Fachinformation - Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung enthält 50 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 41 mg Ephedrin.
1 Ampulle mit 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung enthält 50 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 41 mg Ephedrin.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1
3. DARREICHUNGSFORM
Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung
Klare, farblose Flüssigkeit, frei von sichtbaren Partikeln.
Der pH-Wert der Lösung liegt im Bereich von 4.5-6.5.
Die Osmolalität der Lösung liegt im Bereich von 430-510 mOsm/kg.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung einer Hypotonie während einer Spinal- oder Periduralanästhesie oder einer Allgemeinanästhesie bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Die Gabe von Ephedrin muss auf die niedrigste wirksame Dosis und den kürzestmöglichen Zeitraum beschränkt werden.
Zur Anwendung werden 0,4 ml (20 mg) des Konzentrats mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung auf 20 ml verdünnt und sehr langsam intravenös verabreicht. Nach Verdünnung ist die Lösung bei Raumtemperatur innerhalb von 60 Minuten zu verwenden.
Erwachsene und Jugendliche
Langsame intravenöse Injektion von 5 mg (höchstens 10 mg) und bei Bedarf wiederholt alle 3-4 Minuten. Die höchste Gesamtdosis darf 150 mg über 24 Stunden nicht überschreiten.
Kinder
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ephedrin ist bei Kindern im Alter von 0 bis einschließlich 12 Jahren nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor.
Ältere Patienten
Wie für Erwachsene, beginnend mit 5-mg-Bolusinjektionen. Bei sehr alten Patienten kann eine erhöhte Dosis erforderlich sein.
Art der Anwendung
Ephedrin darf ausschließlich durch den Anästhesisten oder unter dessen Aufsicht als Injektionslösung zur intravenösen Anwendung verabreicht werden.
Das Arzneimittel muss vor der Anwendung verdünnt werden. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, (siehe Abschnitt 6.6).
Zur intravenösen Anwendung.
4.3 Gegenanzeigen
In folgenden Fällen darf Ephedrin nicht angewendet werden:
bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile,
- bei Übererregbarkeit, bei Phäochromozytom,
- in Kombination mit Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Pseudoephedrin, Methylphenidat (d. h. mit anderen indirekten Sympathomimetika).
Die Verabreichung von Ephedrin an Patienten, die derzeit mit nichtselektiven MAO-Hemmern behandelt werden oder innerhalb der letzten 2 Wochen damit behandelt wurden, ist kontraindiziert, da die Kombination schwere und potenziell tödliche Hypertonie verursachen kann.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Besondere Warnhinweise
Bei Vorliegen der folgenden Erkrankungen ist Ephedrin nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden:
- Diabetes mellitus,
- Hypertonie,
- Prostatahypertrophie,
- unkontrollierte Hyperthyreose,
- Winkelblockglaukom,
- chronische Angststörung oder sonstige psychische Störungen.
Große Vorsicht ist auch notwendig bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung, wie ischämische
Herzerkrankung, Arrhythmie oder Tachykardie, vaskuläre Verschlusserkrankungen einschließlich
Arteriosklerose oder Aneurysmen.
Angina-Schmerzen können bei Patienten mit Angina pectoris ausgelöst werden.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion unterliegen einem erhöhten Toxizitätsrisiko und sind unter besonderer Vorsicht mit der geringsten wirksamen Dosis zu behandeln.
Bei älteren Patienten sollte die Dosis vorsichtig gewählt werden, wobei in der Regel am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden sollte, um die größere Häufigkeit einer eingeschränkten Leber-, Nieren oder Herzfunktion sowie von Begleiterkrankungen oder anderer medikamentöser Therapie zu berücksichtigen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei Patienten mit Herzerkrankungen in der Vorgeschichte ist Ephedrin nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden.
