Info Patient

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
20000 IE
Wirkstoff:

Fachinformation - Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Weichkapsel enthält 0,5 mg Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 20.000 I.E.).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Weichkapsel enthält 0,02 mg Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Weichkapsel

Hellgelbe, durchsichtige, ovale Weichgelatinekapseln mit klarer, farbloser Flüssigkeit als Füllung. Jede Kapsel ist mit der Bezeichnung "58" versehen. Die Abmessungen der Kapsel betragen ca. 11 x 6 mm.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Initialbehandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangelzustands (Serumspiegel < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml) bei Erwachsenen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung muss vom behandelnden Arzt individuell in Abhängigkeit von der erforderlichen Vitamin-D-Zufuhr bestimmt werden. Die Ernährungsgewohnheiten des Patienten sind sorgfältig zu prüfen und der künstlich zugesetzte Vitamin-D-Gehalt in bestimmten Lebensmitteln muss berücksichtigt werden.

Erwachsene

Empfohlene Dosis: eine Weichkapsel wöchentlich (entsprechend 20.000 I.E.) für bis zu 4 - 5 Wochen.

Nach dem ersten Monat sollte eine niedrigere Erhaltungsdosis in Betracht gezogen werden, abhängig von dem gewünschten Serumwert von 25-Hydroxycolecalciferol (25[OH]D), der Schwere der Krankheit und dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie.

Alternativ kann auch den nationalen Dosierungsempfehlungen zur Behandlung eines Vitamin-D-Mangels gefolgt werden.

Kinder und Jugendliche

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden. Die Stärke von 20 000 I.E. Weichkapseln ist für die Anwendung in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe nicht geeignet, da es zu wenige Studien über die sichere Anwendung hoher Dosen in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe gibt. Andere Darreichungsformen und Stärken können für die Verabreichung an diese Bevölkerungsgruppe besser geeignet sein.

Leberfunktionsstörungen

Keine Dosisanpassung notwendig.

Nierenfunktionsstörungen

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. darf nicht bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Schwangerschaft und Stillzeit

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. ist während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Weichkapseln werden als Ganzes (nicht zerkaut) mit Wasser geschluckt, vorzugsweise zusammen mit der Hauptmahlzeit des Tages.

4.3 Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Erdnuss, Soja oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • Hypervitaminose D
  • Nephrolithiasis
  • Nephrokalzinose
  • Krankheiten oder Zustände, die zu Hyperkalzämie und/oder Hyperkalziurie führen
  • schwere Niereninsuffizienz

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überwachung

Während der Behandlung sollten der Serumcalciumspiegel, die Calciumausscheidung im Urin und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatininspiegels überwacht werden. Die Überwachung ist besonders wichtig bei älteren Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden oder Diuretika behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5), sowie bei immobilisierten Patienten. Im Falle einer Hyperkalziurie (mehr als 300 mg (7,5 mmol)/24 Stunden) ist die Behandlung abzusetzen. Bei Anzeichen einer eingeschränkten Nierenfunktion ist die Dosis zu senken oder die Behandlung abzusetzen.

Bei Patienten mit einer starken Neigung zur Steinbildung sollte dieses hochdosierte Vitamin-D-Arzneimittel nicht angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Vitamin D ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nur mit Vorsicht anzuwenden und die Wirkung auf den Kalzium- und Phosphatspiegel ist zu überwachen. Das Risiko einer Weichteilverkalkung sollte berücksichtigt werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Vitamin D in Form von Colecalciferol möglicherweise nicht normal metabolisiert und Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sarkoidose

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht verschrieben werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten besteht. Bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden.

Sonstige Vitamin D-Einnahme

Der Vitamin-D-Gehalt dieses Arzneimittels sollte bei der Verschreibung von anderen Vitamin-D-Metaboliten und -Analoga sowie von Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln berücksichtigt werden. Zusätzliche Dosen von Vitamin D sollten unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Pseudohypoparathyreoidismus

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte bei Vorliegen eines Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer langanhaltenden Überdosierung). Für solche Fälle stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung.

