Fachinformation - Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Weichkapseln
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Weichkapsel enthält 0,5 mg Colecalciferol (Vitamin D3, entsprechend 20.000 I.E.).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:
Jede Weichkapsel enthält 0,02 mg Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Weichkapsel
Hellgelbe, durchsichtige, ovale Weichgelatinekapseln mit klarer, farbloser Flüssigkeit als Füllung. Jede Kapsel ist mit der Bezeichnung "58" versehen. Die Abmessungen der Kapsel betragen ca. 11 x 6 mm.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Initialbehandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangelzustands (Serumspiegel < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml) bei Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Dosierung muss vom behandelnden Arzt individuell in Abhängigkeit von der erforderlichen Vitamin-D-Zufuhr bestimmt werden. Die Ernährungsgewohnheiten des Patienten sind sorgfältig zu prüfen und der künstlich zugesetzte Vitamin-D-Gehalt in bestimmten Lebensmitteln muss berücksichtigt werden.
Erwachsene
Empfohlene Dosis: eine Weichkapsel wöchentlich (entsprechend 20.000 I.E.) für bis zu 4 - 5 Wochen.
Nach dem ersten Monat sollte eine niedrigere Erhaltungsdosis in Betracht gezogen werden, abhängig von dem gewünschten Serumwert von 25-Hydroxycolecalciferol (25[OH]D), der Schwere der Krankheit und dem Ansprechen des Patienten auf die Therapie.
Alternativ kann auch den nationalen Dosierungsempfehlungen zur Behandlung eines Vitamin-D-Mangels gefolgt werden.
Kinder und Jugendliche
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden. Die Stärke von 20 000 I.E. Weichkapseln ist für die Anwendung in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe nicht geeignet, da es zu wenige Studien über die sichere Anwendung hoher Dosen in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe gibt. Andere Darreichungsformen und Stärken können für die Verabreichung an diese Bevölkerungsgruppe besser geeignet sein.
Leberfunktionsstörungen
Keine Dosisanpassung notwendig.
Nierenfunktionsstörungen
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. darf nicht bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Schwangerschaft und Stillzeit
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. ist während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.
Art und Dauer der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Weichkapseln werden als Ganzes (nicht zerkaut) mit Wasser geschluckt, vorzugsweise zusammen mit der Hauptmahlzeit des Tages.
4.3 Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Erdnuss, Soja oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
- Hypervitaminose D
- Nephrolithiasis
- Nephrokalzinose
- Krankheiten oder Zustände, die zu Hyperkalzämie und/oder Hyperkalziurie führen
- schwere Niereninsuffizienz
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Überwachung
Während der Behandlung sollten der Serumcalciumspiegel, die Calciumausscheidung im Urin und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatininspiegels überwacht werden. Die Überwachung ist besonders wichtig bei älteren Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden oder Diuretika behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5), sowie bei immobilisierten Patienten. Im Falle einer Hyperkalziurie (mehr als 300 mg (7,5 mmol)/24 Stunden) ist die Behandlung abzusetzen. Bei Anzeichen einer eingeschränkten Nierenfunktion ist die Dosis zu senken oder die Behandlung abzusetzen.
Bei Patienten mit einer starken Neigung zur Steinbildung sollte dieses hochdosierte Vitamin-D-Arzneimittel nicht angewendet werden.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Vitamin D ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nur mit Vorsicht anzuwenden und die Wirkung auf den Kalzium- und Phosphatspiegel ist zu überwachen. Das Risiko einer Weichteilverkalkung sollte berücksichtigt werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Vitamin D in Form von Colecalciferol möglicherweise nicht normal metabolisiert und Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Sarkoidose
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht verschrieben werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten besteht. Bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden.
Sonstige Vitamin D-Einnahme
Der Vitamin-D-Gehalt dieses Arzneimittels sollte bei der Verschreibung von anderen Vitamin-D-Metaboliten und -Analoga sowie von Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln berücksichtigt werden. Zusätzliche Dosen von Vitamin D sollten unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Pseudohypoparathyreoidismus
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte bei Vorliegen eines Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer langanhaltenden Überdosierung). Für solche Fälle stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung.
Calcium-Aufnahme
Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Calciumzufuhr sollte bei jedem einzelnen Patienten geprüft werden. Calciumergänzungen sollten unter enger ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.
Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.)
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. enthält Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur.). Nicht zu verwenden bei einer Allergie gegen Erdnüsse oder Soja.
Pädiatrische Bevölkerungsgruppe
Die Stärke von 20 000 I.E. Weichkapseln ist für die Anwendung in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe nicht geeignet, da die Studien zur sicheren Anwendung hoher Dosen in der pädiatrischen Bevölkerungsgruppe zu begrenzt sind. Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Thiazid-Diuretika
Thiazid-Diuretika vermindern die renale Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Thiazid-Diuretika ist eine regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel im Serum erforderlich, da das Risiko für eine Hyperkalzämie erhöht ist.
Phenytoin oder Barbiturate
Die gleichzeitige Behandlung mit Phenytoin oder Barbituraten kann die Wirkung von Vitamin D aufgrund einer Stoffwechselaktivierung verringern.