Beeinflussung serologischer Untersuchungen
Warnhinweis für Sportler: Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Kontraindizierte Kombinationen
- indirekte Sympathomimetika (Phenylpropanolamin, Pseudoephedrin, Phenylephrin, Methylphenidat): Risiko für Vasokonstriktion und/oder akute Episoden von Hypertonie.
- nichtselektive MAO-Hemmer: Die Verabreichung von Ephedrin an Patienten, die derzeit mit nichtselektiven MAO-Hemmern behandelt werden oder innerhalb der letzten 2 Wochen damit behandelt wurden, ist kontraindiziert, da die Kombination schwere und potenziell tödliche Hypertonie verursachen kann.
Nicht empfohlene Kombinationen
- Volatile halogenierte Anästhetika: Schwere ventrikuläre Arrhythmien (erhöhte Erregbarkeit des Herzens). Die neueren volatilen Wirkstoffe, z. B. Sevofluran und Desfluran, rufen allerdings weniger kardiale Nebenwirkungen hervor; die gleichzeitige Anwendung mit Ephedrin könnte daher in Betracht gezogen werden.
- Trizyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin): Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
- Noradrenerg-serotonerge Antidepressiva (Milnacipran, Venlafaxin): Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
- Guanethidin und verwandte Substanzen: Erheblicher Anstieg des Blutdrucks (Hyperreaktivität in Verbindung mit dem herabgesetzten sympathischen Tonus und/oder der Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Fasern). Wenn die gleichzeitige Anwendung unumgänglich ist, ist das Sympathomimetikum in herabgesetzter Dosis unter besonderer Vorsicht anzuwenden.
- Sibutramin: Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
- Selektive MAO-A-Hemmer (Moclobemid, Toloxaton): Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.
- Linezolid: Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.
- Ergotalkaloide: Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.
Kombinationen, die besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen
- Alpha- und beta-adrenerg blockierende Substanzen: Alpha-Blocker (z.B. Phenoltamin) verringern die vasopressorische Wirkung von Ephedrin. Beta-Blocker können die kardialen und bronchodilatatorischen Wirkungen von Ephedrin hemmen.
- Reserpin und Methyldopa: verringern die vasopressorische Wirkung von Ephedrin.
- Theophyllin und dessen Derivate (Aminophyllin): Die gleichzeitige Anwendung von Ephedrin und Theophyllin kann zu Schlaflosigkeit, Nervosität und gastrointestinalen Beschwerden führen.
- Wirkstoffe, die den pH-Wert des Urins verändern: eine Alkalisierung, z. B. durch Acetazolamid oder Natriumhydrogencarbonat, hemmt die renale Ausscheidung von Ephedrin.
- Kortikosteroide: Es wurde gezeigt, dass Ephedrin die Clearance von Dexamethason erhöht.
- Antiepileptika: Erhöhte Plasmakonzentration von Phenytoin und möglicherweise von Phenobarbiton und Primidon.
- Clonidin, Atropin: verstärken die pressorische Wirkung von Ephedrin.
- Oxytocin und oxytocinartig wirkende Arzneimittel: Eine schwere postpartale Hypertonie wurde bei Patientinnen beschrieben, die sowohl einen Vasopressor (z. B. Methoxamin, Phenylephrin, Ephedrin) als auch ein oxytocinartig wirkendes Arzneimittel (z. B. Methylergonovin, Ergonovin) erhielten. Einige dieser Patientinnen erlitten einen Schlaganfall.
- Herzglykoside: Ephedrin mit einem Herzglykosid, wie z. B. Digitalis, kann das Potenzial von Arrhythmien erhöhen.
- Aminophyllin oder andere Xanthine, diuretische Therapie: Die gleichzeitige Verabreichung kann zu einer Hypokaliämie führen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ephedrin bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Die Anwendung von Ephedrin während der Schwangerschaft ist zu vermeiden, da Ephedrin die Plazentaschranke passiert und dies mit einer Zunahme der fetalen Herzfrequenz sowie der Variabilität der Herzschlagintervalle in Verbindung gebracht worden ist.
