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Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung – Fachinformation (SmPC) für Ärzte und Apotheker

Die Fachinformation richtet sich an Ärzte und Apotheker. Verständliche Hinweise für Patienten enthält der Beipackzettel: Einnahme, Nebenwirkungen, Andere Arzneimittel, Schwangerschaft und Stillzeit.

Aktualisiert:
Fakten
Status:
Verschreibungspflichtig
Stärke:
50 mg/ml
Wirkstoff:
ATC-Gruppe:

Fachinformation - Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung enthält 50 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 41 mg Ephedrin.

1 Ampulle mit 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung enthält 50 mg Ephedrinhydrochlorid, entsprechend 41 mg Ephedrin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1

3. DARREICHUNGSFORM

Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung

Klare, farblose Flüssigkeit, frei von sichtbaren Partikeln.

Der pH-Wert der Lösung liegt im Bereich von 4.5-6.5.

Die Osmolalität der Lösung liegt im Bereich von 430-510 mOsm/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung einer Hypotonie während einer Spinal- oder Periduralanästhesie oder einer Allgemeinanästhesie bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Gabe von Ephedrin muss auf die niedrigste wirksame Dosis und den kürzestmöglichen Zeitraum beschränkt werden.

Zur Anwendung werden 0,4 ml (20 mg) des Konzentrats mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Injektionslösung auf 20 ml verdünnt und sehr langsam intravenös verabreicht. Nach Verdünnung ist die Lösung bei Raumtemperatur innerhalb von 60 Minuten zu verwenden.

Erwachsene und Jugendliche

Langsame intravenöse Injektion von 5 mg (höchstens 10 mg) und bei Bedarf wiederholt alle 3-4 Minuten. Die höchste Gesamtdosis darf 150 mg über 24 Stunden nicht überschreiten.

Kinder

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ephedrin ist bei Kindern im Alter von 0 bis einschließlich 12 Jahren nicht erwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten

Wie für Erwachsene, beginnend mit 5-mg-Bolusinjektionen. Bei sehr alten Patienten kann eine erhöhte Dosis erforderlich sein.

Art der Anwendung

Ephedrin darf ausschließlich durch den Anästhesisten oder unter dessen Aufsicht als Injektionslösung zur intravenösen Anwendung verabreicht werden.

Das Arzneimittel muss vor der Anwendung verdünnt werden. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, (siehe Abschnitt 6.6).

Zur intravenösen Anwendung.

4.3 Gegenanzeigen

In folgenden Fällen darf Ephedrin nicht angewendet werden:

  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

    Bestandteile,

  • bei Übererregbarkeit, bei Phäochromozytom,
  • in Kombination mit Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Pseudoephedrin, Methylphenidat (d. h. mit anderen indirekten Sympathomimetika).

Die Verabreichung von Ephedrin an Patienten, die derzeit mit nichtselektiven MAO-Hemmern behandelt werden oder innerhalb der letzten 2 Wochen damit behandelt wurden, ist kontraindiziert, da die Kombination schwere und potenziell tödliche Hypertonie verursachen kann.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Warnhinweise

Bei Vorliegen der folgenden Erkrankungen ist Ephedrin nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden:

  • Diabetes mellitus,
  • Hypertonie,
  • Prostatahypertrophie,
  • unkontrollierte Hyperthyreose,
  • Winkelblockglaukom,
  • chronische Angststörung oder sonstige psychische Störungen.

Große Vorsicht ist auch notwendig bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung, wie ischämische

Herzerkrankung, Arrhythmie oder Tachykardie, vaskuläre Verschlusserkrankungen einschließlich

Arteriosklerose oder Aneurysmen.

Angina-Schmerzen können bei Patienten mit Angina pectoris ausgelöst werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion unterliegen einem erhöhten Toxizitätsrisiko und sind unter besonderer Vorsicht mit der geringsten wirksamen Dosis zu behandeln.

Bei älteren Patienten sollte die Dosis vorsichtig gewählt werden, wobei in der Regel am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden sollte, um die größere Häufigkeit einer eingeschränkten Leber-, Nieren oder Herzfunktion sowie von Begleiterkrankungen oder anderer medikamentöser Therapie zu berücksichtigen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Patienten mit Herzerkrankungen in der Vorgeschichte ist Ephedrin nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden.