Glukokortikoide
Die gleichzeitige Einnahme von Glukokortikoiden kann die Wirkung von Vitamin D verringern.
Während der gleichzeitigen Einnahme kann es notwendig sein, die Dosis von Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. Kapseln zu erhöhen.
Glukokortikoide können den Vitamin-D-Stoffwechsel und die Ausscheidung erhöhen.
Digitalis
Die Wirkung von Digitalis und anderen Herzglykosiden kann durch die orale Verabreichung von Calcium in Kombination mit Vitamin D verstärkt werden. Eine strikte medizinische Überwachung ist notwendig und das Elektrokardiogramm (EKG) und der Serumkalziumspiegel der Patienten sollten genau überwacht werden.
Ionenaustauscher, Laxantien und Orlistat
Eine gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Cholestyramin oder Laxantien wie Paraffinöl kann die gastrointestinale Resorption von Vitamin D vermindern. Orlistat kann möglicherweise die Aufnahme von Colecalciferol beeinträchtigen, da es fettlöslich ist.
Actinomycin und Imidazole
Der zytotoxische Wirkstoff Actinomycin und Imidazol-Antimykotika beeinflussen die Vitamin-D-Aktivität, indem sie die Umwandlung von 25-Hydroxyvitamin D zu 1,25-Dihydroxyvitamin D durch das Nierenenzym 25-Hydroxyvitamin D-1-Hydroxylase hemmen.
Magnesium
Während der Behandlung mit Vitamin D3 dürfen Magnesium-enthaltende Arzneimittel (wie Antazida) aufgrund des Risikos einer Hypermagnesiämie nicht eingenommen werden.
Phosphor
In hohen Dosen angewendete phosphorhaltige Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko für Hyperphosphatämie erhöhen.
Rifampicin
Rifampicin kann die Wirksamkeit von Vitamin D durch hepatische Enzyminduktion reduzieren.
Isoniazid
Isoniazid kann die Wirksamkeit von Vitamin D durch Hemmung der metabolischen Aktivierung von Vitamin D reduzieren.
Ketoconazol
Ketoconazol kann sowohl die synthetischen als auch die katabolischen Enzyme von Vitamin D hemmen. Nach Verabreichung von 300 mg/Tag bis 1 200 mg/Tag Ketoconazol über eine Woche an gesunde Männer wurde eine Verringerung der endogenen Vitamin-D-Konzentration im Serum beobachtet. In-vivo-Wechselwirkungsstudien von Ketoconazol mit Vitamin D sind jedoch nicht untersucht worden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird dieses hoch dosierte Präparat, d.h. 20.000 I.E. Vitamin D/Kapsel, nicht empfohlen und es sollte ein niedriger dosiertes Präparat angewendet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine angemessene Zufuhr von Vitamin D erforderlich. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte sich nach den nationalen Leitlinien richten.
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft beträgt die empfohlene Tageshöchstdosis 4.000 I.E. Vitamin D (0,1 mg Colecalciferol).
Es gibt keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung hoher Dosen von Colecalciferol bei schwangeren Frauen. In tierexperimentellen Studien wurden für hohe Dosen von Vitamin D teratogene Wirkungen gezeigt. Während der Schwangerschaft muss eine
Überdosierung von Vitamin D vermieden werden, da eine lang anhaltende Hyperkalzämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie des Kindes führen kann (siehe Abschnitt 5.3).
Aufgrund der hohen Wirkstärke wird Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Stillzeit
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. wird während der Stillzeit nicht empfohlen. Vitamin D und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden. Ist die Behandlung mit Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. während der Stillzeit klinisch angezeigt, sollte dies bei der zusätzlichen Gabe von Vitamin D an das Kind beachtet werden.
Aufgrund der hohen Wirkstärke wird Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. bei stillenden Frauen nicht empfohlen.