Stillzeit
Es liegen keine spezifischen Daten hierzu vor, doch geht man davon aus, dass Ephedrin die Plazentaschranke passiert und auch in die Muttermilch übertritt. Nach der Gabe von Ephedrin sollte das Stillen für zwei Tage unterbrochen werden. Bei gestillten Säuglingen sind Reizbarkeit und Störungen des Schlafmusters beobachtet worden.
Fertilität
Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Fertilität vor (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen
Nicht zutreffend.
4.8 Nebenwirkungen
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Symptome
Im Fall einer Überdosierung sind folgende Symptome beobachtet worden: Migräne, Übelkeit, Erbrechen, Hypertonie, Tachykardie, Fieber, paranoide Psychose, Halluzinationen, ventrikuläre und supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen, Atemdepression, Krampfanfälle und Koma.
Die letale Dosis beträgt beim Menschen etwa 2 g; dies entspricht einer Blutkonzentration von etwa 3,5–20 mg/l.
| Häufigkeit | Sehr häufig (≥1/10) | Häufig (≥1/100 bis <1/10) | Gelegentlich (≥1/1,000 bis <1/100) | Selten (≥1/10,000 bis <1/1,000) | Sehr selten (<1/10,000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Systemorganklassen | ||||||
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Veränderungen der primären Hämostase | |||||
Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeit | |||||
Psychiatrische Erkrankungen | Angstzustände | Verwirrtheit, Depression | ||||
Erkrankungen des Nervensystems | Schlaflosigkeit, Nervosität | Zittern, Schwitzen, Migräne | Reizbarkeit | |||
| Augenerkrankungen | Episoden von Winkelblock-glaukom bei anatomisch prädisponierten Patienten | |||||
| Herzerkrankungen | Tachykardie, Palpitationen | Herzrhythmus- störungen, Hypertonie, präkordiale Schmerzen | ||||
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Übelkeit, Erbrechen | |||||
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Hautausschlag | |||||
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Muskelschwäche | |||||
Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Akuter Harnverhalt |
Management
Zur Behandlung der Überdosierung und Beherrschung der Stimulation des zentralen Nervensystems sowie der Krampfanfälle kann Diazepam in Dosen von 0,1 bis 0,2 mg/kg pro Injektion verabreicht werden. Die Dosis von 10 bis 20 mg kann in einer einzigen langsamen intravenösen Injektion gegeben werden.
Zur Behandlung von Erregbarkeit, Halluzinationen und Hypertonie sollte Chlorpromazin verabreicht werden.
Zur Behandlung von schwerer Hypertonie kann Phentolamin oder ein anderer Alpha- Blocker verabreicht werden.
Zur Behandlung von Hypertonie oder schwerer Tachyarrhythmie kann ein Betablocker, z. B. Propanolol, von Nutzen sein.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Adrenerge und dopaminerge Mittel.
ATC-Code: C01CA26
Wirkmechanismus
Ephedrin ist ein sympathomimetisches Amin, das zum einen direkt an Alpha- und Betarezeptoren wirkt und zum anderen über die verstärkte Ausschüttung von Noradrenalin an sympathischen Nervenendigungen eine indirekte Wirkung ausübt.
Wie alle Sympathomimetika stimuliert Ephedrin das zentrale Nervensystem, das kardiovaskuläre System, das Atmungssystem und die Sphinktere des Verdauungs- und Harntrakts. Ephedrin kann einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.
Nach intravenöser Injektion einer Dosis zwischen 10 und 25 mg halten die kardialen Wirkungen für 1 Stunde an.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Ephedrin wird nach oraler, intramuskulärer oder subkutaner Gabe rasch und vollständig resorbiert.
Ephedrinhydrochlorid zirkuliert frei im Plasma.
Verteilung
Es liegen keine spezifischen Daten hierzu vor, doch geht man davon aus, dass Ephedrin die Plazentaschranke passiert und auch in die Muttermilch übertritt.
