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Azacitidin PUREN 25 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension – Beipackzettel, Nebenwirkungen, Dosierung

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
25 mg/ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Beipackzettel, Nebenwirkungen, Wirkung, Anwendungsgebiete - Azacitidin PUREN 25 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension

1. Was ist Azacitidin PUREN und wofür wird es angewendet?

Was ist Azacitidin PUREN?

Azacitidin PUREN ist ein Mittel gegen Krebs, das zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als „Antimetabolite“ bezeichnet werden. Azacitidin PUREN enthält den Wirkstoff ‚Azacitidin’.

Wofür wird Azacitidin PUREN angewendet?

Azacitidin PUREN wird bei Erwachsenen, bei denen eine Stammzelltransplantation nicht durchge-führt werden kann, zur Behandlung folgender Erkrankungen angewendet:

  • myelodysplastische Syndrome (MDS) mit hohem Risiko,
  • chronische myelomonozytäre Leukämie (CMML),
  • akute myeloische Leukämie (AML).

Diese Erkrankungen betreffen das Knochenmark und können daher zu Störungen der normalen Blutzellenbildung führen.

Wie wirkt Azacitidin PUREN?

Azacitidin PUREN entfaltet seine Wirkung, indem es Krebszellen daran hindert, zu wachsen. Aza-citidin wird in das genetische Material der Zellen (die Ribonukleinsäure (RNA) und die Desoxyri-bonukleinsäure (DNA)) eingebaut. Vermutlich verändert es die Art und Weise, wie die Zellen die Funktion der Gene an- und ausschalten, und es greift auch in die Bildung neuer RNA und DNA ein. Diese Wirkungen korrigieren wahrscheinlich Störungen bei der Reifung und dem Wachstum von jungen Blutzellen im Knochenmark, die zu myelodysplastischen Störungen führen, und töten bei Leukämie Krebszellen ab.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie Azacitidin PUREN wirkt oder weshalb Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Azacitidin PUREN beachten?

Azacitidin PUREN darf NICHT angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Azacitidin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Be-standteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie an Leberkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium leiden,
  • wenn Sie ein Kind stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Azacitidin PUREN anwenden:

  • wenn bei Ihnen die Anzahl der Blutplättchen, der roten oder weißen Blutzellen vermindert ist,
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden,
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden,
  • wenn Sie schon einmal eine Herzerkrankung oder einen Herzinfarkt oder in der Vergangen-heit eine Lungenerkrankung hatten.

Azacitidin PUREN kann eine schwere Immunreaktion, auch Differenzierungssyndrom genannt, auslösen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Blutuntersuchungen

Vor Beginn der Behandlung mit Azacitidin PUREN sowie am Anfang jeder Behandlungsperiode (d.h. eines jeden so genannten „Zyklus“) werden bei Ihnen Blutuntersuchungen durchgeführt. Da-mit soll überprüft werden, ob die Anzahl Ihrer Blutzellen ausreichend ist und Leber und Nieren bei Ihnen einwandfrei funktionieren.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Azacitidin PUREN bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Anwendung von Azacitidin PUREN zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich an-dere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Der Grund hierfür ist, dass Azacitidin PUREN die Wirkung bestimmter anderer Arzneimittel beeinflus-sen kann, ebenso wie bestimmte andere Arzneimittel die Wirkung von Azacitidin PUREN beein-flussen können.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Sie sollten während der Schwangerschaft nicht mit Azacitidin PUREN behandelt werden, da es dem Kind schaden könnte.

Wenn Sie eine Frau sind und schwanger werden können, müssen Sie während der Einnahme von Azacitidin PUREN und für 6 Monate nach dem Ende der Behandlung mit Azacitidin PUREN eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel schwanger werden.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichti-gen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Stillzeit

Sie dürfen während der Behandlung mit Azacitidin PUREN nicht stillen. Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übertritt.

Fortpflanzungsfähigkeit

Männer sollten während der Behandlung mit Azacitidin PUREN kein Kind zeugen. Männer müs-sen während der Einnahme von Azacitidin PUREN und für 3 Monate nach dem Ende der Behand-lung mit Azacitidin PUREN eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie vor Beginn der Behandlung Spermien konservieren lassen möchten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Verzichten Sie auf das Führen eines Fahrzeugs und Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen, wenn es bei Ihnen zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit kommt.

3. Wie ist Azacitidin PUREN anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zu Beginn eines jeden Behandlungszyklus wird Ihnen Ihr Arzt vor der Verabreichung von Azaciti-din PUREN ein weiteres Arzneimittel zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen geben.

  • Die empfohlene Dosis beträgt 75 mg pro m2 Körperoberfläche. Der Arzt wählt die für Sie geeignete Dosis dieses Arzneimittels entsprechend Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand sowie Ihrer Größe und Ihrem Gewicht aus. Der Arzt wird Ihren Krankheitsverlauf beobach-ten und kann, falls erforderlich, die Dosis ändern.
  • Azacitidin PUREN wird täglich über einen Zeitraum von 1 Woche angewendet, gefolgt von einer Behandlungspause von 3 Wochen. Dieser „Behandlungszyklus“ wird alle 4 Wochen wiederholt. Normalerweise finden mindestens 6 Behandlungszyklen statt.

Dieses Arzneimittel wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als Injektion unter die Haut (subkutan) im Bereich des Oberschenkels, Bauchs oder Oberarms injiziert.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei je-dem auftreten müssen.

Benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemer-ken:

  • Schläfrigkeit, Zittern, Gelbsucht, aufgeblähter Bauch und erhöhte Neigung zu Bluter-güssen. Dies können Symptome von Leberversagen und lebensbedrohlich sein.
  • Anschwellen der Beine und Füße, Rückenschmerzen, vermindertes Wasserlassen, ge-steigertes Durstgefühl, schneller Puls, Schwindel und Übelkeit, Erbrechen oder vermin-derter Appetit und Verwirrtheitsgefühl, Unruhe oder Erschöpfung. Dies können Symp-tome von Nierenversagen und lebensbedrohlich sein.
  • Fieber. Die Ursache könnte eine Infektion aufgrund einer geringen Anzahl weißer Blutzel-len sein, welche lebensbedrohlich sein kann.
  • Schmerzen im Brustkorb oder Kurzatmigkeit, möglicherweise in Verbindung mit Fie-ber. Die Ursache könnte eine Infektion der Lungen sein, eine so genannte „Lungenentzün-dung“, und diese kann lebensbedrohlich sein.
  • Blutungen. Zum Beispiel Blut im Stuhl aufgrund einer Magen- oder Darmblutung oder auch Blutungen im Schädelinneren. Diese Blutungen können Anzeichen für eine niedrige Blut-plättchenzahl in Ihrem Blut sein.
  • Atemnot, Schwellung der Lippen, Juckreiz oder Ausschlag. Die Ursache könnte eine al-lergische (Überempfindlichkeits-)Reaktion sein.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Verminderte Anzahl roter Blutzellen (Anämie). Eventuell fühlen Sie sich müde und sind blass.
  • Verminderte Anzahl weißer Blutzellen. Dies kann mit Fieber einhergehen. Dadurch sind Sie auch anfälliger für Infektionen.
  • Niedrige Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie). Sie sind anfälliger für Blutungen und Blut-ergüsse.
  • Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen,
  • Lungenentzündung,
  • Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit,
  • Müdigkeit (Erschöpfung),
  • Reaktion an der Injektionsstelle wie Rötung, Schmerzen oder eine Hautreaktion,
  • Appetitverlust,
  • Gelenkschmerzen,
  • Bluterguss,
  • Ausschlag,
  • rote oder lilafarbene Flecken unter der Haut,
  • Bauchschmerzen,
  • Juckreiz,
  • Fieber,
  • Nasen- und Halsentzündung,
  • Schwindel,
  • Kopfschmerzen,
  • Schlafstörungen (Insomnie),
  • Nasenbluten (Epistaxis),
  • Muskelschmerzen,
  • Schwäche (Asthenie),
  • Gewichtsverlust,
  • niedriger Kaliumspiegel im Blut.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Gehirnblutung,
  • bakterielle Infektion des Blutes (Sepsis), möglicherweise infolge einer niedrigen Anzahl wei-ßer Blutzellen,
  • Versagen der Knochenmarkfunktion. Als Folge kann es zu einer verminderten Anzahl der roten und weißen Blutzellen sowie der Blutplättchen kommen.
  • Eine Art von Blutarmut (Anämie), bei der die Anzahl der roten und weißen Blutzellen sowie der Blutplättchen vermindert ist,
  • Harninfektion,
  • eine Virusinfektion, die Fieberbläschen verursacht (Herpes),
  • Zahnfleischbluten, Magen- oder Darmblutung, Blutung im Analbereich (blutende Hämorrho-iden), Blutung im Auge, Blutung unter der Haut bzw. Einblutung in die Haut (Hämatom),
  • Blut im Urin,
  • Mund- oder Zungengeschwüre, • Veränderung der Haut an der Injektionsstelle. Hierzu zählen Schwellungen, harte Knötchen, Blutergüsse, Einblutungen in die Haut (Hämatom), Ausschläge, Juckreiz und Veränderungen der Hautfarbe,
  • Hautrötung,
  • Hautinfektion (Zellulitis),
  • Infektion von Nase und Hals oder Halsschmerzen,
  • entzündete bzw. laufende Nase oder entzündete Nebenhöhlen (Sinusitis),
  • hoher oder niedriger Blutdruck (Hypertonie oder Hypotonie),
  • Kurzatmigkeit bei Bewegung,
  • Schmerzen in Hals und Kehlkopf,
  • Verdauungsstörungen,
  • Teilnahmslosigkeit,
  • allgemeines Unwohlsein,
  • Angst,
  • Verwirrtheit,
  • Haarausfall,
  • Nierenversagen,
  • Austrocknung (Dehydratation),
  • weiße Beläge auf der Zunge, der Wangeninnenseite und in manchen Fällen am Gaumen, am Zahnfleisch und an den Mandeln (orale Pilzinfektion),
  • Ohnmachtsanfall,
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), was zu Schwindel bei Lage-wechsel vom Liegen zum Stehen oder Sitzen führt,
  • Schläfrigkeit, Benommenheit (Somnolenz),
  • Blutung wegen eines Katheters,
  • eine Darmerkrankung, die Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen hervorrufen kann (Diver-tikulitis),
  • Flüssigkeitsansammlung um die Lunge (Pleuraerguss),
  • Schüttelfrost,
  • Muskelkrämpfe,
  • juckende Quaddeln auf der Haut (Nesselsucht),
  • Flüssigkeitsansammlung um das Herz (Perikarderguss).