Fertilität
Bei einem normalen endogenen Vitamin-D-Spiegel sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten. Die Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität sind nicht bekannt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Vitamin D3 Zentiva 20.000 I.E. hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgelistet nach Organklasse und Häufigkeit. Die Häufigkeit ist definiert als: gelegentlich (>1/1 000, <1/100), selten (>1/10 000, <1/1 000) oder nicht bekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
| System Organklasse | Häufigkeit der Nebenwirkungen | Nebenwirkungen |
|---|---|---|
Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt | Überempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem oder Larynxödem |
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Gelegentlich | Hyperkalzämie und Hyperkalzurie |
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Nicht bekannt | Obstipation, Flatulenz, Übelkeit, Abdominalschmerzen und Diarrhö |
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Selten | Pruritus, Hautausschlag und Urtikaria |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Die schwerwiegendste Folge einer akuten oder chronischen Überdosierung ist eine Hyperkalzämie aufgrund einer Vitamin-D-Toxizität. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, mentale Störungen, Polydipsie, Polyurie, Anorexie, Schwäche, Apathie, Durst, Knochenschmerzen, Pankreatitis, Nephrokalzinose, Nierensteine und in schweren Fällen auch Herzrhythmusstörungen. In extremen Fällen kann die Hyperkalzämie zu Koma oder sogar Tod führen. Chronische Überdosen können aufgrund von Hyperkalzämie zu Gefäß- und Organverkalkungen führen.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Eine Normalisierung der Hyperkalzämie infolge einer Vitamin-D-Intoxikation dauert mehrere Wochen. Die Empfehlung für die Behandlung der Hyperkalzämie ist die Vermeidung jeder weiteren Vitamin-D-Zufuhr, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln, diätetischer Zufuhr und der Vermeidung von Sonnenlicht. Eine kalziumarme oder kalziumfreie Diät kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Eine Rehydrierung und die Behandlung mit Diuretika, z. B. Furosemid, um eine ausreichende Diurese zu gewährleisten, sollten in Betracht gezogen werden. Eine zusätzliche Behandlung mit Calcitonin oder Kortikosteroiden kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Im Falle einer schweren Überdosierung (insbesondere bei Oligoanurie) ist eine Hämodialysetherapie (calciumfreies Dialysat) angezeigt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamine, Vitamin D und Analoga
ATC-Code: A11CC05
In seiner biologisch aktiven Form stimuliert Vitamin D3 die intestinale Calciumabsorption, den Einbau von Kalzium in das Osteoid und die Freisetzung von Calcium aus dem Knochengewebe. Im Dünndarm fördert es die schnelle und verzögerte Calciumaufnahme. Auch der passive und aktive Transport von Phosphat wird stimuliert. In der Niere hemmt es die Ausscheidung von Calcium und Phosphat, indem es die tubuläre Resorption fördert. Die Produktion von Parathormon (PTH) in den Nebenschilddrüsen wird durch die biologisch aktive Form von Vitamin D3 direkt gehemmt. Die PTH-Sekretion wird zusätzlich durch die erhöhte Calciumaufnahme im Dünndarm unter dem Einfluss von biologisch aktivem Vitamin D3 gehemmt.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Pharmakokinetik von Vitamin D ist gut bekannt.
Resorption
Vitamin D wird in Anwesenheit von Galle gut aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert, so dass die Verabreichung mit der Hauptmahlzeit des Tages die Resorption von Vitamin D erleichtern könnte.
Verteilung und Biotransformation
Es wird in der Leber durch Hydroxylierung zu 25-Hydroxycolecalciferol umgewandelt. Danach erfolgt eine weitere Umwandlung in den Nieren zu 1,25-Dihydroxycolecalciferol (Calcitriol).
1,25-Dihydroxycolecalciferol ist der aktive Metabolit, der für die erhöhte Calciumresorption verantwortlich ist.
Nicht umgewandeltes Vitamin D wird in Fett- und Muskelgewebe gespeichert.
Elimination
Die Metaboliten zirkulieren im Blut, gebunden an ein spezifisches α-Globin. Vitamin D und seine Metaboliten werden hauptsächlich über die Galle und die Fäzes ausgeschieden.
Besondere Populationen
Bei Personen mit Nierenfunktionsstörungen ist die metabolische Clearance-Rate um 57 % niedriger als bei gesunden Probanden.
Bei Personen mit Malabsorption kommt es zu einer verminderten Absorption und erhöhten Ausscheidung von Vitamin D3.
Übergewichtige Personen sind weniger in der Lage, den Vitamin-D3-Spiegel durch Sonneneinstrahlung aufrechtzuerhalten, und benötigen wahrscheinlich höhere orale Dosen von Vitamin D3, um Defizite auszugleichen.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Effekte in präklinischen Studien zur Toxizität bei einmaliger und wiederholter Gabe wurden nur nach hohen Dosierungen beobachtet. Bei Dosierungen, die weit über dem humantherapeutischen Bereich lagen, wurden in tierexperimentellen Studien teratogene Wirkungen beobachtet.
Bei Tieren wurden die Einnistung und die Aufrechterhaltung der Trächtigkeit durch hohe Dosen von 1,25-Dihydroxycolecalciferol (Calcitriol) aufgrund histopathologischer Veränderungen an den Fortpflanzungsorganen und biochemischer Parameter beeinträchtigt. Normale endogene Spiegel von Colecalciferol weisen weder ein mutagenes (negativer Ames-Test) noch ein kanzerogenes Potenzial auf.
Es liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor, die über die in anderen Abschnitten der Fachinformation aufgeführten Angaben hinausgehen. (siehe Abschnitte 4.6 und 4.9).
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Kapselinhalt
Mittelkettige Triglyceride
all-rac-α-Tocopherol
Raffiniertes Sojaöl (Ph.Eur)
Kapselhülle
Gelatine
Glycerol
Gereinigtes Wasser
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Verpackt in PVDC/PVC-Aluminiumfolienblister
Packungsgrößen: 4, 5, 14 und 50 Weichkapseln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den regionalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Zentiva Pharma GmbH
Brüningstr. 50
65926 Frankfurt am Main
Telefon: 0800 53 53 010
Telefax: 0800 53 53 011
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
7014347.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 05. September 2024
10. STAND DER INFORMATION
11.2024
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