Beeinflussung serologischer Untersuchungen

Warnhinweis für Sportler: Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff, der bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kontraindizierte Kombinationen

  • indirekte Sympathomimetika (Phenylpropanolamin, Pseudoephedrin, Phenylephrin, Methylphenidat): Risiko für Vasokonstriktion und/oder akute Episoden von Hypertonie.
  • nichtselektive MAO-Hemmer: Die Verabreichung von Ephedrin an Patienten, die derzeit mit nichtselektiven MAO-Hemmern behandelt werden oder innerhalb der letzten 2 Wochen damit behandelt wurden, ist kontraindiziert, da die Kombination schwere und potenziell tödliche Hypertonie verursachen kann.

Nicht empfohlene Kombinationen

  • Volatile halogenierte Anästhetika: Schwere ventrikuläre Arrhythmien (erhöhte Erregbarkeit des Herzens). Die neueren volatilen Wirkstoffe, z. B. Sevofluran und Desfluran, rufen allerdings weniger kardiale Nebenwirkungen hervor; die gleichzeitige Anwendung mit Ephedrin könnte daher in Betracht gezogen werden.
  • Trizyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin): Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
  • Noradrenerg-serotonerge Antidepressiva (Milnacipran, Venlafaxin): Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
  • Guanethidin und verwandte Substanzen: Erheblicher Anstieg des Blutdrucks (Hyperreaktivität in Verbindung mit dem herabgesetzten sympathischen Tonus und/oder der Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Fasern). Wenn die gleichzeitige Anwendung unumgänglich ist, ist das Sympathomimetikum in herabgesetzter Dosis unter besonderer Vorsicht anzuwenden.
  • Sibutramin: Paroxysmale Hypertonie mit Potenzial für Arrhythmien (Inhibition der Adrenalin- oder Noradrenalin-Aufnahme in sympathische Nervenfasern).
  • Selektive MAO-A-Hemmer (Moclobemid, Toloxaton): Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.
  • Linezolid: Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.
  • Ergotalkaloide: Risiko für Vasokonstriktion und/oder Episoden von Hypertonie.

Kombinationen, die besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen

  • Alpha- und beta-adrenerg blockierende Substanzen: Alpha-Blocker (z.B. Phenoltamin) verringern die vasopressorische Wirkung von Ephedrin. Beta-Blocker können die kardialen und bronchodilatatorischen Wirkungen von Ephedrin hemmen.
  • Reserpin und Methyldopa: verringern die vasopressorische Wirkung von Ephedrin.
  • Theophyllin und dessen Derivate (Aminophyllin): Die gleichzeitige Anwendung von Ephedrin und Theophyllin kann zu Schlaflosigkeit, Nervosität und gastrointestinalen Beschwerden führen.
  • Wirkstoffe, die den pH-Wert des Urins verändern: eine Alkalisierung, z. B. durch Acetazolamid oder Natriumhydrogencarbonat, hemmt die renale Ausscheidung von Ephedrin.
  • Kortikosteroide: Es wurde gezeigt, dass Ephedrin die Clearance von Dexamethason erhöht.
  • Antiepileptika: Erhöhte Plasmakonzentration von Phenytoin und möglicherweise von Phenobarbiton und Primidon.
  • Clonidin, Atropin: verstärken die pressorische Wirkung von Ephedrin.
  • Oxytocin und oxytocinartig wirkende Arzneimittel: Eine schwere postpartale Hypertonie wurde bei Patientinnen beschrieben, die sowohl einen Vasopressor (z. B. Methoxamin, Phenylephrin, Ephedrin) als auch ein oxytocinartig wirkendes Arzneimittel (z. B. Methylergonovin, Ergonovin) erhielten. Einige dieser Patientinnen erlitten einen Schlaganfall.
  • Herzglykoside: Ephedrin mit einem Herzglykosid, wie z. B. Digitalis, kann das Potenzial von Arrhythmien erhöhen.
  • Aminophyllin oder andere Xanthine, diuretische Therapie: Die gleichzeitige Verabreichung kann zu einer Hypokaliämie führen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ephedrin bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Ephedrin während der Schwangerschaft ist zu vermeiden, da Ephedrin die Plazentaschranke passiert und dies mit einer Zunahme der fetalen Herzfrequenz sowie der Variabilität der Herzschlagintervalle in Verbindung gebracht worden ist.

Stillzeit

Es liegen keine spezifischen Daten hierzu vor, doch geht man davon aus, dass Ephedrin die Plazentaschranke passiert und auch in die Muttermilch übertritt. Nach der Gabe von Ephedrin sollte das Stillen für zwei Tage unterbrochen werden. Bei gestillten Säuglingen sind Reizbarkeit und Störungen des Schlafmusters beobachtet worden.