Nach der Injektion wird Ephedrin rasch im Körper verteilt und akkumuliert in Leber, Nieren, Lunge, Milz und Gehirn. Diese Akkumulation führt zu hohen Verteilungsvolumina von 122-320 Litern.
Biotransformation
Ein geringer Anteil des Ephedrins wird langsam in der Leber durch oxidative Desaminierung, Demethylierung, aromatische Hydroxylierung und Konjugation abgebaut. Als Metaboliten wurden p-Hydroxyephedrin, p-Hydroxynorephedrin, Norephedrin und Konjugate dieser Substanzen identifiziert.
Elimination
Die Exkretion ist vom pH-Wert des Urins abhängig:
73–99 % (Mittel: 88 %) bei saurem Urin,
22–35 % (Mittel: 27 %) bei alkalischem Urin.
Nach oraler oder parenteraler Gabe von Ephedrin werden 77 % der Dosis unverändert im Urin ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit ist vom pH-Wert des Urins abhängig. Sie beträgt bei saurem Urin (pH-Wert = 5) 3 Stunden, bei alkalischem Urin (pH-Wert = 6,3) etwa 6 Stunden.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Es wurden keine Studien zur Fertilität gemäß aktuellen Standards durchgeführt. Jedoch wurden antiöstrogene Effekte von Ephedrin bei unreifen Ratten festgestellt, denen Ephedrin in einer Dosis von 5 mg/kg oral verabreicht worden war; dies weist auf ein Potenzial für Auswirkungen auf die weibliche Fertilität hin.
Tierexperimentelle Studien zur Teratogenität ergaben, dass Ephedrin kardiovaskuläre Schäden, verringerte Fertilität, Fruchtverlust und mediane Bauchwanddefekte hervorrufen kann.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Wasser für Injektionszwecke
Natriumhydroxid-Lösung 10 % (zur pH-Wert-Einstellung)
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
5 Jahre
Haltbarkeit nach Anbruch der Ampulle:
Das Arzneimittel ist sofort zu verwenden.
Haltbarkeit nach Verdünnung:
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 72 Stunden bei 2-8°C und 25°C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung, sofern die Methode der Verdünnung das Risiko einer mikrobiellen Kontamination nicht ausschließt, sofort verwendet werden.
Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die nicht länger als der oben genannte Zeitraum für die chemische und physikalische Stabilität sein sollten.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Bewahren Sie die Ampullen in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Für Hinweise für die Aufbewahrung nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
One-Point-Cut-Ampulle aus farblosem Glas Typ I (Ph.Eur)).
Packungsgrößen mit 1 oder 10 Ampullen mit je 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur
Handhabung
Hinweise zur Anwendung:
Eine Ampulle ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.
Ampulle nach Anwendung verwerfen. NICHT WIEDERVERWENDEN.
Der Inhalt einer ungeöffneten und unbeschädigten Ampulle ist steril; die Ampulle darf erst unmittelbar vor der Anwendung geöffnet werden.
Das Arzneimittel ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu prüfen. Nur klare, farblose Flüssigkeit ohne Partikel oder Ausfällungen dürfen verwendet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Hinweise zum Öffnen der Ampulle (One-Point-Cut-Ampulle)
Zum Öffnen der Ampulle ist keine Feile erforderlich. Am engsten Punkt des Ampullenhalses befindet sich eine Kerbe. Diese Stelle ist durch einen Punkt auf dem Ampullenkopf gekennzeichnet. Die Ampulle wird geöffnet, indem der Daumen auf den Punkt gelegt und der Ampullenkopf vorsichtig nach hinten gedrückt wird.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Am Bahnhof 2
92289 Ursensollen
Deutschland
Tel.: +49 9628 92 37 67-0
Fax: +49 9628 92 37 67-99
info@eberth.de
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
7015744.00.00
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
30.06.2026
10. STAND DER INFORMATION
07/2026
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig