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktion,
  • Zittern,
  • Leberversagen,
  • große violettfarbene, erhabene, schmerzhafte Hautflecken in Kombination mit Fieber,
  • schmerzhafte Ulzeration der Haut (Pyoderma gangraenosum),
  • Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis).

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Trockener Husten,
  • schmerzlose Schwellung der Fingerspitzen (Trommelschlägelfinger),
  • Tumorlyse-Syndrom – Stoffwechselkomplikationen, zu denen es während der Krebsbehand-lung und manchmal sogar ohne Behandlung kommen kann. Verursacht werden diese Kom-plikationen von den Produkten absterbender Tumorzellen. Dabei kann es unter anderem zu folgenden Erscheinungen kommen: Veränderungen der Zusammensetzung des Blutes; An-stieg der Kalium-, Phosphat-, Harnsäurekonzentration sowie Abfall der Kalziumkonzentra-tion, welche wiederum zu Veränderungen der Nierenfunktion und Herzfrequenz, zu Krampf-anfällen und in manchen Fällen zum Tod führen können.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Eine sich rasch ausbreitende, die Haut und darunterliegende Gewebe schädigende Infektion der tieferen Hautschichten, die lebensbedrohlich sein kann (nekrotisierende Fasziitis).
  • Schwere Immunreaktion (Differenzierungssyndrom), die mit Fieber, Husten, Atemstörung, Ausschlag, verminderter Urinmenge, geringem Blutdruck (Hypotonie), Schwellungen der Arme oder Beine und schneller Gewichtszunahme einhergehen kann.
  • Entzündung der Blutgefäße in der Haut, die zu einem Ausschlag führen kann (kutane Vasku-litis).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizi-nische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage ange-geben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Azacitidin PUREN aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Flaschenetikett und dem Umkarton nach „ver-wendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfallda-tum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für die Aufbewahrung von Azacitidin PUREN ist Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fach-personal verantwortlich. Diese sind außerdem für die sachgerechte Zubereitung und Entsorgung von nicht verwendetem Azacitidin PUREN zuständig.

Für ungeöffnete Durchstechflaschen dieses Arzneimittels gelten keine besonderen Lagerungsbedin-gungen.

Zur sofortigen Anwendung

Die Suspension soll nach der Zubereitung innerhalb von 45 Minuten verwendet werden.