Calcium-Aufnahme

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Calciumzufuhr sollte bei jedem einzelnen Patienten geprüft werden. Calciumergänzungen sollten unter enger ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.

Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.)

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. enthält Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.). Nicht zu verwenden bei einer Allergie gegen Erdnüsse oder Soja.

Pädiatrische Bevölkerungsgruppe

Die Stärke von 20 000 I.E. Weichkapseln ist für die Anwendung in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe nicht geeignet, da die Studien zur sicheren Anwendung hoher Dosen in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe zu begrenzt sind. Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Thiazid-Diuretika

Thiazid-Diuretika vermindern die renale Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Thiazid-Diuretika ist eine regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel im Serum erforderlich, da das Risiko für eine Hyperkalzämie erhöht ist.

Phenytoin oder Barbiturate

Die gleichzeitige Behandlung mit Phenytoin oder Barbituraten kann die Wirkung von Vitamin D aufgrund einer Stoffwechselaktivierung verringern.

Glukokortikoide

Die gleichzeitige Einnahme von Glukokortikoiden kann die Wirkung von Vitamin D verringern.

Während der gleichzeitigen Einnahme kann es notwendig sein, die Dosis von Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Kapseln zu erhöhen.

Glukokortikoide können den Vitamin-D-Stoffwechsel und die Ausscheidung erhöhen.

Digitalis

Die Wirkung von Digitalis und anderen Herzglykosiden kann durch die orale Verabreichung von Calcium in Kombination mit Vitamin D verstärkt werden. Eine strikte medizinische Überwachung ist notwendig und das Elektrokardiogramm (EKG) und der Serumkalziumspiegel der Patienten sollten genau überwacht werden.

Ionenaustauscher, Laxantien und Orlistat

Eine gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Cholestyramin oder Laxantien wie Paraffinöl kann die gastrointestinale Resorption von Vitamin D vermindern. Orlistat kann möglicherweise die Aufnahme von Colecalciferol beeinträchtigen, da es fettlöslich ist.

Actinomycin und Imidazole

Der zytotoxische Wirkstoff Actinomycin und Imidazol-Antimykotika beeinflussen die Vitamin-D-Aktivität, indem sie die Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D zu 1,25-Dihydroxyvitamin D durch das Nierenenzym 25-Hydroxyvitamin D-1-Hydroxylase hemmen.

Magnesium

Während der Behandlung mit Vitamin D3 dürfen Magnesium-enthaltende Arzneimittel (wie Antazida) aufgrund des Risikos einer Hypermagnesiämie nicht eingenommen werden.

Phosphor

In hohen Dosen angewendete phosphorhaltige Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko für Hyperphosphatämie erhöhen.

Rifampicin

Rifampicin kann die Wirksamkeit von Vitamin D durch hepatische Enzyminduktion reduzieren.

Isoniazid

Isoniazid kann die Wirksamkeit von Vitamin D durch Hemmung der metabolischen Aktivierung von Vitamin D reduzieren.

Ketoconazol

Ketoconazol kann sowohl die synthetischen als auch die katabolischen Enzyme von Vitamin D hemmen. Nach Verabreichung von 300 mg/Tag bis 1 200 mg/Tag Ketoconazol über eine Woche an gesunde Männer wurde eine Verringerung der endogenen Vitamin-D-Konzentration im Serum beobachtet. In-vivo-Wechselwirkungsstudien von Ketoconazol mit Vitamin D sind jedoch nicht untersucht worden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird dieses hoch dosierte Präparat, d.h. 20.000 I.E. Vitamin D/Kapsel, nicht empfohlen und es sollte ein niedriger dosiertes Präparat angewendet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine angemessene Zufuhr von Vitamin D erforderlich. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte sich nach den nationalen Leitlinien richten.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft beträgt die empfohlene Tageshöchstdosis 4.000 I.E. Vitamin D (0,1 mg Colecalciferol).

Es gibt keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung hoher Dosen von Colecalciferol bei schwangeren Frauen. In tierexperimentellen Studien wurden für hohe Dosen von Vitamin D teratogene Wirkungen gezeigt. Während der Schwangerschaft muss eine

Überdosierung von Vitamin D vermieden werden, da eine lang anhaltende Hyperkalzämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie des Kindes führen kann (siehe Abschnitt 5.3).

Aufgrund der hohen Wirkstärke wird Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. während der Schwangerschaft nicht empfohlen.

Stillzeit

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. wird während der Stillzeit nicht empfohlen. Vitamin D und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden. Ist die Behandlung mit Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. während der Stillzeit klinisch angezeigt, sollte dies bei der zusätzlichen Gabe von Vitamin D an das Kind beachtet werden.

Aufgrund der hohen Wirkstärke wird Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. bei stillenden Frauen nicht empfohlen.

Fertilität

Bei einem normalen endogenen Vitamin-D-Spiegel sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten. Die Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität sind nicht bekannt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgelistet nach Organklasse und Häufigkeit. Die Häufigkeit ist definiert als: gelegentlich (>1/1 000, <1/100), selten (>1/10 000, <1/1 000) oder nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

System Organklasse

Häufigkeit

der Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Erkrankungen des

Immunsystems

Nicht bekanntÜberempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem oder Larynxödem

Stoffwechsel-

und Ernährungsstörungen

Gelegentlich

Hyperkalzämie und

Hyperkalzurie

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Nicht bekannt

Obstipation, Flatulenz,

Übelkeit, Abdominalschmerzen und Diarrhö

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautgewebes

SeltenPruritus, Hautausschlag und Urtikaria

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die schwerwiegendste Folge einer akuten oder chronischen Überdosierung ist eine Hyperkalzämie aufgrund einer Vitamin-D-Toxizität. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, mentale Störungen, Polydipsie, Polyurie, Anorexie, Schwäche, Apathie, Durst, Knochenschmerzen, Pankreatitis, Nephrokalzinose, Nierensteine und in schweren Fällen auch Herzrhythmusstörungen. In extremen Fällen kann die Hyperkalzämie zu Koma oder sogar Tod führen. Chronische Überdosen können aufgrund von Hyperkalzämie zu Gefäß- und Organverkalkungen führen.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Eine Normalisierung der Hyperkalzämie infolge einer Vitamin-D-Intoxikation dauert mehrere Wochen. Die Empfehlung für die Behandlung der Hyperkalzämie ist die Vermeidung jeder weiteren Vitamin-D-Zufuhr, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln, diätetischer Zufuhr und der Vermeidung von Sonnenlicht. Eine kalziumarme oder kalziumfreie Diät kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Eine Rehydrierung und die Behandlung mit Diuretika, z. B. Furosemid, um eine ausreichende Diurese zu gewährleisten, sollten in Betracht gezogen werden. Eine zusätzliche Behandlung mit Calcitonin oder Kortikosteroiden kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Im Falle einer schweren Überdosierung (insbesondere bei Oligoanurie) ist eine Hämodialysetherapie (calciumfreies Dialysat) angezeigt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamine, Vitamin D und Analoga

ATC-Code: A11CC05

In seiner biologisch aktiven Form stimuliert Vitamin D3 die intestinale Calciumabsorption, den Einbau von Kalzium in das Osteoid und die Freisetzung von Calcium aus dem Knochengewebe. Im Dünndarm fördert es die schnelle und verzögerte Calciumaufnahme. Auch der passive und aktive Transport von Phosphat wird stimuliert. In der Niere hemmt es die Ausscheidung von Calcium und Phosphat, indem es die tubuläre Resorption fördert. Die Produktion von Parathormon (PTH) in den Nebenschilddrüsen wird durch die biologisch aktive Form von Vitamin D3 direkt gehemmt. Die PTH-Sekretion wird zusätzlich durch die erhöhte Calciumaufnahme im Dünndarm unter dem Einfluss von biologisch aktivem Vitamin D3 gehemmt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Vitamin D ist gut bekannt.