Fertilität

Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Fertilität vor (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8 Nebenwirkungen

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Symptome

Im Fall einer Überdosierung sind folgende Symptome beobachtet worden: Migräne, Übelkeit, Erbrechen, Hypertonie, Tachykardie, Fieber, paranoide Psychose, Halluzinationen, ventrikuläre und supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen, Atemdepression, Krampfanfälle und Koma.

Die letale Dosis beträgt beim Menschen etwa 2 g; dies entspricht einer Blutkonzentration von etwa 3,5–20 mg/l.

Häufigkeit

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig

(≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1,000 bis <1/100)

Selten

(≥1/10,000 bis <1/1,000)

Sehr selten (<1/10,000)Nicht bekannt (Häufigkeit auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Systemorganklassen

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Veränderungen der primären

Hämostase

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit

Psychiatrische

Erkrankungen

Angstzustände

Verwirrtheit,

Depression

Erkrankungen des

Nervensystems

Schlaflosigkeit, Nervosität

Zittern,

Schwitzen,

Migräne

Reizbarkeit
Augenerkrankungen

Episoden von

Winkelblock-glaukom

bei anatomisch

prädisponierten Patienten

Herzerkrankungen

Tachykardie,

Palpitationen

Herzrhythmus-

störungen,

Hypertonie,

präkordiale

Schmerzen

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit,

Erbrechen

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautgewebes

Hautausschlag

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Akuter

Harnverhalt

Management

Zur Behandlung der Überdosierung und Beherrschung der Stimulation des zentralen Nervensystems sowie der Krampfanfälle kann Diazepam in Dosen von 0,1 bis 0,2 mg/kg pro Injektion verabreicht werden. Die Dosis von 10 bis 20 mg kann in einer einzigen langsamen intravenösen Injektion gegeben werden.

Zur Behandlung von Erregbarkeit, Halluzinationen und Hypertonie sollte Chlorpromazin verabreicht werden.

Zur Behandlung von schwerer Hypertonie kann Phentolamin oder ein anderer Alpha- Blocker verabreicht werden.

Zur Behandlung von Hypertonie oder schwerer Tachyarrhythmie kann ein Betablocker, z. B. Propanolol, von Nutzen sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Adrenerge und dopaminerge Mittel.

ATC-Code: C01CA26

Wirkmechanismus

Ephedrin ist ein sympathomimetisches Amin, das zum einen direkt an Alpha- und Betarezeptoren wirkt und zum anderen über die verstärkte Ausschüttung von Noradrenalin an sympathischen Nervenendigungen eine indirekte Wirkung ausübt.

Wie alle Sympathomimetika stimuliert Ephedrin das zentrale Nervensystem, das kardiovaskuläre System, das Atmungssystem und die Sphinktere des Verdauungs- und Harntrakts. Ephedrin kann einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.

Nach intravenöser Injektion einer Dosis zwischen 10 und 25 mg halten die kardialen Wirkungen für 1 Stunde an.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Ephedrin wird nach oraler, intramuskulärer oder subkutaner Gabe rasch und vollständig resorbiert.

Ephedrinhydrochlorid zirkuliert frei im Plasma.

Verteilung

Es liegen keine spezifischen Daten hierzu vor, doch geht man davon aus, dass Ephedrin die Plazentaschranke passiert und auch in die Muttermilch übertritt.

Nach der Injektion wird Ephedrin rasch im Körper verteilt und akkumuliert in Leber, Nieren, Lunge, Milz und Gehirn. Diese Akkumulation führt zu hohen Verteilungsvolumina von 122-320 Litern.

Biotransformation

Ein geringer Anteil des Ephedrins wird langsam in der Leber durch oxidative Desaminierung, Demethylierung, aromatische Hydroxylierung und Konjugation abgebaut. Als Metaboliten wurden p-Hydroxyephedrin, p-Hydroxynorephedrin, Norephedrin und Konjugate dieser Substanzen identifiziert.

Elimination

Die Exkretion ist vom pH-Wert des Urins abhängig:

73–99 % (Mittel: 88 %) bei saurem Urin,

22–35 % (Mittel: 27 %) bei alkalischem Urin.

Nach oraler oder parenteraler Gabe von Ephedrin werden 77 % der Dosis unverändert im Urin ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit ist vom pH-Wert des Urins abhängig. Sie beträgt bei saurem Urin (pH-Wert = 5) 3 Stunden, bei alkalischem Urin (pH-Wert = 6,3) etwa 6 Stunden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Es wurden keine Studien zur Fertilität gemäß aktuellen Standards durchgeführt. Jedoch wurden antiöstrogene Effekte von Ephedrin bei unreifen Ratten festgestellt, denen Ephedrin in einer Dosis von 5 mg/kg oral verabreicht worden war; dies weist auf ein Potenzial für Auswirkungen auf die weibliche Fertilität hin.