Zur späteren Anwendung

Bei Rekonstitution mit nicht gekühltem Wasser für Injektionszwecke muss die Azacitidin PU-REN-Suspension sofort nach Rekonstitution in den Kühlschrank (2 °C – 8 °C) gestellt werden und kann dort über einen Zeitraum von höchstens 8 Stunden aufbewahrt werden.

Bei Rekonstitution mit gekühltem Wasser (2 °C – 8 °C) für Injektionszwecke muss die Azacitidin PUREN-Suspension sofort nach Rekonstitution in den Kühlschrank (2 °C – 8 °C) gestellt werden und kann dort über einen Zeitraum von höchstens 22 Stunden aufbewahrt werden.

Die Suspension sollte vor der Anwendung bis zu 30 Minuten stehen gelassen werden, damit sie sich auf Raumtemperatur (20 °C – 25 °C) erwärmen kann.

Wenn große Teilchen in der Suspension zu sehen sind, sollte sie verworfen werden.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Azacitidin PUREN enthält

Der Wirkstoff ist Azacitidin. Eine Durchstechflasche enthält 100 mg Azacitidin. Nach Rekonstitu-tion mit 4 ml Wasser für Injektionszwecke enthält die rekonstituierte Suspension 25 mg/ml Azaciti-din.

Der sonstige Bestandteil ist Mannitol (Ph.Eur.) (E 421).

Wie Azacitidin PUREN aussieht und Inhalt der Packung

Weißer bis cremefarbener lyophilisierter Kuchen oder Pulver zur Herstellung einer Injektionssus-pension.

Azacitidin PUREN steht in einer Durchstechflasche aus Glas mit 100 mg Azacitidin zur Verfü-gung. Jede Packung enthält eine Durchstechflasche Azacitidin.

Die Durchstechflaschen können in Plastikschutzhüllen verpackt sein.

100 mg Azacitidin sind in Packungen mit 1, 5, 7 und 10 Durchstechflaschen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Eugia Pharma (Malta) Limited

Vault 14, Level 2

FRN 1814 Valletta Waterfront,

Floriana

Malta

Mitvertreiber

PUREN Pharma GmbH & Co. KG

Willy-Brandt-Allee 2

81829 München

Deutschland

Hersteller

APL Swift Services (Malta) Limited

HF26, Hal Far Industrial Estate

BBG 3000 Hal Far, Birzebbugia

Malta

oder

Generis – Farmacêutica, S.A.

Rua João De Deus, no 19

2700-487 Venda Nova, Amadora

Portugal

oder

Arrow Generiques S.A.S.

26 Avenue Tony Garnier

69007 Lyon

Frankreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Belgien: Azacitidine Eugia 25mg/ml poeder voor suspensie voor injectie/poudre pour suspension injectable/Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension

Deutschland: Azacitidin PUREN 25 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension

Frankreich: AZACITIDINE ARROW 25 mg/ml, poudre pour suspension injectable

Italien: Azacitidina Aurobindo

Niederlande: Azacitidine Eugia 25 mg/ml poeder voor suspensie voor injectie

Polen: Azacitidine Eugia

Portugal: Azacitidina Eugia

Rumänien: Azacitidină Eugia 25 mg/ml pulbere pentru suspensie injectabilă

Spanien: Azacitidina Eugia 25 mg/ml polvo para suspensión inyectable EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2024.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Empfehlungen für die sichere Handhabung

Azacitidin PUREN ist ein zytotoxisches Arzneimittel. Deshalb ist, wie bei anderen potenziell toxi-schen Substanzen, bei der Handhabung und Zubereitung von Azacitidin-Suspensionen Vorsicht geboten. Geeignete Verfahren für die Handhabung und Entsorgung von antineoplastischen Arznei-mitteln sind anzuwenden.

Wenn rekonstituiertes Azacitidin mit der Haut in Kontakt gerät, muss der betroffene Bereich unver-züglich und gründlich mit Seife und Wasser gereinigt werden. Bei Kontakt mit Schleimhäuten sind diese gründlich mit Wasser zu spülen.

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter „Anleitung zur Rekonstitution“ aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Anleitung zur Rekonstitution

Azacitidin PUREN ist mit Wasser für Injektionszwecke zu rekonstituieren. Die Haltbarkeit des re-konstituierten Arzneimittels kann durch Rekonstitution mit gekühltem (2 °C – 8 °C) Wasser für Injektionszwecke verlängert werden. Angaben zur Aufbewahrung des rekonstituierten Arzneimit-tels finden sich weiter unten.

