, Glycerol 85 %, Polysorbat 20, Sojaöl (Ph.Eur.), Sorbitol (Ph.Eur.), Eisenoxid-gelb, Titandioxid

6.2 Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

6.3. Dauer der Haltbarkeit

36 Monate

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahme für die Aufbewahrung

Das Arzneimittel bitte vor Licht geschützt und nicht über 30 °C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Originalpackungen zu

50 Weichkapseln N 2

100 Weichkapseln N 3

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG In der Weiherweise 1 D-55569 Nussbaum Telefon: (06751) 910-0 Telefax: (06751) 910-150 www.hevert.de

8. Zulassungsnummer

Zul.-Nr.: 6912.00.00

9. Datum der Erteilung der Zulas-sung/Verlängerung der Zulassung

23.10.2003

10. Stand der Information

April 2012

11. Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 6912.00.00 · ENR 2106912

Stand der Information laut Text: 04/2012

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Vitamin A + E Hevert Kapseln

Rezeptpflicht
Apothekenpflichtig, rezeptfrei?
  • Sie erhalten das Arzneimittel ohne Rezept, aber nur in der Apotheke. Lassen Sie sich dort beraten.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: apothekenpflichtig gemäß §43 oder §46 AMG.
Wirkstoffe Retinol 5000 I.E., all-rac-alpha-Tocopherolacetat 200 mg
Darreichungsform Kapsel
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Sonstige Bestandteile
Erdnussöl, Sojaöl, Polysorbat 20, Gelatine und 4 weitere+

Erdnussöl, Sojaöl, Polysorbat 20, Gelatine, Glycerol 85%, Titandioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid x H<2>O, Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend) (Ph.Eur.)

Packungsgrößen 50 Stück, 100 Stück
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
ATC-Klassifikation
  1. A Alimentäres System und Stoffwechsel
    1. A11 Vitamine
      1. A11J Andere Vitaminpräparate, Kombinationen
        1. A11JA Kombinationen von Vitaminen
Zulassung 6912.00.00, seit 24.10.2003; nationales Verfahren (Deutschland)
Pharmazeutischer Unternehmer Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG, 55569 Nußbaum
Hersteller (Freigabe) Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG
Risikoverfahren
1 Verfahren zur Arzneimittelsicherheit+
  • Vitamin E-haltige Arzneimittel (alle Tocopherole und ihre Derivate): Erhöhte Gesamtmortalität in Abhängigkeit von der Tagesdosierung
Frühere Namen Eacaps (ab 23.10.2003)

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 2106912), Datensatz vom 23.04.2025. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.