Tierexperimentelle Studien zur Teratogenität ergaben, dass Ephedrin kardiovaskuläre Schäden, verringerte Fertilität, Fruchtverlust und mediane Bauchwanddefekte hervorrufen kann.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke

Natriumhydroxid-Lösung 10 % (zur pH-Wert-Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

Haltbarkeit nach Anbruch der Ampulle:

Das Arzneimittel ist sofort zu verwenden.

Haltbarkeit nach Verdünnung:

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 72 Stunden bei 2-8°C und 25°C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung, sofern die Methode der Verdünnung das Risiko einer mikrobiellen Kontamination nicht ausschließt, sofort verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die nicht länger als der oben genannte Zeitraum für die chemische und physikalische Stabilität sein sollten.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Bewahren Sie die Ampullen in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für Hinweise für die Aufbewahrung nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

One-Point-Cut-Ampulle aus farblosem Glas Typ I (Ph.Eur)).

Packungsgrößen mit 1 oder 10 Ampullen mit je 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Hinweise zur Anwendung:

Eine Ampulle ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.

Ampulle nach Anwendung verwerfen. NICHT WIEDERVERWENDEN.

Der Inhalt einer ungeöffneten und unbeschädigten Ampulle ist steril; die Ampulle darf erst unmittelbar vor der Anwendung geöffnet werden.

Das Arzneimittel ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu prüfen. Nur klare, farblose Flüssigkeit ohne Partikel oder Ausfällungen dürfen verwendet werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Hinweise zum Öffnen der Ampulle (One-Point-Cut-Ampulle)

Zum Öffnen der Ampulle ist keine Feile erforderlich. Am engsten Punkt des Ampullenhalses befindet sich eine Kerbe. Diese Stelle ist durch einen Punkt auf dem Ampullenkopf gekennzeichnet. Die Ampulle wird geöffnet, indem der Daumen auf den Punkt gelegt und der Ampullenkopf vorsichtig nach hinten gedrückt wird.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Am Bahnhof 2

92289 Ursensollen

Deutschland

Tel.: +49 9628 92 37 67-0

Fax: +49 9628 92 37 67-99

info@eberth.de

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

7015744.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

30.06.2026

10. STAND DER INFORMATION

07/2026

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Über dieses Dokument

Quelle: BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (AMIce) · Zulassungsnummer: 7015744.00.00 · ENR 7015744

Stand der Information laut Text: 07/2026

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Die Informationen auf dieser Website ersetzen nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers.

Fakten zu Ephedrin Eberth 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung

Rezeptpflicht
Verschreibungspflichtig?
  • Sie erhalten das Arzneimittel nur mit einem ärztlichen Rezept in der Apotheke.
  • Rechtsgrundlage laut BfArM: verschreibungspflichtig gemäß § 48(1),(2)2 AMG.
Wirkstoff Ephedrin 50 mg/ml
Darreichungsform Injektion; Injektion
Art der Anwendung Intravenöse Anwendung
Art des Arzneimittels Chemisches Arzneimittel
Sonstige Bestandteile Natriumhydroxid-Lösung (%-Angaben), Wasser für Injektionszwecke, Stickstoff
Packungsgrößen 1 ml, 10 ml
Haltbarkeit 5 Jahre (ungeöffnete Packung)
Lagerung Lagerung und Transport: Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren; um den Inhalt vor Licht zu schützen; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; In Originalverpackung aufbewahren; Lagerung und Transport: um den Inhalt vor Licht zu schützen; In Originalverpackung aufbewahren; Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich; Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren
Fälschungsschutz Ja – die Packung trägt einen individuellen Code und einen Erstöffnungsschutz (securPharm), die Apotheke prüft die Echtheit
ATC-Klassifikation
  1. C Kardiovaskuläres System
    1. C01 Herztherapie
      1. C01C Kardiostimulanzien, exkl. Herzglykoside
        1. C01CA Adrenerge und dopaminerge Mittel
          1. C01CA26 Ephedrin
Zulassung 7015744.00.00, seit 10.07.2026; dezentrales Verfahren (mehrere EU-Staaten)
Pharmazeutischer Unternehmer Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH, 92289 Ursensollen
Hersteller (Freigabe) HBM Pharma s.r.o. (BS 1), HBM Pharma s.r.o., Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH (BS 1), Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Quelle: BfArM, Arzneimittel-Informationssystem AMIce (ENR 7015744), Datensatz vom 12.10.2026. Angaben ohne Gewähr – fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.