  1. 1.

    Folgendes sollte bereitgelegt werden:

    Durchstechflasche(n) mit Azacitidin; Durchstechflasche(n) mit Wasser für Injektionszwecke; nicht-sterile chirurgische Handschuhe; Alkoholtupfer; 5-ml-Injektionsspritze(n) mit Nadel(n).

  2. 2. 4 ml Wasser für Injektionszwecke in die Spritze aufziehen und eventuell in der Spritze be-findliche Luft entfernen.
  3. 3. Die Nadel der Spritze mit 4 ml Wasser für Injektionszwecke durch den Gummistopfen der Azacitidin-Durchstechflasche stechen und das Wasser für Injektionszwecke in die Durch-stechflasche injizieren.
  4. 4.

    Nach Entfernen der Spritze und der Nadel die Durchstechflasche kräftig schütteln, bis eine einheitliche trübe Suspension entstanden ist. Nach der Rekonstitution enthält jeder ml der Suspension 25 mg Azacitidin (100 mg/4 ml). Das rekonstituierte Produkt ist eine homogene, trübe Suspension, frei von Agglomeraten. Die Suspension ist zu verwerfen, wenn sie größere Partikel oder Agglomerate aufweist. Die Suspension darf nach der Rekonstitution nicht gefil-

    tert werden, da es sonst zur Entfernung des Wirkstoffs kommen kann. Es ist zu berücksichti-gen, dass sich Filter in manchen Adaptern, Chemo-Spikes und geschlossenen Systemen be-finden; daher dürfen solche Systeme nicht zur Verabreichung des Arzneimittels nach Rekon-stitution verwendet werden.

  5. 5. Den Gummistopfen reinigen und eine neue Spritze mit Nadel in die Durchstechflasche ein-führen. Die Durchstechflasche auf den Kopf drehen und darauf achten, dass sich die Nadel-spitze unterhalb des Flüssigkeitspegels befindet. Den Kolben zurückziehen, um die für die benötigte Dosis erforderliche Arzneimittelmenge aufzuziehen; dabei darauf achten, die eventuell in der Spritze befindliche Luft zu entfernen. Die Spritze mit der Nadel aus der Durchstechflasche ziehen und die Nadel entsorgen.
  6. 6. Danach eine frische subkutane Nadel (empfohlen: 25-Gauge) fest auf die Spritze setzen. Die Nadel vor der Injektion nicht vorspülen, um die Häufigkeit lokaler Reaktionen an der Injekti-onsstelle zu vermindern.
  7. 7. Falls mehr als 1 Durchstechflasche benötigt wird, alle obigen Schritte für die Zubereitung der Suspension wiederholen. Dosen, für die mehr als 1 Durchstechflasche benötigt wird, soll-ten zu gleichen Teilen aufgeteilt werden (z. B. Dosis 150 mg = 6 ml, 2 Spritzen mit 3 ml in jeder Spritze). Da ein Teil der Suspension in der Durchstechflasche und Nadel zurückbleibt, ist es eventuell nicht möglich, diese komplett aus der Durchstechflasche aufzuziehen.
  8. 8. Unmittelbar vor der Injektion muss der Inhalt der zu verwendenden Spritze resuspendiert werden. Die Temperatur der Suspension sollte zum Zeitpunkt der Injektion etwa 20 °C – 25 °C betragen. Für die Resuspension ist die Spritze kräftig zwischen den Handflächen hin- und herzurollen, bis eine einheitliche, trübe Suspension entstanden ist. Die Suspension ist zu verwerfen, wenn sie größere Partikel oder Agglomerate aufweist.

Aufbewahrung des rekonstituierten Arzneimittels

Zur sofortigen Anwendung:

Die Azacitidin PUREN-Suspension kann unmittelbar vor der Anwendung zubereitet und die rekon-stituierte Suspension innerhalb von 45 Minuten angewendet werden. Wenn mehr als 45 Minuten verstrichen sind, ist die rekonstituierte Suspension in geeigneter Weise zu entsorgen und eine neue Dosis zuzubereiten.