Resorption

Vitamin D wird in Anwesenheit von Galle gut aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert, so dass die Verabreichung mit der Hauptmahlzeit des Tages die Resorption von Vitamin D erleichtern könnte.

Verteilung und Biotransformation

Es wird in der Leber durch Hydroxylierung zu 25-Hydroxycolecalciferol umgewandelt. Danach erfolgt eine weitere Umwandlung in den Nieren zu 1,25-Dihydroxycolecalciferol (Calcitriol).

1,25-Dihydroxycolecalciferol ist der aktive Metabolit, der für die erhöhte Calciumresorption verantwortlich ist.

Nicht umgewandeltes Vitamin D wird in Fett- und Muskelgewebe gespeichert.

Elimination

Die Metaboliten zirkulieren im Blut, gebunden an ein spezifisches α-Globin. Vitamin D und seine Metaboliten werden hauptsächlich über die Galle und die Fäzes ausgeschieden.

Besondere Populationen

Bei Personen mit Nierenfunktionsstörungen ist die metabolische Clearance-Rate um 57 % niedriger als bei gesunden Probanden.

Bei Personen mit Malabsorption kommt es zu einer verminderten Absorption und erhöhten Ausscheidung von Vitamin D3.

Übergewichtige Personen sind weniger in der Lage, den Vitamin-D3-Spiegel durch Sonneneinstrahlung aufrechtzuerhalten, und benötigen wahrscheinlich höhere orale Dosen von Vitamin D3, um Defizite auszugleichen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Effekte in präklinischen Studien zur Toxizität bei einmaliger und wiederholter Gabe wurden nur nach hohen Dosierungen beobachtet. Bei Dosierungen, die weit über dem humantherapeutischen Bereich lagen, wurden in tierexperimentellen Studien teratogene Wirkungen beobachtet.

Bei Tieren wurden die Einnistung und die Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch hohe Dosen von 1,25-Dihydroxycolecalciferol (Calcitriol) aufgrund histopathologischer Veränderungen an den Fortpflanzungsorganen und biochemischer Parameter beeinträchtigt. Normale endogene Spiegel von Colecalciferol weisen weder ein mutagenes (negativer Ames-Test) noch ein kanzerogenes Potenzial auf.

Es liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor, die über die in anderen Abschnitten der Fachinformation aufgeführten Angaben hinausgehen. (siehe Abschnitte 4.6 und 4.9).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt

Mittelkettige Triglyceride

all-rac-α-Tocopherol

Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur)

Kapselhülle

Gelatine

Glycerol

Gereinigtes Wasser

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Verpackt in PVDC/PVC-Aluminiumfolienblister

Packungsgrößen: 4, 5, 14 und 50 Weichkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den regionalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Zentiva Pharma GmbH

Brüningstr. 50

65926 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 53 53 010

Telefax: 0800 53 53 011

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

7014347.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 05. September 2024

10. STAND DER INFORMATION

11.2024

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7014347.00.00 · ENR 7014347

Stand der Information laut Text: 11/2024

Einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite.

Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Colecalciferol 20000 IE
Darreichungsform Kapsel
Art der Anwendung Zum Einnehmen
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Mittelkettige Triglyceride, RRR-alpha-Tocopherol, Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.), Gelatine, Glycerol, Gereinigtes Wasser
Packungsgrößen 4 Stück, 5 Stück, 14 Stück, 50 Stück
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. A Alimentäres System und Stoffwechsel
    1. A11 Vitamine
      1. A11C Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen
        1. A11CC Vitamin D und Analoga
          1. A11CC05 Colecalciferol
Zulassung 7014347.00.00, seit 11.09.2024; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Zentiva Pharma GmbH, 65926 Frankfurt am Main
Hersteller (Freigabe) Flavine Pharma France

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7014347), Datensatz vom 10.09.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.