Zur späteren Anwendung:

Bei Rekonstitution mit nicht gekühltem Wasser für Injektionszwecke muss die rekonstituierte Sus-pension sofort nach Rekonstitution in den Kühlschrank (2 °C – 8 °C) gestellt werden und kann dort über einen Zeitraum von höchstens 8 Stunden aufbewahrt werden. Falls die Aufbewahrungszeit im Kühlschrank 8 Stunden überschritten hat, ist die Suspension in geeigneter Weise zu entsorgen und eine neue Dosis zuzubereiten.

Bei Rekonstitution mit gekühltem (2 °C – 8 °C) Wasser für Injektionszwecke muss die rekonstitu-ierte Suspension sofort nach Rekonstitution in den Kühlschrank (2 °C – 8 °C) gestellt werden und kann dort über einen Zeitraum von höchstens 22 Stunden aufbewahrt werden. Falls die Aufbewah-rungszeit im Kühlschrank 22 Stunden überschritten hat, ist die Suspension in geeigneter Weise zu entsorgen und eine neue Dosis zuzubereiten.

Vor der Verabreichung sollte die rekonstituierte Suspension in der Spritze über einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten eine Temperatur von ungefähr 20 °C – 25 °C annehmen dürfen. Wenn mehr als 30 Minuten verstrichen sind, ist die Suspension in geeigneter Weise zu entsorgen und eine neue Dosis zuzubereiten.

Berechnung der individuellen Dosis

Die Gesamtdosis entsprechend der Körperoberfläche (KOF) kann wie folgt berechnet werden:

Gesamtdosis (mg) = Dosis (mg/m2) x KOF (m2)

Die folgende Tabelle dient lediglich als Beispiel, wie individuelle Azacitidin-Dosen auf Grundlage einer durchschnittlichen KOF von 1,8 m2 zu berechnen sind.

Dosis mg/m2

(% der empfohlenen Anfangsdosis)

Gesamtdosis bei einer KOF von 1,8 m2Anzahl der benötigten Durchstechflaschen

Gesamtvolumen der benötigten re-konstituierten

Suspension

75 mg/m2 (100 %)135 mg2 Durchstechflaschen5,4 ml
37,5 mg/m2 (50 %)67,5 mg1 Durchstechflasche2,7 ml
25 mg/m2 (33 %)45 mg1 Durchstechflasche1,8 ml

Art der Anwendung

Die Suspension darf nach der Rekonstitution nicht gefiltert werden.

Rekonstituiertes Azacitidin PUREN ist subkutan mit einer 25-Gauge-Nadel in den Oberarm, Ober-schenkel oder Bauch zu injizieren (Nadel in einem Winkel von 45 - 90° einstechen).

Dosen von mehr als 4 ml sollten an zwei separaten Stellen injiziert werden.

Die Injektionsstelle ist jedes Mal zu wechseln. Neue Injektionen sollten mindestens 2,5 cm von der vorherigen Injektionsstelle entfernt und niemals in Bereiche injiziert werden, in denen die Haut empfindlich, gerötet oder verhärtet ist oder Hämatome aufweist.

Reste des Arzneimittels sowie alle Materialien, die zur Rekonstitution, Verdünnung und Verabrei-chung verwendet wurden, müssen gemäß den für antineoplastische Mittel geltenden Krankenhaus-Standardverfahren vernichtet werden, die die geltenden Gesetze zur Entsorgung gefährlicher Ab-fälle berücksichtigen.

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7007212.00.00 · ENR 7007212

Stand der Information laut Text: 09/2024

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Azacitidin PUREN 25 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Azacitidin 25 mg/ml
Darreichungsform Injektion
Art der Anwendung Subkutane Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Mannitol (Ph.Eur.)
Packungsgrößen 0 NI
Haltbarkeit 3 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. L Antineoplastische und immunmodulierende Mittel
    1. L01 Antineoplastische Mittel
      1. L01B Antimetaboliten
        1. L01BC Pyrimidin-Analoga
          1. L01BC07 Azacitidin
Referenzarzneimittel Generikum von Vidaza 25 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Injektionssuspension - OP1
Zulassung 7007212.00.00, seit 27.07.2024; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Eugia Pharma (Malta) Limited, FRN 1914 FLORIANA, Malta
Hersteller (Freigabe) Generis Farmaceutica, S.A., APL Swift Services (Malta) Limited (BS 1), APL Swift Services (Malta) Limited, Arrow Generiques Rechtsform: S.A.S.
PZN 18839430

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7007212), Datensatz vom 08.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.